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Politikverdrossenheit und Politikunterricht

Ein Blick auf das politische Interesse von SchülerInnen und der Rolle des Politikunterrichts

Titel: Politikverdrossenheit und Politikunterricht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christopher Hauck (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Ich finde Politik immer noch langweilig, betrifft ja nicht mich.“ (zitiert nach Senkbeil 2013). So urteilte ein 17-jähriger Schüler nach einem mehrwöchigen Projekt zum Thema „Politik“ an seiner Schule in Essen und macht damit deutlich, was viele Studien zum Thema Politikinteresse der deutschen Jugend aufzeigen: Unter den Heranwachsenden herrsche eine „Nullbock-Stimmung“ und die Politik werde ihrer Meinung nach von Menschen gemacht, die Unverständliches äußern und eigentlich nur das machen, was ihren eigenen Interessen entspricht (vgl. Kohnen 2011 und Arnold u.a. 2011). Doch auch wenn im Rahmen der journalistischen Berichterstattung dieses Thema stets als „Politikverdrossenheit“ betitelt und als nationales Anliegen behandelt wird zeigt ein Blick über Deutschlands Grenzen, dass auch die Schweiz ein Defizit an politischem Interesse beklagt (vgl. Swissinfo.ch o.V. 2013). Der verbreiteten These von der Politikverdrossenheit der Jugend steht die Meinung von Prof. Dr. Kai Arzheimer entgegen, der an der Gutenberg Universität in Mainz lehrt und der Politikverdrossenheit als Begriff und Phänomen eine klare Absage erteilt, da er die aktuelle politische Unzufriedenheit für keine tatsächlich neue Entwicklung hält und urteilt, dass man von einem allgemeinen und gestiegenem Desinteresse der Jugend keinesfalls sprechen könne (vgl. Arzheimer 2002).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politikverdrossenheit – Ein Begriff ohne Bedeutung?

3. Die Schule und die politische Bildung

3.1 Veränderungen in der Politikdidaktik und Unterrichtsorganisation

3.2 Zusammenhang zwischen Schulkultur und politischer Bildung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Politikverdrossenheit bei Jugendlichen und hinterfragt, inwieweit der Politikunterricht und die schulische Gestaltung dazu beitragen können, das Interesse Heranwachsender an politischen Prozessen zu steigern und Handlungskompetenzen zu fördern.

  • Analyse des Begriffs der Politikverdrossenheit
  • Bedeutung der politischen Bildung in der Schule
  • Weiterentwicklung didaktischer Konzepte im Politikunterricht
  • Bedeutung der Schulkultur für demokratisches Erleben
  • Potenziale von Ganztagsschulen für die politische Partizipation

Auszug aus dem Buch

3.1 Veränderungen in der Politikdidaktik und Unterrichtsorganisation

Zunächst einmal soll der Politikunterricht selbst im Vordergrund stehen. Wie in anderen Schulfächern hat sich auch die Politikdidaktik in vielen Bereichen verändert und es wird ein immer offenerer Lernprozess angestrebt, bei dem die SchülerInnen weniger deklaratives Wissen erwerben, sondern durch konkrete Fallbeispiele und aktuelle Realitätsbezüge dazu angeregt werden sollen, politische Frage- und Problemstellungen auf ihre persönliche Lebenswelt zu beziehen und in diese zu integrieren. Um den Lehrkräften zunächst einmal die Grundlage für ein solches Vorgehen zu ermöglichen musste die externe Regulation seitens der Schulämter zurückgefahren werden, damit der Unterricht sich zu einem output-orientierten Konzept entwickeln kann, in dem die LehrerInnen Zielvorgaben erhalten, jedoch in ihrer Unterrichtsplanung freier agieren können und den Unterricht aktiv gestalten (vgl. Zboril 2005: 63f.).

