Regionale Innovationsnetzwerke in Polen am Beispiel der IT-Branche in Niederschlesien


Diplomarbeit, 2004

98 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Gliederung:

1. Einführung
1.1. Problemstellung der Arbeit
1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3. Regionen und Regionale Innovationssysteme – Begriffsklärung
1.4. Zum Begriff der Region
1.5. Zum Begriff eines Regionalen Innovationssystems-RIS
1.6. Zur Umfrage der IT-Unternehmen

2. Die Globalisierung und der Paradigmenwechsel in der Wirtschaft „new industrial spaces
2.1. Institutionsökonomische Perspektive
2.2. Wertschöpfungsketten als neues Produktionssystem
2.3. Elastische Produktion
2.4. Eine Typologie der Regionalen Innovationssysteme
2.4.1. Die institutionelle Infrastruktur in einem RIS
2.4.2. Die Unternehmen in einem RIS
2.5. F&E in einem RIS
2.5.1. Ausgaben für F&E und Innovationen
2.6. Innovationen durch Direktinvestitionen
2.7. Lernen als Prozess
2.8. Innovationsnetzwerk und das globale Netzwerk

3. Systemtransformation und ein Regionales Innovationsnetzwerk
3.1. Die Systemtransformation Polens
3.2. Beschäftigungsstruktur in Polen
3.3. Branchestruktur Polens
3.4. Die Probleme der Systemtransformation in Polen
3.5. Die Regionalpolitik Polens
3.5.1. Dezentralisierung und die administrative Reform 1999
3.6. Die F&E Politik Polens
3.6.1. Human Ressources und der F&E-Sektor in Polen /p> 3.6.2. Die F&E Investitionen der Unternehmen
3.7. Der polnische IT-Markt im Kontext der EU Erweiterung

4. Der IT-Markt in Polen und die Kluft zu den westlichen Nationen
4.1. Die Struktur und die Charakteristik der IT-Branche in Polen
4.2. Der IT – Markt und der KMU Sektor in Polen
4.3. Die Verteilung des IT – Sektors auf die Woiwodschaften
4.4. Technologie – und Forschungsparks auf die Regionen verteilt
4.5. Die unternehmensunterstützenden Institutionen

5. Die IT-Branche in der Region Niederschlesiens
5.1. Makroökonomische Daten im interregionalen Vergleich
5.2. IT-Unternehmen in der Region
5.3. Die Umfrage der IT – Unternehmen
5.4. Die horizontale Zusammenarbeit in der Region Niederschlesiens
5.5. Die Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

7. Figurenverzeichnis

8. Tabellenverzeichnis.

9. Diagramverzeichnis.

10. Kartenverzeichnis

11. Websites

1. Einführung

Nach der Demokratisierung Polens und der anderen MOE Staaten nach 1989 kam es in dem Staat zu riesigen wirtschaftlichen Umwälzungen. Der 1990 eingeführte „Balcerowicz – plan“ liberalisierte zwar die bis dahin planwirtschaftlich gelenkte Wirtschaft, hat aber auf der anderen Seite negative aber auch damals unumgängliche Nebeneffekte mit sich gebracht. Für die zwischen 1945 – 1989 von der kommunistischen Regierung finanziell und strukturell unterstützte Schwerindustrie Polens war das der Anfang vom Ende. Plötzlich war Oberschlesien nicht mehr das Industriezentrum, das dem Staat die meisten Devisen einbrachte, sondern fast die ganze Region Oberschlesiens ist zum größten Sorgenkind für den Staat geworden. Andere kleinere im Land verteilte und vom Staat unterstütze Industriezentren standen vor dem gleichen Problem des Subventionsabbaus und daraus folgenden Umstrukturierungsmaßnahmen. Diese wirtschaftliche Umstellung führte zum Beschäftigungsrückgang in der Schwerindustrie und dem Beschäftigungszuwachs im Dienstleistungssektor, aber leider auch zum Beschäftigungszuwachs in dem bis heute angeschlagenen Agrarsektor und damit zur neuen aber nicht modernen Arbeitsteilung in Polen. Natürlich hatte die wirtschaftliche Entwicklung auch regionale Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote und das Pro - Kopf Einkommen in den betroffenen Regionen. Einige Agglomerationen und Regionen schafften die Umstellung der Wirtschaft auf den Dienstleistungssektor und andere wettbewerbsfähige Wirtschaftszweige, was zugleich zur Herausbildung von interregionalen Diskrepanzen geführt hat (von Speicher P. 2001, S.51)[1].

Die Systemtransformation in Polen deckt sich zusätzlich mit den neuen globalen wirtschaftlichen Entwicklungen; „Globalization and innovation are two key motors of the contemporary international political economy, producing greater integration of economies through commerce, foreign investment, elongated supply chains and seamless financial flows“ (Cooke P. 2000, S. 12)[2]. Durch mehr Innovationen also schafft man es im internationalen Wettbewerb nicht das Schlusslicht zu sein.

Eine innovative Wirtschaft kann den Regionen helfen ihre vielleicht nicht all zu gute wirtschaftliche Lage aufzubessern und Polen gehört mit Sicherheit zu den Regionen der Welt, die den Anschluss an den Westen mit Sicherheit nicht verlieren möchte und an die EU –Mitgliedstaaten anschließen will: „Einer der wichtigsten Indikatoren für die adaptability der Wirtschaft an das neue Wirtschaftssystem und für ihre Öffnung auf die Weltwirtschaft ist der Grad der Innovativität der Unternehmen.“ (Stryjakiewicz T. 1999. S.121)[3] (eigene Übersetzung).

Viele innovative Branchen konzentrieren sich regional und setzten sich international durch; für die IT-Branche steht die Region Kaliforniens „Silicon Valley“ als bestes Beispiel, für die Medienbranche ist der bekannteste Ort „Hollywood“ ebenfalls in Kalifornien. Diese Regionen haben eines gemeinsam, nämlich die durch Alfred Marshall bezeichnete „industrial atmosphere“[4]. In diesen Regionen können sich somit, nennen wir es Industriecluster entwickeln, in denen der Grundgedanke dominiert: „Ob unter Rückgriff auf ältere Konzepte wie „industrieller Distrikt“ oder „Agglomerationsvorteile“ oder ob mit neuen Begriffen wie „Synergien“ oder „Netzwerke versehen, gemeinsam ist diesen Ansätzen die Annahme, dass den innerregionalen Verflechtungen eine zentrale Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit und die Stabilität regionaler Wirtschaftsstrukturen beizumessen ist.“ (Rehfeld D. 1994. S. 187)[5].

Diese Verflechtungen sollen vor allem dem Technologie und – dem Wissenstransfer dienen, der die Wirtschaftsentwicklung der Region positiv beeinflussen sollte: „If all knowledge were readily transformed into information to which everyone had easy acces, there would be little incentive for firms, regions and nations to invest in R&D and technology gaps between regions and countries would be minor and temporary.“ (Lundvall B./Borras S. 1997, S. 33)[6].

Auf Grund der innerregionalen Verflechtungen entstehen also politische, ökonomische und soziale Netzwerke, die den Wissenstransfer in der Region erleichtern, und dadurch den Lernprozess der lokalen Akteure unterstützen, damit die auf dem Wissen basierenden Branchen sich dort konzentrieren und immer mehr Innovationen generieren (Bruch-Krumbein W./Hochmuth E. 2000, S. 37-59)[7].

