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"Was wäre gewesen, wenn...?"

Alternativweltgeschichtliche Literatur 1990-2010

Título: "Was wäre gewesen, wenn...?"

Tesis de Máster , 2013 , 59 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: B.A. Alexander Batzke (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die vorliegende Abschlussarbeit für den Master of Education in den Fächern Deutsch und Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema der kontrafaktischen beziehungsweise parahistorischen Alternativweltgeschichte. Sie wird zweigeteilt in den Bereich des Geschichtsschreibers und in den Bereich des Dichters, woraus sich eine Gliederung in vier Abschnitte ergibt: Zunächst werden in dieser Einleitung Thema, Gliederung und Forschungsstand dargelegt. Abschnitt 2 bezieht sich daraufhin auf den Bereich der Geschichtswissenschaft,
wobei erörtert wird, welche Einwände gegen kontrafaktische Fragen vorherrschen und welchen Nutzen sie im Gegenzug haben können. In Abschnitt 3 wird die Seite des Poeten behandelt, wobei das literarische Genre
des alternativweltgeschichtlichen Romans untersucht wird. Es wird darum gehen, das bislang eher weniger bekannte Phänomen einem Genre zuzuordnen und schließlich exemplarisch anhand von fünf Romanen herausragende Vertreter desselben zu analysieren. Diese fünf Romane sind Fatherland von Robert Harris, Der 21. Juli von Christian von Ditfurth, Stimmen der Nacht von Thomas Ziegler, Morbus Kitahara von Christoph Ransmayr und Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten von Christian Kracht. Zu dieser Textauswahl ist Folgendes zu erwähnen: Die bisherige Beschäftigung mit alternativweltgeschichtlicher Literatur beschränkte sich zumeist auf englischsprachige Romane. Das liegt nahe, da das Phänomen im anglo-amerikanischen Raum wesentlich ausgeprägter ist als im Deutschen. Bekannte parahistorische Werke wie The Man in the High Castle von Philip K. Dick und The Plot Against America von Philip Roth dienten bislang auch deutschen Autoren zur Analyse des Genres. In dieser Arbeit wird nun der Blick auf die deutschsprachigen Vertreter gelenkt. Dabei ist gleichsam als Prototyp für das Genre Robert Harris’ Roman Fatherland die einzige englischsprachige Ausnahme.
Am Ende eines jeden Bereichs wird, da es sich hier um eine Arbeit für den Master of Education handelt, ein didaktischer Ansatz präsentiert. Dabei wird der Frage nach gegangen, inwiefern das Dargestellte eine Bereicherung für den Geschichts- beziehungsweise Deutschunterricht sein könnte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aus der Perspektive des Geschichtsschreibers – Kontrafaktische Geschichte

2.1. Terminologie

2.2. Kontrafaktische Geschichte in der Geschichtswissenschaft

2.3. Kontrafaktische Geschichte in der Geschichtsdidaktik

3. Aus der Perspektive des Dichters: Parahistorische Literatur

3.1. Überblick

3.2. Gattungseinordnung

3.3. Analyseschema

3.4. Analyse ausgewählter Werke

3.4.1. Robert Harris – Fatherland

3.4.2. Christian von Ditfurth – Der 21. Juli

3.4.3. Thomas Ziegler – Stimmen der Nacht

3.4.4. Christoph Ransmayr – Morbus Kitahara

3.4.5. Christian Kracht – Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten

3.5. Parahistorische Literatur in der Deutschdidaktik

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Genre der alternativweltgeschichtlichen Literatur im Zeitraum von 1990 bis 2010 unterteilt in geschichtswissenschaftliche Perspektiven und literaturtheoretische Analysen. Das Ziel ist es, das Phänomen der kontrafaktischen sowie parahistorischen Literatur zu definieren und den Nutzen sowie die didaktischen Möglichkeiten für den Schulunterricht herauszuarbeiten, wobei der Fokus auf deutschsprachigen Autoren liegt.

  • Grundlagen der kontrafaktischen Geschichte in der Wissenschaft.
  • Gattungseinordnung und Definition des parahistorischen Romans.
  • Strukturelle Analyse anhand der Theorie von Uwe Durst.
  • Literarische Verarbeitung des Nationalsozialismus in Alternativweltszenarien.
  • Didaktische Anwendungsbeispiele für den Deutschunterricht.

