Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Culture, Technology, Nations

Ultras. Delinquente Jugendsubkultur oder kriminalisierte Leidenschaft?

Am Beispiel der "Violet Crew" Osnabrück

Title: Ultras. Delinquente Jugendsubkultur oder kriminalisierte Leidenschaft?

Term Paper , 2007 , 36 Pages , Grade: 0,66 (15 Punkte)

Autor:in: Dipl.-Verwaltungswirt Nils Pilgrim (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Eine Hausarbeit aus dem Jahr 2007, die sich mit der Ultraszene im Allgemeinen und mit der Ultra-Gruppierung "Violet Crew" aus Osnabrück im Speziellen befasst. Es wurde die Frage bearbeitet, ob es sich bei der Ultraszene um eine delinquente Jugendsubkultur handelt oder um eine kriminalisierte Leidenschaft. Dadurch wurden besondere Einblicke in das Selbstverständnis der Ultras und ihr Verhältnis zu Institutionen wie Polizei und Vereine gewonnen. Die Arbeit basiert zum größten Teil auf eigener Forschung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil I: Der Begriff „Ultra“

1.1 Die Geschichte der Ultrabewegung

1.2 Struktur und Aktivitäten

1.3 Ultras in Deutschland

Teil II: Die „Violet Crew“

2.1 Mitgliederstatistik

2.2 Geschichte der „Violet Crew“

2.3 Ein aktuelles Selbstbild/Selbstverständnis der „Violet Crew“

2.4 Das Fanzine „Im Zeichen der Maske“

2.5 Das Projekt „Fancontainer e.V.“

Teil III: Das Verhältnis der Ultras, insbesondere der „Violet Crew“, zur Polizei

3.1 „Polizeiwillkür“

3.2 Aggression und Gewalt der Ultraszene

3.3 Die Art der Unterstützung der Mannschaft und ihre Folgen

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ultra-Gruppierung „Violet Crew“ des VfL Osnabrück, um der Frage nachzugehen, ob es sich bei dieser Bewegung um eine delinquente Jugendsubkultur handelt oder ob die Gruppen durch Vorurteile seitens der Gesellschaft, der Polizei und der Vereine zu Unrecht kriminalisiert werden.

  • Strukturen und Entwicklung der „Violet Crew“ seit der Gründung im Jahr 2002.
  • Selbstverständnis der Ultras zwischen gelebter Leidenschaft und gesellschaftlichen Normen.
  • Analyse des Spannungsfeldes und der Missverständnisse zwischen der Ultraszene und der Polizei.
  • Fanpolitische Aktivitäten und das Engagement für den Erhalt von Fankultur.
  • Reflektion der Gewaltproblematik und des Rufs als „gewaltentschlossene Fans“.

Auszug aus dem Buch

2.3 Ein aktuelles Selbstbild/Selbstverständnis der „Violet Crew“

Die Angaben über das Selbstbild bzw. das Selbstverständnis der „Violet Crew“ erhielt ich aus den Ausführungen des führenden Mitglieds der „Violet Crew“, der für die Angaben über die Gruppierung mein Ansprechpartner war.

Er stellte gleich zu Beginn heraus, dass eine Gruppe wie die „VC“ allein schon durch ihre Organisationsform, d.h. ohne formelle Strukturen wie Vorsitzender, Wahlen etc., ständig im Wandel sei und sich stetig in der Diskussion über ihre Inhalte und Ziele befindet. Trotzdem gebe es natürlich auch bestimmte Ideale/Werte, die auf Dauer Bestand haben bzw. sich im Laufe der Zeit als unerlässlich erwiesen haben.

Als oberstes Prinzip stehe der Zusammenhalt in der Gruppe an erster Stelle. Werde eine Person aus der Gruppe angegriffen, gelte dieses als Angriff auf die gesamte Gruppe und die gesamte Gruppe stehe damit in der Pflicht sich zu wehren.

Darüber hinaus gelten zwei große „Leitlinien“, die die Gruppe ausmachen: Der Ultra-Gedanke und die Freundschaft untereinander. Freundschaft bedeute für die „Violet Crew“ sowohl an Spieltagen, als auch über den Spieltag hinaus bedingungslos zu seinen Jungs zu stehen, mit ihnen durch „Dick und Dünn“ zu gehen, seinen Freunden in der Not zu helfen und gemeinsam für einander einzustehen, wenn es darauf ankäme. Er betonte, dass dieses bedeute zu den Personen zu stehen und nicht immer zu allen Handlungen Einzelner, „denn wir sind alle Menschen und machen alle Fehler“, so das führende „VC“-Mitglied.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor führt in das Phänomen der Ultra-Bewegung ein, begründet die Wahl der „Violet Crew“ als Fallbeispiel und legt die forschungsleitende Frage nach der Kriminalisierung der Gruppe dar.

Teil I: Der Begriff „Ultra“: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der Ultras in Italien, deren europaweite Verbreitung sowie die typische Struktur und Aktivitäten wie Choreographien und Fanpolitik.