In den fortschrittlichen Industrienationen beziehen sich damit die Standortvorteile der Region nicht mehr nur bloß auf ihre natürlichen Ressourcen, sondern auf die Art und Weise wie die funktionale Integration der Region fortgeschritten ist, wie ihre bisherige Industrieentwicklung voranschritt, und über welche Art des sozialen Kapitals die Region verfügt (Bruch-Krumbein W./Hochmuth E. 2000, S. 37-59)[8].

Die sozioökonomische Struktur der Region ist für die wirtschaftliche Entwicklung derselben verantwortlich, und da die Regionen unterschiedliche sozioökonomische Strukturen entwickeln bzw. entwickelt haben, kommt es zur interregionalen Disparitäten. Die hier behandelte Region Niederschlesien (Dolny Śląsk) befindet sich in Polen und gehört zu den früheren Industrieregionen des kommunistischen Polens: „In den postkommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas überlagert sich der globaler Transformationskontext der Wirtschaft und der Industrie mit dem Kontext der Transformationsreformen in den postkommunistischen Ländern (daher sprechen wir in diesem Fall von Systemtransformation).“ (Stryjakiewicz T. 1999, S.23), (eigene Übersetzung)[9].

Die innovativen Produkte und Leistungen der IT - Branche veralten in den heutigen Zeiten viel rascher, weil diese Branche grundsätzlich auf Innovationen fußt und einem ständigen Wandel unterliegt: „Innovation is affected by globalization because it heightens competition and pressures firms into being more innovative, even permanently innovative to a greater or lesser extent, because of rapid change and the cosst-quality pincer-movement that constrains strategic choice.“, (Cooke P. 2000, S. 12)[10]. Diese branchenspezifische Charakteristik, die durch eine entsprechende sozioökonomische Struktur einer Region stimuliert wird, bildet ein regionales Innovationssystem aus (RIS):

„ What do we mean by regional innovation system? It is a concept drawn from evolutionary economics which stresses the choice firm managers have of choosing the trajectory of their firm by learning and changing as a consequence of social interaction focused on economic issues. Such interaction moves beyond the business sphere , especially where innovation is the firm-function in question. It reaches the public sphere of universities, research labs, technology transfer and training agencies.”,(Cooke P. 2000, S. 21)[11]

Ein Innovationsnetzwerk ist demnach ein interaktives System, das effektiv die Wirtschaft der Region stimuliert und den Wissenstransfer koordiniert: „As an interactive process, involving this range of actors, innovation can be enhanced by proximity, though localized learning alone is clearly not enough. Where the flow of knowledge and relevant information for innovation is rich and rapid we interacting with national and global systems (Edquist C. 1997, S.35)[12]. Der Wissenstransfer ist in einem regionalen Innovationssystem demnach so koordiniert, dass die meisten Unternehmen global daran teilnehmen können und unter anderem dieser Koordination verdankt ein regionales Innovationssystem die auf diese Weise entstehenden innovativen Produkte. Diese Schnittstellen in einem Innovationsnetzwerk erlauben den Akteuren schnelle Kommunikation und fast totale Information über weltweite technologische Fortschritte.

Die Region, dieser nicht mehr bloß nur ein geographisch begrenzter Raum, wird damit von einer institutionsökonomischen Perspektive aus betrachtet, und damit in ein mehr – Ebenen System integriert – „Innovativität ist eine Verknüpfung vielfältiger Indikatoren. Diese sind nicht nur bloß technologischer oder finanzieller Natur, sondern verknüpft mit der Bildung, Organisation und dem Management, mit der Kultur und mit der Mentalität“, (Guliński J. 2002, S.4)[13].

In dieser Arbeit wird ein Versuch unternommen, ob die sich gegenwärtig transformierende Region Europas Niederschlesien zu einem Innovationssystem entwickelt, und ob in dieser Region eine auf Innovationen basierende Branche, wie die IT, nicht nur Fuß fassen konnte, sondern ob sie sich dynamisch weiterentwickelt.

Dieses Konzept des regionalen Innovationssystems wird in dieser Arbeit benutzt, weil es im Ansatz die regionalen Disparitäten auszugleichen versucht. Einige periphere Regionen Europas werden mit Hilfe solcher Konzepte zur Wirtschaftsentwicklung stimuliert und in einigen zeigt diese neue Regionalpolitik schon die ersten Früchte (Cooke P. 2000, S. 129)[14]. Im Baskenland oder in Wales, und in Baden – Württemberg entwickeln sich unter einer starken politischen Einwirkung der lokalen Entscheidungsträger die möglich erfolgreichen regionalen Innovationssysteme.

1.1. Problemstellung der Arbeit

Vor diesem Hintergrund und angesichts des voraussichtlichen EU – Beitritts Polens gilt es zu prüfen, ob in Polen wettbewerbsfähige Regionen entstanden sind, oder ob solche in einer langfristigen Perspektive entstehen können. Die interregionalen Entwicklungsunterschiede in Polen sind evident, dennoch gibt es von der polnischen Miller – Regierung seit 2002 ein Strategiepapier „Partnerschaft für Unternehmertum“ und seit der administrativen Reform der Buzek – Regierung 1999, einige Versuche politisch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu beeinflussen, um aus der polnischen Wirtschaft einen wettbewerbsfähigen und einen in der Welt gleichwertigen wirtschaftlichen Partner zu kreieren.

Diese Versuche entspringen der Annahme, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der heutigen Zeit erst durch den technischen Fortschritt erreicht wird, und dieser technischer Fortschritt spiegelt sich in dem Stand der wirtschaftlichen Entwicklung des High – Tech Sektors wieder. Dazu gehört seit längerem die IT – Branche und dieser widme ich mich in meiner hier vorliegenden Arbeit. Dieser Wirtschaftszweig hat in den modernen Wirtschaften den Schwerindustriesektor fast gänzlich abgelöst, und da Polen sich in einer Transformationsphase befindet und ihr diese wirtschaftliche Umstellung noch bevorsteht, ist es bedeutend zu erfahren, wie und wo in Polen die IT –Branche Fuß gefasst hat.

Die Region Niederschlesiens hat eine 30 – jährige Tradition im IT –Sektor (in Wrocław war die in MOE größte Computerfabrik „Odra“), durch die A4, den Breslauer Flughafen, und den für polnische Verhältnisse gut ausgebauten Schienennetz ist die Region funktional gut integriert. Die A4 verbindet außerdem die Region Niederschlesiens mit der Woiwodschaft Opolskie, Śląskie und Małopolskie, im Westen verbindet diese Autobahn diese Regionen direkt mit dem Bundesland Sachsen –Anhalt. Die Grenznähe, der Urbanisierungsgrad, die mehreren wichtigen Schul- und Universitätseinrichtungen in der Region, der Wachstum des KMU –Sektors und Wrocław, neben Legnica, Wałbrzych, Leszno, die wichtigste Agglomeration der Region, ergeben zusammengenommen Standortvorteile, die eine wirtschaftliche Umstellung der Region positiv mitbeeinflussen könnten.

Die IT – Branche gehört aber allgemein gefasst zu dem Wirtschaftszweig der Neuen Technologien und ist ebenfalls mit der teleinformatischen Branche sehr eng verknüpft. Diese Branche basiert auf dem Wissen und spiegelt somit den Entwicklungsstand des technologischen Fortschritts wieder: „Aus der globalen Perspektive betrachtet, gehört der Forschungs- und Entwicklungssektor zu dem sich am dynamischsten entwickelnden Sektoren, da er auf Innovationen und dem kommerzialisierten Wissen fußt. Dieser Sektor hat in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften einen immer größeren Anteil am BIP und beschäftigt immer mehr Menschen, wobei in diesen Ländern der Beschäftigtenanteil im Agrarsektor sich längst stabilisiert hat. Die gleiche Entwicklung in der Beschäftigtenstruktur macht gegenwärtig die Industrie durch. In den USA fiel der Beschäftigtenanteil im Industriesektor auf 20% und die Tendenz ist weiter fallend. Ebenfalls in den USA ist der Beschäftigtenanteil im Forschungs- und Entwicklungssektor bei über 8%, Tendenz steigend, in der EU liegt er bei 5%, in Polen bei 1%. In diesem Sektor arbeiten die best verdienenden und die best ausgebildeten Leute. Sie produzieren neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen. Das intelektuele Potential ist das Erdöl des XXI Jhd. und die Fähigkeiten es zu nutzen, bringen den Einwohnern des jeweiligen Landes den Wohlstand.“, (Hejka M. 2003, S.1f)[15].

Die IT – Branche bietet also verschiedene neue Dienstleistungen und Produkte an; von e – Commerce, e – governement, e – learning, Software- und Hardwareentwicklung und Vertrieb, bis zum Computerverkauf und Internetanbieter. Aus dem Stand der Entwicklung dieser Branche leitet man heutzutage in den modernen Gesellschaften die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft des jeweiligen Landes ab.

Mit anderen Worten, ohne Computer, entsprechende Software und Internetzugang kann man sich heutzutage in der global vernetzten Wirtschaft kein modernes Unternehmen mehr vorstellen. Der Wachstum und die Dynamik in dieser Branche sind, wie bei anderen Sektoren und Branchen von vielen Indikatoren abhängig, dennoch wird die Entwicklung und der Erfolg der IT – Branche vor allem durch das kommerzialisierte Wissen generiert[16].

Auf der einen Seite haben wir in der Arbeit ein sich gerade seit einer Dekade transformierendes Wirtschaftssystem Polens und auf der anderen Seite eine auf dem F&E-Sektor basierende IT-Branche, die in dieses Wirtschaftssystem versucht wird zu integrieren. Außerdem gehört die Region der Woiwodschaft Dolnośląskie (Niederschlesen) zu den peripheren Regionen Europas und sie ist auch nicht die bestentwickelte Region Polens.

Im Jahr 2000 hat die Region ein BIP von über 27 Mld.€ erwirtschaftet (8% des Landes BIP). BIP per capita erreichte etwas über 9 Tsd.€, was in etwa 40,2% des EU-Durchschnitts beträgt. In der Region dominiert weiterhin die Industrie, der Bergbau und die Elektrizitätswerke. Der Dienstleistungssektor wächst aber weiterhin sehr dynamisch, wobei der Industriesektor eine negative Wachstumsdynamik aufweist. Dieser Sektor generiert aber immer noch die meisten Innovationen in der Region. Insgesamt wurden in der Region 11 Mld. zł. investiert (9% der Investitionen insgesamt in Polen). In den Jahren 1999-2001 investierte man in Innovationen etwa 740 Mio. zł. jährlich, etwa 6,3% der Investitionen für Innovationen in Gesamtpolen. Die größten finanziellen Aufwendungen für Innovationen kamen aus den Sektoren: Maschinenbau (149 Mio.zł), Bergbau (129 Mio. zł.), Automobilindustrie (98 Mio.zł.), Chemieindustrie (64 Mio. zł. davon übermäßig viel für F&E), Elektroindustrie (38 Mio. zł.)[17].

Wie man sieht ist die IT-Branche in dieser Aufzählung nicht erwähnt worden, woraus auf ihre noch eher schwache Position in der Regionalwirtschaft zu schließen ist. Die Anzahl der Unternehmen in der Region betrug im Dezember 2002 295. Tsd. , davon 4,6 Tsd. Mit ausländischem Kapital. 18% der finanziellen Aufwendungen für Innovationen wurde von den Unternehmen für F&E ausgegeben, was über den Landesdurchschnitt liegt (10%). 9 355 Tsd. Erwerbstätige werden im F&E Sektor beschäftigt, 208 Patente wurden im Jahr 2001 beim Patentamt angemeldet, davon wurden 65 amtlich patentiert[18]. Bei der Recherche konnte nicht festgestellt werden, ob unter den Patenten auch IT-Produkte dabei gewesen waren.

Dies ist nur ein sehr kleiner Überblick über die wirtschaftliche Lage der Region. Dies ist aber für die Fragestellung dieser Arbeit wichtig, denn daraus erkennen wir, dass Niederschlesien eine durch Industrie geprägte Region ist, in dem der Dienstleistungssektor ständig wächst, und in dem tendenziell mehr als wo anders in Polen in F&E investiert wird. Die IT-Branche ist an diese Branchen zwar als potentieller Partner und Auftragsnehmer gekoppelt, hat aber selbst sich noch nicht kräftig entwickeln können.

„Das Nebeneinander von niedergehenden Industrieregionen und neuen industriellen Wachstumspolen sowie prosperierenden metropolitanen Dienstleistungszentren, das in den westeuropäischen Länder als „Polarisierung der Stadt- und Regionalentwicklung“ thematisiert wurde, erhält nun in den 90er Jahren einen räumlich stark erweiterten Bezugsrahmen durch die europäische Integration und die Einbeziehung ostmitteleuropäischer Länder in die globale Marktwirtschaft.“ (Krätke S. 1997, S.9)[19]. Demnach ist das in der Region geballte Produktionssystem für den wirtschaftlichen Werdegang derselben verantwortlich. Indem die Regionen also zur Ballungszentren von wissensintensiven Branchen avancieren, sichern sie sich Wachstumsperspektiven, die den Wohlstand der Region aufbessern. Die Region Niederschlesiens hat nach der postkommunistischen Ära die Chance sich an das globale Wirtschaftssystem anzuschließen, indem sie der globalen Entwicklung folgend die Region zu einem innovativen System aufbaut, wo sich die wissens- und technologieorientierte IT-Branche entwickeln kann.

1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

In den Kapiteln 2. und 3. des Hauptteils dieser Arbeit wird das Konzept eines regionalen Innovationssystems (RIS) erörtert, das auf Interaktion der Wirtschaft und der Politik aufbaut, um den Wissenstransfer in der Region zu koordinieren, und was Mechanismen zur Finanzierung von Innovationen entwickelt. Da dieses Konzept der Regionalentwicklung schon weltweit in verschiedenen Varianten angewandt wurde, hat es seine Flexibilität unter Beweis stellen können. Ein IT-Netzwerk entwickelt sich auch nur in einem Innovationssystem, darum wird in der Arbeit später geschaut, ob ein solche innovative Regionalpolitik in Niederschlesien überhaupt statt findet. Da das Entstehen eines Innovationssystems ein sehr komplexer Prozess ist, gehe ich in den zwei ersten Kapiteln auch auf die neuen Paradigmen in der Wirtschaft und auf die Rolle der Politik im Aufbau und dem Aufrechterhalten solch eines Systems ein: „The institutional and technological changes that had driven the process of economic transformation typically have strong gegraphic roots: they develop in particular places and societies at particular times. In turn, the institutional and technological chnages underlying industrialization alter the geographic conditions of production everywhere.“ (Hayter R. 1998, S. 43)[20]

In den Kapiteln 3. und 4. dieser Arbeit werde ich die wirtschaftliche Entwicklung Polens der letzten Dekade skizzieren, um vor allem auf die sich dadurch herauskristallisierenden interregionalen Disparitäten aufmerksam machen zu wollen, die in der Praxis eine rasche wirtschaftliche Entwicklung der Regionen blockieren bzw. beschleunigen. Ich werde dann vor allem auf die Entwicklung der IT –Branche in Gesamtpolen und auf deren regionale Verteilung eingehen. Dabei werde insbesondere auf die regionalpolitischen Maßnahmen im Hinblick auf die finanzielle Förderung des für ein innovatives Netzwerk so wichtigen KMU-Sektors eingehen. Insbesondere werde ich auf die Zusammenarbeit der öffentlichen Institutionen mit den lokalen wirtschaftliche Akteuren aus dem KMU-Sektor eingehen wollen, und außerdem die Rolle des venture capitals für die IT-Branche thematisieren.

Die Kapiteln 3. und 4. stellen die Brücke zu meinem letzten Kapitel her, wo ich versucht habe empirische Belege für ein Existieren eines IT-Netzwerkes in der Region finden zu wollen (case study). Durch Internetrecherche habe ich in der Region die meines Erachtens nach innovativen IT-Unternehmen zu ihrer Kooperationsbereitschaft mit anderen Unternehmen und mit den lokalen Forschungseinrichtungen, zu der Rolle von human ressources für die Standortwahl des Unternehmens, und zu ihrem finanziellen Engagement in F&E befragt. Durch die Auswertung und nach der Interpretation, in der aus der Sicht des Konzeptes eines Regionalen Innovationssystems argumentiert wird, können einige Schlussfolgerungen gezogen werden, die Situation des IT –Sektors, der regionalen Kooperationsbeziehungen der wichtigen Akteure in dieser Region, und dem Entwicklungsstand der F&E aus der Perspektive der innovativen Regionalpolitik betrachten.

Somit ergeben sich folgende Fragen, die in dieser Arbeit thematisiert und gegebenenfalls beantwortet werden sollten:

- Besitzt die Region Niederschlesiens eine innovationsfördernde sozioökonomische Struktur und wird sie von den politischen Entscheidungsträgern angestrebt und wird sie gegebenenfalls auch aktiv und finanziell unterstützt?
- Ist die IT – Branche in der Region Niederschlesiens in eine innovative Netzwerkstruktur oder eine ihr ähnliche integriert?
- Besteht seitens der regionalen wirtschaftlichen Akteure aus der IT-Branche ein Wille sich kooperativ zu verhalten, um ein solches innovatives Netzwerk aufbauen zu wollen?

Damit leistet diese Arbeit einen sehr bescheidenen Beitrag zur Verknüpfung des theoretischen Konzeptes mit den rein bestandsaufnehmenden Analysen und den Dateninterpretationen unterstützt von eigenen eher regionalwirtschaftlich ausgerichteten Untersuchungen, und konzentriert sich dabei auf die Grenzregion zur EU, die kurz vor dem EU – Beitritt steht.

1.3. Regionen und Regionale Innovationssysteme – Begriffsklärung

Da die Fragestellung meiner Arbeit sich im Allgemeinen der Innovationsfähigkeit eines sich neu strukturierenden Raumes widmet, werde ich zuallererst, wie oben erwähnt, den theoretischen Ansatz und damit das Konzept zum Thema des innovativen regionalen Produktionssystem vorstellen und diskutieren.

Als theoretische Grundlage habe ich das Konzept des regionalen Innovationsnetzwerkansatz gewählt: „Insbesondere für wissens-, technologie- oder design-intensive Produktionszweige wird regions-interne Vernetzung bzw. die Bildung regionaler „Unternehmenscluster“ (räumliche Ballung untereinander vernetzter Unternehmen sowie unterstützender Dienstleister) als zunehmend wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Bestehen auf dem Markt angesehen(…).“ (Porter M-E. 1991, S.365)[21]

Regionales Innovationssystem scheint außerdem aus der Perspektive der weltweiten Entwicklungen am deutlichsten die Innovationsfähigkeit eines Raumes theoretisch und praktisch zu begründen, weil solche gut funktionierenden regionalen Innovationssysteme schon seit längerem in der Praxis vorhanden sind: „Allen Scott coined the phrase „new ndustrial spaces“ to denote recent cocentrations of manufacturing in regions that are situated well beyond the long-established industrial regions of western Europe and North America. This new industrial spaces are found in both advanced countries, as in the cases of Emiglia-Romagna area of northern Italy (Third Italy) and Silicon Valley, northern California, and in developing countries, as in the cases of Mexico’s Maquiladora exporting processing zone and China’s Shenzen special economic zone. The term “new industrial spaces” provides an effective image for the dynamism of contemporary processes of industrialization which appear unlimited by geographical boundaries or established notions of where industry “should” locate.” (Hayter R. 2000, S.45)[22]. Demnach kreiert die Globalisierung und die Wirtschaftstransformation eine neue Geographie, indem bis dato periphere Regionen zu den Wachstumspolen der wirtschaft avanciert haben.

Der Fragestellung dieser Arbeit liegt also eine These zu Grunde, dass ein regionales Innovationsnetzwerk einer peripheren Region zu einem Wachstumspol der Wirtschaft verhelfen kann, weil die Weltwirtschaft in eine neue Entwicklungsphase eingetreten ist, die ex post eine neue Geographie der Wirtschaft herbeiführen wird.

1.4. Zum Begriff der Region

In dieser Arbeit wird ein wissensintensiver Wirtschaftszweig (IT-Branche) im Bezug auf die Regionalentwicklung der Region Niederschlesiens thematisiert. Für diese Analyse ist eine Begriffsklärung des Begriffs „die Region“ unerlässlich.

Allgemein charakterisiert der Begriff „Region“ einen „geographisch bestimmbaren Raum, der als zusammengehörig angesehen wird“[23]. Abhängig vom Untersuchungsgegenstand und der zu Grunde liegenden Fragestellung unterscheidet man drei weiter große Gruppen von Regionen, die man nun zusätzlich nach räumlichkeitsbezogenen Merkmalen unterscheidet.

Wir bekommen dann eine Klassifizierung des Begriffs „Region“, die uns drei Varianten einer Region zur Verfügung stellt: „(...) homogene, funktionale oder administrative Region.“ (Dreyhaupt von Speicher P. 2002, S. 33)[24].

In den homogenen Regionen haben wir es mit gleichartigen Strukturierungen im bezug auf ein Merkmal bzw. eine Mehrzahl von Merkmalen aus zu tun. Bei den Merkmalen kann es sich um naturräumliche, wirtschaftliche bzw. Siedlungsstrukturen handeln. Eine Region kann somit auch nach ökonomischen Maßstäben gebildet werden, insbesondere dann, wenn es sich um eine Analyse der regionalökonomischen Prozessen handeln soll.

Funktionale oder nodale Regionen beziehen sich auf das Beziehungsgefüge zwischen den Gebiet und seinem Zentrum. Die Grenzen einer funktionalen Region werden durch die Abschwächung der zum Zentrum bestehenden Beziehungen gebildet. Z.B. Aus dieser Perspektive gehören die durch fehlende Infrastruktur nicht erfasste Gebiete keineswegs zu der funktionalen Region, obwohl sie sich in der administrativ festgelegten Region befinden.

Eine administrative Region ist als eine Kombination der homogenen und der funktionalen Region zu verstehen, in der funktionale Verflechtungen mit der homogenen Strukturen koexistieren. Die Abgrenzung dieser Regionen basiert auf historischen und politischen und weniger auf wirtschaftlichen Entscheidungen.

Je nach Aufgabenstellung sollte man vorher die Region den oben genannten Abgrenzungsprinzipien unterwerfen (Bathelt H./Glückler J. 2002, S.44-48)[25].

