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Alki Zei, Die Verlobte des Achilles. Die Entwicklung der Protagonistin

Title: Alki Zei, Die Verlobte des Achilles. Die Entwicklung der Protagonistin

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magister Artium Gregor Postler (Author)

Modern Greek
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Summary Excerpt Details

Griechenland hat im 20.Jahrhundert oft unruhige Zeiten erlebt: Im zweiten Weltkrieg ab 1941 mit der deutschen Besatzung konfrontiert, gerät das Land nach Kriegsende in einen langen Bürgerkrieg. Nach einer kurzen Phase der politischen Entspannung kommt es bereits 1967 zur Militärdiktatur. Und auf Zypern schwelt der Konflikt zwischen griechischen und türkischen Zyprioten. Es kommt immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen und beide Länder stehen am Rande eines Krieges.
Αλκη Ζεη (Alki Zeϊ) wird 1927 in Athen geboren. Ihre Familie gehört zum Großbürgertum.Sie selbst engagiert sich während des zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzung und kämpft anschließend für die Linke im griechischen Bürgerkrieg.Nach dem Bürgerkrieg folgt sie ihrem Gatten Γιόργος Σεβαστικόκγλυ (Giorgos Sewastikoglu) nach Taschkent ins Exil.
1964 kehrt sie nach Athen zurück, muss aber, nachdem die Militärjunta 1967 die Macht übernimmt, erneut ins Exil und geht nach Paris, wo sie bis 1981 lebt.
Die Verlobte des Achilles erscheint auf Griechisch 1987, enthält Elemente des Bildungs-romans und ist der autobiografischste Roman Alki Zeϊs.
Historisch gesehen, gibt der Roman einen authentisch wirkenden Einblick in das Leben einer linken Widerstandskämpferin die von der Idee des Kommunismus einerseits überzeugt ist, andererseits jedoch desillusioniert wird.
Mit Bedacht beginnt der Roman mit einer Zugszene als Symbol für die ewige Reise einer ganzen Generation, die nirgendwo zu Hause ist.

Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Entwicklung der Protagonistin, insbesondere ihrer politischen Gesinnung bis hin zur Desillusionierung, deutlich zu machen und dabei die stilistischen Mittel, die Alki Zeϊ nutzt, herauszuarbeiten.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Inhaltsangabe

3. Das Werk

3.1 Die Zeitebenen

3.2 Stilistische Mittel

3.2.1 Die narrative Situation

3.3 Die Entwicklung der Protagonistin, insbesondere ihrer politischen Gesinnung, bis hin zur Desillusionierung

3.3.1 I. Entwicklungsphase: Aus parteipolitischen Gründen – von Daphni zu Eleni

3.3.2 II. Entwicklungsphase: Italien – von Eleni zu Daphni

3.3.3 III. Entwicklungsphase: Die Reise nach Taschkent – Probleme bei der Transformation von Daphni zu Eleni

3.3.4 IV. Entwicklungsphase: Das Leben in Taschkent

3.3.5 V. Entwicklungsphase: Moskau

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung der Protagonistin im Roman „Die Verlobte des Achilles“ von Alki Zeï nachzuzeichnen, wobei der Fokus insbesondere auf ihrer wachsenden politischen Desillusionierung sowie den eingesetzten stilistischen Mitteln liegt.

  • Biografische und politische Einordnung des Werkes
  • Analyse der narrativen Struktur und Zeitebenen
  • Entwicklungsphasen der Protagonistin von Daphni zu Eleni
  • Konflikt zwischen individuellem Freigeist und parteipolitischem Dogmatismus

Auszug aus dem Buch

3.3.4 IV. Entwicklungsphase: Das Leben in Taschkent

Bei ihrer Ankunft in Taschkent wird Eleni von Achilles und einer großen Menge fremder Leute empfangen.

« – Ελένη µου!»

„ – Meine Eleni!“

sagt Achilles und drückt Eleni an sich.

« – ∆αφνούλααααα!»

„ – Daphnoula!“

tönt es aus anderer Richtung von Andreas, einem bekannten Maler und Freund Elenis Mutter. Entgegen ihrer Vorstellung, dass sie die ersten Stunden mit Achilles allein genießt, wurde ein großes Empfangsessen für sie vorbereitet. Nach 5 Nächten und 4 Tagen Reise durch die Steppe hätte sie sich lieber erst etwas erholt. Auch ihr neues Zuhause und das Zusammenleben mit Achilles hat sich Eleni anders vorgestellt.

«Μπαίνει πρώτος κι ανάβει το φως. Είναι δυνατό και σε στραβώνει. Ο γλόµπος κρέµεται γυµνός µ΄ένα σύρµα στη µέσυ του ταβανιού. Το πρώτο που βλέπω είναι το σιδερένιο κρεβάτι. ...

Στέκοµαι ασάλεθτη στη µέση της κάµαρας.

- Αυτό είναι το σπίτι µας; Κάνς χωρίς να κοιτάζω τον Αχιλλέα.»

„Er tritt als erster ein und schaltet das Licht an. Es ist grell und blendet. Die Glühbirne hängt nackt an einem Kabel in der Mitte der Zimmerdecke. Das erste, was mir ins Auge fällt, ist das eiserne Bett. …

Bewegungslos stehe ich in der Mitte des Zimmers.

