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Das Problem der Bodenversalzung bei der Bewässerung

Titel: Das Problem der Bodenversalzung bei der Bewässerung

Hausarbeit , 2006 , 34 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Manuel Stadler (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lag die Weltbevölkerung 1950 noch bei einem Wert von 2,5 Milliarden Menschen, so verdoppelte sie sich bis 1987 und überschritt bereits am 12. Oktober 1999 die sechs Milliarden Marke. Schätzungen der Vereinten Nationen von 2003 zu Folge werden im Jahr 2050 8,9 Milliarden Menschen die Erde bewohnen.
Selbst wenn die Befürchtungen von Thomas Robert Malthus, die Weltbevölkerung würde schneller steigen als das Angebot an Nahrungsmitteln, die er 1798 in seinem Buch ‚Ein Versuch über das Bevölkerungsgesetz’ äußerte nicht eintrafen, so leiden heute dennoch nach Informationen der Vereinten Nationen zu folge 800 Millionen Menschen vor allem in den Entwicklungsländern Asiens, Afrikas und Südamerikas an Hunger. (siehe Anlage 1) Der Grund dafür ist zum Einem in der ungleichen Bevölkerungsverteilung mit einem Verhältnis von 1,2 Milliarden Bewohnern in Industrieländer zu 4,7 Milliarden in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu finden und zum Anderem an der mangelnden Verteilung der produzierten Nahrungsmittel. (Microsoft Encarta 2006)
Mit dem Versuch des Ausgleichs dieser Disparität und der Deckung der erhöhten Nahrungsmittelnachfrage ist eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Gebiete mit ariden oder semiariden Klimas zu beobachten, welche nur durch den Einsatz von Bewässerung betrieben werden können. (Volkmann, 1990)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Problem der Bodenversalzung bei der Bewässerung

2.1. Definitionen

2.2. Ursachen und Entstehung der Bodenversalzung bei der Bewässerung

2.2.1. Der Grundwasserstand und der kapillare Aufstieg

2.2.2. Das Bewässerungswasser

2.2.3. Die Bodenart

2.2.4. Die topographischen und klimatischen Bedingungen

2.2.5. Die Einflüsse der Bewässerungsverfahren

2.3. Die Folgen der Versalzung

2.3.1. Die Folgen für den Boden

2.3.1.1. Neutralsalzböden

2.3.1.2. Alkaliböden

2.3.2. Die Folgen für die Pflanzen und den Menschen

2.4. Die Melioration der Bodenversalzung

2.4.1. Das mechanische Verfahren

2.4.2. Das biologische Verfahren

2.4.3. Das chemische Verfahren

2.4.4. Das hydrologische Verfahren

2.4.5. Die Auswahl des Verfahrens

2.4.6. Die Methoden zur Melioration von Neutralsalzböden

2.4.7. Die Methoden zur Melioration von Alkaliböden

2.4.8. Die Methoden zur Melioration von Salzalkaliböden

2.4.9. Die Folgemaßnahmen nach der Melioration

3. Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Problem der Bodenversalzung als Begleiterscheinung der künstlichen Bewässerung in ariden und semiariden Gebieten. Das primäre Ziel ist es, die Entstehungsprozesse, die ökologischen und ökonomischen Folgen sowie Strategien zur Vermeidung und Melioration (Bodenverbesserung) dieser Degradierungsform darzustellen.

  • Natürliche vs. anthropogen induzierte Bodenversalzung
  • Physikalische Prozesse wie kapillarer Aufstieg und Evapotranspiration
  • Klassifizierung saliner Böden (Neutralsalz-, Alkali- und Salzalkaliböden)
  • Auswirkungen der Versalzung auf Pflanzenwachstum und Ertrag
  • Verfahren zur Melioration (mechanisch, biologisch, chemisch, hydrologisch)

Auszug aus dem Buch

2.4.4. Hydrologisches Verfahren

„Keine Bewässerung ohne Entwässerung“ (Achtnich 1980, S. 199) ist die weltweit gültige Grundregel des Bewässerungslandbaus. Um eine nachhaltige Melioration zu gewährleisten ist die Auswaschung der im Boden gelösten Salze ebenso unerlässlich, wie der anschließende Abtransport des salzhaltigen Wassers und die Regulierung des Grundwasserstandes. Für die Durchführung belaufen sich die Möglichkeiten auf dreierlei Verfahren. Die vertikale Dränung, die horizontale Dränung und die Grabenentwässerung. Dabei haben alle Systeme sowohl Vor-, als auch Nachteile.