Im weiteren Verlauf bezieht sich diese Arbeit auf ein umfassendes Unterrichtskonzept für das Fach Politik von Armin Scherb, welches aktuelle Tendenzen seines Fachbereichs an der Universität Erlangen-Nürnberg, der politischen Didaktik, aufgreift und somit im begrenzten Rahmen dieser Arbeit die Möglichkeit bietet, verschiedene Vorgehensweisen zur Überwindung der verbreiteten Politikverdrossenheit darzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Politikverdrossenheit unter Jugendlichen ein, thematisiert aktuelle Studien und umreißt die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Politikverdrossenheit – Ein Begriff ohne Bedeutung?: Der Abschnitt beleuchtet die Rezeptionsgeschichte des Begriffs der Politikverdrossenheit und hinterfragt dessen wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Relevanz.

3. Die Schule und die politische Bildung: Dieses Kapitel diskutiert die Rolle der Schule als zentralen Ort für die politische Bildung und die notwendigen Anforderungen an einen kompetenzorientierten Unterricht.

3.1 Veränderungen in der Politikdidaktik und Unterrichtsorganisation: Hier werden didaktische Ansätze sowie alternative Lehrformen wie fächerübergreifender Unterricht und Projektunterricht vorgestellt, um das Interesse der SchülerInnen zu wecken.

3.2 Zusammenhang zwischen Schulkultur und politischer Bildung: Dieses Kapitel untersucht das Konzept des „Demokratie(er)lebens“ und zeigt anhand eines Fallbeispiels auf, wie sich Partizipation in den Schulalltag integrieren lässt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten zur Stärkung der politischen Bildung innerhalb der aktuellen Schullandschaft.

Schlüsselwörter

Politikverdrossenheit, Politikunterricht, politische Bildung, Jugendliche, Demokratieerleben, Kompetenzorientierung, Partizipation, Schulkultur, Ganztagsschule, fächerübergreifender Unterricht, Politikdidaktik, politische Handlungskompetenz, politisches Interesse, Schulpflicht, Handlungspraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verbreitete Politikverdrossenheit bei Jugendlichen und untersucht, welche Ansätze in der Schule und im Politikunterricht helfen können, diese zu überwinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Politikdidaktik, dem Kompetenzerwerb, der Gestaltung von Schulkultur sowie der Rolle von Ganztagsschulen für die politische Partizipation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, didaktische Perspektiven und organisatorische Konzepte aufzuzeigen, die Politik für Jugendliche attraktiver machen und die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an politischen Prozessen stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender politikdidaktischer Ansätze, relevanter Studien (wie der Shell-Studie) und aktueller Konzepte zur Schulentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Veränderungen in der Politikdidaktik, der Notwendigkeit eines praxisorientierten Unterrichts sowie der Bedeutung von gelebter Demokratie in der Schulkultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Politikverdrossenheit, politische Bildung, Demokratieerleben, Partizipation und Kompetenzorientierung definiert.

Warum wird das "Brückenproblem" in der Arbeit thematisiert?

Es beschreibt die Schwierigkeit, die Diskrepanz zwischen theoretischen Unterrichtsinhalten und der realen Lebenswelt der SchülerInnen zu überwinden.

Welche Rolle spielt die Ganztagsschule für die politische Bildung?

Sie bietet mehr Raum für eine gelebte Schulkultur und ermöglicht durch Partizipationsmodelle ein praktisches Erfahren demokratischer Prozesse.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politikverdrossenheit und Politikunterricht
Untertitel
Ein Blick auf das politische Interesse von SchülerInnen und der Rolle des Politikunterrichts
Hochschule
Universität Kassel  (Fachbereich 05 Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Einführung in die Didaktik politischer Bildung
Note
1,0
Autor
Christopher Hauck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V232247
ISBN (eBook)
9783656483991
ISBN (Buch)
9783656483984
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politikverdrossenheit politikunterricht blick interesse schülerinnen rolle politikunterrichts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Hauck (Autor:in), 2013, Politikverdrossenheit und Politikunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232247
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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