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Parteiverbot im demokratischen Rechtsstaat

Title: Parteiverbot im demokratischen Rechtsstaat

Essay , 2012 , 6 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Hüttl (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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In diesem Essay geht es um den Sinn und Unsinn einer Parteiverbots in einem demokratischen Rechtsstaat. Ausgegangen wird hierbei anhand des Beispiels der NPD. Das Essay zeigt auf, welche Vorteile und Nachteile ein Parteiverbot sowohl für den Staat, als auch für die Partei an sich hat.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Scheinpropagandisten und Unruhestifter

3. Bezahlte Antidemokratie

4. Im Verborgenen

5. Zeitverschwendung?

6. Deutsche Heldentat oder deutsches Armutszeugnis?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik eines möglichen Verbots der rechtsextremen NPD im Kontext eines demokratischen Rechtsstaates. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob ein solches Verbot ein geeignetes Mittel zur Verteidigung der Demokratie darstellt oder ob es kontraproduktive Effekte hervorruft.

  • Die Vereinbarkeit von Parteiverboten mit demokratischen Grundwerten.
  • Die Strategien der NPD in strukturschwachen Regionen.
  • Die potenziellen Gefahren durch das Abtauchen in den Untergrund.
  • Die Rolle staatlicher Parteienfinanzierung.
  • Alternativen zum Verbotsverfahren durch politische Aufklärung und Prävention.

Auszug aus dem Buch

Scheinpropagandisten und Unruhestifter

Mit Parolen wie „National statt Global“ veranstaltet die NPD vor Allem in strukturschwachen Regionen, in denen die „großen Parteien“ nicht nennenswert vertreten sind, Dorf- und Heimatfeste, und verspricht der von Erwerbs- und Perspektivlosigkeit gebeutelten Bevölkerung die Abschaffung der Arbeitslosigkeit und die Förderung der ländlichen Gebiete, wenn man sie denn wählt. Das Problem hierbei ist natürlich, dass die NPD ihre wahren Motive nicht offenlegt, obwohl jeder weiß, was Sache ist. Ebendies macht die NPD so gefährlich. Eigentlich müsste jeder wissen, was wirklich dahinter steckt, jedoch klammern sich diejenigen, die ohnehin keine Perspektiven mehr sehen, an jeden Halm, den sie finden können, eine Wahlstimme mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Vor Allem die Jugend wird so geködert, bei den „Jungen Nationaldemokraten“ wird explizit mit „Revolutionär. Sozialistisch. Aktivistisch“ geworben, ein Widerstandsaufruf. Schon von klein auf versucht man in den Kinderköpfen die nationalistischen Ideale mit dem guten Gefühl der Gemeinschaftlichkeit zu verknüpfen um die NPD-Mitglieder von Morgen zu „züchten“. Die NPD versucht nicht in Großstädten dicke Fische zu fangen, sondern konzentriert sich auf die politischen Lücken der SPD, CDU, und der anderen großen Parteien, und erlangt dadurch in einigen Gemeinden, Kreisen und sogar Bundesländern politischen Einfluss, den sie ausnutzt, um in den entsprechenden Gremien Unruhe zu stiften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der Wehrhaftigkeit der Demokratie und der notwendigen Wahrung rechtlicher Grundsätze am Beispiel historischer und aktueller Parteiverbote.

2. Scheinpropagandisten und Unruhestifter: Dieses Kapitel analysiert die Rekrutierungsstrategien der NPD in strukturschwachen Regionen und ihre gezielte Ansprache der Jugend.

3. Bezahlte Antidemokratie: Hier wird die Problematik der staatlichen Parteienfinanzierung thematisiert, die verfassungsfeindlichen Organisationen finanzielle Ressourcen zur Verfügung stellt.

4. Im Verborgenen: Der Abschnitt erörtert die Gefahr, dass ein Verbot die Partei lediglich in den Untergrund drängt und dadurch unkontrollierbarer macht.

5. Zeitverschwendung?: Das Kapitel diskutiert, inwiefern die Zeit zwischen Verbot und möglicher Neugründung einer Ersatzpartei sinnvoll für politische Prävention genutzt werden könnte.

6. Deutsche Heldentat oder deutsches Armutszeugnis?: Abschließend wird kritisch bewertet, ob ein Verbot das Image Deutschlands stärkt oder eher als Eingeständnis staatlicher Schwäche gewertet werden muss.

Schlüsselwörter

Parteiverbot, Demokratie, Rechtsstaat, NPD, Verfassungsschutz, Extremismus, Politische Bildung, Parteienfinanzierung, Untergrundorganisation, Radikalisierung, Prävention, Grundgesetz, NSU, Wahlkampf, Gesellschaftspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob ein Parteiverbot der NPD im deutschen demokratischen Rechtsstaat ein wirksames Mittel zur Sicherung der demokratischen Grundordnung ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Strategien der NPD zur Wählergewinnung, die Auswirkungen staatlicher Finanzierung, die Gefahr der Radikalisierung im Untergrund sowie die Bedeutung von Bildungs- und Präventionsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Erfolgsaussichten und die potenziellen negativen Folgen eines Verbotsverfahrens abzuwägen und Alternativen für einen konstruktiveren Umgang mit rechtsextremen Tendenzen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Text, der auf einer politologischen und juristischen Argumentationsbasis sowie einer kritischen Analyse aktueller politischer Ereignisse beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen, mit denen die NPD politische Lücken ausnutzt, die Konsequenzen eines Verbots auf die Parteistruktur sowie die moralischen und strategischen Implikationen für den deutschen Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Parteiverbot, Demokratieschutz, Extremismusprävention und politische Strategie charakterisieren.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit eines Verbots?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Verbot zwar kurzfristig zur Störung der Parteiarbeit führen kann, aber langfristig eher das Risiko birgt, Radikalisierung zu fördern und den Staat in seiner ohnmächtigen Reaktion zu zeigen.

Welche Alternative schlägt der Autor für den Umgang mit der NPD vor?

Anstatt auf Verbote zu setzen, plädiert der Autor für verstärkte Initiativen gegen Rassismus, eine aktive Schließung politischer Lücken durch etablierte Parteien und eine konsequente Aufklärungsarbeit schon bei jungen Menschen.

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Details

Title
Parteiverbot im demokratischen Rechtsstaat
College
University of Applied Sciences In Hablerstadt
Grade
1,3
Author
Sebastian Hüttl (Author)
Publication Year
2012
Pages
6
Catalog Number
V232009
ISBN (eBook)
9783656484080
ISBN (Book)
9783656483939
Language
German
Tags
parteiverbot rechtsstaat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Hüttl (Author), 2012, Parteiverbot im demokratischen Rechtsstaat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232009
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