Systemrelevanz von Geschäftsbanken


Bachelorarbeit, 2013

55 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

1. Vorwort

2. Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Geschäftsbank
2.2 Liquidität
2.3 Systemrelevanz

3. Funktionsweise und Krisenanfälligkeit des Bankwesens
3.1 Zentralbanken und Interbankenmarkt
3.2 Die Rolle der Geschäftsbank in der Volkswirtschaft
3.3 Kalkül der Geschäftsbanken und neue Geschäftsmodelle
3.4 Gefahren und Krisen der Geschäftsbanken
3.5 Möglichkeiten des externen Eingriffs

4. Systemrelevanz
4.1 Von der Funktion zur Systemrelevanz
4.2 Indikatoren
4.3 Exkurs: Finanzkrise ab 2007
4.3.1 Relevanz des Themas und Ursachen der Finanzkrise
4.3.2 Ausbruch der Krise
4.3.3 Vertrauenskrise und Rettungsmaßnahmen
4.4 Systemrelevanz als Problem
4.4.1 Die Rechtfertigung von Staatshilfen
4.4.2 Moral Hazard
4.5 Umgang mit systemrelevanten Instituten

5. Fallstudien
5.1 Lehman Brothers
5.2 Hypo Real Estate

6. Fazit

III. Literaturverzeichnis

IV. Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

V. Anhang

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Vorwort

"Das schlimmste ist überstanden."

Zu dieser Erkenntnis kam Richard Fuld, seinerzeit CEO der inzwischen insolventen Investmentbank Lehman Brothers vier Monate vor der Insolvenz seiner Bank, die die erste echte Rezession der Weltwirtschaft einläutete. Die Banken-, Finanz-, Wirtschafts-, Vertrauens- und Hypothekenkrise, die das politische und wirtschaftliche Geschehen noch bis zum Zeitpunkt dieser Arbeit prägt, stand dabei aber nicht nur im Zeichen des großen "Bankensterbens". Viel eher wurden im Rahmen der Finanzkrise dreistellige Milliardenbeträge zur Rettung zahlreicher Banken aufgewandt, die zu einem großen Teil aus öffentlichen Mitteln stammen. Die Verwendung dieser Mittel, die zweifelsohne auch in die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte oder in Bildung, Forschung oder Infrastrukturmaßnahmen hätten fließen können, wurde letztendlich als alternativlos angesehen. Wissenschaft, Interessenverbände und Politiker waren sich einig, dass kein Weg an der Unterstützung insolvenzgefährdeter Banken vorbei führt und sahen sich in der Insolvenz von Lehman Brothers in den vereinigten Staaten bestätigt, welche eine weltweite Vertrauenskrise auslöste und die ohnehin bereits angespannte Situation auf den Finanzmärkten verschärfte. Die öffentliche Meinung war jedoch ein andere. Die Selbstverständlichkeit, mit der in kürzester Zeit zwei- oder dreistellige Milliardenbeträge zur Rettung von Banken mobilisiert wurde, wo auf kommunaler Ebene jeder Cent zweimal umgedreht werden muss, traf in der Bevölkerung auf Unverständnis. Dabei kam immer wieder die Frage nach der Rechtfertigung der Staatshilfen auf. Warum wurde Opel oder Schlecker nicht gerettet, aber Banken scheinbar bedingungslos über Nacht gerettet? Die Erklärung liegt in der Systemrelevanz der Geschäftsbanken. Das Ziel dieser Arbeit ist die kritische Untersuchung der Systemrelevanz einer Geschäftsbank um die Verwendung öffentlicher Mittel zur Unterstützung der Geschäftsbank in Krisensituationen rechtfertigen zu können und gegebenenfalls die sich daraus ergebenden Probleme angehen zu können.

Um nach den begrifflichen Abgrenzungen im zweiten Kapitel das Thema erarbeiten zu können, bietet sich folgender Aufbau an:

Im dritten Kapitel wird nach einer kurzen Darstellung der Architektur des Bankenwesens auf die volkswirtschaftliche Relevanz einer Bank eingegangen, um die Wichtigkeit funktionsfähiger Geschäftsbanken zu betonen. Dabei wird neben der Krisenanfälligkeit der Finanzmärkte auch das Kalkül der Geschäftsbanken als eigenständige und gewinnorientierte Unternehmen diskutiert.

In einem nächsten Schritt wird in Kapitel vier die Systemrelevanz einer Geschäftsbank untersucht. Anhand einiger Indikatoren wird zunächst erläutert, was eine systemrelevante Bank auszeichnet. Da sich die vergangene Finanzmarktkrise gut zur Veranschaulichung vieler theoretischer Bestandteile dieser Arbeit eignet und weiterhin die Systemrelevanz einer Bank innerhalb der Krise sowohl öffentliche Debatten als auch wissenschaftliche Diskussionen prägte, wird in einem Exkurs nochmals die zentralen Ereignisse und Maßnahmen diskutiert. Abschließend wird erläutert, warum systemrelevante Banken ein Problem darstellen, wie es behoben werden kann und ob staatliche Unterstützungsmaßnahmen für systemrelevante Geschäftsbanken tatsächlich gerechtfertigt sind.

