Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Investition und Finanzierung

Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft

Herausarbeitung eines praktikablen Ansatzes unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten

Titel: Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft

Bachelorarbeit , 2012 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Konermann (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Finanzkrise ebbt ab, die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung.
Selbiges gilt für die Leasingbranche. Neben der klassischen Kreditfinanzierung hat sich das Leasing als geläufiges Mittel der Außenfinanzierung gefestigt. Gerade auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist das Leasing heutzutage als Investitionsalternative anerkannt und beliebt. Im Jahr 2011 war es schließlich soweit, dass knapp 50% aller außenfinanzierten Ausrüstungsinvestitionen auf das Leasing entfallen sind, die andere Hälfte auf Kredite und andere Finanzierungsarten. Somit ist das Leasing mittlerweile die Investitionsalternative Nummer Eins.

Jedoch hat die Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen, die aufsichtsrechtlichen Pflichten für Kreditinstitute und Finanzdienstleister haben zugenommen und werden es auch in Zukunft noch weiter tun.
Seit Leasinggesellschaften, welche das Finanzierungsleasing betreiben, durch das Jahressteuergesetz 2009 als Finanzdienstleister betrachtet werden, stehen sie unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und haben vielfältige Auf-lagen zu erfüllen.
Darunter fallen neben formellen Vorgaben auch qualitative Auflagen. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Forderung nach einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation, welche im Kreditwesengesetz seine Erläuterung findet.
Demnach umfasst eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation ein angemessenes und wirksames Risikomanagement, insbesondere der wesentlichen Risiken.
Zu diesen wesentlichen Risiken zählt das Liquiditätsrisiko.

In dieser Arbeit werde ich einen Ansatz zur Steuerung der Liquiditätsrisiken in Leasinggesellschaften herausarbeiten, welcher die aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt, aber dennoch praktikabel ist. Inwiefern dieser Ansatz dann der tatsächlichen Steuerung in der Praxis entspricht, möchte ich in Zusammenhang mit sonstigen Besonderheiten der Steuerung anhand einer mittelständischen Leasinggesellschaft darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeptionelle Grundlagen

2.1.Leasing

2.1.1. Definition Leasing

2.1.2. Formen des Leasings

2.2.Liquiditätsrisiko

2.2.1. Definition Liquidität

2.2.2. Definition Risiko

2.2.3. Definition Liquiditätsrisiko

2.3.Risiken im Leasinggeschäft

3. Steuerung der Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft

3.1.Aufsichtsrechtliche Anforderungen

3.1.1. Kreditwesengesetz

3.1.2. Mindestanforderungen an das Risikomanagement

3.2.Ansatz zur Steuerung

3.2.1. Grundlagen der Steuerung

3.2.2. Erstellung Liquiditätsübersicht

3.2.3. Festlegung eines geeigneten Zeitraums

3.2.4. Implementierung eines Frühwarnungs- System

3.2.5. Stresstests

3.2.6. Notfallplanung

3.2.7. Berichterstattung

4. Vergleich herausgearbeiteter Ansatz und praktische Steuerung anhand einer mittelständischen Leasinggesellschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit erarbeitet einen praxisorientierten Ansatz zur Steuerung von Liquiditätsrisiken in Leasinggesellschaften, der gleichzeitig die strengen aufsichtsrechtlichen Anforderungen der MaRisk erfüllt. Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das besonders für mittelständische Unternehmen praktikabel ist, ohne die notwendige regulatorische Konformität zu gefährden.

  • Analyse des Liquiditätsrisikos und dessen Kategorien (Refinanzierungs-, Termin- und Abrufrisiko).
  • Darstellung der aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen durch KWG und MaRisk für Leasinggesellschaften.
  • Entwicklung eines pragmatischen Steuerungsmodells inklusive Liquiditätsübersicht, Frühwarnsystem und Notfallplanung.
  • Praktische Validierung des Ansatzes anhand einer anonymisierten mittelständischen Leasinggesellschaft (X-LG).

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Implementierung eines Frühwarnsystems

Nachdem nun eine Liquiditätsübersicht erstellt ist und bestimmt wurde, für welche Zeiträume diese zu überwachen sind, folgt der nächste Schritt: die eigentliche Überwachung. Fundamentales Ziel einer jeden Liquiditätsteuerung ist grundsätzlich die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit; oder anders betrachtet die Vermeidung von Liquiditätsengpässen. Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn ein Unternehmen die anfallenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann und ist die Vorstufe der Illiquidität.

Eine Leasinggesellschaft hat im ersten Schritt zu definieren, ab wann ein Liquiditätsengpass vorliegt. Dies kann unter anderem mit Hilfe der bereits genannten Liquiditäts-/Beobachtungskennzahlen geschehen, aber auch über andere individuell vordefinierte Kennzahlen erfolgen. Für den Fall, dass ein solcher Liquiditätsengpass vorliegt, sind präzise, vorab definierte Maßnahmen festzulegen, welche dann ergriffen werden können. Die möglichen unterschiedlichen Ursprünge des Liquiditätsengpasses müssen hierbei mit einbezogen werden, so dass eine dementsprechend differenzierte und zweckmäßige Ausgestaltung der Maßnahmen erfolgen kann.

Zweck der Liquiditätssteuerung ist es allerdings solche Liquiditätsengpässe schon vor ihrem Auftreten zu vermeiden. Dafür ist ein leistungsfähiges Frühwarnsystem in die Gesamtsteuerung zu integrieren, welches rechtzeitig zukünftige Probleme in der Liquiditätssteuerung erkennen lässt. Dieses System sollte allerdings nicht lediglich auf einer Kennzahl beruhen, vielmehr sollte es durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Kennzahlen angemessen diversifiziert sein um bestmögliche Ergebnisse zu liefern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung des Leasings sowie die damit verbundenen aufsichtsrechtlichen Herausforderungen für das Risikomanagement.

2. Konzeptionelle Grundlagen: Es werden die Definitionen von Leasing, Liquidität und Risiko sowie die spezifischen Risikoarten im Leasinggeschäft erläutert.

3. Steuerung der Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft: Dieses Kernkapitel behandelt die aufsichtsrechtlichen Anforderungen und entwickelt einen umfassenden Steuerungsansatz mit operativen Instrumenten.

4. Vergleich herausgearbeiteter Ansatz und praktische Steuerung anhand einer mittelständischen Leasinggesellschaft: Der entwickelte theoretische Ansatz wird anhand einer Fallstudie auf seine praktische Anwendbarkeit und den Pragmatismus in einem mittelständischen Unternehmen geprüft.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung, dass pragmatische Risikosteuerungsansätze für Leasinggesellschaften essenziell sind, um regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen.

Schlüsselwörter

Leasing, Liquiditätsrisiko, Risikomanagement, MaRisk, Aufsichtsrecht, Liquiditätsübersicht, Frühwarnsystem, Stresstests, Notfallplanung, Finanzdienstleister, Zahlungsfähigkeit, Eigenkapitalquote, Refinanzierung, Kreditwesengesetz, Risikotoleranz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Steuerung von Liquiditätsrisiken in Leasinggesellschaften und wie diese trotz steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen praktikabel umgesetzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den aufsichtsrechtlichen Anforderungen (MaRisk), der Konzeption einer Liquiditätsübersicht, der Implementierung von Frühwarnsystemen sowie der praktischen Durchführung von Stresstests und Notfallplanung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung eines Steuerungsmodells, das regulatorisch konform und gleichzeitig an die spezifischen Bedürfnisse mittelständischer Leasinggesellschaften angepasst ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor kombiniert theoretische Ableitungen aus Gesetzestexten und Fachliteratur mit einem praktischen Vergleich anhand einer Fallstudie (Analyse einer mittelständischen Leasinggesellschaft).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Prozess von der Erstellung einer Liquiditätsübersicht über die Definition von Schwellenwerten bis hin zur Notfallplanung und regelmäßigen Berichterstattung detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Leasing, Liquiditätsrisiko, MaRisk, Stresstests und Risikomanagement.

Wie unterscheidet sich das Praxisbeispiel (X-LG) von einem theoretischen Modell?

Die X-LG agiert aufgrund ihrer hohen Eigenkapitalquote und der hohen Vorhersehbarkeit ihrer Zahlungsströme sehr pragmatisch, was den theoretischen Steuerungsaufwand deutlich reduziert.

Welche Rolle spielt die "Methodenfreiheit" gemäß MaRisk für Leasinggesellschaften?

Sie erlaubt es, das Risikomanagement an die individuelle Komplexität und Art des Geschäftsmodells anzupassen, anstatt starre, unpassende Vorgaben für alle Institute gleichermaßen anzuwenden.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft
Untertitel
Herausarbeitung eines praktikablen Ansatzes unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,0
Autor
Daniel Konermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
32
Katalognummer
V232198
ISBN (eBook)
9783656487838
ISBN (Buch)
9783656491019
Sprache
Deutsch
Schlagworte
steuerung liquiditätsrisiken leasinggeschäft herausarbeitung ansatzes gesichtspunkten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Konermann (Autor:in), 2012, Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232198
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  32  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum