Die literarischen Textsorten spielen im Fremdsprachenunterricht eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund versucht die vorliegende Arbeit die literarische Textsorte Schwank im Fremdsprachenunterricht zu thematisieren. Hierbei sollen die Einstellungen der Studenten über den Schwank erfasst werden. Für diesen Zweck wurde eine Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstract
2. Zum Schwank
3. Der Fragebogen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Einsatz der literarischen Textsorte Schwank im Fremdsprachenunterricht. Dabei steht die Erfassung der Einstellungen von Germanistikstudenten gegenüber dieser Gattung durch eine empirische Befragung im Mittelpunkt, um deren Potenzial für den Unterricht zu evaluieren.
- Definition und historische Entwicklung des Schwanks
- Einsatzmöglichkeiten literarischer Kurzformen im Fremdsprachenunterricht
- Empirische Erhebung der Rezeption durch Germanistikstudierende
- Analyse der didaktischen Eignung und Motivation der Lernenden
Auszug aus dem Buch
Zum Schwank
Zur Klärung des Begriffs Schwank, empfiehlt es sich, verschiedene Sichtweisen für das Begriffsverständnis durchzugehen. Erste Annäherung an den Begriff Schwank lässt sich durch die Ausführungen von Drügh, Heinz (Hrgs.), et al. (2012, 261) stattfinden: „Der Schwank ist eine kurze, komische Erzählung in Prosa, seltener in Versen, das einfachste Schema ist dreistufig und entspricht dem des Witzes: In einem kurzen Eingangsteil wird eine Situation gekennzeichnet, aus der heraus die eine Person eine Äußerung tut, auf die ihr Gegenpart mit einer überraschenden Replik antwortet (Pointe). Diese Schlusswendung kann meist als moralische, gesellschaftliche oder lebenspraktische Lehre verstanden werden, wobei aufgrund der ironischen Formulierung zuweilen eine Transferleistung des Zuhörers bzw. Lesers zu erbringen ist.“
Schwänke wurden mehrfach in Form von Schwanksammlungen veröffentlicht. Besonders im Mittelalter waren folgende Schwanksammlungen zu finden: Heinrich Bebels Libri facetiarum (1514), Johannes Paulis Schimpf und Ernst (1555) und Jakob Freys Gartengesellschaft (1557). Außerdem gab es anonyme Werke wie Till Eulenspiegel (Erstdruck 1515) oder das Lalebuch (1597).
Des Weiteren sorgt der Schwank laut Drügh, Heinz dafür, die bestehenden, tradierten Normen in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten.
Bei Neuhaus, Stefan (2009, 85) gilt der Schwank als eine Untergattung der Komödie, die darauf abzielt, humorvoll zu unterhalten.
Bei Winkler, W. (2000, 66) findet sich ferner die folgende Erläuterung: „Bei m Schwank handelt es sich um ei ne scherzhafte Erzählung i n Prosa (seit dem 19. Jh. auch als derb-komisches Schauspiel), die Alltagsnormen karikierend hinterfragt. Sie ist zielstrebig auf eine Pointe hin aufgebaut. Oft wird die Ohnmacht des Mächtigen, die Fehlbarkeit des vermeintlich Schlauen verspottet. Streiche und listenreiches Verhalten lassen sich auf jede Zeit aktualisieren. Inhalt und Sprache arbeiten mit den Mitteln des Gegensatzes, der Typisierung und Überzeichnung.“
Zusammenfassung der Kapitel
Abstract: Einführung in die Thematik der literarischen Textsorte Schwank und kurzer Abriss der durchgeführten empirischen Befragung unter Studierenden.
Zum Schwank: Theoretische Herleitung des Begriffs durch verschiedene wissenschaftliche Definitionen sowie ein Überblick über die historische Entwicklung der Gattung.
Der Fragebogen: Detaillierte Darstellung der Methodik, der Stichprobe sowie der Ergebnisse der Befragung zur Einstellung und zum Umgang mit Schwänken im universitären Kontext.
Schlüsselwörter
Schwank, Fremdsprachenunterricht, Literaturdidaktik, Germanistik, empirische Befragung, komische Erzählung, Till Eulenspiegel, Textsortenanalyse, Unterrichtsmethode, Literaturwissenschaft, Studenten, Rezeptionsanalyse, Pointierung, Alltagskultur, Gattungsgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der literarischen Textsorte „Schwank“ und analysiert, wie diese im Kontext des Fremdsprachenunterrichts eingesetzt und von Studierenden wahrgenommen wird.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind die theoretische Definition des Schwanks, seine historische Verankerung in Schwanksammlungen sowie die didaktische Einschätzung seines Nutzens für das Sprachenlernen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel besteht darin, die Einstellungen von Germanistikstudenten zum Schwank zu erfassen, um daraus Empfehlungen für dessen Integration in Curricula abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor führt eine empirische, anonyme schriftliche Befragung mittels eines Fragebogens unter 100 Germanistikstudenten durch.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung unter Rückgriff auf die Literaturwissenschaft und eine detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schwank, Fremdsprachenunterricht, Literaturdidaktik und empirische Analyse geprägt.
Wie bewerten die befragten Studierenden das Potenzial des Schwanks für den Unterricht?
Die Studierenden bewerten den Schwank einstimmig als geeignet für den Unterricht und zeigen großes Interesse, sich mit dieser Textsorte zu beschäftigen.
Welche Schwanksammlungen wurden von den Befragten am häufigsten identifiziert?
Besonders bekannt sind unter den Studierenden Werke wie „Till Eulenspiegel“, die „Schildbürgergeschichten“ und das „Lalebuch“.
Welchen Wunsch äußerten die Studierenden bezüglich ihrer eigenen Arbeit mit Schwänken?
Ein bemerkenswertes Ergebnis ist, dass 95% der befragten Studierenden den Wunsch äußerten, in Zukunft selbst eigene Schwänke verfassen zu wollen.
Gibt es Schwierigkeiten bei der Rezeption der Texte laut Umfrage?
Während ein Teil der Befragten die Texte als schwierig empfindet, bewertet die Mehrheit das Verstehen als eher leicht, wobei die Kürze der Texte als vorteilhaft hervorgehoben wird.
- Arbeit zitieren
- Mohamed Chaabani (Autor:in), 2013, Der Schwank im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231759