Die vertikale Dränung kann nur in Gebieten angewendet werden, in denen der unterste Bodenhorizont im Gegensatz zu den darüber liegenden Schichten höchst durchlässig ist, und so das Dränwasser von selbst abgeführt wird. Vorteile dieses Systems sind relativ geringe Kosten für den Bau und Instandhaltung der Anlage, sowie ein sehr geringer Landverlust.

Häufiger als die vertikale Dränung findet man die horizontale Rohrdränung vor. Dafür werden unterirdische Rohrleitungen verlegt, durch die das Dränwasser seitlich abgeleitet, oder zu einem Sammler transportiert wird. (Siehe Abb. 10)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die globale Nahrungsmittelproblematik und die historische Entwicklung der Bewässerung in Trockengebieten sowie die damit verbundenen Risiken der Bodenversalzung.

2. Das Problem der Bodenversalzung bei der Bewässerung: Umfassende Analyse der Entstehung, Definitionen und Ursachen der Versalzung, wobei primäre und sekundäre Versalzungsprozesse unterschieden werden.

2.1. Definitionen: Erläutert die grundlegenden Versalzungstypen und grenzt natürliche von künstlichen Versalzungsprozessen ab.

2.2. Ursachen und Entstehung der Bodenversalzung bei der Bewässerung: Untersucht die physikalischen Faktoren wie Grundwasserstand, Bodenart und topographische Einflüsse auf die Salzanreicherung.

2.3. Die Folgen der Versalzung: Analysiert die Degradierung des Bodens und die negativen Auswirkungen auf die Vegetation und die landwirtschaftliche Produktion.

2.4. Die Melioration der Bodenversalzung: Stellt verschiedene kulturtechnische Maßnahmen zur Bodenverbesserung vor, darunter mechanische, biologische, chemische und hydrologische Verfahren.

3. Abschließende Bemerkungen: Fasst zusammen, dass eine nachhaltige Bewässerung nur durch eine sensiblere Ressourcennutzung und korrekte Entwässerung gewährleistet werden kann, wobei das Problem der Versalzung systemimmanent bleibt.

Schlüsselwörter

Bodenversalzung, Bewässerung, Melioration, Solontschak, Solonetz, Kapillarer Aufstieg, Evapotranspiration, Salzalkaliboden, Bodenkunde, Bodendegradierung, Landwirtschaft, Entwässerung, Osmotisches Potential, Bodensalze, Pflanzenverträglichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Bodenversalzung, die durch künstliche Bewässerung in ariden und semiariden Gebieten hervorgerufen wird und die landwirtschaftliche Nutzbarkeit von Böden gefährdet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die physikalischen Ursachen der Salzanreicherung, die Klassifizierung betroffener Böden, deren Auswirkungen auf die Ernteerträge sowie technische Verfahren zu deren Wiederherstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Entstehung anthropogener Versalzung zu vermitteln und wirksame, nachhaltige Methoden zur Vermeidung und Melioration aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die einschlägige bodenkundliche und agrarwissenschaftliche Fachliteratur zusammenführt, um die Prozesse der Bodenversalzung detailliert zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Ursachen wie den kapillaren Aufstieg, klassifiziert Bodenarten wie Neutralsalz- und Alkaliböden und bewertet verschiedene Meliorationsansätze wie Drainage und Bodenaustausch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Bodenversalzung, Bewässerungslandbau, Melioration und die Unterscheidung zwischen Solontschak- und Solonetzböden definieren den fachlichen Fokus.

Was unterscheidet Neutralsalzböden von Alkaliböden?

Neutralsalzböden weisen hohe Konzentrationen löslicher Salze und einen niedrigeren pH-Wert auf, während Alkaliböden durch eine hohe Natriumsättigung, einen hohen pH-Wert und ein schlechteres physikalisches Bodengefüge gekennzeichnet sind.

Warum ist das "hydrologische Verfahren" so entscheidend?

Es ist entscheidend, da ohne eine funktionierende Entwässerung die Auswaschung überschüssiger Salze nicht möglich ist, was nach dem Leitsatz "Keine Bewässerung ohne Entwässerung" unumgänglich für den Bewässerungslandbau ist.

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Details

Titel
Das Problem der Bodenversalzung bei der Bewässerung
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
PS Trockengebiete
Note
1,3
Autor
Manuel Stadler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
34
Katalognummer
V231426
ISBN (eBook)
9783656478393
Sprache
Deutsch
Schlagworte
problem bodenversalzung bewässerung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuel Stadler (Autor:in), 2006, Das Problem der Bodenversalzung bei der Bewässerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231426
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Leseprobe aus  34  Seiten
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