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Die Förderung hochbegabter SchülerInnen

Anforderungen an das Lehramtsstudium

Title: Die Förderung hochbegabter SchülerInnen

Essay , 2012 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Rebecca Zeiler (Author)

Pedagogy - Gifted Education
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Summary Excerpt Details

“Begabungen erkennen und individuell fördern“ ist ein großes Thema in der Politik wie auch in den Medien. Denn der allseits beklagte Fachkräftemangel und die Ergebnisse der PISA-Studie 2003 haben die Bundesregierung gezwungen, Förderprogramme zu realisieren und das deutsche Bildungssystem zu verändern. Dabei fühlt sich auch die Wirtschaft angesprochen und gefordert. Unternehmerverbände, wie zum Beispiel „unternehmer nrw“, die Landesvereinigung der Unternehmerver- bände Nordrhein-Westfalen e.V., tragen durch Projektinitiativen wie „MINT-Bildung in NRW“ dazu bei, die Situation zu verbessern, nicht zuletzt aus Eigeninteresse.
Kein Kind soll auf dem Weg in die Zukunft verloren gehen. Gefragt sind da vor allem diejenigen, die an der Bildung und Förderung des Kindes maßgeblich beteiligt sind: die Lehrerinnen und Lehrer. Diese gilt es nach den neuen Maßstäben auszubilden, damit sie lernen, Talente und Begabungen zu erkennen und zu fördern und das schon im Studium.
Im Mittelpunkt dieses Essays steht das hochbegabte Kind. Zu Beginn meiner Recherchen bin ich dem allgemein verbreiteten Irrglauben, 50% der Hochbegabten seien sogenannte Underachiever und entwickelten sich zu „Problemkindern“, erlegen. Dies wird durch das „Marburger Hochbegabtenprojekt“ (MHP) widerlegt. In dieser deutschen Studie, die seit 1987 läuft, wird die Entwicklung von hochbegabten und hochleistenden Kindern und Jugendlichen untersucht. Sie wird geleitet vom Marburger Psychologen Detlef H. Rost.
Auch wenn es nicht 50% sind, gibt es doch zu einem viel geringeren Prozentsatz die Underachiever – die “Minderleister“ – und “Sorgenkinder“ unter den Hochbegabten. Um diesen Prozentsatz so gering wie möglich ausfallen zu lassen, braucht es dafür gut ausgebildete LehrerInnen, die ihr Potenzial erkennen und fördern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Relevanz des Themas und der Fragestellung

2 Hochbegabung, Intelligenz, IQ und wie man ihn testet

3 Schule als Schnittstelle zwischen LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern und den Förderungsmöglichkeiten

4 Anforderungen an die LehrerInnen

4.1 Bezogen auf den Schüler und den Unterricht

4.2 Bezogen auf die Eltern

4.3 Bezogen auf die Förderungsmöglichkeiten

4.4 Auswahl an Fortbildungsangeboten und Fördermöglichkeiten

5 Schon umgesetzte Maßnahmen zum Kompetenzerwerb des Erkennens und Förderns von hochbegabten Kindern und Jugendlichen als Teil der Lehrerausbildung an der WWU Münster

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der frühzeitigen Erkennung und Förderung hochbegabter Kinder durch Lehrkräfte und analysiert, welche Anforderungen sich daraus für das Lehramtsstudium und die schulpraktische Ausbildung ergeben. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit aktuelle Ausbildungsangebote an der Universität Münster bereits dazu befähigen, hochbegabte Schülerinnen und Schüler zu identifizieren und individuell zu fördern.

  • Grundlagen der Hochbegabung und Intelligenzmessung
  • Die Rolle der Schule als Schnittstelle zwischen verschiedenen Akteuren
  • Spezifische Anforderungen an Lehrkräfte im Umgang mit hochbegabten Lernenden
  • Überblick über außerschulische Fördermöglichkeiten
  • Analyse der Qualifizierungsangebote in der Lehrerausbildung

Auszug aus dem Buch

1 Relevanz des Themas und der Fragestellung

„Ob in Schule, Studium oder Beruf – die Förderung von Begabungen und Talenten ist eines der vorrangigen bildungspolitischen Ziele der Bundesregierung. Begabte und talentierte junge Menschen in unserem Land müssen bestmöglich unterstützt werden. Dabei gilt es, die Potenziale, die insbesondere in Kindern und Jugendlichen stecken, aufzuspüren und zu fördern, damit sich Deutschland zu einer international anerkannten Talentschmiede entwickeln kann.“ (Schavan 2010: o. S.)

“Begabungen erkennen und individuell fördern“ ist ein großes Thema in der Politik wie auch in den Medien. Denn der allseits beklagte Fachkräftemangel und die Ergebnisse der PISA-Studie 2003 haben die Bundesregierung gezwungen, Förderprogramme zu realisieren und das deutsche Bildungssystem zu verändern. Dabei fühlt sich auch die Wirtschaft angesprochen und gefordert. Unternehmerverbände, wie zum Beispiel „unternehmer nrw“, die Landesvereinigung der Unternehmerverbände Nordrhein-Westfalen e. v., tragen durch Projektinitiativen wie „MINT-Bildung in NRW“ dazu bei, die Situation zu verbessern, nicht zuletzt aus Eigeninteresse.

