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Erziehung nach Auschwitz zur Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Über den Sekundären Antisemitismus und Schulische Bildung

Title: Erziehung nach Auschwitz zur Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 12 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Estella Maribel (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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In dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung werde ich näher auf das Thema des kollektiven Selbstverständnisses der Gesellschaft nach Adorno eingehen und versuchen, praktische Beispiele zu erläutern, wie Schule heute einem Wiederholen von Auschwitz entgegenzusteuern versucht. Im abschließenden Fazit werde ich Theorie und Praxis kritisch miteinander vergleichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erziehung nach Auschwitz nach Theodor W. Adorno und Klaus Ahlheim

3. Die praktische Umsetzung einer Erziehung nach Auschwitz an Schulen

4. Abschließendes Fazit

5. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Erziehung in Schulen dazu beitragen kann, das Wiederaufkommen von rechtsextremen Ideologien und Unmenschlichkeit, in Anlehnung an Theodor W. Adornos Postulat einer "Erziehung nach Auschwitz", wirksam zu verhindern.

  • Die theoretischen Grundlagen der Erziehung nach Adorno und Ahlheim.
  • Die Bedeutung von Bindungen und kritischer Selbstreflexion.
  • Fächerübergreifende Ansätze und Methoden der politischen Bildung.
  • Gedenkstättenpädagogik als Mittel zur historischen Auseinandersetzung.
  • Der Einfluss von Massenmedien und Technik auf das gesellschaftliche Bewusstsein.

Auszug aus dem Buch

2. Erziehung nach Auschwitz nach Theodor W. Adorno und Klaus Ahlheim

Politische Bildung versucht durch gezielte Erziehungsmaßnahmen rechtsextreme Gewalt einzudämmen und schließlich ganz zu unterbinden. Jedoch muss man sich immer vor Augen halten, dass jede Maßnahme, die im politischen Unterricht eingesetzt wird, eher langfristig Früchte trägt, denn „Politische Bildung ist keine gesellschaftspolitische […] Umerziehungsmaßnahme mit Sofortgarantie, kein Wunder- und schon gar kein Beruhigungsmittel […]“4. Da politische Bildung den Schülern langfristig Werte vermitteln soll, um eine Wiederholung von Auschwitz zu verhindern, ist es wichtig, dass man ein allgemeines Bewusstsein dessen erreicht, was während des Nazionalsozialismus geschah.

Somit ist Erziehung nur dann sinnvoll, wenn sie zu kritischer Selbstreflexion führt (vgl. Adorno 1970, 90) und bereits in der frühen Kindheit damit beginnt, tiefenpsychologisch vorzugehen, sodass man so frühestmöglich erkennt, wie falsch man bezüglich der Morde an Juden, Sinti und Roma etc. während des Nationalsozialismus gehandelt hat.

Das Schema der gewaltvollen Morde gegenüber Schwachen oder Andersartigen hat sich im Laufe der Geschichte wiederholt. Demnach ist der Kern, beziehungsweise der Anfang der Grausamkeit nicht die Taten während des Nationalsozialismus, sondern ein Gipfel dessen, zu was Menschen fähig sein können, ganz besonders, wenn sie an einer bestimmten Ideologie festhalten. Dagegen gilt es etwas durch Erziehung zu tun.

Diese Erziehung beginnt, laut Adorno, in der frühen Kindheit, mit dem Bewusstmachen der Grausamkeiten während des Nationalsozialismus, denn „die Wiederkehr oder Nichtwiederkehr des Faschismus […]“ ist „[…] keine psychologische, sondern eine gesellschaftliche Frage […]“5.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Problematik von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im deutschen Alltag und stellt den Bezug zum Erziehungsauftrag der Schule her.

2. Erziehung nach Auschwitz nach Theodor W. Adorno und Klaus Ahlheim: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte hinter einer Erziehung zur Mündigkeit und kritischen Selbstreflexion, um Mechanismen der Unmenschlichkeit zu unterbinden.

3. Die praktische Umsetzung einer Erziehung nach Auschwitz an Schulen: Hier werden konkrete Methoden wie Gedenkstättenbesuche, fächerübergreifender Unterricht und Mediation vorgestellt, um Vorurteilen in der Schulpraxis entgegenzuwirken.

4. Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass politische Bildung Grenzen hat, aber durch Mündigkeit und kritische Auseinandersetzung die Basis für eine tolerante Gesellschaft schaffen kann.

5. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Erziehung nach Auschwitz, Theodor W. Adorno, Klaus Ahlheim, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Politische Bildung, Mündigkeit, Antisemitismus, Gedenkstättenpädagogik, Selbstreflexion, Schule, Nationalsozialismus, Diskriminierung, Soziale Bindungen, Zivilcourage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der schulischen Erziehung im Kontext der Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, basierend auf Adornos Forderung, dass eine Wiederholung von Auschwitz verhindert werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung politischer Bildung, der Einfluss gesellschaftlicher Strukturen auf das Individuum, das Problem blinder Bindungen an Kollektive und die praktische pädagogische Umsetzung von Demokratieerziehung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schule durch Mündigkeit, kritische Reflexion und gezielte Lehrmethoden dazu beitragen kann, Jugendlichen Empathie zu vermitteln und sie gegen rechtsextremes Gedankengut zu immunisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse basierend auf Werken von Adorno und Ahlheim, verknüpft mit praxisorientierten Beobachtungen aus dem schulischen Alltag und eigenen Erfahrungen der Autorin aus Praktika.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie moderne Schulen durch Projekte, Gedenkstättenbesuche und den Umgang mit Medien versuchen, historische Grausamkeiten aufzuarbeiten und die Schüler zu einem toleranten Zusammenleben zu befähigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Erziehung nach Auschwitz", "Mündigkeit", "Rechtsextremismusprävention", "Kritische Selbstreflexion" und "Demokratieerziehung" definiert.

Warum spielt die Gedenkstättenpädagogik eine so zentrale Rolle?

Sie ermöglicht den Schülern eine emotionale und faktische Konfrontation mit den Verbrechen des Nationalsozialismus, was nach der theoretischen Einführung die notwendige persönliche Betroffenheit und das Verständnis für die Notwendigkeit von Toleranz fördert.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss des Kollektivs?

Kollektive Bindungen werden kritisch gesehen, da sie oft zu manipulativen Prozessen führen, in denen das Individuum seine Eigenständigkeit verliert und anfällig für blinde Härte und Vorurteile gegenüber Anderen wird.

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Details

Title
Erziehung nach Auschwitz zur Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
Subtitle
Über den Sekundären Antisemitismus und Schulische Bildung
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politik)
Course
Grundlagen der Politischen Bildung
Grade
1,2
Author
Estella Maribel (Author)
Publication Year
2012
Pages
12
Catalog Number
V232507
ISBN (eBook)
9783656489641
ISBN (Book)
9783656493495
Language
German
Tags
Politik Bildung Auschwitz Nationalsozialismus Hitler Drittes Reich Didaktik Erziehung Juden Holocaust Geschichte dritter Weltkrieg Pädagogik Regime diktatur Schule BDM Antisemitismus Rassismus Adorno
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Estella Maribel (Author), 2012, Erziehung nach Auschwitz zur Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232507
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