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Die Kooperation der UNO mit Regionalorganisationen im Bereich des Peacekeepings am Beispiel der EU

Title: Die Kooperation der UNO mit Regionalorganisationen im Bereich des Peacekeepings am Beispiel der EU

Bachelor Thesis , 2012 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: David Meier (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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In der aktuellen Syrien Krise wurde er wieder geäußert der Ruf nach einer Peacekeeping Mission. Dieses Instrument der Friedenserhaltung hat sich seit dem Beginn seiner Existenz im Laufe der Jahrzehnte stetig gewandelt. Lange Zeit handelte es sich um ein Instrument, welches nur unter der Führung der Vereinten Nationen angewendet wurde. Mittlerweile sind es oftmals mit einem UN-Mandat versehene Staaten bzw. internationale Organisationen, welche diese Operationen führen. Gerade die Kooperation zwischen internationalen Organisationen und den VN im Bereich des Peacekeepings ist in Zeiten der Globalisierung und der damit verbundenen Aktualität des Multilateralismus besonders interessant. Von besonderer Relevanz ist in diesem Zusammenhang der Fall der EU, welche weder in die Kategorie des Staates noch in jene der internationalen Organisation einzuordnen ist und infolgedessen Eigenschaften beider Einheiten hat.
Aus diesem Grund wird der Verfasser sich in dieser Ausarbeitung mit folgender Fragestellung befassen: „Die Kooperation der Vereinten Nationen mit Regionalorganisationen im Bereich des Peacekeepings am Beispiel der EU; rechtliche Grundlagen der Kooperation und Akteursqualität der EU“. Die Arbeitshypothese des Verfassers ist, dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine Kooperation von Regionalorganisation mit den Vereinten Nationen im Bereich des Peacekeepings im Fall der EU erfüllt sind und diese Akteursqualität besitzt.
Für die Bearbeitung der Forschungsfrage wird der Verfasser zuallererst das Wesen und die Eigenschaften von Peacekeeping Operationen sowie deren Entwicklung kurz skizzieren. Dann wird der Verfasser die rechtlichen Voraussetzungen der Durchführung gewöhnlicher Peacekeeping Einsätze durch die UNO selbst darstellen, um anschließend die rechtlichen Voraussetzungen der Kooperation von Regionalorganisationen und den Vereinten Nationen im Bereich des Peacekeepings zu erläutern und diese auf die Möglichkeiten einer Kooperation zwischen der UNO und der EU in diesem Bereich anzuwenden. Daraufhin wird er das von Bretherton und Vogler verwendete Akteurskonzept und die darin enthaltenen Unterkonzepte der Möglichkeit, der Präsenz und der Fähigkeit vorstellen, um damit die Akteursqualität der EU im Bereich des Peacekeepings zu untersuchen. Dafür wird er jedes Unterkonzept der genannten Reihenfolge nach auf die EU anwenden, wobei er immer wieder auch empirische Beispiele aus den von der EU bereits durchgeführten Peacekeeping Missionen anführen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Eigenschaften von UN-Peacekeeping Missionen

3. Die Rechtsgrundlagen der UN-Peacekeeping Operationen

4. Die rechtlichen Voraussetzungen der Kooperation der VN mit der EU

5. Das Akteurskonzept

6. Die Anwendung des Konzepts der Möglichkeit

a) Der Kalte Krieg und der Sicherheitsrat der UNO

b) Die Etablierung der ESVP

c) Die Folgen des Kriegs gegen den Terror

7. Die Anwendung des Konzepts der Präsenz

a) Der Charakter der EU

b) Die Identität der EU

8. Anwendung des Konzepts der Fähigkeit

a) Die Instrumente der EU

b) Die Werte der EU und die innere Legitimation

c) Konsistenz und Kohärenz

9. Die Peacekeeping Einsätze der EU

10. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kooperation der Vereinten Nationen mit Regionalorganisationen im Bereich des Peacekeepings am Beispiel der Europäischen Union. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche Kooperation erfüllt sind und inwieweit die EU die notwendige Akteursqualität besitzt, um als Partner der UN bei friedenserhaltenden Missionen zu agieren.

  • Grundlagen und Eigenschaften von UN-Peacekeeping-Missionen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für die Kooperation zwischen VN und EU
  • Anwendung des Akteurskonzepts (Möglichkeit, Präsenz, Fähigkeit) auf die EU
  • Analyse der EU-eigenen Krisenmanagement-Instrumente
  • Untersuchung der EU-Einsätze als empirische Fallbeispiele

Auszug aus dem Buch

Die Etablierung der ESVP

Die Möglichkeit der EU mit den Vereinten Nationen bei Peacekeeping Einsätzen zu kooperieren, ergab sich erst durch die Zustimmung Großbritanniens die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) aufzustellen. Die Gründe dafür, dass es zu dieser Zustimmung des Vereinigten Königreichs kam sind vielschichtig. Einerseits versuchte die damalige britische Regierung durch ihr Engagement für die Ausweitung der ESVP, dem Vereinigten Königreich, welches durch seine Nichtmitgliedschaft in der Währungsunion an den Rand der EU gedrängt zu werden drohte, durch das Engagement und die enormen Ressourcen desselben im Bereich der Sicherheitspolitik mehr Geltung und Einfluss innerhalb der EU zu verschaffen.

