Praktische Unterweisungsprobe aus dem Feinwerkmechaniker Handwerk.
Die Unterweisung wird in einer erarbeitenden Methode durchgeführt. Die Prüfung wurde mit dieser Unterweisung bei der HWK Arnsberg absolviert und mit Note Gut bestanden.
Inhaltsverzeichnis
1. Übersicht
2. Bezug zur Ausbildungsordnung und dem Ausbildungsrahmenplan
3. Lernziele und angestrebte Kompetenzen
4. Feinlernziel
5. Zielgruppe
6. Durchführung der Ausbildungseinheit
6.1 Vorbereitungsphase
6.2 Erarbeitungsphase
6.3 Kontrollphase
6.4 Übungsphase
7. Arbeitszergliederung
8. Prüfprotokoll
9. Zeichnung Prüfwerkstück
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterweisung besteht darin, dem Auszubildenden die korrekte und eigenständige Handhabung des Messschiebers zu vermitteln, um Werkstücke präzise zu vermessen und deren Maßhaltigkeit anhand von Toleranzvorgaben zu bewerten.
- Grundlagen der Messtechnik und sichere Handhabung von Messmitteln
- Methodik des Messschieber-Ablesens unter Berücksichtigung systematischer Fehler
- Praktische Durchführung von Soll-Ist-Vergleichen an Werkstücken
- Schulung der eigenständigen Qualitätskontrolle und Arbeitssorgfalt
- Verbindung von theoretischer Zeichnungsanalyse und praktischer Fertigungskontrolle
Auszug aus dem Buch
Vorbereitungsphase:
Der Lehrling wird von mir in der Werkstatt begrüßt und ich erkundige mich nach seinem Befinden.
Ich erzähle dem Lehrling, dass wir heute mit dem Messschieber ein Werkstück vermessen und es anschließend überprüfen, ob dieses in der Toleranzangabe liegt.
Da der Lehrling am vorigen Tag ein Übungswerkstück gefeilt hat, schlage ich ihm vor, dieses zu vermessen, um sein Interesse zu wecken.
Ich erkundige mich bei dem Lehrling über seine Vorkenntnisse zum Messschieber.
Der Lehrling berichtet mir, dass er bereits einen Messschieber gesehen habe und diesen auch schon mal in der Hand hatte.
Ich weise den Lehrling auf die Unfallgefahren hin und zeige ihm, dass der Messschieber an manchen Stellen sehr spitz ist und er sich an diesen Stellen verletzen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Übersicht: Dieses Kapitel definiert die Rahmenbedingungen der Unterweisung wie Zeitaufwand, Lernort, benötigtes Material und die angewandte Methode.
Bezug zur Ausbildungsordnung und dem Ausbildungsrahmenplan: Hier wird der rechtliche und inhaltliche Bezug zum offiziellen Ausbildungsberufsbild des Feinwerkmechanikers hergestellt.
Lernziele und angestrebte Kompetenzen: Dieses Kapitel erläutert das übergeordnete Richtlernziel der Gesellenprüfung sowie das konkrete Groblernziel der Messunterweisung.
Feinlernziel: Unterteilung der Lernziele in kognitive, psychomotorische und affektive Bereiche zur präzisen Steuerung des Lernerfolgs.
Zielgruppe: Detaillierte Beschreibung des Auszubildenden hinsichtlich Alter, Vorwissen, Motivation und der betrieblichen Voraussetzungen.
Durchführung der Ausbildungseinheit: Strukturierte Darstellung der vier Phasen (Vorbereitung, Erarbeitung, Kontrolle, Übung), die den Ablauf der Unterweisung bestimmen.
Arbeitszergliederung: Eine tabellarische Aufarbeitung der einzelnen Arbeitsschritte inklusive Ausführungshinweisen, Begründungen und methodischen Hinweisen.
Prüfprotokoll: Dokumentationsvorlage für den Soll-Ist-Vergleich der gemessenen Maße.
Zeichnung Prüfwerkstück: Grafische Darstellung des Werkstücks mit den zu prüfenden Nennmaßen.
Schlüsselwörter
Feinwerkmechaniker, Messschieber, Unterweisung, Werkstück, Messtechnik, Toleranz, Prüfprotokoll, Arbeitszergliederung, Soll-Ist-Vergleich, Genauigkeit, Ausbildung, Ausbildungsrahmenplan, Messfehler, Handwerk, Qualitätskontrolle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung grundsätzlich?
Die Unterweisung vermittelt dem Auszubildenden die fachgerechte Anwendung des Messschiebers zur Vermessung und Bewertung von gefertigten Werkstücken im Feinwerkmechanik-Handwerk.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?
Zentral sind die korrekte Bedienung von Messmitteln, das Lesen von Skalen, das Verständnis von Toleranzangaben sowie die fachgerechte Dokumentation von Messergebnissen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist, dass der Auszubildende am Ende der Unterweisung selbstständig und sicher Werkstücke vermessen und die Ergebnisse mit den Vorgaben einer technischen Zeichnung vergleichen kann.
Welche pädagogische Methode wird angewandt?
Es wird die erarbeitende Unterweisungsmethode verwendet, bei der der Auszubildende durch gezielte Fragen des Ausbilders aktiv in den Lernprozess eingebunden wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die vier Phasen der Vorbereitung, Erarbeitung, Kontrolle und Übung sowie eine detaillierte Arbeitszergliederung in Tabellenform.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Unterweisung?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Feinwerkmechanik, Messtechnik, Messschieber-Handhabung und Qualitätssicherung beschreiben.
Warum ist das 10mm Endmaß für die Unterweisung wichtig?
Das Endmaß dient als Referenz zur Überprüfung der Genauigkeit und Funktionsfähigkeit des Messschiebers, um sicherzustellen, dass das Messmittel selbst keine defekte Messung liefert.
Welche Rolle spielt die Sicherheit in der Unterweisung?
Sicherheit ist essenziell, da der Auszubildende frühzeitig auf die Verletzungsgefahren durch die spitzen Schenkel des Messschiebers hingewiesen wird und Sorgfalt im Umgang mit Werkzeugen lernt.
Wie wird sichergestellt, dass der Lehrling den Lernstoff verinnerlicht?
Dies wird durch die Übungsphase erreicht, in der der Lehrling ein zusätzliches Werkstück eigenständig vermisst, um die Anwendung zu festigen und Fehler zu vermeiden.
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- Jan Meigies (Author), 2013, Messen und Bewerten von Werkstücken mit dem Messschieber (Unterweisung Feinwerkmechaniker / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232146