In Polen beziehen sich die statistischen Daten auf administrative Regionen, und die hier für die Aufgabestellung relevante Region Niederschlesien bildet die NUTS 2 –Ebene („Nomenclature des Unites Territoriales Statistiques“), die der durch die EU festgelegten Klassifikation der Regionen entspricht (Cielek-Zebrowska J. 2001, S.1-27)[26]

Für die Untersuchung regionaler Wirtschaftsentwicklungen und die daraus abzuleitenden regionalpolitischen Handlungen sind im wesentlichen die im Hinblick auf die regionale Einkommens – und Beschäftigungssituation auftretenden Disparitäten relevant, die von der EU – Kommission anhand zwei Indikatoren untersucht werden, dem regionalen Pro – Kopf Einkommen sowie der regionalen Arbeitslosenquote (Schätzl L. 1993, S. 168-196)[27]. Im Kontext der Fragestellung dieser Arbeit sind also diese makoökonomischen Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region Niederschlesiens zu berücksichtigen, da sie in Relation zur Entwicklung eines regionalen IT-Netzwerkes in dieser Region stehen können, weil sie dann einen entsprechenden Rahmen für ein innovatives Produktionssystem bilden.

1.5. Zum Begriff eines Regionalen Innovationssystems-RIS

In diesem Konzept wird die Region als ein „(…) meso-level entities operating, in political and administrative terms, between local and national governments.“ verstanden (Cooke P. 2000, S.2)[28]. Durch die Anwendung dieses Konzeptes sollen sich andere neue Beziehungsformen der Akteure bilden, mit dem vordergründigen Ziel-der Koordination der Innovationsaktivitäten: „The regional innovation system concept is new, recognizing a growing perception that the regional level of economic co-ordination has an important role to play as a funktional correlate to the increasing power of globalization as a general economic force, especially with respect to innovation.“ (Lundvall B./Borras S. 1997, S.5)[29].

Durch ein Geflecht aus vertikal und horizontal ausgerichteten formellen und informellen Beziehungen zwischen den Akteuren aus der Wirtschaft und Politik wird auf diese Art und Weise eine gemeinsame regionale Innovationsstrategie angestrebt. Ein so gefasstes regionales Innovationssystem impliziert:

- ein komplexes Verhältnis von Konkurrenz und Kooperation, das die Beziehungen der vorwiegend klein- und mittelbetrieblichen Unternehmen untereinander kennzeichnet und zur Herausbildung von dichten horizontalen und vertikalen Verflechtungen führt,
- eine enge Zusammenarbeit mit private und öffentlichen Umfeldinstitutionen,
- starke Bezüge zu local governemets sowie
- eine hohe Bedeutung sozialer, weicher Faktoren wie culture, social structure, community and trust (Krumbein-Bruch W./Hochmuth E. 2000. S.22-35)[30]

Damit wird die regionale Ebene nicht nur in bezug auf die ökonomischen Entwicklungen, sondern auch in bezug auf die sie mitgestaltende politische Ebene aufgewertet: „(…)die vertikale Dimension der Wirtschaftsbeziehungen (Produktionsketten) wird „durchgeschnitten“ durch die horizontale Dimension (territoriale Dimension)(…)“ (Stryjakiewicz T. 1999, S.30[31] -eigene Übersetzung, Dicken P. 1998 S.6-22[32])

Auf diese Art und Weise besitzt die Region über Eigenschaften, die in der klassischen Sicht auf die Wirtschaft und auf das Unternehmen und in der bisherigen Sicht der Politiker auf die Regionalentwicklung in dieser Form so nicht hervorgehoben wurden.

Philip Cooke hat versucht ein vereinfachtes Schema eines Regionalen Innovationssystems darzustellen, in dem verschiedene Typen eines Innovationssystems in diversen Regionen funktionieren, und der seine Eigenschaften explizit darstellt (vgl. Figur Nr.1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Figur Nr.1. Modell eines Regionalen Innovationssystems[33]

Ein RIS entsteht also nicht zufällig, wie man es aus dem Modell (Figur Nr.1.) entnehmen kann. Die Region muss über eigene Bildungsstätten, über ein Industrie- und Wirtschaftssystem verfügen, damit ihre Akteure an den Schnittstellen zusammen gebracht werden. Demnach können die rein von der Agrarwirtschaft lebenden Regionen ohne eigene Universitäten und Forschungseinrichtungen schwerlich ein solches System bilden können.

Des weiteren braucht ein solches Produktionssystem eine regionale Strategie, die im Rahmen einer nationalen Innovationsstrategie der Regierung gebildet werden sollte. Somit sind die Vertreter der nationalen und der lokalen Regierung, und bei einem EU-Staat, einer supranationalen Regierung zur horizontalen Kooperation verpflichtet, die Innovationen in der Region mit allen zur Verfügung stehenden finanziellen und den politischen Mitteln und mit Hilfe entsprechend kreierter Instrumente und Mechanismen fördert:

- Designate funds and resources to define an overall medium term innovation strategy in the region in close consultation with the relevant stakeholders in the community.
- An effective innovation policy should be based on solid knowledge of the region’s economy. Develop information tools and monitoring systems to be kept informed of the strengths and weakness of he regional economy.
- Find access to other regions to learn from ideas and good practices, instead of reinventing the wheel. (Cooke P. 2000, S.143)[34].
Außerdem sind die Schnittstellen für den Wissenstransfer zwischen den Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft relevant, da die innerregionale Kommunikation zwischen der Wissenschaft und der Wirtschaft in einem RIS viel komplexer verläuft:
- Technology transfer initiatives have too often been set up in a one way direction: universities market their knowledge to industry expecting that interest will follow automatically; request from industry to work on problems are not always considered in a serious and professional manner. Regional actors can learn from interesting initiatives set up in Europe where technology transfer is tackled by a multi-disciplinary problem solving unit working in close consultation with their industrial partners . Since person-to-person contacts are vital here, these initiatives can be best developed locally.
- Management seminars, “open laboratory” days and Alumni activities are all low threshold activities which can help to develop personal networks between universities and industry.
- Small firms in general do not have the resources nor the expertise to conduct a particular innovation project from start to finish. A direct solution could be a subsidized graduate placement for a limited time. We have seen such policy instruments in our REGIS regions (Germany, UK, The Netherlands and in planning in Austria) (…).(Cooke P. 2000, S.144f)[35]

Der intermediären Einrichtungen eines RIS übernehmen die Rolle der Stimulanten und der Vermittler von Kooperationsbeziehungen, die oft in vielen Regionen erst aufgebaut werden müssen.

Wie man sieht ist diese Konzept auf Transparenz und auf Mitwirkung und Engagement aller Akteure aufgebaut, und nicht auf undurchsichtiger Subventionspolitik. Ohne von den regionalen Akteuren erstellten Innovationsprogramms und entsprechender wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Strukturen und einem aktiven und wissensgierigen KMU-Sektor wird sich kein RIS in der Region kreieren können.

1.6. Zur Umfrage der IT –Unternehmen

Die Entwicklung der IT – Branche im Rahmen eines RIS und die Entstehung eines IT – Netzwerkes in der Region verlangt in jedem Fall unbedingt eine Analyse von drei Basiselementen der Unternehmenstätigkeit auf einem Territorium: Technologie, Ökonomie und Organisation (Hayter R. 1997, S.4-6)[36].

Diese Triade ist miteinander verflochten und ihre Elemente durchdringen und bedingen einander, und zusammen genommen kreieren sie die Unternehmenstätigkeit der regionalen wirtschaftlichen Akteure (Stryjakiewicz T. 1999, S.27f)[37]

Diese drei Aspekte der Unternehmenstätigkeit können dann mit Hilfe einer Umfrage bei den regional ansässigen Unternehmen aus der IT-Branche in dieser Arbeit untersucht werden., aber auch z.B. durch die Interpretation der statistischen Daten zu der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Damit werden diese drei Elemente einmal aus der unternehmerischen Perspektive aus betrachtet, und einmal durch die statistischen Daten gegebenenfalls verifiziert.

Damit hätten wir auch die vertikale Komponente in der Branche thematisieren können, und daraus vielleicht Vorschläge für die Unternehmen abgeleitet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Figur Nr.2. Basiselemente der Unternehmenstätigkeiten nach Hayter1997 S. 9[38]

Die Unternehmen sind dann die unmittelbare Quelle, die uns verhilft die Komplexität der unternehmerischen Tätigkeit besser zu verstehen- die Umfragen per Internet stellen dann eine Art von „interaktiven Interviews“ dar (Markusen A. 1994, S.477-490)[39].

2. Die Globalisierung und der Paradigmenwechsel in der Wirtschaft-„new industrial spaces“

2.1. Institutionsökonomische Perspektive

Was im Detail die Prozesse der Globalisierung und der folgenden Regionalisierung in der Wirtschaft ausgelöst haben, und wie sich das auf einzelne Regionen der Welt ausgewirkt hat, wird unter anderem auf den Paradigmenwechsel in der Wirtschaftstheorie zurückgeführt (Scott A.J. 1988, S. 6-36)[40].

Dieser Arbeit zu Grunde liegender Konzept der RIS entspringt also nicht unmittelbar der klassischen Wirtschaftstheorie, sondern es beruht zum größten Teil auf der institutionsökonomischen Wirtschaftstheorie, die von den Wirtschaftsakteuren der Gegenwart in ihren Strategien immer mehr berücksichtigt und von der Politik gefördert sein sollte, falls sie sich für die Entstehung eines RIS in ihrer Region entscheiden sollten: „So, globalizationand innovation, it can be deduced, are contested but, to a considerable extent, active presences in the new international political economy.“ (Cooke P. 2000. S.11)[41]

Dieses Konzept ist also eine direkte Folge und gleichzeitig auch die Antwort auf die Globalisierungsprozesse der globalisierten Finanzmärkte und auf die durch den technologischen Fortschritt eingeleitete Ära der „New Economy“.

Die Zeiten der wirtschaftlichen Stabilität einer Nation sind von der Macht der Spekulanten und der Finanzmärkte abhängig, somit verlangt dieses Wirtschaftssystem nach neuen Stabilitätslösungen: „(…) globalization is powerful. But it is,(…),fundamentally a power of financiers and speculators askin to backing horses based on informed judgment, or even bluff. Interestingly, though, when things do go wrong globalization in this financial sense appears less powerful-indeed panic stricken in its agents’ flight from risk, where even hedge funds, designed to make risk redundant, can no longer be seen as safe havens. So globalization is far from self-regulating and financial markets remain prone to market failure. Recourse is routinely made to national governments, foreign governments and international financial agencies to bail out of losers, as a International Monetary Fond.” und die “(…)New Economy view is more a product of journalistic hype than sober analysis(…)“ (Cooke P. 2000, S.10)[42].

Die Globalisierung ist nicht für alle ein Segen, und verlangt deshalb nach einem neuen und einem die Unsicherheiten mindernden System, der paradoxerweise die Kooperationsbeziehungen stärken soll und die neuen Information- und Kommunikationswege hervorragend zu nutzen weiß.

Trotz der vielen theoretischen Ansätze in der Ökonomie unterscheidet Hayter drei grundsätzliche theoretisch - methodologische Orientierungen in der Ökonomie[43]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle Nr.1. Wirtschaftstheorien und ihre Charakteristika nach Hayter[44]

In der Tabelle Nr.1. erkennen wir im Gegensatz zu den klassischen Prinzipien und Mechanismen von Angebot und Nachfrage, von Maximierung des Gewinns, von totalem Wettbewerb, bei denen das Unternehmen eine abstrakte Größe und ein Teil des Ganzen darstellt, dass der institutionelle Ansatz vor allem die Autonomie der Teilnehmer des ökonomischen Spiels unterstreicht, die seine gemeinsam verhandelte Strategie verfolgen, indem sie lokale oder regionale Interessen in ihre Strategie miteinbeziehen und auf diesem kooperativen Weg die von allen erwünschte Stabilität in dem Raum anstrebten.

In diese regionale Technostruktur passt sich das Schema des regionalen Innovationssystemen (RIS) ein. Die Unternehmen bauen demnach ihre Position in der Region auf, um als lokaler wirtschaftlicher Hauptakteur den größtmöglichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu haben. Um es zu erreichen, müssen die Wirtschaftsvertreter zusammen mit den lokalen Interessengruppen und den Regierungsvertretern formelle wie informelle Allianzen eingehen. Erst wenn sie diese Position erreicht haben, sind sie ein ernstzunehmender Verhandlungspartner im ökonomischen Spiel (bargaining power) (Stryjakiewicz T. 1999, S.25f)[45].

Grabher formulierte im Zusammenhang mit dem ökonomischen Zusammenspiel der Akteure die mutual adaption, die zur Interaktion innerhalb des Netzwerkes führte. Bei dem Prozess, auf dem Prinzip der Rückkopplung aufbauend, konsolidieren sich die Beziehungen der Akteure innerhalb eines industrial networks (Grabher G. 1993, S.9)[46].

An dieser Stelle kann man auch leider einführen, dass solch ein Industrienetzwerk auch kollabieren kann, wenn nur eine Branche dominiert und alle Akteure von ihr abhängig sind. Ein Beispiel aus Polen ist die Region Oberschlesiens, in dem die Regierung in der letzten Dekade über 90% der Bergwerke liquidiert hat, und nun die Region ohne den Kohlenbau sich sowohl auf der wirtschaftlichen als auch auf der kulturellen Ebene wirklich schwer tut die neue Situation zu akzeptieren. Man kann auch von einer gewissen „Verkrustung“ der Gesellschaft in einer Region sprechen, die nicht innovativ ist.

Dennoch ist die Verhandlungsposition relevant, wenn die Unternehmen auf der lokalen Ebene einen aktiven Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur und auf die Regionalpolitik erreichen wollen, und sich nicht nur ausschließlich den Entwicklungen von Außen anpassen wollen, was das Risiko der Abhängigkeit und damit der Unsicherheit enorm erhöhen kann. Ihre strategische Zielsetzung ist es somit eine langfristige Stabilität der Region anzustreben, indem diese sowohl auf den exogenen, als auch auf den endogenen Kräften beruht.

Die regionalen Standortfaktoren sind dann, als ein Gegenstand der ständigen Verhandlungen, Ausschreibungen oder des Miteinanderredens zu betrachten. Diesen Prozess ermöglichen erst aber auch entsprechende Technostrukturen d.h. spezialisierte und professionelle Bürokratie, die als ein kollektiv agierender Entscheidungsträger zu betrachten ist. Obwohl einzelne Technostrukturen der Region dominierend sein möchten, sind sie trotzdem in ihrer Handlungsfreiheit nicht omnipotent, wenn sie mit den lokalen wirtschaftlichen Akteuren kollaborieren wollen. Die Unternehmensstrategien und ihre Entscheidungen bekommen bei diesem ökonomischen Spiel ebenfalls ein Gegengewicht in Gestalt von Gewerkschaften bzw. von den ökologische Organisationen (countervailing powers) (Stryjakiewicz T. 1999, S.25)[47].

