Diese Hausarbeit ist begleitend zu dem Fach “Modellierung und Analyse von Prozessen“ im Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik – Information Process Management angefertigt worden.
Sie ist die Fortsetzung und eine Vertiefung der Bachelorarbeit „Prozessmodellierung an der Fachhochschule Brandenburg“. Es erfolgt eine kurze Bestandsaufnahme mit dem Fokus auf den Änderungen des vergangenen Wintersemesters 2010/2011. In diesem Zusammenhang sollen auch die Probleme erläutert werden, welche während der Modellierung aufgetreten sind. Im Rahmen dieser Arbeit ist auch das erste mehrsprachige Prozessmodell an der FHB entwickelt worden. Was bei der Erstellung zu beachten ist, wird in dem entsprechendem Kapitel kurz erläutert. Die Hauptaufgabe dieses Semesters war es, das Modellierungsteam für die FHB Prozesse zu organisieren und die Modellierer bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind dann in den Hauptteil der Arbeit eingeflossen, welcher sich mit der Qualität von Prozessmodellen beschäftigt. Es werden im Allgemeinen die Einflussfaktoren, als auch das bisherige Vorgehen betrachtet, um diese dann zu optimieren.
Den Abschluss bildet die Präsentation des entwickelten Prozesses. Der letzte Teil der Arbeit enthält einen Ausblick auf die zukünftigen Modellierungen an der FHB. Um den Ausblick nicht nur aus der Sicht eines Studenten zu verfassen, wurde zu dem Thema eine Umfrage unter den Studenten des Masterstudienganges durchgeführt. Die Umfrage befasst sich mit dem bereits heiß diskutierten Thema „KSA oder BPNM“.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bestandsaufnahme Prozessmodellierung nach dem WS-2010/2011
2.1. Modellierungsteam an der FHB
2.2. Überarbeitung der Konventionen
2.3. Ablage und Präsentation
2.3.1. Dokumentation
2.3.2. Sharepoint
2.3.3. BSCW
2.4. Template
2.5. Mehrsprachige Prozessmodelle
3. Entwicklung eines Qualitätsprozesses
3.1. Einflussfaktoren auf die Qualität
3.2. Bisheriges Vorgehen in der Modellierung
3.3. Optimiertes Vorgehen
3.4. Präsentation des Prozesses
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Qualität der Prozessmodellierung an der Fachhochschule Brandenburg zu analysieren und durch die Einführung eines standardisierten Qualitätsprozesses zu optimieren, wobei insbesondere die Herausforderungen bei der Modellierung und Dokumentation adressiert werden.
- Analyse des bestehenden Prozessmodellierungsteams und der Arbeitskonventionen.
- Evaluation von Ablagestrukturen wie Sharepoint und BSCW.
- Identifikation zentraler Qualitätsfaktoren (Dokumentation, Layout, Inhalt, Wortwahl).
- Entwicklung und Darstellung eines optimierten Vorgehensmodells zur Prozessüberarbeitung.
- Diskussion über zukünftige Modellierungsnotationen (KSA vs. BPMN) basierend auf einer studentischen Umfrage.
Auszug aus dem Buch
3.1. Einflussfaktoren auf die Qualität
Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, welche Einflussfaktoren auf die Qualität eines Prozessmodells wirken. Dabei soll an dieser Stelle eine Abgrenzung von dem realen Prozess gemacht werden. Die Optimierung von Prozessabläufen in Unternehmen ist eine andere Thematik und soll an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden. Gegenstand dieser Untersuchung bildet alleine ein vorliegendes Prozessmodell und seine Dokumentation.
Die erste Abbildung zeigt die Einflussfaktoren, welche sich in der Arbeit mit dem Team von Prozessmodellieren gezeigt hat. Jeder Modellierer hatte die Aufgabe, Prozessmodelle zu überarbeiten mit dem Ziel, am Schluss ein Modell präsentieren zu können, welches nicht nur fachlich korrekt ist, sondern auch qualitativ hochwertiger ist als die Quelle. Die vier hier aufgeführten Faktoren haben in diesem Zusammenhang den größten Einfluss auf die Qualität ausgeübt. Einige der mir zugeteilten Modellierer hatten keine Erfahrung mit dem Tool Semtalk sowie mit der Notation KSA. Dem erschwerend kommt die Dokumentation hinzu - welche noch immer lückenhaft ist. Die Konventionen haben auch zu Unstimmigkeiten im Team geführt, da nach mehrfacher Änderung ziemlich oft die Frage kam: Welches sind nun die aktuellen Konventionen und was muss ich beachten? Der letzte Punkt ist ein noch nicht standardisiertes Vorgehen in der Überarbeitung von Prozessmodellen.
Zum einen besteht die Möglichkeit, das gesamte Modell neu zu erstellen. Wenn diese Aufgabe von einem erfahrenen Modellierer durchgeführt wird, ist sichergestellt, dass das Resultat seiner Arbeit eine Verbesserung darstellt. Für den Fall, dass er noch recht unerfahren ist, müssen Sicherungsmechanismen eingebaut werden, welche verhindern, dass sich die Qualität verschlechtert. Das entwickelte Vorgehensmodell, sowie der dazugehörigen Prozess, werden im letzten Abschnitt dieses Kapitels genauer erläutert und präsentiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext der Arbeit innerhalb des Masterstudiengangs und beschreibt die Aufgabenstellung bezüglich der Unterstützung des Modellierungsteams sowie der Qualitätssicherung.
2. Bestandsaufnahme Prozessmodellierung nach dem WS-2010/2011: In diesem Kapitel wird der Ist-Zustand der Arbeit im Modellierungsteam, die Nutzung von Konventionen sowie die Ablage- und Präsentationsmethodik an der Fachhochschule evaluiert.
3. Entwicklung eines Qualitätsprozesses: Hier werden zentrale Einflussfaktoren auf die Modellqualität identifiziert und ein optimierter, strukturierter Prozess für die Überarbeitung von Prozessmodellen entwickelt.
4. Fazit und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die Projektergebnisse, reflektiert die technologischen Herausforderungen und präsentiert die Ergebnisse einer studentischen Umfrage bezüglich künftiger Modellierungsnotationen.
Schlüsselwörter
Prozessmodellierung, Qualitätssicherung, Fachhochschule Brandenburg, SemTalk, KSA, BPMN, Dokumentation, Prozessmanagement, Modellierungskonventionen, SharePoint, BSCW, Prozessoptimierung, Vorgehensmodell, Wissensmanagement, Studentenbefragung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert die Qualität der Prozessmodellierung an der Fachhochschule Brandenburg und entwickelt Ansätze, um die Modellierungsprozesse durch Standardisierung und klare Richtlinien zu verbessern.
Welche Themenfelder stehen dabei im Fokus?
Zentrale Themen sind die organisatorische Struktur des Modellierungsteams, die technische Dokumentationsablage sowie die Identifikation von Qualitätsdimensionen bei der Prozessmodellierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, die Qualität bestehender Prozessmodelle durch ein optimiertes, transparentes Vorgehensmodell sicherzustellen und mögliche Engpässe in der Zusammenarbeit zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Bestandsaufnahme, der Analyse von Einflussfaktoren auf die Modellqualität sowie einer empirischen Umfrage unter Masterstudenten zur zukünftigen Ausrichtung der Modellierungsnotationen.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Modellierungspraxis und die anschließende Entwicklung eines neuen Qualitätsprozesses, inklusive spezifischer Kriterien für notwendige Neumodellierungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Charakteristika sind Prozessmodellierung, Qualitätssicherung, die Verwendung von SemTalk, KSA sowie der Vergleich zwischen etablierten Notationen wie KSA und BPMN.
Warum wird eine Umfrage unter den Studenten durchgeführt?
Die Umfrage dient dazu, fundierte Rückmeldungen über die Anwendbarkeit von KSA und BPMN in der Praxis zu erhalten und die Akzeptanz der derzeit gelehrten Notationen zu hinterfragen.
Welche Rolle spielt die Dokumentation für die Prozessqualität?
Die Dokumentation gilt als kritischer Erfolgsfaktor; lückenhafte Dokumentation erschwert die Nachvollziehbarkeit und führt zu inkonsistenten Datenbeständen, was die Gesamtqualität der Prozessmodelle mindert.
- Arbeit zitieren
- Karl-Philipp Böckmann (Autor:in), 2011, Analyse und Optimierung der Qualität der Prozessmodellierung an der Fachhochschule Brandenburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231730