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Freie Software und Open Source im Kontext Schule

Eine Bestandsaufnahme

Titel: Freie Software und Open Source im Kontext Schule

Studienarbeit , 2009 , 30 Seiten

Autor:in: Josef Grabner (Autor:in)

Didaktik - Informatik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In einer zunehmend digitalen Welt ist die bestmögliche informationstechnische Ausbildung
der Schülerinnen und Schüler eine unabdingbare Notwendigkeit. Waren bislang Microsoft
Windows und Microsoft Office die meist verwendete Software, so hat mittlerweile Freie
Software und Open Source Software, in weiterer Folge mit F/OSS abgekürzt, eine Marktreife
erreicht, welche einen Einsatz auf Schulrechnern mehr als rechtfertigt.
Da die Auszubildenden zukünftig wohl auf eine zunehmend heterogene Softwarewelt treffen
werden, sind sie im Unterricht entsprechend darauf vorzubereiten.
Indem F/OSS außerdem kostenlos an Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden
kann, ergibt sich für sie die Möglichkeit, mit entsprechender Software auch zu Hause zu
arbeiten.
Der Forderung nach Standards und Kompetenzvermittlung Rechnung tragend, stellt die
Verwendung von Freier Software und Open Source Software grundsätzlich eine
Bereicherung des Unterrichts dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Situationsanalyse an den Pflichtschulen des Bezirkes Ried im Innkreis

4. F/OSS in der österreichischen Bildungslandschaft

5. Position der EU zu F/OSS

6. Kritische Bewertung von F/OSS

7. Kosten

8. Abhängigkeit vom Anbieter

9. Möglichkeit der Weitergabe

10. Hilfestellung und Support

11. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Status quo und die Potenziale von Freier Software und Open Source Software (F/OSS) an Pflichtschulen im Bezirk Ried im Innkreis. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine „Sanfte Migration“ – das parallele Nutzen von F/OSS-Anwendungen neben proprietärer Software – informationstechnische Kompetenzen gefördert und wirtschaftliche sowie lizenzrechtliche Herausforderungen bewältigt werden können.

  • Analyse der aktuellen IKT-Ausstattung und Softwarenutzung an Hauptschulen
  • Evaluierung von Vorteilen wie Kostenersparnis und Unabhängigkeit
  • Untersuchung der pädagogischen Flexibilität durch offene Standards
  • Diskussion der Rolle von Fortbildung und technischem Support für F/OSS
  • Betrachtung der rechtlichen und ethischen Aspekte bei der Softwarebeschaffung

Auszug aus dem Buch

4 F/OSS in der österreichischen Bildungslandschaft

Trotz wohlmeinender Ankündigungen über die Einführung von F/OSS an den Schulen sind es doch immer wieder Einzelinitiativen, die in diese Richtung gestartet werden. Österreichweit gibt es zwar Willenskundgebungen, ein gemeinsames Konzept fehlt jedoch.

Sowohl die Umfrage an die EDV-Verantwortlichen im Bezirk Ried als auch das Interview mit dem Kollegen Johann Oblinger bestätigen ein Informations- und Schulungsdefizit im Bereich F/OSS im schulischen Einsatz. Kollege Oblinger hat die Erweiterungsprüfung für Informatik im Jahre 1990 ablegt und beschäftigt sich seit fünf Jahren intensiv mit F/OSS im Unterricht. Er kennt die aktuelle Situation an den Pflichtschulen in Bezug auf Freie Software bzw. Open Source Software und stellt sie folgendermaßen dar.

„Ich verwende OpenOffice.org, Firefox, aber auch Sunbird, Gimp und andere. Ich verwende diese Applikationen auch als Portable Versionen für die Schüler. Und indem es Schüler gibt, die keine Software wie Office zu Hause haben, gebe ich die Software den Schülern auf einem USB-Stick mit.

Auf dem USB-Stick nehmen die Schüler auch ihre Arbeitsdateien mit nach Hause. Dass die Schüler die Software selber auf einem Stick haben, taugt ihnen. Außerdem sind die Eltern nicht immer erfreut darüber, wenn die Kinder auf deren Rechner Software installieren wollen. Deshalb gebe ich ihnen die Software in portabler Version mit und zeige ihnen, wie sie die entsprechenden Ordner auf die Festplatte ziehen können. Das zeige ich ihnen in der Schule genau vor und dann können die Schüler das auch daheim machen.

Für den schulischen Bereich ist der Reifegrad der verwendeten Freien Software auf jeden Fall ausreichend. Wobei den Schülern die Mehrauswahl bei den Cliparts und Vorlagen zum Beispiel bei Microsoft Office Powerpoint schon sehr gefällt. Aber über Extensions können Sachen wie eine Clipart-Gallery auch für OpenOffice.org nachgerüstet werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Beschreibt die Notwendigkeit einer zeitgemäßen IT-Ausbildung in einer digitalen Welt und führt das Konzept der „Sanften Migration“ zu Open-Source-Anwendungen ein.