Teil II: Die „Violet Crew“: Hier erfolgt eine detaillierte Vorstellung der „Violet Crew“ Osnabrück, inklusive ihrer Mitgliederstruktur, Historie, Identität sowie ihrer Projekte wie das Fanzine und der geplante Fancontainer.

Teil III: Das Verhältnis der Ultras, insbesondere der „Violet Crew“, zur Polizei: Dieser Abschnitt analysiert kritisch das Spannungsfeld zwischen polizeilichem Handeln und der Ultraszene, wobei die Gewaltproblematik und die unterschiedliche Wahrnehmung der Fan-Kultur diskutiert werden.

Fazit: Abschließend wird die Ausgangsfrage reflektiert und die Schlussfolgerung gezogen, dass eine pauschale Kriminalisierung der Gruppe nicht haltbar ist, während gleichzeitig ein dringender Dialogbedarf zur Missverständnisklärung besteht.

Schlüsselwörter

Ultras, Violet Crew, VfL Osnabrück, Fankultur, Fancontainer, Polizei, Kriminalisierung, Stadionverbote, Gewaltprävention, Fanpolitik, Soziologie, Jugendsubkultur, Selbstverständnis, Vereinsidentität, Choreographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ultra-Gruppierung „Violet Crew“ des VfL Osnabrück im Kontext ihres Selbstverständnisses und ihres gesellschaftlichen Status, insbesondere unter dem Aspekt einer möglichen Kriminalisierung durch Außenstehende.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehungsgeschichte der Gruppe, ihre innere Organisation, ihr fanpolitisches Engagement, das Verhältnis zu den Sicherheitsbehörden und die kritische Reflektion ihres Verhaltens.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Studie?

Das primäre Ziel ist es, Vorurteile gegenüber der Ultra-Kultur abzubauen und zu hinterfragen, ob die oft pauschale Stigmatisierung als delinquente Gruppierung der tatsächlichen Lebensrealität der „Violet Crew“ entspricht.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf Literaturanalysen sowie auf eine eigene empirische Forschung in Form von Fragebögen, die an Schlüsselpersonen der Fanszene, den Fanbeauftragten und die Polizei gesandt wurden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition „Ultra“, die detaillierte Historie der „Violet Crew“ sowie die Analyse des Konfliktpotenzials zwischen Ultras und der Polizei.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Fanidentität, Repression, Polizeiwillkür, Fancontainer-Projekt, Vereinsbindung und dem Spannungsfeld zwischen Kommerzialisierung und gelebter Fußball-Leidenschaft.

Was unterscheidet die „Violet Crew“ von anderen Fan-Gruppierungen?

Laut der Studie zeichnet sich die Gruppe durch ein hohes Maß an Eigenorganisation (Do-It-Yourself-Ideologie), ein ausgeprägtes soziales Engagement innerhalb der Fanszene und eine klare fanpolitische Ausrichtung gegen Kommerzialisierung aus.

Warum ist das Projekt „Fancontainer“ für die Gruppe von so hoher Bedeutung?

Der Fancontainer sollte als zentraler Anlaufpunkt und Freiraum dienen, um die Identifikation mit dem Verein zu stärken und Jugendlichen den Einstieg in die Fankultur unter pädagogisch wertvollen Gesichtspunkten zu ermöglichen.

Wie bewertet der Fanbeauftragte das Verhalten der Gruppe?

Der Fanbeauftragte des VfL Osnabrück stuft die Gruppe nicht als generell kriminell oder gewalttätig ein, sondern als eigenständige Gruppierung mit einer sozialen Ader, die lediglich gelegentlich ihre Grenzen austestet.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Polizei?

Der Autor stellt fest, dass das angespannte Verhältnis primär auf beiderseitigen Missverständnissen beruht und fordert einen intensiveren Dialog, um Vorurteile abzubauen und die Zahl gewalttätiger Ausschreitungen langfristig zu senken.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Ultras. Delinquente Jugendsubkultur oder kriminalisierte Leidenschaft?
Subtitle
Am Beispiel der "Violet Crew" Osnabrück
College
University of Applied Administrative Sciences Judicature Hildesheim  (Fakultät Polizei)
Course
Soziologie/Politologie
Grade
0,66 (15 Punkte)
Author
Dipl.-Verwaltungswirt Nils Pilgrim (Author)
Publication Year
2007
Pages
36
Catalog Number
V232286
ISBN (eBook)
9783656488262
ISBN (Book)
9783656491606
Language
German
Tags
Ultras Jugendkultur Subkultur Fußball Stadion Fanszene Fankultur Fans VfL Osnabrück Delinquenz Kriminalität Gewalt Polizei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Verwaltungswirt Nils Pilgrim (Author), 2007, Ultras. Delinquente Jugendsubkultur oder kriminalisierte Leidenschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232286
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint