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Prävention doloser Handlungen im Versicherungsbetrieb. Interne Revision im Fokus

Title: Prävention doloser Handlungen im Versicherungsbetrieb. Interne Revision im Fokus

Diploma Thesis , 2003 , 121 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl.-Kfm. Florian Berger (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Summary Excerpt Details

Dolose Handlungen im Unternehmensbereich richten Jahr für Jahr alleine in Deutschland Schäden in Milliardenhöhe an und verursachen bei Gesellschaften, die nur unzureichend gegen sie vorgehen, einen existenzbedrohenden Wettbewerbsnachteil. Dies gilt selbstverständlich auch für Unternehmungen aus dem Versicherungssektor, die aufgrund ihres Geschäftsmodells sogar besonderen Bedrohungen ausgesetzt sind.

Die vorliegende Arbeit hat es sich deswegen zum Ziel gesetzt, speziell für diese Branche ein umfassendes Konzept der Prävention doloser Handlungen zu erarbeiten, wobei in erster Linie entsprechende Möglichkeiten der Internen Revision im Vordergrund stehen sollen. Es wird gezeigt, dass die Interne Revision nur dann effektiv und effizient agieren kann, wenn sie eine unabhängige Stellung im Organisationsgefüge der Unternehmung einnimmt und das uneingeschränkte Vertrauen sowie die volle Unterstützung der Unternehmensverantwortlichen genießt. Dadurch wird gewährleistet, dass sie einerseits weisungsungebunden agieren kann, andererseits einen objektiven Blickwinkel beibehält.

Im Verlauf der Ausführungen werden Maßnahmen vorgeschlagen, die die Interne Revision bei ihren Bemühungen unterstützen können. Diese beschränken sich nicht nur auf Gestaltungsempfehlungen hinsichtlich des Internen Kontrollsystems, sondern umfassen auch darüber hinausgehende Ideen zur gezielten Bekämpfung doloser Handlungen. Ferner wird dargelegt, dass die Identifikation, Analyse, Kontrolle, Steuerung und Überwachung doloser Risiken nicht isoliert geschehen darf, sondern vielmehr in den Risikomanagementprozess der Gesellschaft eingebunden werden muss.
Nur so kann eine umfassende Betrachtungsweise sichergestellt werden. Da sich herausstellt, dass Prävention und Aufdeckung doloser Handlungen in einer engen Beziehung zueinander stehen, untersucht die Abhandlung anschließend diejenigen Revisionsaktivitäten, die unzureichend gesicherte Strukturen identifizieren bzw. die Offenlegung konkreter Verdachtsfälle zum Ergebnis haben können. Außerdem werden ein Ansatz zur Überwachung des Managements entwickelt sowie Alternativen zur Begrenzung des branchenspezifischen dolosen Risikos erörtert. Indem Möglichkeiten der Kooperation mit unternehmensexternen Dritten diskutiert werden, wird auch die Unternehmensumwelt in die Betrachtung involviert. Abschließend beschäftigt sich die Analyse mit der Informations- und Kommunikationskultur der Unternehmung und erörtert Wege zur Qualitätssicherung der Internen Revision.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Ausmaß und Bedeutung von Wirtschaftsdelikten

1.2. Zielsetzung der Arbeit

1.3. Gang der Untersuchung

1.4. Begriffserläuterungen

1.4.1. Dolose Handlungen

1.4.2. Interne Revision

1.4.3. Versicherungsbetrieb und dazugehörige Begrifflichkeiten

1.4.4. Elemente der ‚Internal Control‘ nach COSO

2. Versicherungsunternehmen und dolose Handlungen

2.1. Formen doloser Handlungen

2.1.1. Dolose Handlungen zum offensichtlichen Schaden des Unternehmens

2.1.1.1. Schädigungen durch unternehmensinterne Täter

2.1.1.2. Schädigungen durch unternehmensexterne Täter

2.1.2. Dolose Handlungen zum vermeintlichen Vorteil des Unternehmens

2.2. Tatauslösende Faktoren

3. Möglichkeiten der Prävention doloser Handlungen

3.1. Kontrollumgebung

3.1.1. Organisatorische Voraussetzungen zur Prävention doloser Handlungen

3.1.1.1. Unternehmensorganisation

3.1.1.2. Unternehmenspolitik und Unternehmensleitbild

3.1.2. Unternehmensinterne Einrichtungen und Maßnahmen zur dolosen Vorsorge

3.1.2.1. Internes Überwachungssystem

3.1.2.1.1. Interne Revision

3.1.2.1.1.1. Unabhängigkeit als zentrale Anforderung an die Interne Revision

3.1.2.1.1.2. Eingliederung in die Unternehmenshierarchie

3.1.2.1.1.3. Organisatorische Voraussetzungen

3.1.2.1.2. Internes Kontrollsystem

3.1.2.1.2.1. Definition und Aufgabe

3.1.2.1.2.2. Ausgestaltung des Kontrollsystems

3.1.2.2. Audit Committee

3.1.2.3. Notfallpläne und Krisen-Management-Teams

3.1.2.4. Kommunikationskanäle zur Unterstützung des ‚whistle blowing‘

3.1.2.5. Erfahrungsdatenbank ‚dolose Handlungen‘

3.1.3. Personalpolitik

3.1.3.1. Personalauswahl

3.1.3.2. Personalbeurteilung

3.1.3.3. Mitarbeitersensibilisierung als Bestandteil der Aus- und Weiterbildung

3.2. Risk Assessment

3.2.1. Risiko und Risikomanagementsystem

3.2.2. Träger des Risikomanagements und Rolle der Internen Revision

3.2.3. Risikomanagementprozess

3.2.3.1. Risikoanalyse

3.2.3.1.1. Risikoidentifikation

3.2.3.1.2. Risikomessung und -bewertung

3.2.3.1.3. Risikocharakterisierung

3.2.3.2. Risikosteuerung

3.2.3.2.1. Risikovermeidung

3.2.3.2.2. Risikoreduzierung

3.2.3.2.3. Risikoüberwälzung

3.2.3.2.3.1. Risikotransfer mittels Versicherungen

3.2.3.2.3.1.1. Vertrauensschadenversicherung

3.2.3.2.3.1.2. Rückversicherung

3.2.3.2.3.1.3. Sonstige relevante Versicherungen

3.2.3.2.3.2. Risikotransfer ohne Versicherungen

3.2.3.2.4. Risikoakzeptanz

3.2.3.3. Risikokontrolle und -überwachung

3.2.4. Behandlung des Restrisikos

3.3. Kontrollaktivitäten

3.3.1. Prüfungen durch die Interne Revision

3.3.1.1. Präventive Wirkung von Prüfungen

3.3.1.1. Ausgewählte Prüfungen zur Bekämpfung doloser Handlungen

3.3.1.2.1. Unterschlagungsprüfung

3.3.1.2.2. IKS-Prüfung

3.3.1.2.3. Management Audit und Geschäftsführungsprüfung

3.3.2. Möglichkeiten des Versicherers zur Eindämmung des branchenspezifischen dolosen Risikos

3.3.2.1. Produktgestaltung

3.3.2.2. Vertragsanbahnung

3.3.2.3. Schadenmanagement

3.3.3. Zusammenarbeit mit unternehmensexternen Dritten

3.3.3.1. Zusammenarbeit innerhalb der Branche

3.3.3.2. Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden

3.3.3.3. Zusammenarbeit mit externen Prüfern und Beratern

3.3.3.4. Zusammenarbeit mit Detekteien

3.4. Information und Kommunikation

3.5. Monitoring

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein umfassendes Präventionskonzept gegen dolose Handlungen speziell für Versicherungsunternehmen zu erarbeiten, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Möglichkeiten und Rollen der Internen Revision liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche organisatorischen Maßnahmen und Revisionsaktivitäten effektiv dazu beitragen können, dolose Risiken zu minimieren und die Aufdeckung solcher Handlungen zu verbessern.

  • Analyse der Formen doloser Handlungen im Versicherungsbetrieb.
  • Untersuchung der organisatorischen Voraussetzungen und Kontrollumgebungen.
  • Evaluierung des Risikomanagementprozesses unter Berücksichtigung doloser Risiken.
  • Darstellung von Prüfungsansätzen der Internen Revision zur Betrugsprävention.
  • Erörterung der Zusammenarbeit mit unternehmensexternen Dritten und Detekteien.

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1. Schädigungen durch unternehmensinterne Täter

Der Tterkreis bei unternehmensschädigenden Handlungen kann in interne und externe Delinquenten aufgeteilt werden. Hinsichtlich rein intern begangener doloser Handlungen unterscheiden sich Versicherungsbetriebe nicht entscheidend von Gesellschaften anderer Branchen. Verglichen mit Industrie- und Handelsunternehmungen ist allerdings eine erhöhte Gefährdung festzustellen. Diese resultiert daraus, dass überdurchschnittlich viele Mitarbeiter Auszahlungsbefugnisse besitzen und durch den fehlenden Wareneinkauf auch keine Gegenkontrolle stattfindet.

Ein potentieller Defraudant wird dann als interner Täter bezeichnet, wenn zwischen ihm und dem geschädigten Unternehmen ein Beschäftigungsverhältnis besteht. Die eine Sonderstellung einnehmenden Ausschließlichkeitsagenten nach §§ 43 ff. VVG sollen ebenso zu dieser Gruppe gezählt werden. Um nicht entdeckt zu werden, wird der interne wie auch der externe Delinquent höchstwahrscheinlich versucht sein, seine Tat zu verbergen. Daher ist es zweckmäßig, in Primärhandlung (die dolose Handlung an sich) und Sekundärhandlung (der Versuch, die Primärhandlung zu verschleiern) zu unterscheiden, da die Tat selbst nicht selten erst durch eine offengelegte Verschleierungshandlung zu Tage tritt. Zu beachten ist dabei, dass die Sekundärhandlung auch schon vor der Primärhandlung stattfinden kann. Aus der Sicht des Defraudanten ist eine Tatverwässerung zeitlich vor der eigentlichen Vermögensaneignung sogar erfolgversprechender, da sich dann weniger Ansatzpunkte für eine nachträgliche Aufdeckung ergeben.

Die Art der Verfehlung, die ein interner Delinquent zu begehen im Stande ist, hängt entscheidend von seiner Stellung im Unternehmen und den sich aus ihr ergebenden Möglichkeiten ab. Eine wichtige Unterscheidung ist die in Management- und Nicht-Management-Täter, da einer Führungskraft offensichtlich andere Möglichkeiten zur Begehung und Verschleierung eines Betrugs zur Verfügung stehen als einem Angestellten der operativen Ebene. Dies geht so weit, dass vom Top-Management zu verantwortende dolose Handlungen – in gleichem Maße wie zu risikoreiche Geschäftsentscheidungen – das Unternehmen in seiner Substanz gefährden können, erinnert sei hier noch einmal an den unter Punkt 1.1. genannten Fall der Mannheimer Versicherung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die hohe Bedeutung von Wirtschaftskriminalität für Versicherungen und definiert die Kernbegriffe sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Versicherungsunternehmen und dolose Handlungen: Hier werden verschiedene Formen doloser Handlungen klassifiziert und die Faktoren analysiert, die zu solchen Taten führen.

3. Möglichkeiten der Prävention doloser Handlungen: Dieser Hauptteil befasst sich detailliert mit der Gestaltung der Kontrollumgebung, dem Risikomanagementprozess, spezifischen Prüfaktivitäten der Internen Revision und der Bedeutung der Personalpolitik.

4. Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Präventionskonzepts sowie die Bedeutung der kontinuierlichen Anpassung an neue Bedrohungsszenarien.

Schlüsselwörter

Wirtschaftskriminalität, Dolose Handlungen, Interne Revision, Versicherungsbetrieb, Prävention, Internes Kontrollsystem, IKS, Risikomanagement, Versicherungsbetrug, Compliance, Audit Committee, Deliktrevision, Schadenmanagement, Fraud, Personalauswahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von dolosen Handlungen (Wirtschaftskriminalität) im Versicherungssektor, wobei die Rolle der Internen Revision bei der Eindämmung dieser Risiken im Fokus steht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Identifikation von Tätergruppen und Tatmustern, die Gestaltung interner Kontrollsysteme (IKS), Risikomanagementstrategien sowie die präventive Rolle der Unternehmenskultur und Personalpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein Konzept zur Abwehr doloser Handlungen zu erarbeiten, das speziell auf die Besonderheiten von Versicherungsunternehmen zugeschnitten ist und die Wirksamkeit der Revisionsabteilungen steigert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und integriert das vom COSO-Komitee entwickelte Rahmenmodell für interne Kontrollen in den Revisionsprozess.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Kontrollumgebung, Risk Assessment und spezifische Kontrollaktivitäten wie Prüfungen und Kooperationen mit externen Dritten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere dolose Handlungen, Interne Revision, Versicherungsbetrug, Prävention, Risikomanagement und Internes Kontrollsystem.

Welche Rolle spielt die Interne Revision bei der Prävention?

Sie fungiert als prozessunabhängiges „Service-Center“ und „mahnendes Gewissen“, das durch Risikoprüfungen, Beratung und die Überwachung des IKS zur Aufdeckung und Vermeidung von Schäden beiträgt.

Wie unterscheidet sich die Prüfung von Versicherungsbetrug von einer Standardrevision?

Die Betrugsprüfung (z. B. Unterschlagungsprüfung) ist oft eine Sonderprüfung, die bei Verdachtsmomenten eingeleitet wird und eine von der üblichen Revisionspraxis abweichende, sehr sorgfältige und beweissichere Vorgehensweise erfordert.

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Details

Title
Prävention doloser Handlungen im Versicherungsbetrieb. Interne Revision im Fokus
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,0
Author
Dipl.-Kfm. Florian Berger (Author)
Publication Year
2003
Pages
121
Catalog Number
V23185
ISBN (eBook)
9783638263566
ISBN (Book)
9783638713443
Language
German
Tags
Prävention Handlungen Versicherungsbetrieb Internen Revision Interne Revision Prüfungswesen Prüfung Risikomanagement Risk Management dolose Handlung doloses Risiko dolose Risiko Risiko Risk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Florian Berger (Author), 2003, Prävention doloser Handlungen im Versicherungsbetrieb. Interne Revision im Fokus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23185
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