3. Situationsanalyse an den Pflichtschulen des Bezirkes Ried im Innkreis: Präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage unter EDV-Kustoden zur aktuellen Hard- und Softwareausstattung sowie deren Meinung zu F/OSS.

4. F/OSS in der österreichischen Bildungslandschaft: Beleuchtet das Fehlen eines gesamtstaatlichen Konzepts und zeigt durch Experteninterviews praktische Lösungswege wie portable Software auf.

5. Position der EU zu F/OSS: Zeigt die positive Haltung der Europäischen Union gegenüber offenen Standards und deren wirtschaftliche Vorteile für die öffentliche Verwaltung und Bildung.

6. Kritische Bewertung von F/OSS: Analysiert Vorteile wie Unabhängigkeit von Herstellern und offene Standards basierend auf Studien sowie die Sicherheit durch Softwarevielfalt.

7. Kosten: Untersucht das Potenzial zur Reduzierung von Lizenzkosten an Schulen und betont die wirtschaftlichen Vorteile durch den Verzicht auf kommerzielle Lizenzen.

8. Abhängigkeit vom Anbieter: Diskutiert die Gefahr der Kundenbindung durch proprietäre Formate und stellt dem die Freiheit gegenüber, die F/OSS bietet.

9. Möglichkeit der Weitergabe: Argumentiert für das Recht auf freien Bildungszugang, der auch die legale Bereitstellung von Software für Schüler außerhalb der Schule umfasst.

10. Hilfestellung und Support: Beschreibt die verschiedenen Supportmöglichkeiten für F/OSS-Projekte, insbesondere durch Online-Communities, Foren und Wikis.

11. Resümee: Fasst zusammen, dass oft Unwissenheit und Gewohnheit der Hauptgrund gegen F/OSS sind und empfiehlt, den Fokus auf das Erlernen grundlegender Kompetenzen statt einzelner Softwareprodukte zu legen.

Schlüsselwörter

Freie Software, Open Source Software, F/OSS, Informatikunterricht, Sanfte Migration, OpenOffice.org, Lizenzkosten, Offene Standards, Pflichtschulen, Digitale Bildung, IT-Ausstattung, Softwareunabhängigkeit, Bildungszugang, Schulentwicklung, Softwarevielfalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Status und den Möglichkeiten des Einsatzes von Freier und Open Source Software an Pflichtschulen im Bezirk Ried im Innkreis.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf der aktuellen IT-Ausstattung, den Kostenfaktoren von Lizenzen, der pädagogischen Flexibilität durch Software sowie Support-Strukturen für F/OSS.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Nutzen und die Umsetzbarkeit einer „Sanften Migration“ – der parallelen Nutzung von F/OSS-Anwendungen – zur Förderung informationstechnischer Kompetenzen bei Schülern darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Die Analyse basiert auf einer Kombination aus einer Online-Umfrage unter EDV-Verantwortlichen, Experteninterviews und der Auswertung bestehender Studien zur Thematik.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Situation an Schulen, die Rolle der EU, kritische Bewertungen von F/OSS, ökonomische Faktoren wie Lizenzkosten und die Möglichkeiten des Supports.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Freie Software, Open Source, Informatikunterricht, Lizenzkosten, Offene Standards und Sanfte Migration.

Warum wird die sogenannte „Sanfte Migration“ als Lösung vorgeschlagen?

Sie ermöglicht den Einstieg in die F/OSS-Welt ohne komplexe Systemumstellungen, indem F/OSS-Anwendungen einfach parallel zur bestehenden Software installiert werden.

Welche Rolle spielt der Kostenfaktor bei der Softwareentscheidung an Schulen?

Der Wegfall von Lizenzgebühren entlastet das Schulbudget erheblich und ermöglicht Investitionen in andere Bereiche, wie etwa zusätzliche Hardware.

Wie gehen Schulen mit dem Problem um, dass Schüler zu Hause andere Software nutzen?

Es wird auf portabel einsetzbare Software auf USB-Sticks gesetzt, damit Schüler das Gelernte mit denselben Programmen zu Hause weiterüben können.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Freie Software und Open Source im Kontext Schule
Untertitel
Eine Bestandsaufnahme
Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich  (Fortbildung & Schulentwicklung 1)
Autor
Josef Grabner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V231686
ISBN (eBook)
9783656484837
ISBN (Buch)
9783656486022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
freie software open source kontext schule eine bestandsaufnahme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josef Grabner (Autor:in), 2009, Freie Software und Open Source im Kontext Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231686
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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