Wie erziehe ich mein Kind richtig? Eine Frage, die sich alle Eltern stellen. Die Kinder sollen optimal auf die Zukunft vorbereitet werden und sich zu selbstständigen Erwachsenen entwickeln. Aber wie können Eltern sie auf diesem Weg unterstützen und welche Auswirkungen hat die Erziehung auf die Studierfähigkeit der Kinder?
In diesem Buch werden unterschiedliche Erziehungsansätze vorgestellt und diskutiert. Im Fokus stehen dabei die antiautoritäre Erziehung, die autoritäre Erziehung sowie Aspekte der indianischen Erziehung.
Aus dem Inhalt: Autoritäre Erziehung, Antiautoritäre Erziehung, indianische Erziehung, Erziehung im Wandel, Erziehungsziele, Erziehungsstile, Antipädagogik, Geschlechtererziehung, Einflüsse der Erziehung auf die Studierfähigkeit.
Inhaltsverzeichnis
ELTERN ZWISCHEN AUTORITÄRER UND ANTIAUTORITÄRER ERZIEHUNG - KINDERERZIEHUNG IN DER MODERNEN GESELLSCHAFT VON MELANIE BILZER, 2006
Vorwort
Begriffserklärung
Autoritäre Erziehung
Antiautoritäre Erziehung
Erziehung im Wandel – Ursachen und Folgen
Autoritative Erziehung – eine allgemeine Definition
Entwicklungsfördernde und –hemmende Erziehung
Autorität und Präsenz
Schlusswort
ANTIAUTORITÄRE ERZIEHUNG: PÄDAGOGISCHE AUTORITÄT IN DEN ERZIEHUNGSFORMEN DER 70ER-JAHRE INNERHALB DER BRD VON MICHAEL RAMON JUNG, 2012
Einleitung
Pädagogische Autorität und Antiautorität
Autorität und Erziehung
Autoritäre Erziehung
Antiautoritäre Erziehung
Fazit
INDIANISCHE ERZIEHUNG. TRADITIONELLE ASPEKTE DER INDIANISCHEN ERZIEHUNG VON KIRSTEN LUDWIG, 2007
Einleitung
Hauptteil
Frühe Kindheit
Die Geschlechtererziehung
Moralische Erziehung
Stand der Forschung und aktuelle Probleme
Ein Beispiel aus neuerer Zeit
Schluss
BESCHREIBUNG DER THEORIE ZUR BESSEREN „STUDIERFÄHIGKEIT“ VON JUGENDLICHEN MIT EINER AUTORITÄRER ERZIEHUNG VON THOMAS RACHFALL, 2005
Einleitung
„Studierfähigkeit“ von Jugendlichen mit eher autoritärer Erziehung
Begriffe
Einflüsse der Erziehung auf die Studierfähigkeit
Abgrenzung autoritäre Erziehung
Zusammenfassung der Theorie
Hypothesen
Falsifizierung/Verifizierung der folgenden Hypothesen
Autoritär erzogene Kinder sind weniger Teamfähig als andere Kinder
Autoritär erzogene Kinder können besser zuhören als andere Kinder
Autoritär erzogene Kinder, sind konzentrationsfähiger als andere Kinder
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die historischen und aktuellen Aspekte verschiedener Erziehungsstile – insbesondere der autoritären und antiautoritären Erziehung – zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, wie ein gesundes Erziehungsverhältnis aussehen kann, das sowohl Freiheit als auch notwendige Struktur und Orientierung bietet.
- Historische Entwicklung und gesellschaftlicher Kontext der Erziehungsstile
- Definition und Abgrenzung von autoritärer, antiautoritärer und autoritativer Erziehung
- Analyse der entwicklungsfördernden und -hemmenden Faktoren in der Kindeserziehung
- Betrachtung spezifischer Ansätze wie der „Elterlichen Präsenz“ und indianischer Erziehungstraditionen
- Untersuchung von Hypothesen zur Korrelation zwischen Erziehungsstil und Studierfähigkeit
Auszug aus dem Buch
Autoritäre Erziehung
Nach Erich Weber ist mit Autorität die Beziehung zwischen dem Autoritätsträger und dem Autoritätsempfänger gemeint. Hierbei hat der Autoritätsträger eine partielle Überlegenheit gegenüber dem Autoritätsempfänger, die von diesem auch als solche anerkannt wird. Die Anerkennung kann durch Zwang, Einsicht oder Vertrauen erfolgen.
Im pädagogischen Kontext ist die Frage nach dem Ziel des Autoritätsträgers relevant. Will dieser seine Überlegenheit konservieren oder will er sie durch intentionale Lernhilfe abbauen?
Der autoritäre Erziehungsstil ist gekennzeichnet durch den Versuch des Autoritätsträgers, seine Überlegenheit zu konservieren – die Machtsicherung steht hier also im Vordergrund. Dies gelingt ihm durch hochgradig dirigistisches Verhalten. Widerstand wird durch gezieltes Einsetzen von Verständnislosigkeit, Irreversibilität und/oder Geringschätzung im Keim erstickt. Intentionale Lernhilfe wird demzufolge nicht gegeben.
Bei dieser Art der Erziehung herrscht innerhalb der Familie oder der Lehrer-Schüler-Beziehung eine Hierarchie, bei der die Eltern bzw. die Lehrer die Ranghöchsten und die Kinder die Rangniedrigsten sind.
Zusammenfassung der Kapitel
ELTERN ZWISCHEN AUTORITÄRER UND ANTIAUTORITÄRER ERZIEHUNG: Das Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel in der Kindererziehung und stellt die beiden Extrempole autoritärer und antiautoritärer Erziehung dem autoritativen Modell gegenüber.
ANTIAUTORITÄRE ERZIEHUNG: PÄDAGOGISCHE AUTORITÄT IN DEN ERZIEHUNGSFORMEN DER 70ER-JAHRE INNERHALB DER BRD: Es wird die historische Bedeutung der antiautoritären Bewegung der 70er-Jahre analysiert, insbesondere deren Kritik an bestehenden Autoritätsstrukturen.
INDIANISCHE ERZIEHUNG. TRADITIONELLE ASPEKTE DER INDIANISCHEN ERZIEHUNG: Dieses Kapitel betrachtet die Erziehungsmethoden indianischer Stämme und deren Fokus auf Gemeinschaft, Spiritualität und den Respekt vor der Natur.
BESCHREIBUNG DER THEORIE ZUR BESSEREN „STUDIERFÄHIGKEIT“ VON JUGENDLICHEN MIT EINER AUTORITÄRER ERZIEHUNG: Der Fokus liegt auf der wissenschaftlichen Untersuchung, inwiefern autoritäre Erziehung die spätere Studierfähigkeit von Jugendlichen beeinflussen kann, untermauert durch Hypothesenbildung.
Schlüsselwörter
Autoritäre Erziehung, antiautoritäre Erziehung, autoritative Erziehung, pädagogische Autorität, Erziehungswandel, Elternhaus, Kindesentwicklung, Selbstständigkeit, Struktur, Normen, Studierfähigkeit, Generationenkluft, Erziehungsfehler, Indianische Erziehung, Erziehungshilfe
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich verschiedener Erziehungsstile sowie deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und die Beziehung zwischen Eltern und Kind in der modernen Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der Wandel von Erziehungsidealen, die Abgrenzung zwischen autoritären, antiautoritären und autoritativen Methoden sowie die Bedeutung von Grenzen und emotionaler Wärme.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für ein gesundes Erziehungsmaß zu entwickeln, das dem Kind Freiheit zur Selbstentfaltung lässt, ihm gleichzeitig aber notwendige Orientierung und Struktur durch elterliche Autorität bietet.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden Literaturanalysen, die Auswertung historischer Diskurse sowie die methodische Aufarbeitung von Hypothesenbildung und deren mögliche Überprüfung mittels Beobachtung und Interview genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, vergleicht Erziehungsmodelle, betrachtet spezifische Ansätze wie die „Elterliche Präsenz“ oder indianische Erziehung und diskutiert die Studierfähigkeit in Abhängigkeit von Erziehungsstilen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Autorität, Erziehungsstil, Selbstregulation, Studierfähigkeit, Wertevermittlung und pädagogische Verantwortung.
Wie wird in der Arbeit das Konzept der „Elterlichen Präsenz“ definiert?
Das Konzept von Haim Omer zielt darauf ab, dass Eltern in eskalierten Familiensituationen ihre Machtlosigkeit überwinden und durch gewaltfreien Widerstand eine neue, konstruktive Präsenz aufbauen.
Was kritisiert die Arbeit an den „Bestsellerautoren“ wie Michael Winterhoff?
Die Arbeit hinterfragt den pauschalen Ruf nach „mehr Disziplin“ und warnt davor, die komplexen Probleme der modernen Erziehung zu stark auf ein Fehlen von Härte zu reduzieren, da dies Missbräuche der Vergangenheit ausblendet.
- Arbeit zitieren
- Melanie Bilzer (Autor:in), Kirsten Ludwig (Autor:in), Thomas Rachfall (Autor:in), Michael Ramon Jung (Autor:in), 2013, Kindererziehung – aber richtig!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231338