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Die antiken Kritiker des Christentums

Título: Die antiken Kritiker des Christentums

Trabajo Escrito , 2012 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Linda Kahn (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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„Was ist Wahrheit?“, fragte Pilatus den Jesus, nachdem dieser recht großspurig behauptet hatte: „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.“ In diesem kleinen Dialog zwischen Pilatus, dem Heiden, und Jesus, dem Christen, ist bereits der große Konflikt angedeutet, der in der Spätantike zwischen Heiden und Christen entbrennen sollte. Denn von Anfang an trat das Christentum mit einem Anspruch auf Wahrheit und Auserwähltheit auf, der provozieren musste, da er zugleich alle anderen Religionen als Lüge und Täuschung diffamierte. Schon früh regte sich daher heidnische Kritik. Die drei umfassendsten, uns heute bekannten Polemiken gegen das Christentum stammen von zwei Philosophen (Kelsos, Porphyrios) und einem philosophisch gebildeten Kaiser (Julian): Ganz wie Pilatus traten jene Autoren kritisch an das Christentum heran, um es auf seine angebliche Wahrheit hin zu untersuchen. Ihre Vorgehensweise und ihre Ergebnisse sollen das Thema der vorliegenden Arbeit sein. Da die Kritik am Christentum heute wieder in einer Blüte steht, wie man sie wohl seit fast 2000 Jahren nicht mehr erlebt hat, möchte ich zudem die antiken Kritiker auf ihre Aktualität hin untersuchen: Können Kelsos, Porphyrios und Julian etwas zur heutigen Debatte beitragen? Inwiefern unterscheidet sich ihre von der derzeitigen Kritik am Christentum? Greifen sie Aspekte auf, die noch heute diskutiert werden? Solche Fragen sollen im Folgenden betrachtet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die antiken Autoren

2.1. Kelsos

2.2. Porphyrios

2.3. Julian

3. Die antike Kritik

3.1. Kritik am Alten Testament

3.1.1. Die menschliche Gestalt Jahwes

3.1.2. Der ungöttliche Charakter Jahwes

3.1.3. Das auserwählte Volk

3.1.4. Die Stellung des Menschen in der Welt

3.1.5. Die allegorische Auslegung des Alten Testaments

3.2. Kritik am Neuen Testament

3.2.1. Die Rolle der Vernunft

3.2.2. Falsche Propheten

3.2.3. Das Märchenhafte des Neuen Testaments

3.2.4. Widersprüche im Neuen Testament

3.2.5. Die Auferstehung der Toten

3.2.6. Ungenügende Zeugen für die Wundertaten Jesu

3.3. Kritik an den Christen

3.3.1. Christen als Staatsfeinde

3.3.2. Kritik am Märtyrertum

3.3.3. Christen vs. Christen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritischen Auseinandersetzungen bedeutender antiker Denker mit dem aufkommenden Christentum, um deren Argumente zu analysieren und auf ihre heutige Relevanz sowie den Vergleich zur modernen Religionskritik zu prüfen.

  • Analyse der antiken Polemiken von Kelsos, Porphyrios und Kaiser Julian.
  • Kritik an den Inhalten des Alten und Neuen Testaments aus philosophischer Sicht.
  • Untersuchung des gesellschaftlichen Konflikts zwischen heidnischen Traditionen und christlichem Glauben.
  • Reflektion über die Rolle der Vernunft und das Phänomen des Märtyrertums.
  • Einordnung der antiken Argumente in den Kontext moderner wissenschaftlicher Debatten.

Auszug aus dem Buch

3.1.4. Die Stellung des Menschen in der Welt

Das Alte Testament lehrt nicht nur, dass das jüdische Volk innerhalb aller Völker eine Sonderstellung einnehme, sondern auch, dass dem Menschen innerhalb der Schöpfung eine besondere Rolle zukomme. Auch dies ist aus heidnischer Sicht eine Folge der jüdischen Beschränktheit, die nichts über die Naturgesetze weiß und die somit auch die Rolle des Menschen in der Welt maßlos überschätzt. In einer scharfzüngigen Metapher vergleicht Kelsos die Juden daher mit Fröschen, „die an einer Pfütze Sitzung halten“, oder mit Würmern, „die sich in einer Ecke ihres Schlamms versammeln und untereinander streiten, wer von ihnen sündiger sei“.

„Gott“ ist bei Kelsos das ordnende Prinzip der Welt, „die Vernunft alles Seienden“, er ist das, was wir heute „Naturgesetze“ nennen würden: Ein solcher „Gott“ hat zwangsläufig kein besonderes Interesse an den Taten und Sorgen der Menschen. Diese Ablehnung des Anthropozentrismus ist eine der tiefsten Kluften, die zwischen den heidnischen Philosophen und den christlichen Theologen steht. Während viele andere Streitpunkte eher nomineller Art zu sein scheinen, treffen hier wirklich zwei grundverschiedene Weltsichten aufeinander. Zugleich zeigen sich die antiken Kritiker in diesem Punkt auch von ihrer modernsten Seite. Die vermeintlich besondere Stellung des Menschen in der Welt ist heutzutage wieder stark in Frage gestellt geworden, vor allem durch neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse: So hat die moderne Biologie gezeigt, dass der Homo sapiens nur ein zufälliges Produkt der Evolution ist, kaum bemerkenswerter als andere Tierarten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den historischen Konflikt zwischen heidnischer und christlicher Weltanschauung sowie Darstellung der Forschungsfrage zur Aktualität antiker Kritik.

2. Die antiken Autoren: Vorstellung der Philosophen Kelsos und Porphyrios sowie des Kaisers Julian und ihrer persönlichen Motivationen zur Christenkritik.

3. Die antike Kritik: Detaillierte Untersuchung der inhaltlichen Vorwürfe gegen das Alte und Neue Testament sowie gegen das christliche Verhalten, insbesondere im Hinblick auf Vernunft, Wissenschaft und Staatsverständnis.

4. Zusammenfassung: Resümee über die Beständigkeit der antiken Argumente und ihre Bedeutung für die spätere Entwicklung kritischen Denkens in Europa.

Schlüsselwörter

Antike, Christentum, Religionskritik, Kelsos, Porphyrios, Julian, Altes Testament, Neues Testament, Vernunft, Anthropozentrismus, Märtyrertum, Philosophie, Heidentum, Theologie, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die systematische Kritik antiker Denker am frühen Christentum und analysiert deren philosophische Argumente.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernpunkten gehören die Kritik an der Bibel, das Gottesbild, die Sonderstellung des Menschen sowie die Rolle von Vernunft und Glaube.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Rekonstruktion und kritische Würdigung der antiken Polemik sowie deren Vergleich mit modernen religionskritischen Diskursen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse der überlieferten Fragmente antiker Christenkritiker und setzt diese in Bezug zu modernen philosophischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kritik an den Schriften des Alten und Neuen Testaments sowie eine Auseinandersetzung mit dem christlichen Lebenswandel und dem Märtyrertum.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Antike, Christentum, Religionskritik, Anthropozentrismus und Vernunft beschreiben den thematischen Rahmen am besten.

Warum galt das Christentum aus Sicht von Kelsos und Porphyrios als unvernünftig?

Die Kritiker sahen im Christentum eine Abkehr von der griechischen Vernunftphilosophie hin zu einem dogmatischen Glauben, der keine Beweise forderte und sich primär an Ungebildete wandte.

Welche Rolle spielte Kaiser Julian bei der Ablehnung des Christentums?

Julian versuchte als Kaiser, den Einfluss des Christentums politisch und philosophisch zurückzudrängen, um die traditionelle heidnische Religion als Basis des Römischen Reiches zu restaurieren.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Die antiken Kritiker des Christentums
Universidad
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Curso
Kulturgeschichte
Calificación
1,0
Autor
Linda Kahn (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
26
No. de catálogo
V231486
ISBN (Ebook)
9783656478553
ISBN (Libro)
9783656478812
Idioma
Alemán
Etiqueta
kritiker christentums
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Linda Kahn (Autor), 2012, Die antiken Kritiker des Christentums, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231486
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