In den Zeiten Globalisierung ist diese Verhandlungsposition relevant für den Wettbewerb der Regionen. Die Rolle der Regionen in dem internationalen Wirtschaftssystem wird damit aufgebessert. Denn die Hauptakteure auf der internationalen Bühne sind die internationalen Korporationen und die Staaten. Die Aufgaben der Staaten ist das Aufbauen von „good business climate“ , die Regulierung der Wirtschaft und die Teilnahme an dem globalen Wettbewerb (Dicken P. 1998, S.80-82[48] / vgl. auch/Porter M.E. 1990, S.45-68[49] ).

Die maßgeblichen wirtschaftlichen Entscheidungen fallen bei den Verhandlungen zwischen den Staaten selbst, oder zwischen den Staaten und den internationalen Korporationen (z.B. das Offset-Programm zwischen Polen und der USA). Dies hat verschiedene Auswirkungen auf die Geographie der Wirtschaft, in einigen Fällen kommt es zur Diffusion des Wissens und zur Verminderung der interregionalen Disparitäten, in anderen Fällen werden diese Disparitäten noch größer.

Eine motivierte und entscheidungswillige Technostruktur einer Region soll also diese für solche möglichen Niederlassungsunternehmungen der internationalen Korporationen vorbereiten, indem von allen Beteiligten am regionalen ökonomischen Spiel eine lernende Region angestrebt wird (Grabher G.1993, S.9-21)[50].

2.2. Wertschöpfungsketten als neues Produktionssystem

In diesem Konzept werden nicht nur einzelne Unternehmen oder einzelne Industriesysteme untersucht, sondern Wertschöpfungsketten (value - added chains), die auf Grund der Komplexität der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Wirtschaftssektoren und deren Akteuren entstanden sind.

In diese Produktionsketten werden auf Grund der sich neugebildeten Arbeitsteilung diverse Wirtschaftsakteure miteinbezogen wie; Institutionen, Banken, Verbände, Universitäten, Parteien, F&E – Einrichtungen (Hayter R. 1997, S.9)[51]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Figur Nr.1. Die Veränderung der Objekte der wirtschaftsgeographischen Forschung[52]

Dicken definiert die Wertschöpfungsketten als eine Funktion der Sequenz der miteinander kooperierenden Akteure, indem in jedem Stadium dieses Prozesses der Produktion jeder der Akteure einen Wert dazu addiert (Dicken P. 1998, S.7)[53].

Es sind demnach nicht nur technologische Prozesse, die bei dieser Produktionskette einen wert haben, sondern diverse Dienstleistungen, wie die Logistik oder die Finanzierung. Alle Elemente schneiden sich und zwar sowohl auf der vertikalen Ebene als auch auf der horizontalen Ebene (Dicken P. 1998, S.6f)[54].

Das Territorium ist dann das Terrain (die Region), wo sich die Beziehungen der Akteure zu einem solchen Produktionssystem verknoten. Diese Verknotung führt im Idealfall zur Entstehung von mehreren Netzwerken verschiedenen Charakters zwischen den Akteuren einer Region. Es kann nämlich sein, dass ein Unternehmen sich gleichzeitig in verschiedene Wertschöpfungsketten engagiert und damit am Entstehungsprozess diverser Produkte mitwirkt.

Wenn in der Arbeit eine Branche und ihre regionale Struktur analysiert wird, dann muss also auch die Technostruktur der Region in die Analyse miteinbezogen werden, vor allem im Hinblick auf ihre innovations-, und unternehmensunterstützende Rolle, und des weiteren ist die Branchenstruktur der Region als potentielle Kundschaft ebenfalls in die Analyse miteinzubeziehen.

2.3. Elastische Produktion

Das RIS-Konzept korreliert mit dem neuen Produktionssystem, indem nicht einzelne Branchen oder Unternehmen relevant sind, sondern die Innovationen und Zusammenarbeit der Akteure.

Dieses Konzept steht natürlich im Gegensatz zu dem das herkömmlich bekannten „fordistischem“ Produktionssystem-Massenproduktion von standarisierter Ware (Tickell A./Peck J.A. 1992, S.190-218)[55]. Dieses System erwies sich in den Krisenzeiten (z.B. in den 70 – ein – die Ölkrise) als sehr unflexibel, weil es unter anderem auf die Veränderungen des Marktes nicht schnell reagieren konnte (Stryjakiewicz T. 1999, S.47)[56].

Damit sich die Produktion zukünftig schneller an die global bedingten Entwicklungen anpassen kann, musste nun die Produktion flexibler organisiert werden. Mit diesem Konzept – production chains - glaubte man nun schneller auf die Veränderungen auf dem Weltmarkt und auf die sich schnell ändernde Nachfrage zu reagieren: „Dieses Konzept der Produktion charakterisiert sich durch gut entwickelte Übergänge von einer in die andere Produktionsweise und durch eine rasche Umstellung von einem auf das andere Produkt und außerdem kann man auf diesem Weg schneller die Produktion reduzieren, ohne das es sich negativ auf die Effektivität auswirkt“ (Domański B. 1992, S.51)[57]. Die elastische Produktion besteht demnach aus drei Elementen:

- elastische Technologie
- elastische Organisation
- elastische Arbeit (Chojnicki Z. 1993, S.24-54)[58]

Auf einem Netz der Beziehungen („network relations“) fußt diese Elastizität der Produktion und generiert zusätzlich deren Vielfalt. Grabher charakterisiert die Form dieser Beziehungen folgendermaßen;

- „interdependence“ – die Abhängigkeit der Akteure aufgrund des gemeinsamen Ziels
- „reciprocity“ – kein hierarchiestischer Aufbau des Netzwerkes
- „loose coupling“ – Offenheit und Autonomie bei der Auswahl der Kooperationspartner, schnelle Reaktion auf die sich ändernde Nachfrage
- „power“ – hat kein absoluten Charakter, die Akteure müssen sich jedoch doch dem gemeinsamen Ziel unterordnen (Grabher G. 1993, S.43)[59].

[...]


[1] Drehhaupt-von Speicher P.: „Die Regionen Polens, Ungarns und der Tschechischen Republik vor dem EU-Beitritt“, Hrsg. Hasse R./Kruse J./Schäfer W./Straubhaar T./Zimmermann K.W., Peter Lang Verlag 2001. S.51

[2] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: “The Governance of Innovation in Europe”- Regional Perspektives on Global Competitiveness, aus der Serie “Science, Technology and the International Political Economy”, Hrsg. De La Mothe J.: Pinterverlag London, New York 2000. S.12

[3] Stryjakiewicz T.: „Adaptacja przestrzenna przemyslu w Polsce w warunkach transformacji”, Wydawnictwo Naukowe Uniwersytet w Poznaniu 1999, S.121

[4] Marshall A,: „Industry and Trade“, London 1919, zitiert nach Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: “The Governance of Innovation in Europe”- Regional Perspektives on Global Competitiveness, aus der Serie “Science, Technology and the International Political Economy”, Hrsg. De La Mothe J.: Pinterverlag London, New York 2000. S.12f

[5] Rehfeld D.: „Produktionscluster und räumliche Entwicklung – Beispiele und Konsequenzen. In Hrsg. Krumbein W.: „Ökonomische und politische Netzwerke in der Region“, Münster/Hamburg, S. 187 – 206

[6] Lundvall B./Borras S.: „The globalizing learning economy: implications for technology policy at the regional, national and European level, paper to EU – TSER Workshop on “Globalization and the learning economy: Implication for Technology Policy”, Brüssel 1997. S.33 www.europa.eu.int/

