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Johann Sebastian Bach "Das wohltemperierte Klavier". Analyse der Fuge in c-Moll, BWV 847

Titel: Johann Sebastian Bach "Das wohltemperierte Klavier". Analyse der Fuge in c-Moll, BWV 847

Hausarbeit , 2013 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fabio Sagner (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Johann Sebastian Bach hat kaum nach dem Prinzip eines Lehrbuches seine Stücke komponiert. Ein Beispiel hierfür dürfte die von mir analysierte Fuge in c-Moll sein, die aus dem ersten Band des Wohltemperierten Klavieres stammt. Alfred Dürr schreibt, dass die Fuge mehr einem Satz ähnelt, „in dem die Zwischenspiele fast ebenso viel Platz beanspruchen wie die thematischen Partien“. Recht muss man ihm geben, weil die C-Dur Fuge z.B. gar kein Zwischenspiel beinhaltet und die c-Moll Fuge sogar fünf Zwischenspiele besitzt. Das Schöne an der c-Moll Fuge ist, dass die einzelnen Entwicklungen des Stückes einfach auf das Soggetto und den ersten Kontrapunkt zurückverfolgt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte des Wohltemperiertem Klavier

3. Analyse der Fuge in c-Moll

3.1 Genereller Aufbau der Fuge

3.2 Analyse der ersten Durchführung

3.3 Analyse der zweiten Durchführung

3.4 Analyse der dritten Durchführung

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

5.1 Schrifttum

5.2 Musikalien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Struktur und Kompositionstechnik der Fuge in c-Moll aus Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier (Band 1) zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie Bach durch die gezielte Gestaltung von Zwischenspielen und die Verarbeitung des Soggettos in verschiedenen Durchführungen einen konsistenten Spannungsbogen im Werk aufbaut.

  • Entstehungsgeschichte und Kontext des Wohltemperierten Klaviers
  • Struktureller Aufbau der Fuge in c-Moll
  • Detaillierte Analyse der drei thematischen Durchführungen
  • Funktion und Gestaltung der verschiedenen Zwischenspieltypen
  • Verarbeitung und Variation des Soggettos und der Kontrapunkte

Auszug aus dem Buch

3.2 Analyse der ersten Durchführung

Wie oben schon benannt, besteht die erste Durchführung aus der Exposition. Die Fuge beginnt mit dem Soggetto, welches allein in der Altstimme in c-Moll eingeführt wird. Charakteristisch an diesem Soggetto ist die Wellenbewegung auf der Wechselnote h‘. Es besteht zu dem aus drei Teilen. Der Erste Teil soll die These, der zweite Teil die Antithese und im dritten Teil soll die Synthese darstellen. Betrachtet man noch zusätzlich den allgemeinen Verlauf der Stimmen und die betonten Zählzeiten, so ist eine Abwärtsbewegung auf den Tönen a‘, g‘, f‘ und e‘ auffällig. Daraus kann man schließen, dass das Soggetto einen generellen abwärts verlaufenden Trend verfolgt. Das Soggetto wird im nächsten Schritt vom Comes im Sopran auf der Molldominanten in g-Moll tonal beantwortet. Vergleicht man den Achtelsprung in der These im Comes mit dem ersten Achtelsprung in der These des Soggettos, so stellt man eine Differenz in der Größe der Intervalle fest. Im Soggetto beträgt der Intervallabstand der einer reinen Quarte. Im Comes beträgt dieser Intervallabstand der einer reinen Quinte. Bach musste in diesem Fall einen Unterschied in der Größe aus tonalen Gründen eingehen, damit er weiterhin die Stimmen in g-Moll führen kann. Neben dem Comes wird in Takt Drei auch der erste Kontrapunkt im Alt eingeführt. Dieser besteht aus einer abwärtsverlaufenden sechzehntel Bewegung, der nach dem siebten Ton einen Sprung um eine große Dezime aufwärts macht und anschließend in einer Achtelwellenbewegung abwärts verläuft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Besonderheit der c-Moll Fuge innerhalb von Bachs Werk, insbesondere im Hinblick auf die prominente Bedeutung der Zwischenspiele.

2. Entstehungsgeschichte des Wohltemperiertem Klavier: Dieses Kapitel beleuchtet die ungeklärten Hintergründe zur Entstehung des Werkes und ordnet die Komposition historisch in das Jahr 1717 ein.

3. Analyse der Fuge in c-Moll: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung des formalen Aufbaus, der thematischen Arbeit und der Durchführung des musikalischen Materials.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Bach durch die variierte Gestaltung von Soggetto und Zwischenspielen einen strukturell durchdachten Spannungsbogen erzeugt.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Quellen aus dem Bereich der Fachliteratur und die herangezogenen Musikalien aufgeführt.

Schlüsselwörter

Johann Sebastian Bach, Wohltemperiertes Klavier, Fuge in c-Moll, BWV 847, Soggetto, Kontrapunkt, Exposition, Durchführung, Zwischenspiel, Tonalität, Musikanalyse, Barockmusik, Kompositionstechnik, Motivverarbeitung, Stimmenführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt eine formale und strukturelle Analyse der Fuge in c-Moll aus Johann Sebastian Bachs erstem Band des Wohltemperierten Klaviers.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Entstehungsgeschichte des Gesamtwerks sowie die detaillierte Untersuchung der thematischen Durchführungen, der Kontrapunkte und der Funktion der zahlreichen Zwischenspiele in der c-Moll Fuge.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Analyse?

Das primäre Ziel ist es, die Kompositionsweise Bachs aufzuzeigen und zu belegen, wie durch die bewusste Gestaltung der Zwischenspiele und die Dreigliedrigkeit der Struktur ein Spannungsbogen aufrechterhalten wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine formanalytische Methode angewandt, bei der das Werk Takt für Takt untersucht und durch den Vergleich der Stimmen, Themen und Kontrapunkte interpretiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht über den generellen Aufbau sowie eine spezifische Analyse der drei Durchführungen der Fuge, wobei auch die Rolle der Zwischenspiele detailliert beleuchtet wird.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Komponisten selbst das "Wohltemperierte Klavier", der "Soggetto", "Durchführung" und "Zwischenspiel" sowie die spezifische BWV-Nummer 847.

Warum spielt das Soggetto eine so zentrale Rolle?

Das Soggetto dient als motivische Basis, die durch die gesamte Fuge hinweg in verschiedenen Stimmen und variierten Formen präsent ist, was die strukturelle Einheit des Werkes unterstreicht.

Welche besondere Beobachtung macht der Autor zu den Zwischenspielen?

Der Autor stellt fest, dass Bach der c-Moll Fuge überdurchschnittlich viele Zwischenspiele (insgesamt fünf) zugewiesen hat, die in ihrer Länge zunehmen und entscheidend zur musikalischen Dramatik beitragen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Johann Sebastian Bach "Das wohltemperierte Klavier". Analyse der Fuge in c-Moll, BWV 847
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Institut für Musik und Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Formenlehre
Note
1,7
Autor
Fabio Sagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V231343
ISBN (eBook)
9783656477976
ISBN (Buch)
9783656479529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
johann sebastian bach klavier analyse fuge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabio Sagner (Autor:in), 2013, Johann Sebastian Bach "Das wohltemperierte Klavier". Analyse der Fuge in c-Moll, BWV 847 , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231343
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Leseprobe aus  12  Seiten
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