Da die Verwendung öffentlicher Mittel zur Stützung eines systemrelevanten Kreditinstituts sowohl in der Wissenschaft als auch in der öffentlichen Meinung kritisch gesehen wird, wird anhand zweier Fallstudien in Kapitel 5 sowohl die Möglichkeit einer Verweigerung von Staatshilfen, als auch die umfangreiche Unterstützung einer Geschäftsbank aufgezeigt.

2. Begriffliche Abgrenzungen

2.1 Geschäftsbank

Für den Begriff der Geschäftsbank existiert in der Literatur eine Vielzahl an Definitionen1, die sich lediglich im Detailgrad oder im betrachteten Aspekt unterscheiden. Grundsätzlich versteht man unter Geschäftsbanken „diejenigen Banken, die universell tätig sind, also alle Bankgeschäfte betreiben“ (Wirtschaftslexikon24 2013). Weiterhin unterscheidet man durchaus verschiedene Arten von Banken, so wird z.B. das Investmentbanking als eigenständiger Bereich gesehen und folglich manche Banken als Investmentbanken oder Investmentgesellschaften bezeichnet: „Eine Investmentgesellschaft ist eine Institution, die Anteilsscheine an die Öffentlichkeit vergibt und Einnahmen daraus dazu verwendet, eine Auswahl, ein Portfolio von verschiedenen Aktien Anleihen oder eine Kombination beider Anlageformen zu kaufen“ (Mankiw/Taylor 2011, S.683)2. Da aber in den USA seit 1999 ein Universalbankensystem etabliert ist und dieses in Europa zumindest bis 20133 der Standard war, bietet es sich an, auf die allgemeine aber relativ präzise Definition des Begriffs Geschäftsbank aus dem Glossar der deutschen Bundesbank zurückzugreifen: „Eine Bank ist ein Wirtschaftsbetrieb, der Dienstleistungen rund ums Geld erbringt. Banken vergeben Kredite und schaffen in diesem Zuge Giralgeld. Zu ihrer Refinanzierung nehmen sie fremde Gelder an (Einlagengeschäft) oder begeben Schuldverschreibungen. Zu den weiteren Hauptaufgaben der Banken gehört es, die Wirtschaft mit Bargeld zu versorgen, den bargeldlosen Zahlungsverkehr abzuwickeln sowie Wertpapierdienstleistungen zu erbringen. Banken sind in Deutschland diejenigen Unternehmen, die nach § 1 Abs. 1 KWG die dort genannten Bankgeschäfte betreiben“ (Deutsche Bundesbank 2013). Im Folgenden werden die Begriffe Bank, Geschäftsbank und Kreditinstitut daher synonym verwendet.

2.2 Liquidität

Liquidität ist ein umfangreicher Begriff, der viele verschiedene Aspekte beinhaltet. Im Rahmen dieser Arbeit wird unter Liquidität vor allem eine Eigenschaft von Wirtschaftssubjekten verstanden: „Gemeint ist hier die Fähigkeit eines Wirtschaftssubjektes, alle Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllen zu können, Liquidität in diesem Sinne stellt also auf die Zahlungsfähigkeit“ (Issing 2011b, S.174). Da die Zahlungsunfähigkeit der allgemeine Eröffnungsgrund zur Insolvenz ist (§17 InsO), werden die Begriffe Zahlungsunfähig und Insolvent fortan als Synonyme verwendet. Ein weiterer wichtiger Aspekt von Liquidität ist allerdings, dass es in der Bankenbetriebslehre und im Rechnungswesen unterschiedliche Stufen von Liquidität gibt, welche jeweils „die Leichtigkeit, mit der ein Aktivum in das Tauschmittel der entsprechenden Volkswirtschaft umgewandelt werden kann“ (Mankiw/Taylor 2011, S.761) beschreiben4.

2.3 Systemrelevanz

Für die Systemrelevanz einer Geschäftsbank existiert eine einheitliche aber recht ungenaue Definition: „Ein Institut gilt dann als systemrelevant, wenn seine Schieflage eine erhebliche negative Auswirkung auf andere Finanzunternehmen, den Finanzmarkt oder das Vertrauen der Einleger und Marktteilnehmer in die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems hat“ (FMSA 2013a)5. Systemrelevante Banken werden oft als Systemically Important Financial Institution (SIFI) oder Systemically Important Bank (SIB) bezeichnet (FSB 2012, Ziffer 1) und sind umgangssprachlich too big to fail, also zu groß , um zu scheitern. Da die vergangene Finanzkrise zeigte, dass nicht nur die Finanzmarktstabilität, sondern durchaus auch die Stabilität der gesamten Volkswirtschaft von einer einzigen Geschäftsbank abhängen kann bietet es sich an, eine etwas drastischere Definition für den Begriff too big to fail (tbtf) zu wählen: „Er bezeichnet seither den Umstand, dass der Staat ein Unternehmen aufgrund seiner schieren Grösse nicht untergehen lassen darf, ohne einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden zu riskieren“ (Zürcher 2010, S.4).

3. Funktionsweise und Krisenanfälligkeit des Bankwesens

3.1 Zentralbanken und Interbankenmarkt

Moderne Volkswirtschaften setzten seit Mitte des 19. Jahrhunderts auf das zweistufige Bankensystem, in dem neben den Geschäftsbanken auch eine Zentralbank existiert, die als Notenbank die Aufgabe der Geldschöpfung6 übernimmt (Spahn 2009, S. 18). Dabei ergibt sich die Abhängigkeit der Geschäftsbanken von der Zentralbank und somit die Nachfrage der Geschäftsbanken an Notenbankgeld durch das Zusammenspiel zweier Kreisläufe (Bofinger 2011, S.428):

- Die Kunden einer Bank benötigen Geld und fragen bei der Bank einen Kredit nach.
- Die Bank muss die Kreditvergabe zumindest teilweise7 durch die Aufnahme von Zentralbankguthaben decken, da auch die Geschäftsbank ein gewisses Maß an Liquidität aufweisen muss.

Falls sich eine Notenbank dazu entscheidet, Geld zu schöpfen, also die Geldmenge zu erhöhen, wird sie Geld drucken und dieses Geld gegen Wertpapiere der Geschäftsbanken tauschen. Geschäftsbanken erhalten ihre Liquidität also zunächst durch den Verkauf von Wertpapieren an die Zentralbank (Mankiw/Taylor 2012, S.765f).

In der Realität haben Zentralbanken mehrere Instrumente zur Steuerung der Geldmenge, im Folgenden werden kurz die Instrumente der europäischen Zentralbank dargestellt:

Offenmarktgeschäfte: Die europäische Zentralbank kauft Wertpapiere am Geld - oder Kapitalmarkt an. Die Offenmarktgeschäfte bilden den Rahmen der Geldpolitik der EZB. Möchte eine Geschäftsbank ihre Liquidität über Offenmarktgeschäfte mit der europäischen Zentralbank beziehen, so lassen sich folgende Möglichkeiten aufzeigen (bpb 2013a):

- Hauptrefinanzierungsgeschäfte: Die Notenbank bietet den Geschäftsbanken Zentralbankguthaben mit einer Laufzeit von 14 Tagen an. Die Vergabe des Zentralbankguthabens erfolgt durch das Zinstenderverfahren, bei dem Geschäftsbanken Gebote über Menge und Verzinsung des erwünschten Zentralbankguthabens abgeben. Die Zentralbank legt lediglich einen Mindestbietungssatz bekannt, der gleichzeitig dem populäreren „Leitzins“ entspricht.
- Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte: Die Zentralbank bietet den Geschäftsbanken monatlich Zentralbankgeld mit einer Laufzeit von 3 Monaten an, welche die kürzere Laufzeit der Hauptrefinanzierungsgeschäfte ergänzen.

Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte haben in der jüngeren Finanzmarktkrise an Bedeutung gewonnen, als die EZB sich im Oktober 2011 dazu entschied, zukünftig Refinanzierungsgeschäfte mit einer Laufzeit von bis zu 3 Jahren anzubieten, um die Situation auf den Geld- und Kapitalmärkten zu lockern (Deutsche Bundesbank 2013a). Ständige Fazilitäten8: Falls Geschäftsbanken ihren Liquiditätsbedarf durch die Hauptrefinanzierungsgeschäfte nicht ausreichend- oder überdecken, werden von der EZB weitere Möglichkeiten zur Liquiditätsverwaltung angeboten (Spahn 2009, S.98f):

- Spitzenrefinanzierungsfazilität: Eine Geschäftsbank, die ihren Liquiditätsbedarf nicht über Hauptrefinanzierungsgeschäfte decken konnte, kann bei der Zentralbank Spitzenrefinanzierungsfazilitäten in Anspruch nehmen. Spitzenrefinanzierungsfazilitäten sind in ihrer Höhe nicht begrenzt und sprichwörtlich auch „über Nacht“ verfügbar, der von der EZB geforderte Zins liegt allerdings i.d.R. um einen Prozentpunkt über dem Hauptrefinanzierungszinssatz.
- Einlagenfazilität: Eine Geschäftsbank kann überschüssige Liquidität zu einem entsprechend unter dem Hauptrefinanzierungszinssatz liegenden Zinssatz jederzeit bei der EZB anlegen und wieder darüber verfügen.

Mindestreserve: Jedes europäische Kreditinstitut muss bei der EZB eine Mindestreserve halten. Die Höhe dieser Mindestreserve wird durch Multiplikation der Mindestreservebasis mit dem Mindestreservesatz von 1% (ehemals 2%)9 ermittelt. Damit sich die Mindestreservehaltung nicht negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Geschäftsbanken auswirkt, wird sie bei der EZB verzinst. Die Verzinsung orientiert sich dabei an dem durchschnittlichen Zinssatz der kürzlich abgeschlossenen Hauptrefinanzierungsgeschäfte der Geschäftsbank.

Die Mindestreserve ist ein wichtiges Instrument der Zentralbank, da sie die Liquidität der Geschäftsbanken verknappt und somit eine Zwangsnachfrage der Geschäftsbanken an Zentralbankgeld bewirkt (Görgens/Rückriegel/Seitz 2008, S.211ff).

Da Banken nicht nur mit der Zentralbank und ihren Kunden handeln, sondern auch untereinander Geschäfte betreiben, ist eine nähere Betrachtung des sog. Interbankenmarkts notwendig. Auf dem Interbankenmarkt werden neben dem Handel von Devisen, Wertpapieren und Derivaten auch Ausleihungen von Notenbankgeld mit unterschiedlichen Laufzeiten getätigt (Deutsche Bundesbank 2013b)10. Der Interbankenmarkt bietet Geschäftsbanken weitere Möglichkeiten, ihren Bedarf an Liquidität zu decken und überschüssige Liquidität zu handeln: „Institute, die am Ende eines Tages überschüssige Mittel haben, leihen sie gegen einen Zins jenen Konkurrenten, die gerade zusätzliche Liquidität benötigen. Da sich Kreditgeber und -nehmer abwechseln, werden am Interbankenmarkt auch große Summen zu relativ tiefen Sätzen - solchen, die nicht stark von den Kosten abweichen, die die Banken für die Ausleihungen bei der Zentralbank haben - ausgeliehen“ (Aebersold Szalay 2011)11. Dem Interbankenhandel wird im Laufe dieser Arbeit eine besondere Bedeutung zukommen, da er einen guten Indikator für die Finanzmarktstabilität darstellt12.

3.2 Die Rolle der Geschäftsbank in der Volkswirtschaft

Im folgenden Abschnitt werden die Funktionen der Geschäftsbanken in der Volkswirtschaft untersucht, welche sie zu potentiell systemrelevanten Instituten machen. Die zentrale Funktion der Geschäftsbank in der Volkswirtschaft besteht zunächst in „der Gewährleistung eines reibungslosen Geld- und Kapitalverkehrs, der Bereitstellung von Finanzierungsmöglichkeiten für private Haushalte, Unternehmen und öffentliche Haushalte sowie in der Bereitstellung verschiedener Geldanlagemöglichkeiten“ (Radtke 2010, S.4). Die klassische Geschäftsgrundlage der Geschäftsbank ist somit die Vergabe von Krediten und Annahme von Einlagen. Die Bank tritt in der Volkswirtschaft weiterhin als Finanzintermediär auf: Sie vermittelt gewünschte Einlagen und benötigte Kredite und bringt diese auf einen gemeinsamen Nenner, indem sie folgende Funktionen erfüllt (Hartmann- Wendels/Pfingsten/Weber 2010, S.5-10)13:

- Losgrößentransformation: Eine Geschäftsbank kann durch Bündelung und Aufspaltung von Einlagen den Bedarf an Krediten spezifischer Volumina optimal decken. Somit können „kleine Passiva“ oder „kleine Aktiva“ zum gewünschten Aktivum bzw. Passivum transformiert werden.
- Fristentransformation: Geschäftsbanken können Fristunterschiede zwischen Anlage- und Finanzierungswünschen ausgleichen, da sie, vorausgesetzt sie beachten die „goldene Bankregel14 “, zu jedem Zeitpunkt fällige Einlagen mit fälligen Krediten bedienen können.
- Risikotransformation: Das Risikoprofil einer Einlage lässt sich durch das Erstellen eines Portfolios konfigurieren. Durch die Mischung von Anlagemöglichkeit mit unterschiedlichem Ausfallsrisiko entsteht somit eine Anlage mit gewünschtem Verlust- und Gewinnpotential.

Es ist durchaus denkbar, dass private Haushalte oder Unternehmen ihre Anlagemöglichkeiten oder Kreditgeber ohne Finanzintermediäre sondieren15, entscheidend ist allerdings, dass Geschäftsbanken als Finanzintermediäre diese Aufgabe wesentlich effizienter und unter Minimierung der Informations- und Transaktionskosten erfüllen. Baßeler/Heinrich/Utecht (2010, S.494f) fassen dies zusammen: „Für die Vertragspartner sind Modalitäten und Qualitäten eines Kreditvertrags kaum transparent, dies begründet hohe Such- und Informationskosten. [...] Schließlich ist die Kreditvergabe eine recht aufwendige Transaktion, weil zur Kreditvergabe komplexe Verträge geschlossen werden müssen. [...] Dies sind Konstellationen, die zur Bildung von Institutionen (Banken) herausfordern.“

In einem nächsten Schritt wird nun die Finanzierungsfunktion und somit der Prozess der Kreditvergabe einer Geschäftsbank betrachtet. Die Existenz eines Kreditmarktes16 erlaubt realwirtschaftlichen Unternehmen, bessere Investitionsentscheidungen zu treffen, da viele Investitionen nur mit Fremdkapital getätigt werden können (Issing 2011a, S.155f).

Diese Unterstützung der realwirtschaftlichen Investitionstätigkeit ist ein wichtiger Aspekt, da konsequent richtige Investitionsentscheidungen zur Erhöhung des Erfolgs der Unternehmen und somit auch zur Erhöhung des Einkommens der privaten Haushalte und der Steuereinnahmen in einer Volkswirtschaft führen (bpb 2013c)17. Das Wohlergehen einer Volkswirtschaft ist also letztendlich auch abhängig von einem funktionierenden Kreditmarkt, auf dem Risiken richtig beurteilt werden und die richtigen Investitionen dementsprechend gefördert werden18. Wie sich die Geschäftsbanken als Kreditanbieter auf dem Kreditmarkt verhalten, wird im nächsten Gliederungspunkt erörtert19.

3.3 Kalkül der Geschäftsbanken und neue Geschäftsmodelle

Banken als Kreditinstitute sind trotz ihrer bedeutenden Rolle für die Volkswirtschaft in erster Linie „Unternehmen, die Bankgeschäfte gewerbsmäßig [...] betreiben“ (§1KWG). Gemäß der Theorie der rationalen Entscheidungsfindung und allgemein anerkannten mikroökonomischen Grundsätzen folgen Unternehmen dem Prinzip der Gewinnmaximierung. Eine Geschäftsbank wird demnach ihre Rolle in der Volkswirtschaft so interpretieren, dass ihr eigener Gewinn maximiert wird. Zwar sieht die Theorie vor, dass Nutzenmaximierung auf Angebots- und Nachfrageseite letztendlich zu einer optimalen, gleichgewichtigen Allokation führt, dieses Gleichgewicht kann allerdings leicht durch Asymmetrien und Wettbewerbsverzerrungen gestört werden20.

Weiterhin sind vor allem systemrelevante Banken innerhalb dieser Theorie ein Störfaktor: „Einzelne Finanzinstitute können im Zuge der eigenen Gewinnmaximierung rationale Ziele festlegen, die jedoch aus der Sicht des Gesamtsystems nicht optimal sind, da sie solche Externalitäten nicht berücksichtigen“ (Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht 2011, Ziffer 3).

Banken erzielen ihren Gewinn durch die Ausnutzung der Zinsspanne, d.h. dem Unterschied zwischen den Zinssätzen der vergebenen Kredite und den Zinssätzen, den die Geschäftsbanken auf ihre Kapitalquellen (EZB, Interbankenmarkt, Sichteinlagen etc.) entrichten müssen (Baßeler/Heinrich/Utecht 2010, S.511). Folglich werden Geschäftsbanken versuchen, diesen Unterschied zu maximieren, indem sie ihre Refinanzierungskosten bei der Zentralbank und im Interbankenhandel minimieren und anderseits bei der Kreditvergabe möglichst hohe Zinseinnahmen erzielen. Das Zinsniveau am Kreditmarkt ergibt sich allerdings als Gleichgewicht aus Kreditangebot und Kreditnachfrage (Issing 2011, S.156) und ist folglich keine von den Geschäftsbanken beliebig steuerbare Größe. Trotz dieser Eigenschaft lassen sich über die Höhe eines Zinses einige Aussagen treffen, wonach der Zinssatz durch folgende Überlegungen bestimmt wird: (Spahn 2009, S.55ff)21:

- Risikoprämie: Der Zinssatz eines Kredits ist abhängig von der Fähigkeit des Schuldners, seinen Kredit zurückzuzahlen. Kreditnehmer mit einer guten Bonität müssen hierbei eine geringere Risikoprämie entrichten, als Schuldner mit vergleichsweise schlechter Bonität.
- Erwartungen: Mehrere kurzfristige, sukzessive Geldanlagen haben den gleichen erwarteten Ertrag wie eine langfristige, einmalige Geldanlage. Dieser Sachverhalt lässt sich leicht an der empirisch belegten Zinsstrukturkurve22 darstellen.
- Liquiditätsprämien: Basiert auf der Keynesschen Liquiditätsannahme. Jede Anlage von Geld und somit die Aufgabe von Liquidität muss mit einem Anreiz verbunden sein. Demnach ist eine längerfristige Aufgabe von Liquidität mit einem höheren Anreiz und letztendlich mit einem höheren Zinssatz verbunden. Auch diese Annahme führt zu der typischen Zinsstruktur.
- Marktsegmentation: Es ist ebenfalls denkbar, dass Finanzaktiva unterschiedlicher Laufzeit auf voneinander abgeschotteten Märkten gehandelt werden, da sie praktisch nicht substituierbar sind. Somit wären Aussagen über eine etwaige Zinsstruktur schwierig und die Ergebnisse der Erwartungs- und Liquiditätsprämientheorie nicht mehr gültig. Aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung der Finanzmärkte nahm die Relevanz der Marktsegmentationstheorie in den letzten Jahren jedoch stetig ab23.

Weiterhin steht eine Geschäftsbank wegen ihren Gewinnabsichten in einem Konflikt zwischen Rentabilität und Liquidität (Issing 2011a, S.73f):

Möchte eine Bank einen höheren Zinsgewinn realisieren, so muss sie Papiere handeln, die entweder einen niedrigeren Liquiditätsgrad oder eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit haben24. Dabei darf die Geschäftsbank nie den Eindruck erwecken, dass sie die praktisch jederzeit fälligen Einlagen ihrer Kunden nicht bedienen kann, da es sonst zu einem sog. Bank Run kommen könnte25.

Die Entwicklungen der letzten Jahren haben gezeigt, dass sich Geschäftsbanken nicht mehr ausschließlich auf die Vergabe von Krediten an Wirtschaft und Haushalte konzentrieren, da diese aus zu stark reguliert und nicht profitabel genug ist: „A core function of banks is to actively search for and evaluate lending opportunities and advanceloans to credit-worthy enterprises and households. […] However, this share has declined substantially over time. [...] One of the main reasons […] is the relatively high regulatory riskweights on loans relative to other types of assets, which puts them at a comparative disadvantage in the profit-seeking strategies of banks. In effect, capital regulation based on risk-weights creates incentives for banks to focus on non-lending activities” (Slovik 2012, S.6). Das Ergebnis dieser Entwicklungen sind neue Finanzprodukte und Märkte, die immer mehr von der Realwirtschaft abgekoppelt sind. Aktien und Anleihen werden zunehmend durch neue Finanzprodukte wie Zertifikate oder Derivate ergänzt (Baßeler/Heinrich/Utecht 2010, S.499ff). Charakteristisch für diese Entwicklung ist, dass nicht mehr nur in Maschinen oder Anlagen investiert wird, sondern dass mit der Aussicht auf einen kurzfristigen Bewertungsgewinn spekulative Vermögenswerte gekauft werden, wie beispielsweise während dem Aktienboom in der „New Economy“ bis 2000 oder während dem Immobilienboom bis 2007 (Baßeler/Heinrich/Utecht 2010, S.493)26. Die Finanzbranche argumentiert an dieser Stelle, dass Finanzinnovationen wichtig für den reibungslosen Ablauf der internationalen Zahlungsströme sind: „Ebenso sind moderne Volkswirtschaften ohne moderne Finanzprodukte nicht denkbar, oder nur unter erheblichen Wohlfahrts- und Wachstumseinbußen denkbar. Ohne Absicherungsinstrumente gegen Wechselkurs- oder Rohstoffschwankungen gibt es keine globale Wirtschaft“ (Ackermann 2012, S.15).

Die Rolle dieses Umdenken der Geschäftsbanken wird in Kapitel 4.3.1b) anhand der Technik der Verbriefung deutlich.

3.4 Gefahren und Krisen der Geschäftsbanken

Damit in einem nächsten Schritt die Systemrelevanz einer Geschäftsbank unter dem Aspekt ihrers Scheiterns erläutert werden kann, werden an dieser Stelle nun die Risiken des Bankengeschäfts erörtert, die letztendlich zum Scheitern einer Geschäftsbank führen können.

a) Refinanzierungsrisiko

Ein grundlegendes Risiko im Bankengeschäft entsteht im Rahmen einer der Hauptaufgaben der Geschäftsbanken, der Fristentransformation. Geschäftsbanken verwenden kurzfristige27 Einlagen ihrer Kunden, um mittel- und langfristige Kredite zu vergeben (Bofinger 2010, S.178). Somit entsteht bei Banken ein ständiges Liquiditätsproblem, „weil der Bestand an kurzfristigen, in Zentralbankgeld zu zahlenden Verpflichtungen weit größer ist als die Summe aus Kassenbeständen und liquiden Wertpapieren“ (Spahn 2009, S.30). Um die eigene Zahlungsunfähigkeit zu verhindern28, muss eine Geschäftsbank ihre Kontrakte über Geschäfte mit der Zentralbank oder am Interbankenmarkt refinanzieren29. Diese Refinanzierung ist für eine Geschäftsbank allerdings mit einem Risiko verbunden: „Sind nämlich die Kreditzinsen vertraglich fixiert, trägt die Bank das Risiko, dass während der Vertragslaufzeit die Refinanzierungszinsen die vertraglich vereinbarten Zinsen übersteigen und die Bank aus diesem Geschäft einen Verlust erleidet. Wird hingegen ein variabler, an einen Index gekoppelter Zinssatz vereinbart, besteht aus Sicht der Bank die Gefahr, dass viele Schuldner gleichzeitig zahlungsunfähig werden30 “ (Radtke 2010, S.7)31. Unerwartete Zinsschwankungen beeinflussen also die Zinsspanne32 der Geschäftsbanken und stellen somit ein nicht unerhebliches Risiko für deren Geschäftstätigkeit dar33.

b) Vertrauenskrisen

Vertrauen ist ein zentraler Faktor für die Stabilität der Finanzmärkte und beschreibt zunächst „die Erwartung, nicht durch das Handeln anderer benachteiligt zu werden“ (Gablers Wirtschaftslexikon 2013). Im weiteren Sinne besteht also das Vertrauen auf den Finanzmärkten darin, dass geschlossene Verträge beidseitig erfüllt werden und somit niemand einen Nachteil durch seine Geschäftsbeziehungen erwarten muss. Die Konsequenzen eines gestörten Vertrauensverhältnisses für die Finanzmarktstabilität sind beachtlich und werden an dieser Stelle kurz erörtert. Dabei ist nicht nur das Vertrauen der Banken untereinander wichtig, sondern bereits das Vertrauen der Kunden einer Geschäftsbank in die Bank selbst. Dazu wird zunächst die Situation eines sog. Bank Runs betrachtet:

Wenn viele Anleger gleichzeitig ihre Einlagen anfordern, handelt es sich um einen Bank Run34. Für eine Geschäftsbank kann ein Bank Run fatale Folgen haben, da sie auf die normalen Abhebegewohnheiten ihrer Kunden eingestellt ist (NZZ 2012) und deshalb nur einen Bruchteil deren Einlagen in Form von „barem“ Zentralbankgeld hält (Issing 2011a, S.189). Um die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, muss eine Geschäftsbank im Falle eines Bank Runs ggf. einen beträchtlichen Teil ihrer Aktiva zu ungünstigen Konditionen liquidieren, was zu Verlustgeschäften und letztendlich zu einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation führt (Radtke 2010, S.9)35. Die Liquidität der Geschäftsbanken und damit zusammenhängend auch die Stabilität der Finanzmärkte werden folglich maßgeblich von dem Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kunde bestimmt. Dieses Vertrauen besteht für die Kunden in der uneingeschränkten Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer Bankdepositen (Spahn 2009, S.30) und für die Banken in einer rationalen Abhebegewohnheit der Kunden, die nicht gleichzeitig ihre Einlagen einfordern.

Das Vertrauensverhältnis der Banken ist von hoher Relevanz, da ein funktionsfähiger Interbankenmarkt vom gegenseitigen Vertrauen der Banken abhängig ist: „In der Finanzkrise konnte man beobachten, was passiert, wenn Banken sich untereinander nicht mehr vertrauen. Der sogenannte Interbankenhandel kam vollständig zum Erliegen“ (Beckert 2010, S.15). Eine unmittelbare Konsequenz einer Vertrauenskrise auf den Interbankenhandel ist, dass Banken untereinander nur noch kurzfristige oder gar keine Liquidität mehr in Form von Zentralbankguthaben austauschen (Steltzner 2007, S.1) und somit die Liquiditätsströme einiger Banken gestört werden36.

Solche Vertrauenskrisen werden vor allem durch Informationsasymmetrien verstärkt, welche jedoch ein ständiges Problem wirtschaftlicher Beziehungen darstellen. Informationsasymmetrien entstehen, wenn ein Geschäftspartner besser über eine für die Geschäftsbeziehung relevante Tatsache informiert ist als der andere (Mankiw/Taylor 2012, S.574). Für den Kreditvergabeprozess und den Interbankenhandel bedeutet dies, dass ein potentieller Schuldner über seine eigene wirtschaftliche Lage und die Aussichten seiner Investitionsprojekte besser informiert ist, als der potentieller Gläubiger (Spahn 2009, S.27). Generell kennt der Käufer von Wertpapieren somit die Bonität dieser Wertpapiere schlechter, als der Verkäufer der Wertpapiere (Baßeler/Heinrich/Utecht 2010, S.495).

[...]


1 Eine eher geldtheoretische Definition liefert Issing (2011, S.53), wo hingegen bei Mankiw/Taylor (2011, S.683) die Rolle der Bank als Dienstkeister definiert wird.

2 Weitere Aspekte des Investmentbanking bei Baßeler/Heinrich/Utecht (2010, S.513).

3 Vgl. Abschnitt 4.5 und Baßeler/Heinrich/Utecht (2010, S.513)

4 Vgl. auch Issing (2011, S.174) und Deutsche Bundesbank (2013b) und BMWI (2013)

5 Diese Definition ist gängig in den meisten öffentlichen Institutionen und Regulierungsbehörden, vgl. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (2011, Ziffer 3) und ist weiterhin fast deckungsgleich mit der in §48b Abs.2 KWG verankerten Definition von Systemgefährdung

6 Zur Methodik der Geldschöpfung vgl. Spahn (2009, S.19ff) und Issing (2011, S.53ff)

7 Vgl. auch Spahn (2009, S.22ff), wo an dieser Stelle die Thematik des Geldbasismultiplikator und des Kreditschöpfungsmultiplikator erörtert wird.

8 Die Ständigen Fazilitäten bilden die Grenzen für den Tagesgeldsatz, vgl. hierzu neben Spahn (2009, S.98f) auch Baßeler/Heinrich/Utecht (2010, S. 562) und Görgens/Ruckriegel/Seitz (2008, S.274f).

9 Dies War eine Reaktion der EZB auf die schwierigen Verhältnisse auf dem Geldmarkt, ein kurzes Statement der EZB ist im Amtsblatt der Europäischen Union vom 21.12.2011 veröffentlicht zur Verordnung Nr. 1358/2011

11 Vgl. Spahn(2009, S.98f), Baßeler/Heinrich/Utecht (2010, S.562) und Görgens/Ruckriegel/Seitz (2008, S.274f).

12 Vgl. Abschnitt 3.1, Abschnitt 3.4b) und Abschnitt 4.3.3

13 Vgl. Zürcher (2010, S.12f) und Bofinger (2011, S.177f)

14 Vgl. hierzu bpb (2013b): Die von der Bank gewährten Kredite müssen nach Umfang und Fälligkeit der, der Bank zur Verfügung gestellten Einlagen entsprechen.

15 Die Kreditvergabe von Verbraucher zu Verbraucher ohne Finanzintermediär wird allerdings momentan durch die Möglichkeiten des Internets und Portalen wie www.auxmoney.com verstärkt

16 Zur Abgrenzung der Begriffe Geldmarkt, Kapital und Kreditmarkt vgl. Spahn (2009, S.37) 7

17 Betrachtet man insbesondere Investitionen als Investitionen in den technischen Fortschritt und Bildung, so lässt sich die Notwendgkeit von Investitionen für eine Volkswirtschaft leicht am Solow-Modell erklären, vgl. Solow (1956)

18 Die Situation eines nicht funktionerendem Kreditmarkts wird in Kapitel 4 noch erörtert

19 Grundsätzliches zur Kreditmarkttheorie bei Issing (2010, S.156f) oder Mankiw/Taylor (2012, S. 691ff)

20 Vgl. Abschnitt 3.4

21 Siehe auch Issing (2011, S.121ff) und Jarchow (2003, S.143ff)

22 Vgl. Issing (2011, S.127)

23 Das am 17.05.2013 in Deutschland beschlossene „Trennbankengesetz“ könnte die Relevanz der Theorie jedoch wieder stärken, vgl. Abschnitt 4.5

24 Vgl. Liquiditätsprämie und Risikoprämie in Abschnitt

25 Vgl. Abschnitt 4.1

26 Vgl. auch Mankiw/Taylor (2012, S.779ff)

27 Die Fälligkeit einer Einlage ist vom Willen des Depositärs abhängig und muss somit als äußerst kurzfristig angenommen werden, vgl. Radtke (2010, S.9)

28 Ein aktuelles Beispiel der fehlgeschlagenen Fristentransformation ist der Fall der Hypo Real Estate, vgl. Bofinger (2011, S.179) und Abschnitt 5.2

29 Vgl. Abschnitt 3.1

30 Im Vorfeld der jüngeren Finanzkrise konnten viele Hypothekendarlehen aufgrund steigender variabler Zinsen nicht mehr bedient werden, vgl. Seel (2012, S.35f) und Abschnitt 4.3

31 Unerwartete Zinsschwankungen beeinflussen die Zinsspanne, vgl. Abschnitt 3.3

32 Vgl. Abschnitt 3.3

33 Die Relevanz dieses Aspekts wird durch die Zinsmanipulationen des LIBOR durch einige Banken bestärkt, vgl. hierzu Siedenbiedel (2013)

34 Ausführlich in: Diamond/Dybvig (1983, S.401ff)

35 Im Falle eines Bank Runs tritt die Notenbank gegebenfalls als „Lender of Last Resort“ auf, vgl. hierzu Abschnitt 3.5a) und Spahn (2009, S.30f)

36 Vgl. Abschnitt 3.1

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten

Details

Titel
Systemrelevanz von Geschäftsbanken
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
55
Katalognummer
V231463
ISBN (eBook)
9783656521648
ISBN (Buch)
9783656528098
Dateigröße
1226 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bank, Systemrelevanz, Finanzkrise, Staatshilfen, Bankenrettung, Lehman Brothers, Hypo Real Estate, Wirtschaftskrise
Arbeit zitieren
Simon Schirmbeck (Autor), 2013, Systemrelevanz von Geschäftsbanken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231463

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