[7] Bruch-Krumbein W./Hochhuth E.: „Cluster und Clusterpolitik“ – Begriffliche Grundlagen und empirische Fallbeispiele aus Ostdeutschland. Heinrich- Böckler Stitung-Schüren Verlag 2000. S.37-59

[8] Bruch-Krumbein W./Hochhuth E: vgl. oben. S. 37-59

[9] Stryjakiewicz T.: vgl. oben S.23

[10] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.12

[11] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.21

[12] Edquist C.: „Systems of Innovation: technologies, institutions and Organizations”, London Printerverlag 1997. S.35

[13] Gontarz A. – In „Computerworld“ 09.12.2002 Nr. 45/553: Parki, czyli technologie i przeszkody, www.computerworld.pl

[14] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.129

[15] Hejka M.: aus dem Vortrag des Investitionsdirektor des Intel Capital Polska AG zum Thema „Analiza innowacyjnosci MŚP“ für das CASE – Institut (Centrum Analiz Spoleczno Ekonomicznych). www.case.com.pl Warszawa 2003, S.1f

[16] Hervorragend klappt es in USA(Silicon Valley - Stanford University) und in Europa („sophia antipolis“ in Frankreich, Stocley Park bei London, oder die Region in Baden – Württemberg in Deutschland)

[17] Kosiór A./Ciurla M.: Bericht über die „Analiza SWAT Potencjału gospodarczego Dolnego Śląska w kontekscie budowy regionalnej strategii innowacyjnej“ von Dr. Obrębalski, www.ris-dolnyslask.pl Wrocław 2003, S.1ff

[18] Kosiór A./Ciurla M.: vgl.oben. S.5

[19] Krätke S./Heeg S./Stein R.: „Regionen im Umbruch“-Probleme der Regionalentwicklung an den Grenzen zwischen Ost und West. Frankfurt/Main, New York, Campusverlag 1997, S.9

[20] Hayter R.: „The dynamics of industrial location“-The factory, the firm and the production system. Chichester, New York, Weinheim, Brisbane, Sigapore, Toronto, John Wiley & Sons 1998, S.43

[21] Porter M-E.: „Wettbewerbsstrategie“-Methoden zur Analyse von Branchen und Konkurrenten. Frankfurt/Main, New York, Campusverlag1991, S.365: in Krätke S./Heeg S./Stein R.: „Regionen im Umbruch“-Probleme der Regionalentwicklung an den Grenzen zwischen Ost und West. Frankfurt/Main, New York, Campusverlag 1997, S.9

[22] Hayter R.: vgl.oben. S.45

[23] Handwörterbuch der Raumforschung und Raumordnung Band III, Hannover 1970. Spalte 2706

[24] Dreyhaupt – von Speicher P.: Die Regionen Polens, Ungarns, und der Tschechischen Republik vor dem EU- Beitritt. (Hrsg.) Hasse R./Kruse J./Schäfer W./Straubhaar T./ Zimmermann K.W. – Peter Lang Verlag. Frankfurt am Main 2002. S. 33

[25] Bathelt H./Glückler J.: „Wirtschaftsgeographie“, UTB-Verlag Stuttgart 2002, S.44-48

[26] Cielek-Zebrowska J.: „Nomenklatura jednostek terytorialnych do celow statystycznych”. PARP (Polska Agencja Rozwoju Przedsiebiorczosci-Polnische Agentur für Unternehmensentwicklung, eigene Übersetzung), Warszawa 2001. www.parp.pl, S.1-27

[27] Schätzl. L.: „Regionalentwicklung der EG im Überblick“, in Schätzl L. Hrsg.: „Wirtschaftsgeographie der Europäischen Gemeinschaft“, Opladen 1993, S.168-196

[28] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.2

[29] Lundvall B./Borras S.: vgl.oben. S.5

[30] Krumbein-Bruch W./Hochhuth E.: vgl.oben. S.22-35

[31] Stryjakiewicz T.: vgl.oben. S.30

[32] Dicken P.: “Global Shift-Transforming the world economy”. London, Chapmannverlag 1998, S.6-22

[33] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben S. 121

[34] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.143

[35] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.144f

[36] Hayter R.: vgl.oben. S.4-6

[37] Stryjakiewicz T.: vgl.oben. S.27f

[38] Hayter R.:vgl.oben. S.9

[39] Markusen A.: “Studying regions by studying firms”. In “The Professional Geography” Nr.46, London 1994, S.477-490

[40] Scott A.J.: “New industrial spaces: flexible production and regional economic development in the Usa and westhern Europe. London, Pionverlag 1988, S.6-36

[41] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.11

[42] Cooke P./Boekholt P./Tödtling F.: vgl. oben. S.10

[43] Hayter R.: „The Dynamics of Industrial Location“ John Wiley & Sons – New York 2000, S.12f

[44] Hayter R.: vgl.oben. S.12

[45] Stryjakiewicz T.:vgl.oben.S.25f

[46] Grabher G.: „The embedded firm. On the socioeconomics of industrial networks”. London/New York, Routledge 1993, S.9

[47] Styjakiewicz T.: vgl.oben.S.25

[48] Dicken P.: vgl.oben.S.80-82

[49] Porter M.E.: vgl.oben. S.45-68

[50] Grabher G.: vgl.oben.S.9-21

[51] Hayter R.: vgl.oben.S.9ff

[52] Hayter R.: vgl.oben.S.9

[53] Dicken P.: vgl.oben.S.7

[54] Dicken P.: vgl.oben.S.6f

[55] Tickell A./Peck J.A.: “Accumulation, regulation, and the geographies of Post-fordism: missing links in regulationist research”. In “Progress in Human geography” Nr.16, London 1992, S.190-218

[56] Stryjakiewicz T.:vgl.oben.S.47

[57] Domanski B.: „Postfordowski elastyczny model produkcji a jej przestrzenna organizacja“, Hrsg. Z. Chojnocki in: Studia geograficzne przemian spoleczno – gospodarczych. Biuletyn KPZK PAN, 159. Warszawa 1992 S.51 (eigene Übersetzung)

[58] Chojnicki Z.:Postmodernistyczne zmiany globalnego porzadku spoleczno – gospodarczego. Studia Regionalne i Lokalne Nr. 12/45 Warszawa 1993

[59] Grabher G.: vgl.oben.S.43

Ende der Leseprobe aus 98 Seiten

Details

Titel
Regionale Innovationsnetzwerke in Polen am Beispiel der IT-Branche in Niederschlesien
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Veranstaltung
Regionalentwicklung-Periphärie-Zerntrum
Note
1,7
Autor
Jahr
2004
Seiten
98
Katalognummer
V23239
ISBN (eBook)
9783638264037
Dateigröße
1307 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine empirisch ausgerichtete Arbeit,die modernen Regionalentwicklungskonzepte berücksichtigt und auf die Region des größten EU-Beitrittskandidaten anwendet.Eine umfangreiche interpretierte Umfrage der innovativemn IT-Unternehmen in der Region Niederschlesien zu ihrer Kooperationbereitschaft und Innovationsfähigkeit.
Schlagworte
Regionale, Innovationsnetzwerke, Polen, Beispiel, IT-Branche, Niederschlesien, Regionalentwicklung-Periphärie-Zerntrum
Arbeit zitieren
Kamil Wiecek (Autor), 2004, Regionale Innovationsnetzwerke in Polen am Beispiel der IT-Branche in Niederschlesien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23239

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Regionale Innovationsnetzwerke in Polen am Beispiel der IT-Branche in Niederschlesien



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden