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Sexualpädagogische Konzepte in Kindertagesstätten

Analyse zweier Praxisbeispiele

Title: Sexualpädagogische Konzepte in Kindertagesstätten

Bachelor Thesis , 2013 , 57 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Franziska Metz (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Diese Arbeit beschäftigte sich mit sexualpädagogischen Konzepten in Kindertagesstätten. Ausgangspunkt der Arbeit war die Vermutung, dass eine Sexualerziehung schon im Vorschulalter nötig sei. Allerdings existieren kaum Konzepte für die Sexualerziehung in Kindertagesstätten.Hieraus ergab sich die Frage:Welche Konzepte in Kindertagesstätten existieren und wie sind diese zu bewerten? Dazu wird dargestellt, was unter Sexualität zu verstehen ist, und wodurch sich kindliche Sexualität auszeichnet.Nachfolgend wird auf die Sexualerziehung in Kindertagesstätten eingegangen und zwei Konzepte analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexualität

2.1. Begriffsbestimmung

2.2. Kindliche Sexualität

2.2.1. Die psychosexuelle Entwicklung des Kindes

2.2.2. Unterschiede zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität

2.3. Sexualerziehung

2.3.1. Verortung

2.3.2. Ziele und Themen der Sexualerziehung

2.3.3. Handlungsfelder und -methoden

3. Sexualerziehung in Kindertagesstätten

3.1. Bestandsaufnahme

3.2. Voraussetzungen gelingender Sexualerziehung

3.3. Inhalte

4. Analyse sexualpädagogischer Konzepte für Kindertagesstätten

4.1. Beschreibung der Konzepte

4.1.1. Die „Kinderliedertour“ (BZgA)

4.1.2. „Präventionsprogramm für den Elementarbereich“ (Strohhalm e.V.)

4.2. Bewertung der Konzepte

4.2.1. Die „Kinderliedertour“ (BZgA)

4.2.2. „Präventionsprogramm für den Elementarbereich“ (Strohhalm e.V.)

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stellenwert und die Existenz sexualpädagogischer Konzepte in Kindertagesstätten. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Konzepte verfügbar sind und wie diese im Hinblick auf die Bedürfnisse von Kindern im Vorschulalter zu bewerten sind, um eine sexualfreundliche Erziehung zu ermöglichen.

  • Psychosexuelle Entwicklung des Kindes
  • Sexualerziehung als Teil des Bildungsauftrags in der Kita
  • Analyse und Bewertung der "Kinderliedertour" (BZgA)
  • Analyse und Bewertung des "Präventionsprogramms für den Elementarbereich" (Strohhalm e.V.)
  • Rolle von Erziehern und Eltern in der sexualpädagogischen Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Unterschiede zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität

Wenn die dargestellten kindlichen Verhaltensäußerungen als sexuell verstanden werden, dann wird deutlich, dass sich die kindliche Sexualität im Wesentlichen von der erwachsenen Sexualität unterscheidet (vgl. Phillips 2005:1). Kindliche Sexualität zeichnet sich durch Spontaneität, Unbefangenheit, Neugierde und, im wahrsten Sinne des Wortes, Schamlosigkeit aus. Mädchen und Jungen kennen zunächst keine Scham oder gesellschaftliche Sexualnormen (vgl. Freund/Riedel-Breidenstein 2006:9). So kann es bspw. passieren, dass Kinder während des Mittagessens ihre Hand in die Unterhose stecken und ihren Genitalbereich berühren oder ein dreijähriger Junge im Supermarkt seinen Penis zeigt (vgl. ebd.). Da Kinder Sexualnormen und Schamgrenzen erst noch lernen müssen, ermöglicht ihnen die Unwissenheit, all das zu tun, was ihnen gefällt oder was sie interessiert, während Erwachsene meist den Normen folgen und ihre sexuellen Wünsche und Gefühle in möglichst sozialverträgliche Bahnen lenken, und – wenn überhaupt – nur im Geheimen ausleben (vgl. Phillips 2005:1). Grund ist vor allem die immer noch sehr verbreitete Annahme, Sexualität sei etwas Unanständiges und Verbotenes. Diese Annahme sei vor allem durch die lustfeindliche Sexualmoral der Kirche in den letzten Jahrhunderten transportiert worden (vgl. Freund/Riedel-Breidenstein 2006:8). Freud vermutet, dass Erwachsene ihre sexuelle Energie zusätzlich in kulturelle Leistungen, wie Kunst, umwandeln (vgl. Freud 1975:52 f.).

