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Prothetik. Die Chance auf neue Mobilität und Lebensqualität

Title: Prothetik. Die Chance auf neue Mobilität und Lebensqualität

Seminar Paper , 2013 , 45 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Adrian Seeland (Author)

Biology - Diseases, Health, Nutrition
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit analysieren wir die historische Entwicklung der Prothesen vom Altertum bis in die heutige Zeit. Hierbei werden der Vergleich und die Darstellung gesund-heitlicher Auswirkungen einer Prothese im Mittelpunkt stehen. Weiterhin stellen wir die Ver-änderung der Möglichkeiten zur Anfertigung einer Prothese im Laufe der Zeit und die daraus resultierenden Neuerungen dar. Um den Umfang dieser Arbeit in einem überschaubaren Rahmen zu halten, beschränken wir uns überwiegend auf die Produkte der Firma Otto Bock. Dabei beschränken wir uns hauptsächlich auf Prothesen unterer Extremitäten und Hand-Prothesen. Zum besseren Verständnis der Funktionsweise und des Aufbaus einer modernen Beinprothese, beziehen wir uns auf das Bein und den Gangzyklus eines gesunden Menschen. Ausgehend von verschiedensten Kriterien, wie dem Mobilitätsgrad, der Amputationshöhe und den technischen Möglichkeiten, werden die jeweiligen Prothesenpassteile erklärt. Die einzelnen Prothesenträger haben jeweils verschiedene Ansprüche in Bezug auf die Leistungsfähigkeit im täglichen Leben. Um eine für den Mobilitätsgrad der Personen passende Prothese her-zustellen, wurde das MOBIS®-System entwickelt, welches ebenfalls in unserer Arbeit analysiert wird. Darüber hinaus stellen wir eine Übersicht der einzelnen Spezifikationen des Geniums und C-Legs her, die den Trägern im Alltag zu Nutzen kommen. Dazu zählt auch die Aqua-Line Prothese, die es ermöglicht Nassbereiche, wie zum Beispiel Schwimmbäder oder Duschen sicher zu betreten.
Um Informationsmaterial zu sammeln, haben wir die Ausstellung des Unternehmens Otto Bock in Duderstadt besucht. Dabei verschaffte uns ein Mitarbeiter des Unternehmens einen Überblick über die Entwicklung des Unternehmens Otto Bock sowie von herausragenden technischen Leistungen der vergangenen Zeit. Da wir weitere praktische Anwendungsbeispiele zur Erstellung der Seminarfacharbeit benötigten, besichtigten wir die Orthopädie- und Rehatechnik-Messe in Leipzig.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entwicklung der Prothetik vom Altertum bis in die Neuzeit

2.1 Prothesen im Altertum

2.2 Prothesen im Mittelalter

2.2.1 Prothesen der unteren Bevölkerungsschicht

2.2.2 Prothesen der oberen Bevölkerungsschicht

2.3 Prothesen im Sechzehnten Jahrhundert

2.4 Sauerbruchhand

3 MOBIS® - Individuelle Mobilitätsgrade

3.1 Erklärung des MOBIS® - Systems

3.2 Mobilitätsgrade und Therapieziele

4 Beinprothesen der heutigen Generation

4.1 Qualitativ hochwertige Beinprothesen als Neustart für Patienten und Herausforderung für die Hersteller

4.2 Das Bein und der Gangzyklus des Menschen

4.3 Beinprothese als „Ersatzteil“ des menschlichen Körpers

4.3.1 Die Amputationshöhe als „Maßeinheit“

4.3.2 Aufbau einer Beinprothese

4.3.2.1 Schaftsysteme

4.3.2.2 Das künstliche Kniegelenk für Oberschenkelamputierte

4.3.2.3 Fußprothesen

4.3.2.4 Hüftgelenksysteme

4.3.3 Zusammenstellung und gegenseitige Beeinflussung einzelner Prothesenpassteile

5 Verbesserung der Mobilität und Lebensqualität am Beispiel von Beinprothesen

5.1 Schwimmsport mit der Aqua-Line Produktlinie

5.1.1 Vorstellung der Prothese

5.1.2 Besonderheiten der Schwimmprothese

5.2 Den Alltag meistern mit der Genium und C-Leg-Prothese

5.2.1 Die Genium im täglichen Leben

5.2.2 Alltägliche Einsatzmöglichkeiten des C-Leg´s und des C-Leg compact

6 Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Prothetik vom Altertum bis zur Gegenwart, mit einem Fokus auf moderne Beinprothesen der Firma Otto Bock. Ziel ist es, die technischen Fortschritte in Bezug auf Mobilität und Lebensqualität aufzuzeigen sowie die individuellen Anforderungen von Patienten durch Systeme wie MOBIS® zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung von Prothesen von der Antike bis zur Neuzeit
  • Funktionsweise und Aufbau moderner Beinprothesen (Schaft, Gelenke, Füße)
  • Einfluss von Mobilitätsgraden auf die Prothesenversorgung
  • High-Tech-Lösungen wie Genium, C-Leg und Aqua-Line im Alltag
  • Vergleich von technischer Leistungsfähigkeit und menschlichem Gangbild

Auszug aus dem Buch

2.3 Prothesen im Sechzehnten Jahrhundert

Im sechzehnten Jahrhundert wurden die Beinprothesen durch Ambroise Paré revolutioniert. Ambroise Paré (um 1510-1590) war der königliche Chirurg, welcher die französische Armee betreute. Die Soldaten mussten zur damaligen Zeit während den Schlachten und auf den Wegen zu den Kriegsschauplätzen weite Strecken zu Fuß zurücklegen. Ritter, welche ein Bein im Kampf verloren hatten, waren nicht mehr in der Lage, an den Schlachten teilzunehmen. Da es allerdings sehr teuer war, immer wieder neue Krieger anzuheuern, stellte der König von Frankreich Ambroise Paré die finanziellen Mittel zur Verfügung, um neue fortschrittlichere Prothesen zu entwickeln. Ziel war es, die Prothesen so zu optimieren, dass auch Ritter mit Behinderungen wieder am Kampfgeschehen teilnehmen konnten.

Daraufhin entwickelte Paré eine Prothese, welche der Grundstein für alle heutigen Prothesen ist. Nachdem die Prothesen vorher meist nur einfach am Stumpf des abgetrennten Beines befestigt wurden, und so wackelten und abfielen, wurde der Stumpf nun in die Prothese eingebettet. Bei den vorherigen Beinprothesen hat oftmals das Material am Bein des Verletzten gescheuert und so immer wieder neue, offene Wunden verursacht. Durch die Einbettung des Beinstumpfes in die Prothese konnte dies nun weitgehend vermieden werden (vgl. Abb. 7). Die Prothese wurde dann am Kleidungsstück, welches den Oberkörper bedeckte, meistens einem Wams, durch Schnallen festgemacht. Das Fußgelenk der Prothesen war ein Scharniergelenk (vgl. Abb. 7), welches ein besseres Abrollen des Fußes ermöglichte. Durch diese Erneuerung war das Gehen mit einer Prothese nicht mehr so kraftaufwendig wie vorher, und es konnten so weitere Strecken zurückgelegt werden. Außerdem erhielt die Prothese dann noch ein Überzug aus Eisen, welcher sie einer Ritterrüstung noch ähnlicher machte, sodass die Prothese im Kampf kaum erkennbar war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Prothetik ein und benennt den Fokus auf Otto Bock-Produkte sowie die Analyse des Gangzyklus zur Funktionserklärung moderner Prothesen.

2 Die Entwicklung der Prothetik vom Altertum bis in die Neuzeit: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg der Prothesen nach, von frühen primitiven Modellen in der Antike über die Armprothese des Götz von Berlichingen bis hin zu den Innovationen von Ambroise Paré im 16. Jahrhundert.

3 MOBIS® - Individuelle Mobilitätsgrade: Das Kapitel erläutert das MOBIS®-System der Firma Otto Bock, welches Patienten nach Mobilitätsgraden und Gewichtsbelastung einstuft, um eine passgenaue Versorgung sicherzustellen.

4 Beinprothesen der heutigen Generation: Hier wird der Aufbau moderner Beinprothesen, bestehend aus Schaft, Kniegelenk und Fußpassteilen, detailliert beschrieben und deren Integration in den menschlichen Gangzyklus analysiert.

5 Verbesserung der Mobilität und Lebensqualität am Beispiel von Beinprothesen: Anhand konkreter Produkte wie der Aqua-Line, der Genium und dem C-Leg wird gezeigt, wie moderne High-Tech-Prothesen den Alltag von Anwendern erleichtern und sportliche Aktivität ermöglichen.

6 Schlussteil: Das Fazit stellt fest, dass moderne Prothesen zwar einen hohen technischen Stand erreicht haben, jedoch das menschliche Bein in seiner Gesamtheit aus Funktionalität und Sensorik noch nicht vollumfänglich ersetzen können.

Schlüsselwörter

Prothetik, Beinprothesen, Mobilitätsgrad, Otto Bock, Gangzyklus, Amputation, MOBIS, C-Leg, Genium, Aqua-Line, orthopädische Technik, Rehabilitation, Lebensqualität, Schaftsysteme, Kniegelenk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und technischen Entwicklung von Prothesen, insbesondere von Beinprothesen, und deren Einfluss auf die Mobilität und Lebensqualität von Amputierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Prothetik, dem MOBIS®-Klassifizierungssystem, dem technischen Aufbau moderner Beinprothesen sowie praxisnahen Anwendungsbeispielen von High-Tech-Produkten im Alltag.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Prothetik zu analysieren, die Funktionsweise moderner Passteile zu erklären und aufzuzeigen, wie diese die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Historie, eine technische Untersuchung der Prothesenkomponenten sowie auf praktische Erkenntnisse aus Unternehmensbesuchen und Messebesuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Evolution, die methodische Einteilung der Prothesen nach Mobilitätsgraden, den technischen Aufbau (Schaft, Knie, Fuß) und die Analyse spezifischer Produktlinien wie C-Leg und Genium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Prothetik, Mobilitätsgrad, Otto Bock, Gangzyklus, Amputation, C-Leg, Genium und Rehabilitation.

Was ist das MOBIS®-System?

Es ist ein Klassifizierungssystem der Firma Otto Bock, mit dem Patienten basierend auf ihrem Mobilitätsgrad und Körpergewicht in Gruppen eingeteilt werden, um die geeigneten Prothesenkomponenten zu wählen.

Warum spielt das Gewicht des Patienten bei der Prothesenwahl eine Rolle?

Das Gewicht bestimmt die Auswahl der Komponenten, da diese auf maximale Belastungen ausgelegt sind und bei Überschreitung der Grenzen Schaden nehmen oder die Sicherheit des Nutzers gefährden könnten.

Was unterscheidet die Aqua-Line von anderen Prothesen?

Die Aqua-Line ist speziell für Nassbereiche konzipiert; sie ist wasserbeständig, korrosionsgeschützt und verfügt über eine Sperrfunktion sowie eine Anti-Rutsch-Sohle für sicheren Stand in Schwimmbädern oder Duschen.

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Details

Title
Prothetik. Die Chance auf neue Mobilität und Lebensqualität
Grade
2,0
Author
Adrian Seeland (Author)
Publication Year
2013
Pages
45
Catalog Number
V232360
ISBN (eBook)
9783656530077
ISBN (Book)
9783656531753
Language
German
Tags
prothetik chance mobilität lebensqualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Seeland (Author), 2013, Prothetik. Die Chance auf neue Mobilität und Lebensqualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232360
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