Andererseits war die Tatsache, dass die EU sich während der Balkankriege der 1990er Jahre als völlig machtlos erwiesen hatte eine Art Ereignis, welches zum bereits genannten Meinungswechsel des Vereinigten Königreichs geführt hatte. Außerdem hatte sich im Laufe der 1990er Jahre mit dem Prinzip der Responsibility to protect ein ideologischer Ansatz herausgebildet, nach welchem die internationale Gemeinschaft in Fällen schwerer Verbrechen gegen die Menschlichkeit und entsprechender Pflichtverletzungen durch Regierungen verpflichtet ist zu intervenieren. Dieser neue ideologische Ansatz interagierte schließlich mit der genannten Erfahrung der eigenen Hofflosigkeit der EU in den Balkankriegen und dem Ereignis der Eskalation des Kosovo Konflikts im Jahr 1999, welche die Ambitionen der EU in sicherheitspolitischen Fragen handlungsfähiger zu sein bestärkte. Diese Interaktion sowie die oben genannten strategischen Überlegungen des britischen Premiers Tony Blair bezüglich der Stellung des Vereinigten Königreichs in der EU führten schließlich dazu, dass es auf der Ebene der EU selbst Möglichkeit der EU kam Partner der Vereinten Nationen beim Peacekeeping zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführende Darlegung der Relevanz von Peacekeeping in der aktuellen globalen Politik und Vorstellung der Forschungsfrage.

2. Eigenschaften von UN-Peacekeeping Missionen: Historische Entwicklung und Charakterisierung verschiedener Generationen von Friedensmissionen unter Führung der Vereinten Nationen.

3. Die Rechtsgrundlagen der UN-Peacekeeping Operationen: Analyse der völkerrechtlichen Basis für UN-Einsätze, insbesondere im Kontext der Kapitel VI und VII der UN-Charta.

4. Die rechtlichen Voraussetzungen der Kooperation der VN mit der EU: Erläuterung der Bestimmungen zur Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen gemäß Kapitel VIII der UN-Charta.

5. Das Akteurskonzept: Einführung in den sozialkonstruktivistischen theoretischen Rahmen zur Bestimmung der Akteursqualität der EU.

6. Die Anwendung des Konzepts der Möglichkeit: Untersuchung der strukturellen Faktoren und historischen Ereignisse, die der EU Handlungsspielräume für Peacekeeping eröffnet haben.

7. Die Anwendung des Konzepts der Präsenz: Analyse des institutionellen Charakters und der Identität der EU als internationaler Akteur.

8. Anwendung des Konzepts der Fähigkeit: Überprüfung der operativen Instrumente, internen Legitimation sowie der strategischen Konsistenz der EU-Außenpolitik.

9. Die Peacekeeping Einsätze der EU: Empirische Betrachtung von EU-Missionen wie Concordia und Artemis als Belege für die Akteursqualität.

10. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der Arbeitshypothese hinsichtlich der Akteursqualität der EU.

Schlüsselwörter

Peacekeeping, Vereinte Nationen, Europäische Union, ESVP, Akteurskonzept, UN-Charta, Sicherheitspolitik, Krisenmanagement, Internationale Organisationen, Sicherheit, Friedenssicherung, Balkan, Institutionalisierung, Mandat, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und der Europäischen Union, speziell im Bereich von Friedensmissionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die rechtlichen Grundlagen von Peacekeeping, die theoretische Bestimmung der EU als internationaler Akteur sowie die praktische Umsetzung durch die ESVP.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist die Prüfung, ob die EU rechtlich und faktisch in der Lage ist, als wirksamer Partner der Vereinten Nationen bei der Durchführung von Peacekeeping-Missionen zu fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf ein sozialkonstruktivistisches Akteurskonzept, das durch die Dimensionen Möglichkeit, Präsenz und Fähigkeit strukturiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Bedingungen (wie das Ende des Kalten Krieges), die institutionelle Struktur der EU sowie spezifische Instrumente und deren Anwendung in realen Missionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Peacekeeping, UN-Charta, EU-Akteursqualität, ESVP und Krisenmanagement.

Welche Rolle spielt der Lissabonner Vertrag für die Argumentation des Autors?

Der Vertrag wird als wichtiger Schritt zur institutionellen Stärkung der EU-Außenpolitik und zur Klärung von Kompetenzstrukturen innerhalb der Union angeführt.

Wie bewertet der Verfasser die Probleme bei der Koordination innerhalb der EU?

Der Autor weist auf Herausforderungen durch die komplexe Säulenstruktur und Interessenunterschiede der Mitgliedstaaten hin, betont jedoch, dass Mechanismen wie Routinen und Koalitionen diese Defizite teilweise überwinden können.

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Details

Title
Die Kooperation der UNO mit Regionalorganisationen im Bereich des Peacekeepings am Beispiel der EU
College
University of Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät)
Course
Internationale Politik
Grade
1,0
Author
David Meier (Author)
Publication Year
2012
Pages
30
Catalog Number
V231560
ISBN (eBook)
9783656475408
ISBN (Book)
9783656476849
Language
German
Tags
EU-Peacekeeping Akteursqualität der EU Kooperation EU-UN
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Meier (Author), 2012, Die Kooperation der UNO mit Regionalorganisationen im Bereich des Peacekeepings am Beispiel der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231560
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