Verfahren der Investitionsrechnung und deren Vor- und Nachteile

Bewertung einer Investition mit Hilfe einer dynamischen Investitionsrechnung für die InCoLo AG und abschließender Beurteilung des Ergebnisses


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

20 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung

2. Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmungen
2.1 Definition Investition
2.2 Definition Investitionsrechnung
2.3 Verfahren der Investitionsrechnung
2.3.1 Statische Verfahren der Investitionsrechnung
2.3.1.1 Kostenvergleichsrechnung
2.3.1.2 Gewinnvergleichsrechnung
2.3.1.3 Rentabilitätsvergleichsrechnung
2.3.1.4 Statische Amortisationsrechnung
2.3.2 Dynamische Verfahren der Investitionsrechnung
2.3.2.1 Kapitalwertmethode
2.3.2.2 Methode des internen Zinsfußes
2.3.2.3 Annuitätenmethode
2.3.3 Nutzwertanalyse(NWA)

3. Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung am Beispiel der InCoLo AG
3.1 TOPSIM – Business Development Anlagenbau - InCoLo AG
3.2 Überblick der Investitionsalternativen und Zinssatzfestlegung
3.3 Investitionsentscheidung für Maschine Typ B mit Hilfe der KWM

4. Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Berechnungstabelle zur Kapitalwertmethode

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

„Das Investitionsbudget ergibt sich als Differenz von Risikofreude und Verlustangst.“ (Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger)[1] Investitionen sind sowohl volkswirtschaftlich als auch betriebswirtschaftlich von besonderer Bedeutung. Nicht zuletzt sind sie der Motor des Wirtschaftswachstums. Ohne Investition kein Wachstum, ohne Wachstum keine Wohlstandsmehrung.[2] So ist es von maßgeblicher Bedeutung Chancen und Risiken richtig zu beurteilen und hieraus optimale Investitionsentscheidungen zu treffen. Die Verfahren der Investitionsrechnung (IR) bilden daher einen der wichtigsten Bausteine für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen, die Unternehmen jeden Tag treffen.[3]

1.2 Zielsetzung

Ziel des Assignment ist die Darstellung der Investitionsverfahren und eine praktische Anwendung eines dynamischen Verfahrens in der IR.

In Kapitel zwei erfolgt zunächst die Erarbeitung theoretischer Grundlagen und weiterführend die Vorstellung der Investitionsverfahren. Aufgrund des Umfangs der Thematik wird vorausgesetzt, dass die Rechenmethoden der IR bekannt sind, somit erfolgt nur eine kurze Nennung der Formel, auf Rechenbeispiele wird hier verzichtet. Der Schwerpunkt liegt auf der Beurteilung der vorgestellten Investitionsverfahren mittels Darstellung ihrer Vor- und Nachteile. Weiterhin werden im Assignment Betrachtungen unter Sicherheit und die daraus erfolgenden Partialansätze behandelt. Auch wenn in der Praxis die Mehrzahl der Entscheidungen unter Berücksichtigung von Unsicherheit getroffen werden, wird dies hier nicht weiter vertieft.

Der Praxisteil zeigt die Anwendung der Kapitalwertmethode (KWM) für die Entscheidungsfindung bei einer Erweiterungsinvestition der InCoLo AG des Unternehmen 4 (U4), wobei hier das Wahlproblem im Vordergrund steht.

Den Abschluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung der dargestellten IR im Hinblick auf die Unternehmenspraxis und eine kritische Beurteilung des gewählten Verfahrens aus Kapitel drei mit einem Ausblick in die Zukunft.

2. Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmungen

2.1 Definition Investition

Der Begriff der Investition lässt sich als langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen oder immateriellen Vermögensgegenständen beschreiben. Bei Investitionsentscheidungen steht die Verwendung der durch die Finanzierung beschafften Finanzmittel im Mittelpunkt.[4] Der Begriff Investition ist weder in der betrieblichen Praxis, noch in der ökonomischen Literatur einheitlich definiert, „daher soll im Weiteren unter Investition der zielgerichtete Einsatz von finanziellen Mitteln zur Beschaffung von Gütern verstanden werden.“[5]

2.2 Definition Investitionsrechnung

Mit Hilfe der IR wird eine Wirtschaftlichkeitsrechnung der zu untersuchenden Einzel- oder Mehrfachinvestitionen durchgeführt. Das Rechenergebnis, welches die größtmögliche finanzielle Vorteilhaftigkeit der Investitionsprojekte ermittelt, dient als Grundlage für die jeweils zu treffende Investitionsentscheidung.[6] Der Vollständigkeit verpflichtend, ist hier die Komplexität der rechenbaren und nicht rechenbaren Kriterien zu nennen, so stützen sich IR häufig nur auf Prognosedaten. Jedoch sind in der Praxis weiterhin eine ganze Reihe nicht direkt monetärer Kriterien zu beurteilen, die in der IR primär keine Berücksichtigung finden, aber für die Entscheidungsfindung in Unternehmen von erheblicher Bedeutung sind.[7]

2.3 Verfahren der Investitionsrechnung

2.3.1 Statische Verfahren der Investitionsrechnung

Der wesentliche Unterschied zwischen statischen und dynamischen Modellen liegt in der Betrachtung unter Berücksichtigung des Zeitraumes.[8] In der betrieblichen Praxis finden häufig die statischen Verfahren, vor allem wegen ihrer einfachen Handhabung und des damit verbundenen geringen Kosten- und Zweitaufwandes, den Vorzug. Zu nennen sind hierbei die Verfahren der:

- Kostenvergleichsrechnung (KVR)
- Gewinnvergleichsrechnung (GVR)
- Rentabilitätsvergleichsrechnung (RVR)
- Statische Amortisationsrechnung (STA)

Allen statischen Verfahren gleichbedeutend, berücksichtigen sie keine Zeitunterschiede im Zahlungszeitpunkt der Kosten und den in unterschiedlichen Zeitperioden erzielbaren Erlösen.[9]

2.3.1.1 Kostenvergleichsrechnung

„Die KVR verfolgt das Ziel, die durch ein Investitionsprojekt entstehenden Kosten zu ermitteln und im Alternativenvergleich die Investitionsalternative mit den geringsten Kosten zu bestimmen.“[10]

Die finanzmathematische Vorgehensweise ist die durchschnittliche Ermittlung der Kosten pro Jahr. Die ermittelten Kosten werden einander gegenübergestellt und die letztendlich kostengünstigste/ere Alternative gewählt.[11]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Kostenvergleichsrechnung / Tabellendarstellung der Vor- und Nachteile

(Quelle: aus Olfert, Klaus: Investition. 12., durchgelesene und aktulaisierte Auflage. NWB Verlag GmbH & Co. KG, Herne 2012. S. 173)

2.3.1.2 Gewinnvergleichsrechnung

Unternehmen sind an der Leistungserstellung (und den Erlösen) interessiert, so reicht ein Alternativenvergleich mit Hilfe der KVR alleine nicht aus. Dies bringt uns zur GVR, welche eine Erweiterung der KVR mit Einbezug der Erlösseite darstellt.[12]

Durch die Gegenüberstellung, Gewinn= Erlöse – Kosten, ergibt sich ein Gewinn(Verlust), welcher der Investition zugerechnet wird.[13]

Als Handlungsalternative lässt sich folgende Entscheidungsregel ableiten: „Wähle die Investition mit dem maximalen(durchschnittlichen) Gewinn!“[14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Gewinnvergleichsrechnung / Tabellendarstellung der Vor- und Nachteile

(Quelle: aus Olfert, Klaus: Investition. 12., durchgelesene und aktulaisierte Auflage. NWB Verlag GmbH & Co. KG, Herne 2012. S. 185)

[...]


[1] http://www.aphorismen.de/zitat/161593

[2] Vgl. Perridon, Louis, Steiner, Manfred und Rathgeber, Andreas: Finanzwirtschaft der Unternehmung. 15., überarb. und erw. Auflage. Verlag Vahlens, München 2009. Seite 3

[3] Vgl. Blohm, Hans, Lüder, Klaus und Schaefer, Claudia: Investition: Schwachstellen des Investitionsbereichs und Investitionsrechnung. 10., bearb. und aktualisierte Auflage. Verlag Vahlen, München 2012. Seite 1-3

[4] Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/investition.html

[5] Perridon, Louis, Steiner, Manfred und Rathgeber, Andreas: Finanzwirtschaft der Unternehmung. 15., überarb. und erw. Auflage. Verlag Vahlens, München 2009. Seite 29

[6] Vgl. Jung, Hans: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Oldenbourg Verlag, München 2010. 12., aktualisierte Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2010. Seite 813

[7] Vgl. Blohm, Hans, Lüder, Klaus und Schaefer, Claudia: Investition: Schwachstellen des Investitionsbereichs und Investitionsrechnung. 10., bearb. und aktualisierte Auflage. Verlag Vahlen, München 2012. Seite 2-3

[8] Vgl. Perridon, Louis, Steiner, Manfred und Rathgeber, Andreas: Finanzwirtschaft der Unternehmung. 15., überarb. und erw. Auflage. Verlag Vahlens, München 2009. Seite 32

[9] Vgl. Jung, Hans: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Oldenbourg Verlag, München 2010. 12., aktualisierte Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2010. Seite 812

[10] Pape, Ulrich: Grundlagen der Finanzierung und Investition. 2., überarb. und erw. Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2011. Seite 309-310

[11] Vgl. Pape, Ulrich: Grundlagen der Finanzierung und Investition. 2., überarb. und erw. Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2011. Seite 308

[12] Vgl. Dahmen, Andreas: Investition. 3., vollständig überarb. Auflage. Verlag Vahlen, München 2012 . Seite 30

[13] Vgl. Perridon, Louis, Steiner, Manfred und Rathgeber, Andreas: Finanzwirtschaft der Unternehmung. 15., überarb. und erw. Auflage. Verlag Vahlens, München 2009. Seite 39

[14] Dahmen, Andreas: Investition. 3., vollständig überarb. Auflage. Verlag Vahlen, München 2012. Seite 30

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Verfahren der Investitionsrechnung und deren Vor- und Nachteile
Untertitel
Bewertung einer Investition mit Hilfe einer dynamischen Investitionsrechnung für die InCoLo AG und abschließender Beurteilung des Ergebnisses
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V231646
ISBN (eBook)
9783656477778
ISBN (Buch)
9783656479116
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
investition, verfahren, investitionsrechnung, vor-, nachteile, bewertung, hilfe, incolo, beurteilung, ergebnisses
Arbeit zitieren
Andrea Wachter (Autor), 2013, Verfahren der Investitionsrechnung und deren Vor- und Nachteile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231646

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