Das Manuskript stellt eine praktische Anleitung zu einer "Sicherheitsüberprüfung" an einer x-beliebigen Schusswaffe (hier Pistole Glock 17) dar.
Der Ablauf wie auch die Ausführungen entsprechen den gesetzlichen Anforderungen aus den Bereichen Waffengesetz, Allgemeine Waffenverordnung, BGV C7 sowie den üblichen Anforderungen aller Schießsporttreibenden Verbände in Deutschland.
In der vorliegenden Fassung erfüllt die Ausarbeitung alle Kriterien, welche im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung (AEVO) in aktuellen Prüfungen gefordert werden.
Die Unterweisung wurde im Rahmen einer Ausbildereignungsprüfung im Dezember 2012 vor dem Prüfungsausschuss der IHK Kassel mit der Note 1,0 bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1 Rahmenbedingungen
2 Eigenständigkeitserklärung
2.2 Adressaten
2.3 Die Auszubildenden
2.4 Vorkenntnisse
2.5 Der Ausbilder
2.6 Lernort
2.7 Unterweisungsdauer / Zeitpunkt
3 Beschreibung der Lernziele
3.1 Richtlernziel
3.2 Groblernziel
3.3 Feinlernziel
3.4 Kognitiver Lernziele
3.5 Psychomotorische Lernziele
3.6 Affektiver Lernziele
3.7 Lernzielkontrolle
4 Wahl der Ausbildungsmethoden und Ablaufplan
4.1 Wahl der Methoden
4.2 Methodenbegründung
4.3 Methodenausführung
4.4 Ablaufplan der Unterweisung
4.5 Sicherung des Lernstoffes
4.6 Lehr- und Ausbildungsmittel
4.7 Quellenverzeichnis
5 Anhänge
5.1 Ausbildungsrahmenplan Fachkraft für Schutz u. Sicherheit
5.2 Handout an Auszubildende
5.3 Lehr- Arbeitsmittel
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterweisung ist es, Auszubildenden im Beruf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" die korrekte und gefahrlose Sicherheitsüberprüfung einer Schusswaffe (Pistole Glock 17) unter strikter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen zu vermitteln.
- Sicherer Umgang mit der Dienstwaffe
- Methodik der Sicherheitsüberprüfung
- Grundlagen der Waffenfunktion und Ballistik
- Unfallprävention und rechtliche Aspekte
Auszug aus dem Buch
4.4 Ablaufplan der Unterweisung
Die Schusswaffe aufnehmen und in eine Richtung halten, wo keine Menschen gefährdet werden. Z.B. Ladestation. Mit der Hand die Pistole aufnehmen, Finger weg vom Abzug, ca. 1m vor den Füßen im ca. 45 Gradwinkel auf den Boden richten oder in Richtung Ladestation. Die Laufmündung muss nach den Sicherheitsbestimmungen immer Richtung Ziel, einer Kugelfangeinrichtung oder ca. 1 m vor den Füßen Richtung Boden zeigen, weil so ein unbeabsichtigtes Zielen auf Menschen verhindert wird.
Wenn vorhanden!!! Sicherung betätigen. Mit dem Daumen oder einem anderen Finger den Sicherungshebel (Flügelsicherung) auf „S“ wie Sicher oder Save stellen. Ein rotes „F“ (Feuer / Fire) darf nicht mehr sichtbar sein. Damit beim versehentlichem Betätigen des Abzuges sich kein Schuss lösen kann. Die mechanische Sicherung blockiert den Schlagbolzen.
Magazin aus der Waffe entfernen. Mit dem Daumen oder einem anderen Finger den Magazinauswurf betätigen. Dabei eine Hand unter das ausgleitende Magazin halten, um das Magazin aufzunehmen. Wichtiger Vorgang !!! Sollte sich aus der Selbstladewaffe ein Schuss lösen, ist jetzt gewährleistet, dass die Waffe nicht automatisch mit neuer Munition versorgt wird. Die Hand unter dem Magazin soll die eventuell in dem Magazin befindliche Munition vor dem zu Boden fallen schützen. Hier besteht die Gefahr, dass sich im unglücklichstem Zufall ebenfalls eine Patrone entzünden könnte.
Schlitten mit Verschluss nach hinten ziehen, Patronenlager sichtbar machen. Die Schusswaffe mit einer Hand am Griffstück festhalten. Finger weg vom Abzug (!), mit der anderen Hand den Verschluss nach hinten ziehen (unter Umständen Kraft erforderlich), Die Waffe dabei im ca. 45 Gradwinkel nach links kippen (Linkshänder nach rechts). Sollte sich eine Patrone im Patronenlager befinden, wird diese jetzt durch den Hülsenauszieher aus dem Patronenlager gezogen und aus der Waffe geworfen. Zusätzlich einen Blick in das Patronenlager werfen, um zu überprüfen, dass sich wirklich keine Patrone im Patronenlager befindet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Rahmenbedingungen: Zusammenfassung der administrativen Daten wie Prüfungsnummer, Ort und Rechtsbezüge der Unterweisung.
2 Eigenständigkeitserklärung: Formaler Nachweis über die selbstständige Erstellung des Entwurfs sowie Angaben zu Zielgruppe und Rahmenbedingungen.
3 Beschreibung der Lernziele: Definition der fachlichen, kognitiven, psychomotorischen und affektiven Lernziele der Unterweisung.
4 Wahl der Ausbildungsmethoden und Ablaufplan: Darstellung der gewählten 4-Stufen-Methode und der detaillierte Ablauf der praktischen Unterweisung.
5 Anhänge: Ergänzende Materialien wie Ausbildungsrahmenplan, Handout und Lehr- Arbeitsmittel.
Schlüsselwörter
Ausbildereignungsprüfung, AEVO, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Sicherheitsüberprüfung, Schusswaffe, Pistole Glock 17, 4-Stufen-Methode, Sicherheitsbestimmungen, Unfallverhütung, Waffengesetz, Waffenhandhabung, Ausbildungsrahmenplan, Dienstwaffe, Ballistik, Unterweisungsentwurf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als Unterweisungsentwurf für die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO im Beruf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" und befasst sich mit der Sicherheitsüberprüfung einer Pistole.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterweisung?
Die zentralen Themen sind der sichere Umgang mit Schusswaffen, die Einhaltung gesetzlicher Sicherheitsbestimmungen und die fachgerechte Handhabung der Dienstwaffe im Rahmen der Ausbildung.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist die Vermittlung der Fähigkeit, die Sicherheitsüberprüfung bei einer Schusswaffe (Glock 17) selbstständig und fehlerfrei unter Einhaltung aller Sicherheitsregeln durchzuführen.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird angewendet?
Der Ausbilder nutzt die bewährte 4-Stufen-Methode (Vorbereiten, Vormachen/Erklären, Nachmachen/Erklären, Selbstständiges Üben), die durch einen vortragenden Teil ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Lernzielbeschreibung, die methodische Begründung sowie den detaillierten Ablaufplan, der Schritt für Schritt die Handgriffe bei der Sicherheitsüberprüfung erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Unterweisung?
Neben dem Sicherheitsaspekt und der Waffentechnik sind die Ausbildungsmethodik, Unfallprävention und die praktische Anwendung gem. Ausbildungsrahmenplan prägend.
Warum spielt die Handhaltung beim Entfernen des Magazins eine so große Rolle?
Es dient primär dem Schutz vor unkontrolliertem Herunterfallen von Munition und stellt sicher, dass bei einem versehentlichen Schuss die Waffe nicht automatisch durch das Magazin nachgeladen wird.
Welche Rolle spielt die psychologische Komponente bei der Ausbildung?
Der Ausbilder legt großen Wert darauf, die Auszubildenden durch Bildmaterial zu den Folgen unsachgemäßer Handhabung zu sensibilisieren und ein verantwortungsbewusstes Handeln zu fördern.
- Quote paper
- Olaf Bernst (Author), 2012, Sicherheitsüberprüfung bei einer Schusswaffe (Pistole Glock 17) unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen (Unterweisung Fachkraft für Schutz und Sicherheit), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231518