Während Erwachsene eher auf eine genitale Sexualität fixiert sind, die auf Erregung und Befriedigung ausgerichtet ist, ist die kindliche Sexualität vom Wunsch nach Nähe, Wohlgefühl und Geborgenheit geprägt. Das bedeutet, dass sich kindliche Sexualität nicht nur auf die Geschlechtsorgane konzentriert, wobei Kinder ab dem dritten Lebensjahr beginnen, sich durch die gezielte Stimulierung ihrer Geschlechtsorgane zu befriedigen. Kinder nutzen stattdessen verschiedene Sinneserfahrungen und Genussmöglichkeiten, um schöne Gefühle zu erfahren (vgl. Phillips 2005:1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sexualerziehung im Kindesalter ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit.

2. Sexualität: In diesem Kapitel wird der Sexualitätsbegriff definiert und die psychosexuelle Entwicklung des Kindes sowie die Unterschiede zur erwachsenen Sexualität dargelegt.

3. Sexualerziehung in Kindertagesstätten: Das Kapitel thematisiert die aktuelle Situation in Kitas, notwendige Voraussetzungen für Fachkräfte und die inhaltlichen Schwerpunkte einer gelingenden Sexualerziehung.

4. Analyse sexualpädagogischer Konzepte für Kindertagesstätten: Es werden zwei konkrete Praxisbeispiele untersucht und kritisch bewertet: die "Kinderliedertour" der BZgA und das Präventionsprogramm des Strohhalm e.V.

5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Sexualpädagogik in der pädagogischen Ausbildung gegeben.

Schlüsselwörter

Sexualpädagogik, Kindliche Sexualität, Kindertagesstätte, Sexualerziehung, Psychosexuelle Entwicklung, Prävention, Sexueller Missbrauch, Erzieherrolle, Elternarbeit, Kinderliedertour, Sexualmoral, Geschlechtsidentität, Körperwahrnehmung, Aufklärung, Resilienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Stellenwert und der Ausgestaltung sexualpädagogischer Konzepte innerhalb der Kindertagesbetreuung und deren Notwendigkeit im Vorschulalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet die psychosexuelle Entwicklung von Kindern, die Aufgaben der Sexualerziehung, die Anforderungen an das pädagogische Personal sowie die Analyse spezifischer Präventions- und Aufklärungskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, existierende sexualpädagogische Konzepte für Kindertagesstätten zu identifizieren und kritisch zu bewerten, um einen Beitrag zur Etablierung sexualfreundlicher Erziehung zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Auseinandersetzung mit Fachliteratur und die qualitative Bewertung zweier ausgewählter Praxiskonzepte auf Basis pädagogischer Kriterien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sexualität und Erziehung sowie die detaillierte Beschreibung und kritische Analyse der „Kinderliedertour“ der BZgA und des „Präventionsprogramms für den Elementarbereich“ des Vereins Strohhalm e.V.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sexualpädagogik, kindliche Sexualität, Sexualerziehung, Prävention von sexuellem Missbrauch sowie die pädagogische Kompetenz der Erzieher.

Wie unterscheidet sich laut der Autorin kindliche von erwachsener Sexualität?

Die Autorin betont, dass kindliche Sexualität durch Spontaneität, Unbefangenheit und das Fehlen von Schamgrenzen gekennzeichnet ist, während erwachsene Sexualität meist stark genitalzentriert und normgebunden ist.

Welche Defizite identifiziert die Arbeit bei der Umsetzung sexualpädagogischer Konzepte?

Ein zentrales Defizit ist die unzureichende Qualifizierung des pädagogischen Personals sowie die häufige Reduktion der Sexualerziehung auf reine Prävention statt auf eine ganzheitliche Förderung der psychosexuellen Entwicklung.

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Details

Title
Sexualpädagogische Konzepte in Kindertagesstätten
Subtitle
Analyse zweier Praxisbeispiele
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Franziska Metz (Author)
Publication Year
2013
Pages
57
Catalog Number
V231395
ISBN (eBook)
9783656489450
ISBN (Book)
9783656492047
Language
German
Tags
kindertagesstätten praxisbeispiele Sexualpädagogik Sexualität Pädagogik Erziehung Kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Metz (Author), 2013, Sexualpädagogische Konzepte in Kindertagesstätten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231395
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