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Robert Harris – Fatherland

1972 brachte der niederländische Autor Harry Mulisch unter dem Titel Die Zukunft von gestern. Betrachtungen über einen ungeschriebenen Roman einen Bericht heraus, der von seinem gescheiterten Versuch handelte, einen Roman unter der parahistorischen Prämisse zu schreiben, dass Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte. Was Mulisch nach mehr zehn Jahren Arbeit schließlich abbrach, brachte 1992 der Engländer Robert Harris fertig. Das Romandebut des Journalisten ist ein Kriminalroman, der in einer parahistorischen Welt spielt, in der die Nationalsozialisten den Krieg gewonnen haben und nun Europa beherrschen. Im Jahr 1964 kurz vor dem 75. Geburtstag Hitlers decken ein Ermittler namens Xavier March und eine amerikanische Journalistin namens Charlotte Maguire eine Mordserie auf, die zu den Hintermännern der Wannsee-Konferenz und damit zur bislang geheim gebliebenen Vernichtung der Juden führt.

Nach Dursts Schema der Verfremdungssequenz sähe die parahistorische Entwicklung in Fatherland folgendermaßen aus:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Thema, die Gliederung und den Forschungsstand dar und führt in die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit ein.

2. Aus der Perspektive des Geschichtsschreibers – Kontrafaktische Geschichte: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der kontrafaktischen Geschichtsbetrachtung, ihre Akzeptanz in der Historik und ihren Nutzen als Gedankenexperiment.

3. Aus der Perspektive des Dichters: Parahistorische Literatur: Hier wird das literarische Genre des alternativweltgeschichtlichen Romans definiert, methodisch eingegrenzt und exemplarisch anhand von fünf Werken detailliert analysiert.

4. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige transmediale Forschungsmöglichkeiten sowie die didaktische Einbindung des Themas.

Schlüsselwörter

Alternativweltgeschichte, Kontrafaktische Geschichte, Parahistorische Literatur, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Literaturtheorie, Didaktik, Geschichtsunterricht, Morgenthau-Plan, Robert Harris, Christian von Ditfurth, Thomas Ziegler, Christoph Ransmayr, Christian Kracht, Uchronie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht parahistorische und kontrafaktische Literatur, die sich mit alternativen Geschichtsverläufen – insbesondere bezogen auf den Nationalsozialismus – beschäftigt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit gliedert sich in eine geschichtswissenschaftliche Fundierung des kontrafaktischen Gedankenspiels und eine literaturwissenschaftliche Analyse ausgewählter Romane.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse von fünf spezifischen Romanen, um deren parahistorische Konsistenz zu prüfen und didaktische Konzepte für den Deutschunterricht zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Analyseschema von Uwe Durst angewandt, das auf Sequenztheorien von Roland Barthes basiert, um die historischen Abweichungen in den Romanen zu visualisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Romane von Robert Harris, Christian von Ditfurth, Thomas Ziegler, Christoph Ransmayr und Christian Kracht hinsichtlich ihrer Wendepunkte und Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Alternativweltgeschichte, Parahistorik, Uchronie, Kontrafaktik, Nationalsozialismus und Literaturdidaktik.

Warum spielt der Morgenthau-Plan eine so große Rolle für die analysierten Autoren?

Der Morgenthau-Plan dient als häufiges, geschichtsveränderndes Element, das in verschiedenen Romanen dazu genutzt wird, die deutsche Deindustrialisierung und einen veränderten Kriegsverlauf zu konstruieren.

Inwiefern ist das Genre für den Deutschunterricht geeignet?

Es bietet hervorragende Möglichkeiten, die Kompetenzbereiche Lesen und Schreiben zu verknüpfen, insbesondere durch die Einladung zu kreativen Schreibanlässen und die Irritation gewohnter historischer Narrative.

Final del extracto de 59 páginas  - subir

Detalles

Título
"Was wäre gewesen, wenn...?"
Subtítulo
Alternativweltgeschichtliche Literatur 1990-2010
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Germanistik)
Calificación
1,8
Autor
B.A. Alexander Batzke (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
59
No. de catálogo
V231578
ISBN (Ebook)
9783656523314
ISBN (Libro)
9783656531623
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kracht Harris Robert Harris Fatherland Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten Christoph Ransmayr Ransmayr Morbus Kitahara Thomas Ziegler Stimmen der Nacht kontrafaktische Geschichte kontrafaktisch Gegenwartsliteratur Christian von Ditfurth Ditfurth Der 21. Juli 21. Juli Was wäre gewesen wenn? Deutschdidaktik Geschichtsdidaktik Geschichtswissenschaft Literaturwissenschaft Sequenzanalyse counterfeit world alternate time stream novel political fiction Uchronie parahistorischer Roman Parahistorie Alternative Geschichte Ungeschehene Geschichte virtuelle Geschichte Parallelweltroman Alternativweltroman Demandt Ferguson Brodersen Uwe Durst Roland Barthes Barthes Max Weber Weber Morgenthau-Plan Morgenthau Henry Morgenthau Albert Speer Vaterland Utopie Dystopie Zukunftsroman Science-Fiction Gedankenspiel Stauffenberg Operation Walküre Topic_Dystopien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Alexander Batzke (Autor), 2013, "Was wäre gewesen, wenn...?", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231578
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