- `Das hier ist unsere Wohnung?´ bringe ich heraus, ohne Achilles anzusehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des historischen Kontextes Griechenlands im 20. Jahrhundert und Einführung in das Leben der Autorin Alki Zeï sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Inhaltsangabe: Eine geraffte Darstellung des Handlungsverlaufs vom Beginn des Romans während eines Filmdrehs bis hin zum Exil in Frankreich.

3. Das Werk: Untersuchung der formalen Struktur des Romans, insbesondere der komplexen Zeitebenen und der narrativen Situation als autodiegetischer Erzähler.

3.1 Die Zeitebenen: Erläuterung der Trennung zwischen gegenwärtigen Regieanweisungen und den dynamischen Erinnerungen der Protagonistin.

3.2 Stilistische Mittel: Analyse der narrativen Situation und der Rolle des Erzählers im Roman.

3.2.1 Die narrative Situation: Spezifizierung des Erzählers als autodiegetisch, da die Protagonistin ihre Erinnerungen selbst erzählt.

3.3 Die Entwicklung der Protagonistin, insbesondere ihrer politischen Gesinnung, bis hin zur Desillusionierung: Zentrale Analyse der inneren Wandlung Elenis in fünf verschiedenen Lebensphasen.

3.3.1 I. Entwicklungsphase: Aus parteipolitischen Gründen – von Daphni zu Eleni: Die Entstehung der doppelten Identität durch die Zuweisung eines Decknamens innerhalb der Widerstandsorganisation.

3.3.2 II. Entwicklungsphase: Italien – von Eleni zu Daphni: Die Zeit der relativen Freiheit in Italien und das kurzzeitige Wiederaufleben des alten Ichs.

3.3.3 III. Entwicklungsphase: Die Reise nach Taschkent – Probleme bei der Transformation von Daphni zu Eleni: Die Reise als Prozess der Enttäuschung und erste Zweifel an der politischen Ideologie.

3.3.4 IV. Entwicklungsphase: Das Leben in Taschkent: Beschreibung der Realität des Exillebens und der zunehmenden Distanzierung vom Partner Achilles.

3.3.5 V. Entwicklungsphase: Moskau: Die Phase der endgültigen Desillusionierung und der Suche nach einer eigenen Identität jenseits ideologischer Dogmen.

4. Schluss: Resümee über die gelungene Verknüpfung von Biografie und Fiktion sowie der Vergleich mit anderen Bildungsromanen.

Schlüsselwörter

Alki Zeï, Die Verlobte des Achilles, griechische Literatur, Bildungsroman, politische Desillusionierung, Kommunismus, Exilliteratur, Identitätsfindung, Daphni, Eleni, Widerstandskampf, Ideologiekritik, Biografie, Taschkent, 20. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Roman „Die Verlobte des Achilles“ von Alki Zeï mit einem besonderen Schwerpunkt auf der inneren Entwicklung und der politischen Desillusionierung der Protagonistin Eleni.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Identitätsverlust durch politische Decknamen, das Leben im Exil, die kritische Reflexion kommunistischer Ideologien sowie der Kontrast zwischen individuellem Streben und parteipolitischem Druck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Transformationsprozess der Protagonistin von einer idealistischen Widerstandskämpferin zu einer desillusionierten, reflektierten Frau aufzuzeigen und die dazu genutzten stilistischen Mittel der Autorin zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Elemente des Bildungsromans untersucht und die Erzählstruktur nach Genette sowie textimmanente Interpretationen der Biografie der Autorin nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der narrativen Struktur (Zeitebenen) und eine detaillierte, phasenbasierte Analyse der Entwicklung der Protagonistin durch die verschiedenen Exilstationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie politische Desillusionierung, Identitätsfindung, Exilliteratur und griechischer Widerstandskampf beschreiben.

Welche Rolle spielt der Name der Protagonistin im Roman?

Der Wechsel von „Daphni“ zu „Eleni“ symbolisiert den Bruch zwischen der unbeschwerten Jugend und der durch ideologische Zwänge geprägten Identität im Exil.

Warum ist das Ende des Romans für die Analyse so signifikant?

Das Ende im Exil in Frankreich unterstreicht, dass die Protagonistin eine Reifung durchlaufen hat, die sie zwar von der ursprünglichen Ideologie entfernt, ihr aber keine wirkliche neue Heimat bietet, womit der Kreis zur Ausgangssituation schließt.

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Details

Title
Alki Zei, Die Verlobte des Achilles. Die Entwicklung der Protagonistin
College
Free University of Berlin  (Neogräzistik)
Course
Griechische Prosa des 20.Jhdts. / Alki Zei
Grade
1,3
Author
Magister Artium Gregor Postler (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V231970
ISBN (eBook)
9783656480754
Language
German
Tags
Griechische Prosa Griechische Literatur des 20Jhdts. Alki Zei Griechenland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Gregor Postler (Author), 2008, Alki Zei, Die Verlobte des Achilles. Die Entwicklung der Protagonistin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231970
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