Die vorgelegte Arbeit bildet die Ausarbeitung eines Referats im Rahmen des
Seminars Sportartspezifische Aspekte der Trainingslehre. Der Schwerpunkt wurde hierbei auf „Alternative
Trainingsmethoden“ gelegt, die bereits seit einigen Jahren Sportlern sowie
Trainern geläufig sind. Die Ausarbeitung hat sich zum Ziel gesetzt, grundlegende
Inhalte des Referats aufzunehmen und durch weiterführende Aspekte zu ergänzen
Zunächst werden hierfür die theoretischen Grundlagen genauer dargelegt. Um
deutlich zu machen, auf welches Verständnis sich diese Arbeit stützt, werden die
Termini konventionell und alternativ voneinander abgegrenzt.
Anschließend werden die alternativen Trainingsmethoden Vibrationstraining,
Elektromyostimulation (EMS), Sling Training und Life Kinetik genauer
beleuchtet. Im vorgegebenen Rahmen dieser Arbeit ist es realisierbar, auf
Beispiele von alternativen Trainingsmethoden einzugehen, nicht aber die
Gesamtheit alternativer Trainingsformen aufzuzeigen.
Im Zusammenhang mit den vorgestellten Beispielen erfolgt schlussendlich eine
Diskussion, die versucht zu klären, ob eine alternative Trainingsmethode sich
heilsam auf eine Verletzung des deutschen Fußballspielers Mario Götze hätte
auswirken können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung: konventionell versus alternativ
3. Alternative Trainingmethoden
3.1 Vibrationstraining
3.2 Elektromyostimulation (EMS)
3.3 Sling Training
3.4 Life Kinetik
4. Die Diskussion: Der Fall Mario Götze
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Ausarbeitung untersucht alternative Trainingsmethoden im Sport und analysiert deren potenzielle Anwendbarkeit in der physiotherapeutischen Rehabilitation am Beispiel einer konkreten Muskelverletzung des Fußballers Mario Götze.
- Vergleich und Definition von konventionellen vs. alternativen Trainingsansätzen.
- Detaillierte Analyse von Vibrationstraining, EMS, Sling Training und Life Kinetik.
- Überprüfung der Wirksamkeit dieser Methoden bei Muskelfaserrissen.
- Empfehlungen für den gezielten Muskelaufbau nach Verletzungspausen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Vibrationstraining
Vibrationstraining erfreut sich immer mehr wachsender Beliebtheit und hat sich sowohl im medizinischen Bereich als auch im Breitensport zu einem Trend entwickelt.
Die Geschichte des Vibrationstrainings beginnt schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als der französische Arzt Abbé de Saint-Pierre feststellte, dass sich u.a. Melancholiekranke nach einer längeren Kutschfahrt besser fühlten. Durch die unebenen Straßen wurden die Insassen der Kutsche in Schwingung gebracht und verspürten eine deutliche Linderung ihrer Krankheitssymptome (Beutler, 2011). Daraufhin entwickelte de Saint-Pierre einen mechanischen Wackelstuhl, den Vorreiter der heutigen Vibrationsplatten.
Vibrationstraining kann einem unter folgenden Bezeichnungen noch begegnen: Whole Body Vibration (WBV), Biomechanische Stimulation (BMS), Rhythmische Neuromuskuläre Stimulation (RNS) oder Hypergravity Training (HT). Für das Vibrationstraining sind spezielle Geräte erforderlich, die bei bestimmten Frequenzen schwingen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über das Seminar-Referat und skizziert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung alternativer Trainingsmethoden.
2. Begriffsklärung: konventionell versus alternativ: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Unterschiede zwischen herkömmlichen und alternativen Trainingsformen zur Schärfung des Arbeitsverständnisses.
3. Alternative Trainingmethoden: Es werden vier spezifische Trainingsformen detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Wirkungsweisen und Anwendungsgebiete erläutert.
4. Die Diskussion: Der Fall Mario Götze: In diesem Kapitel wird die theoretische Tauglichkeit der untersuchten Methoden für einen konkreten Sportler-Fallbeispiel evaluiert.
Schlüsselwörter
Vibrationstraining, Elektromyostimulation, EMS, Sling Training, Life Kinetik, Sportwissenschaft, Trainingslehre, Rehabilitation, Muskelaufbau, Muskelfaserriss, Mario Götze, physiotherapeutisches Training, Bewegungsapparat, Propriozeption, Koordination.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert verschiedene moderne Trainingsmethoden und deren Eignung für den Muskelaufbau und die Regeneration von Sportlern.
Welche Trainingsmethoden werden im Hauptteil beleuchtet?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Vibrationstraining, Elektromyostimulation (EMS), dem Sling Training sowie Life Kinetik.
Was ist das Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen dieser alternativen Methoden theoretisch zu bestimmen und deren Anwendung an einem konkreten Fallbeispiel (Mario Götze) kritisch zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studien sowie praktischer Anwendungskontexte basiert.
Welches zentrale Themenfeld deckt die Arbeit ab?
Das zentrale Themenfeld ist die sportwissenschaftliche Trainingslehre, ergänzt durch medizinisch-physiotherapeutische Aspekte der Rehabilitation.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie alternative Trainingsmethoden, Rehabilitation, Leistungsdiagnostik und motorische Trainingssteuerung.
Warum wird Life Kinetik in der Diskussion als weniger geeignet für Mario Götze eingestuft?
Da Life Kinetik primär die kognitive Leistungsfähigkeit und Koordination schult, aber keinen nennenswerten Beitrag zum direkten muskulären Wiederaufbau nach einer Gewebeverletzung leistet, ist es für diesen Zweck nicht empfohlen.
Welche Kontraindikationen für das Vibrationstraining werden im Text genannt?
Es wird vor der Anwendung bei akuten Entzündungen, Thrombosen, Gelenkimplantaten, Herzklappenerkrankungen, Schwangerschaft oder offenen Wunden gewarnt.
Welchen Vorteil bietet die Elektromyostimulation (EMS) gegenüber klassischem Krafttraining?
EMS erlaubt eine sehr präzise Regulierung der Trainingsintensität und kann den Muskel durch externe Stromreize stimulieren, was besonders in der frühen Phase der Rehabilitation von Vorteil ist.
- Citar trabajo
- Julia Uhlitzsch (Autor), 2013, Alternative Trainingsmethoden: Ein Überblick, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231951