Kein Kind soll auf dem Weg in die Zukunft verloren gehen. Gefragt sind da vor allem diejenigen, die an der Bildung und Förderung des Kindes maßgeblich beteiligt sind: die Lehrerinnen und Lehrer. Diese gilt es nach den neuen Maßstäben auszubilden, damit sie lernen, Talente und Begabungen zu erkennen und zu fördern und das schon im Studium.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Relevanz des Themas und der Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert die bildungspolitische Bedeutung der Begabungsförderung und begründet die Notwendigkeit, Lehrkräfte bereits im Studium für das Erkennen und Fördern hochbegabter Kinder zu qualifizieren.

2 Hochbegabung, Intelligenz, IQ und wie man ihn testet: Hier werden theoretische Grundlagen und historische Konzepte der Intelligenzforschung sowie die wissenschaftliche Definition von Hochbegabung anhand von IQ-Werten dargelegt.

3 Schule als Schnittstelle zwischen LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern und den Förderungsmöglichkeiten: Das Kapitel beschreibt das Rollenverständnis der Schule als zentraler Knotenpunkt bei der Identifikation und Förderung besonderer Begabungen und diskutiert Abgrenzungen zu Verhaltensauffälligkeiten wie ADHS.

4 Anforderungen an die LehrerInnen: Es wird analysiert, welche Kompetenzen Lehrkräfte in Bezug auf Unterrichtsgestaltung, Elternberatung und die Vermittlung außerschulischer Fördermaßnahmen benötigen.

5 Schon umgesetzte Maßnahmen zum Kompetenzerwerb des Erkennens und Förderns von hochbegabten Kindern und Jugendlichen als Teil der Lehrerausbildung an der WWU Münster: Der Autor evaluiert bestehende Seminare an der Universität Münster und vergleicht diese mit den Vorgaben des Kerncurriculums für die schulpraktische Ausbildung in NRW.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass aktuelle Studienangebote für angehende Lehrkräfte noch weiterentwickelt werden müssen, um der Vielfalt an Lernbedürfnissen gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Hochbegabung, Begabungsförderung, Lehrerausbildung, Intelligenzquotient, Underachiever, Enrichment, individuelle Förderung, schulpraktische Ausbildung, Diagnosekompetenz, Lehrkräfte, Bildungsforschung, MINT-Bildung, Lehrerqualifizierung, Schulerfolg, Potenzialentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Förderung hochbegabter Kinder im deutschen Schulsystem und der zentralen Rolle, die Lehrkräfte dabei einnehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Hochbegabung, die praktischen Anforderungen an Lehrkräfte im Schulalltag sowie bestehende Ausbildungsstrukturen für angehende Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Handlungsbedarf für die Lehrerausbildung aufzuzeigen, um Lehrkräfte besser auf die Erkennung und Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler vorzubereiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine Recherche im Vorlesungsverzeichnis der WWU Münster und bezieht das offizielle Kerncurriculum für die schulpraktische Ausbildung in NRW in die Untersuchung ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an Lehrkräfte bezüglich Unterrichtsgestaltung, Elternarbeit, Auswahl von Förderprogrammen und bewertet die universitären Qualifizierungsangebote in Münster.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Hochbegabtenförderung, Lehrerausbildung, individuelle Förderung und Diagnosekompetenz charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt der Abgrenzung zwischen Hochbegabung und ADHS zu?

Die Autorin betont, dass Lehrkräfte in der Lage sein müssen, Verhaltensauffälligkeiten hochbegabter Kinder korrekt zu deuten, da diese oft fälschlicherweise für ADHS gehalten werden.

Was kritisiert die Autorin am aktuellen Lehramtsstudium?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die aktuellen Angebote im Studium noch unzureichend sind und verpflichtende Veranstaltungen zum Umgang mit Vielfalt sowie zur Begabungsdiagnostik dringend ausgebaut werden müssten.

Welche Rolle spielen außerschulische Angebote laut der Arbeit?

Außerschulische Angebote, wie etwa die Juniorakademien oder MINT-Projekte, werden als ergänzende Möglichkeiten zur Förderung gesehen, wobei die Lehrkräfte die Aufgabe haben, Eltern und Schüler gezielt auf diese Instanzen hinzuweisen.

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Details

Title
Die Förderung hochbegabter SchülerInnen
Subtitle
Anforderungen an das Lehramtsstudium
College
University of Münster  (Institut für berufliche Lehrerbildung)
Course
Einführung in wissenschaftliches Arbeiten anhand der Auseinandersetzung mit bildungspolitischen Fragen
Grade
1,7
Author
Rebecca Zeiler (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V231637
ISBN (eBook)
9783656481157
ISBN (Book)
9783656481096
Language
German
Tags
förderung schülerinnen anforderungen lehramtsstudium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Zeiler (Author), 2012, Die Förderung hochbegabter SchülerInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231637
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