Männerquoten. Sind Männer die neuen Frauen in der Modewelt?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

10 Seiten, Note: 1,2

Petra Müller (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mode, Fetisch, Transvestitischer Fetischismus

3. Vorstellung meines YouTube Kanals: „RomynaRed - Fashion, Beauty, Love”

4. Analyse hinsichtlich der Männerquoten auf meinem YouTube Kanal

5. Analyse des Videos „Haul & Tutorial Strumpfhosen / Tights / Pantyhose“

6. Analyse des Videos „Flirt With Me! Die Macht Optischer Reize & Sexy Moves“

7. Analyse des Videos „OOTD Satin Pencil Dress, Strumpfhose & High-Heels “

8. Repräsentation von Männern und Frauen in den Filmen „Der Teufel trägt Prada“ und „Die Frauen von Stepford“

9. Schlussfolgerung

10. Quellenangaben

Quotenregelung: Männerquoten

Sind Männer die neuen Frauen in der Modewelt?

1. Einleitung

Mode spielt in der heutigen Gesellschaft eine zunehmend wichtige Rolle. Es sind nicht mehr nur die Frauen, die versuchen, bestimmten Trends zu folgen oder gar welche zu setzen, im Gegenteil, es sind immer mehr Männer, welche die gängigen Modetrends setzen, erweitern und erneuern. Dabei handelt es sich nicht mehr ausschließlich um Designer und Modemagnate wie Karl Lagerfeld oder Louis Vuitton, deren weltberühmte Modekollektionen nicht nur die Laufstege dieser Welt bestimmen, sondern auch den Stil berühmter Kaufhausketten, wie etwa H&M und damit den Alltagslook vieler Männer und Frauen.

Im Alltag wird der Look heutzutage von Männern bestimmt, denn diese scheinen sich nicht nur mehr für Mode zu begeistern, sondern mittlerweile auch viel mehr über Mode zu wissen als Frauen. In dieser Hausarbeit möchte ich meine These näher auslegen, dass Männer die neuen Frauen in der Modewelt sind, wobei ich meinen eigenen YouTube Kanal „RomynaRed – Fashion, Beauty, Love“ beleuchten werde, der sich hauptsächlich mit Themen für Frauen befasst, wie Mode, und der dennoch größtenteils von Männern abonniert wird.

2. Mode, Fetisch, Transvestitischer Fetischismus

Mode wird heutzutage von vielen Faktoren bestimmt und

bezeichnet die zeitgemäße Art von Menschen, bestimmte Dinge zu tun, wie hier, sich zu kleiden. Ausschlaggebend hierbei ist, dass diese bestimmten Verhaltensweisen nicht dauerhaft sind, sondern infolge gesellschaftlicher Prozesse nach einiger Zeit durch neue Verhaltensweisen ersetzt werden, die als zeitgemäß, beziehungsweise als modern gelten. Daraus folgert man, dass Mode einem Zyklus unterliegt, der sich ständig verändert, sodass man mit Trends oder mit Mode normalerweise kurzfristige Veränderungen des Zeitgeistes in Verbindung bringt. Jede neue Mode ruft neue Verhaltens-, Gestaltungs- und Denkmuster hervor und bewertet damit auch bereits Vorhandenes.

Fetisch schließt im umgangssprachlichen Gebrauch sexuelle Neigungen bezüglich eines Objektes ein und wird im algemeinen Verständnis abwertender konnotiert. Jedes Objekt kann dabei zum Fetisch werden.

Manche Forscher teilen Fetische danach ein, ob sie aufgrund ihrer Form (form fetish) oder ihres Materials (media fetish) entstanden sind[1]. Ein Beispiel für Formfetisch wäre ein Schuh-oder Fußfetisch; für ein Materialfetisch wäre es Lack- und Leder-, oder Nylonfetisch.[2] Es bleibt zu beachten, dass ausschließlich wenn ein Gegenstand die vom Fetischisten bevorzugte Form hat oder aus seinem bevorzugten Material gefertigt wurde, tatsächlich als Fetisch wirken und somit auch gelten kann.

Bei einem Fetisch können sowohl der Geruchssinn, die Optik oder die Haptik von ausschlaggebender Bedeutung sein.[3] Manche Fetischisten werden bereits durch den Anblick erregt, für andere sind alle Sinne für die Erregung notwendig. Einige Fetische wirken nur in Verbindung mit bestimmten Rollenspielen oder Szenarien, zum Beispiel können Schuluniformen zum Fetisch werden, weil sie das Stereotyp eines unschuldigen und jungen Schulmädchens darstellen.

Im subkulturellen Verständins gibt es keine klaren Grenzen des Fetisches; Rollenspiele können ebenso wie das Tragen von Damenwäsche als Mann, als Fetisch verstanden werden. Hierbei wird der Fetisch als eine gleichberechtigte und legitime sexuelle Orientierung verstanden, die nicht krankhaft ist und somit nicht behandelt werden muss.[4] Von entscheidender Bedeutung kann sein, ob die Kleidung vorher getragen wurde oder nicht. Die am meisten verbreiteten Fetische für Männer sind unter anderem weibliche Bekleidungsstücke[5], wie etwa Unterwäsche, Schuhe und Uniformen.[6]

Fetische können sich, wie die Mode, im Laufe der Zeit verändern. Dabei wird entweder ein bereits vorhandener Fetisch abgewandelt, oder es kommen weitere hinzu. Ein dauerhafter Rückgang kommt selten vor.

Den transvestitische Fetischismus unterscheidet man vom Transvestitismus, der einen Ausdruck der Geschlechtsidentität darstellt. Als transvestitischer Fetischismus wird eine bestimmte Form des Fetischismus bezeichnet, bei dem bereits getragene Bekleidung des anderen Geschlechts zur sexuellen Erregung dient. Kleidungsstücke wie zum Besispiel Strumpfhosen oder Schuhe spielen dabei eine Rolle. Es wird nur dann eine psychische Störung diagnostiziert, wenn die Betroffenen darunter leiden.[7] Der transvestitische Fetischismus wird oft als Bezeichnung für jede sexuelle Handlung oder Stimulation gebraucht, bei der Kleidung des anderen Geschlechts von Bedeutung wird. Hierbei muss man zwischen sehr unterschiedlichen Motivationen unterscheiden. Er kann Teil eines Rollenspiels sein, ohne Fetischcharakter zu besitzen, oder nur der Ausdruck eines klischeehaften Rollenverständnisses sein. Laut mehrerer meiner Abonnenten in höheren Positionen, wollen manche Männer einmal eine passive Rolle einnehmen und ziehen Frauenkleider an, da sie diese passive Haltung nur mit einer Frauenrolle verbinden können.

[...]


[1] Sanchez, B. (2005). Fetishism. 14.01.2013. <http://www.psychologytoday.com/conditions/fetishism.html>

[2] AskMen UK. Top 10 Fetishes. 14.01.2013. <http://uk.askmen.com/dating/vanessa/25c_love_secrets.html>

[3] Hans G Zapotoczky: Psychiatrie der Lebensabschnitte, 2002

[4] Sanchez, B. (2005). Fetishism. 14.01.2013. <http://www.psychologytoday.com/conditions/fetishism.html>

[5] AskMen UK. Top 10 Fetishes. 14.01.2013. <http://uk.askmen.com/dating/vanessa/25c_love_secrets.html>

[6] Elke Gaugele: Soldatenfrier und Uniformfetischisten, 2006

[7] Gerald C. Davison: Klinische Psychologie, 2002

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Männerquoten. Sind Männer die neuen Frauen in der Modewelt?
Note
1,2
Autor
Jahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V231670
ISBN (eBook)
9783656484653
ISBN (Buch)
9783656485643
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
männerquoten, männer, frauen, modewelt, mode, fashion, travestie, fetisch, perversion, definition, crossdressing, sozialwissenschaften, politik, kultur, lebensweise, orientierung, sexualität, medien, models
Arbeit zitieren
Petra Müller (Autor), 2013, Männerquoten. Sind Männer die neuen Frauen in der Modewelt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231670

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Männerquoten. Sind Männer die neuen Frauen in der Modewelt?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden