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Schopenhauers Kritik an Kants Kategorischem Imperativ

Wie gerechtfertigt ist die Kritik Schopenhauers?

Titel: Schopenhauers Kritik an Kants Kategorischem Imperativ

Essay , 2012 , 4 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Emre Yildiz (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Handle nur nach der Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass sie als allgemeines Gesetz für alle vernünftigen Wesen gelte.“ (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Akademie-Ausgabe Kant Werke IV, BA 52, S. 421) „Aber was kann ich denn eigentlich wollen, und was nicht?“ (Über die Grundlage der Moral, §7, S. 54) fragt sich Schopenhauer und kommt zu dem Schluss, dass „ich nur das wollen kann, wobei ich mich am besten stehe.“ Es ist „niemand anders als der Egoismus“ (ebenda, S. 53), der Kants obersten Grundsatz realisiert.

In meinem Essay werde ich der Frage nachgehen, ob und inwiefern Schopenhauers Kritik an Kants kategorischem Imperativ gerechtfertigt ist. Hierfür werde ich zuerst auf Kants obersten Grundsatz eingehen und ihn nur soweit erklären, dass es für die Essayfrage nötig ist. Im zweiten Schritt werde ich die Kritik Schopenhauers mithilfe seiner Argumentation einleiten und seine Schlussfolgerung bezüglich des Kategorischen Imperativs illustrieren. Im letzten Teil des Essays werde ich Schopenhauers Schlussfolgerung einer Kritik unterziehen. Mit einer Antwort auf die Leitfrage werde ich meinen Essay abschließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung von Kants Kategorischem Imperativ

3. Schopenhauers Kritik und der Egoismus-Vorwurf

4. Analyse der Argumentationsmechanismen

5. Kritische Würdigung der Argumentation Schopenhauers

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Dieses Essay untersucht die philosophische Auseinandersetzung zwischen Arthur Schopenhauer und Immanuel Kant, mit dem Ziel zu klären, inwiefern Schopenhauers Vorwurf berechtigt ist, dass Kants kategorischer Imperativ letztlich auf egoistischen Motiven wie der Reziprozität basiert.

  • Kants kategorischer Imperativ als oberstes Moralprinzip
  • Schopenhauers Interpretation des Egoismus als treibende Norm
  • Die Unterscheidung zwischen aktivem und passivem Teil menschlichen Handelns
  • Die Rolle der Reziprozität und Kalkulation in moralischen Verpflichtungen
  • Kritische Reflexion der Grenzen von Schopenhauers Egoismus-Vorwurf

Auszug aus dem Buch

Schopenhauers Kritik an Kants kategorischem Imperativ

Nach Schopenhauer kann der Ausgangspunkt für die Befolgung des kategorischen Imperativs nur der Egoismus selbst sein. Denn die Frage, was man überhaupt wollen kann, führt uns auf die Suche nach einem Regulativ, welches uns sagen soll, was zu wollen ich imstande bin. Auf diese weiterführende Frage „Wo ist nun dieses Regulativ zu suchen?“ hält Schopenhauer eine Antwort bereit: In nichts anderem „als in meinem Egoismus, dieser (…) lebendigen Norm aller Willensakte (…). (ebenda, S. 54)

Diese Sichtweise untermauert Schopenhauer durch die Unterscheidung zwischen einem passiven und aktiven Teil. Während der aktive Teil genau jener Teil ist, der nicht auf Werte wie, um einige zu nennen, Gleichbehandlung oder Gerechtigkeit angewiesen ist, da er beispielsweise durch Überlegenheit oder ähnlicher Disposition im Vorteil gegenüber anderen ist, bezeichnet der passive Teil das Gegenteil: Der im Vergleich zu anderen Positionen im Nachteil stehende und deswegen der Gleichbehandlung bedürftige Teil.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Fragestellung und Erläuterung des methodischen Vorgehens des Essays.

2. Darstellung von Kants Kategorischem Imperativ: Explikation des kategorischen Imperativs als absolute, zweckfreie moralische Forderung.

3. Schopenhauers Kritik und der Egoismus-Vorwurf: Darlegung der These, dass moralisches Handeln bei Kant auf der Suche nach einem egoistischen Regulativ basiert.

4. Analyse der Argumentationsmechanismen: Untersuchung von Schopenhauers Belegen, insbesondere der unterstellten Reziprozität als Basis für Wahrhaftigkeit und Nächstenliebe.

5. Kritische Würdigung der Argumentation Schopenhauers: Hinterfragung der Universalität des Egoismus-Vorwurfs und der Möglichkeit nicht-egoistischer Handlungsmotive.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Gültigkeit von Schopenhauers Kritik im Lichte der moralphilosophischen Diskussion.

Schlüsselwörter

Schopenhauer, Kant, kategorischer Imperativ, Egoismus, Moral, Ethik, Reziprozität, Willensakte, Pflicht, Moralprinzip, Gerechtigkeit, Menschenliebe, Handlungsmaxime, Philosophie, praktische Vernunft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Debatte zwischen Arthur Schopenhauer und Immanuel Kant, speziell die Frage, ob Kants kategorischer Imperativ eine egoistische Grundlage hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die moralphilosophische Begründung von Handlungen, das Konzept des Egoismus und die Frage der Reziprozität im kategorischen Imperativ.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Berechtigung von Schopenhauers Kritik zu prüfen, die Kants Moralprinzip als letztlich aus egoistischer Kalkulation speisend dekonstruiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Schopenhauers Argumentation anhand von Primärquellen (Kant und Schopenhauer) systematisch rekonstruiert und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Kants Begründung des kategorischen Imperativs, stellt Schopenhauers Gegenargumentation des Egoismus dar und prüft die Stichhaltigkeit seiner Beweisführungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kritik, Kategorischer Imperativ, Egoismus, Reziprozität und Moralität sind die maßgeblichen Begriffe.

Wie unterscheidet Schopenhauer zwischen aktivem und passivem Teil des Egoismus?

Der aktive Teil beschreibt den Handelnden in einer Position der Stärke, während der passive Teil denjenigen beschreibt, der aufgrund seiner schwächeren Position auf Gerechtigkeit angewiesen ist.

Warum sieht Schopenhauer im kategorischen Imperativ einen hypothetischen Imperativ?

Weil der Akteur laut Schopenhauer nicht aus Pflicht handelt, sondern aus der Erwartung von Gegenleistung oder Angst vor Vergeltung, was den Imperativ zu einem zweckorientierten, hypothetischen Instrument macht.

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Details

Titel
Schopenhauers Kritik an Kants Kategorischem Imperativ
Untertitel
Wie gerechtfertigt ist die Kritik Schopenhauers?
Hochschule
Universität Potsdam  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Arthur Schopenhauer: Über die Grundlage der Moral
Note
1,00
Autor
Emre Yildiz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
4
Katalognummer
V232025
ISBN (eBook)
9783656481744
ISBN (Buch)
9783656481577
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schopenhauers kritik kants kategorischem imperativ
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Emre Yildiz (Autor:in), 2012, Schopenhauers Kritik an Kants Kategorischem Imperativ, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232025
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Leseprobe aus  4  Seiten
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