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Brandlastsenkende Maßnahmen und vorbeugender Brandschutz bei der technischen Infrastruktur von Bürogebäuden

Title: Brandlastsenkende Maßnahmen und vorbeugender Brandschutz bei der technischen Infrastruktur von Bürogebäuden

Diploma Thesis , 2003 , 97 Pages

Autor:in: Josef Pichler, Dipl.-HTL-Ing. (Author)

Electrotechnology
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In modernen Bürobauten wird an die technische Infrastruktur ein hoher Anspruch gestellt.
Mehrere Bereiche sind hier für das Wohlbefinden der darin arbeitenden Personen, für das zuverlässige Funktionieren der Geräte, für einen niedrigen Energieverbrauch und für geringe Betriebs- und somit Folgekosten zu beachten.

Ein Aspekt hat aber in letzter Zeit besonders an Bedeutung gewonnen: Der vorbeugende Brandschutz

Beleuchtet sollen in dieser Arbeit brandlastsenkende Maßnahmen unter folgenden Aspekten werden:
· Installation der Räume,
· Energieversorgung und Verteilung,
· Datenverkabelung,
· Sonstige Brandschutzmaßnahmen,
· Errichtungsvorschläge.

Die Vorgangsweise für die Erzielung guter und zeitgemäßer Lösungen, und deren kostenrelevanten Belange welche eine Realisierung nicht scheitern lassen, ist im folgenden Projekt detailliert beschrieben.

Auch sollen Denkanstösse für das Vorbeugen gegen mögliche Fehler gegeben werden.

Die heutige Leicht- und Mischbauweise mit einem hohen Anteil an Holz, Kunststoff, Gipskarton, Glas und Stahl stellt an den Brandschutz in Gebäuden ganz besondere Anforderungen.
Durch diese Bauweise sind nur mehr wenige Leitungen unter Putz oder in Beton verlegt.

Im Bereich der Elektroinstallation ist besonders stark der Zuwachs an Daten- und Kommunikationsleitungen zu beobachten, welche mittlerweile einen sehr hohen Anteil an der Brandlast ausmachen.

Durch differenzierte Geräte- und Produktwahl und geeignete Arten der Installation, sowie den Einsatz dezentraler Techniken, können hohe Einsparungen erzielt werden.
Die Einsparungen betreffen nicht nur die Brandlast sondern auch die Errichtungs- und Folgekosten.
Auch ist eine Steigerung der Verfügbarkeit (insbesondere bei Umbauarbeiten) ein leicht erreichbares Ziel.
Brandschutz ist die Summe aller Vorkehrungen, angefangen beim Vermeiden von Brandlasten, über die taugliche Wahl von Schutzmaßnahmen und die sorgfältige Installation bis hin zu den im Ernstfall leicht erreichbaren Löschhilfen.
Es muss daher Bewusstseinsbildung gemacht werden, Brandlasten als solche zu erkennen und auf deren Minimierung zu achten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Kurzdarstellung

2 Arbeit

2.1 Vorbemerkungen

2.2 Grundlegendes

2.3 Ausgangssituation

2.3.1 Brandrisken von PVC-isolierten Kabeln und Leitungen sowie Rohren

2.5 Untersuchungen an einem Objekt

2.5.3 Gebäudeangaben

2.5.4 Büroausführung

2.7 Untersuchung über die Möglichkeiten der Brandlastreduktion

2.7.1 Brandlast der Leitungen je Büro

2.7.2 Brandlast der Netzwerkverkabelung je Büro

2.7.3 Brandlast des Kabeltragsystems der Büros

2.7.4 Bürogesamtbrandlast-Vergleich „herkömmliche – dezentrale Installation“

2.7.5 Brandlast der Büroanspeisungen, der Etagen- sowie der Netzwerkverkabelung

2.7.6 Versorgung der Etagenverteiler und der Netzwerk-Steigverkabelung

2.7.7 Gesamtbrandlast-Vergleich

2.7.8 Mengenvergleiche

2.7.9 Schlussfolgerung

2.8 Sonstige Brandschutzmaßnahmen

2.8.1 Vorschriftsgemäße Leiterdimensionierung und Sicherungszuordnung:

2.8.2 Richtige Typenwahl

2.8.3 Erdung, Blitzschutz, Überspannungsschutz

2.8.3.1 Erdung

2.8.3.2 Blitzschutz

2.8.3.3 Überspannungen

2.8.3.3.1 Die Ursachen

2.8.3.3.2 Galvanische Einkopplung

2.8.3.3.3 Induktive Einkoppelung

2.8.3.3.4 Kapazitive Einkopplung

2.8.3.4 Schutz

2.8.4 Brandschutz durch Fehlerstrom-Schutzschalter

2.8.5 Brandschutz durch Fehlerstrom-Überwachung

2.8.6 Fünfleitersystem

2.9 Installations- und gerätetechnische Vorschläge, basierend auf den Untersuchungsergebnissen

2.9.2 Schienenverteiler

2.9.2.1 Allgemeines

2.9.2.2 Anwendungsbereich

2.9.2.3 Normen

2.9.2.4 Planung

2.9.2.5 Aufbau

2.9.2.6 Komponenten

2.9.2.6.1 Schienenkasten

2.9.2.6.2 Abgänge

2.9.2.6.3 Zubehör

2.9.2.7 Montagezeit und –kosten

2.9.2.8 Anpassungsfähigkeit

2.9.2.9 Brandschutz/Brandverhalten

2.9.2.10 Betriebssicherheit – Qualität

2.9.2.11 Wirtschaftlichkeit

2.9.3 Energiebussysteme

2.9.3.1 Allgemeines

2.9.3.2 Reduktion von Kosten, Mengen und Brandlast

2.9.3.3 Etagenverkabelung

2.9.3.3.1Energiebus System Hager-Tehalit

2.9.3.3.2Flachkabelsystem (Dätwyler/Woertz)

2.9.3.3.2.1 Komponenten

2.9.3.3.2.1.1 Leitung

2.9.3.3.2.1.2 Anschlusskomponenten und Zubehör

2.9.3.3.2.1.2 Verlegung

2.9.3.3.2.1.3 Brandverhalten

2.9.3.3.2.1.4 Kostenbetrachtung

2.9.3.3.2.1.5 Zukunftssicherheit

2.9.4 Brüstungskanal

2.9.4.1 Stahlblech-Installationskanal

2.9.4.2 Kanalsteckdose

2.9.4.3 Zubehör/Brandschutzpolster

2.9.5 Brüstungskanal-Verkabelung

2.9.5.1.1 Komponenten

2.9.5.1.1.1 Kabelabgangsklemme

2.9.5.1.1.2 Abgangsstecker

2.9.5.2 Verkabelungs-System WAGO Winsta / Hager-Tehalit

2.9.5.3 Flachkabelsystem (Dätwyler/Woertz)

2.9.5.3.1 Komponenten

2.9.5.3.1.1 Leitung

2.9.5.3.1.2 Anschlusskomponenten und Zubehör

2.9.5.3.1.3 Einspeise- und Abgangsklemme

2.9.5.3.1.4 Endstück

2.9.5.3.1.5 Zubehör

2.9.5.3.2 Verlegung

2.9.5.3.3 Brandverhalten

2.9.5.3.4 Kostenbetrachtung

2.9.5.3.5 Zukunftssicherheit

2.9.6.1 Fehlen von Brandlastangaben in Katalogen

2.9.6.2 Bewußtseinsbildung

Teil III

3.1 Bilder, Zeichnungen, Beilagen:

3.2 Fußnotenverzeichnis

3.3 Literaturverzeichnis

3.4 Lieferantenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit untersucht Möglichkeiten zur Modernisierung der Elektroinstallation in Bürogebäuden mit dem primären Ziel, durch die Reduzierung von Brandlasten sowie die Implementierung vorbeugender Schutzmaßnahmen die Sicherheit für Personen und Sachwerte signifikant zu erhöhen.

  • Methoden zur Brandlastreduktion in der Elektroinstallation
  • Vorteile dezentraler Verteilungsstrukturen (Energiebus, Schienenverteiler)
  • Bedeutung von halogenfreien Werkstoffen für den vorbeugenden Brandschutz
  • Elektrische Sicherheitskomponenten wie Fehlerstrom-Schutzschalter und Überspannungsschutz
  • Wirtschaftliche Aspekte und Montageeffizienz moderner Installationssysteme

Auszug aus dem Buch

Brandrisken von PVC-isolierten Kabeln und Leitungen sowie Rohren

In den vergangenen Jahren haben mehrere große Brände, bei denen Kabel und Leitungen betroffen waren, für Aufsehen und beträchtliche Schäden gesorgt. Folgende Brände mit PVC-Kabeln und Leitungen sind bekannt:

• Telefonvermittlung der Telekom, Düsseldorf, 1988

• Kunsthalle Düsseldorf, 1988

• U-Bahn Düsseldorf, 1991

• Deutscher Dom in Berlin, 1994

• Klinikum Aachen, 1995

• Flughafen Düsseldorf, 11. April 1996 (17 Tote, 88 Verletzte)

Ausgehend von diesen spektakulären und großen Schaden anrichtenden Bränden, bei denen auch Personen betroffen waren, konnten Anstrengungen festgestellt werden, solche Vorkommnisse in Zukunft hintan zu halten beziehungsweise deren Auswirkungen zu minimieren.

Die deutsche Musterbauordnung 96 (MBO) erfuhr nach dem Flughafenbrand, in einer Sitzung am 4./5. Dezember 1997 eine Änderung und wurde zur MBO 1997. Eine der wichtigsten bekannten Aktivitäten ist die neue MLAR (= Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen) in der Fassung aus dem Dezember 1998 der Bundesrepublik Deutschland welche in der Zwischenzeit aktualisiert wurde und als MLAR März 2000 nach wie vor Gültigkeit hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kurzdarstellung: Einführung in die Problematik moderner technischer Gebäudeinfrastruktur und die zentrale Bedeutung des vorbeugenden Brandschutzes.

2 Arbeit: Umfassende Analyse der aktuellen Brandrisiken durch verwendete Baumaterialien und PVC-Installationen sowie rechtlicher Rahmenbedingungen.

2.7 Untersuchung über die Möglichkeiten der Brandlastreduktion: Detaillierte Berechnung und Vergleich verschiedener Installationsvarianten zur Senkung der Brandlasten in Büroräumen.

2.8 Sonstige Brandschutzmaßnahmen: Erörterung technischer Vorkehrungen wie Leiterdimensionierung, Erdungsanlagen, Fehlerstrom-Schutzschalter und Differenzstrom-Überwachung zur Brandvermeidung.

2.9 Installations- und gerätetechnische Vorschläge, basierend auf den Untersuchungsergebnissen: Praktische Empfehlungen zur Umsetzung von Fünfleitersystemen, Schienenverteilern und Energiebussystemen.

Schlüsselwörter

Elektroinstallation, Vorbeugender Brandschutz, Brandlastreduktion, Dezentrale Energieverteilung, PVC-freie Installation, Halogenfreie Werkstoffe, Fehlerstromschutzschalter, Überspannungsschutz, Schienenverteiler, Energiebus, Gebäudesystemtechnik, Personenschutz, Brandrisiko, Kabeltragsysteme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von Elektroinstallationen in modernen Bürogebäuden unter besonderer Berücksichtigung brandlastsenkender Maßnahmen und des vorbeugenden Brandschutzes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Brandlastminimierung durch Materialwahl und Installationsführung, der Einsatz dezentraler Energieverteilungssysteme sowie technische Brandschutzmaßnahmen wie Differenzstromüberwachung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist aufzuzeigen, dass durch eine durchdachte Netzstruktur und eine sorgfältige Produktauswahl eine erhebliche Reduktion der Brandlast erzielt werden kann, ohne die Baukosten signifikant zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse geltender Normen und eine projektbasierte quantitative Untersuchung, die Brandlasten verschiedener Installationsarten rechnerisch vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Ausgangssituation, dem Vergleich zwischen konventioneller und dezentraler Installation sowie detaillierten gerätetechnischen Vorschlägen für eine sicherere Elektroinstallation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Brandlastreduktion, dezentrale Energieverteilung, halogenfreie Installation, Brandschutz und elektrische Anlagensicherheit.

Welche Rolle spielen Fehlerstrom-Schutzschalter in dieser Arbeit?

Die Arbeit hebt hervor, dass Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) nicht nur dem Personenschutz dienen, sondern auch eine entscheidende Rolle bei der Detektion von brandgefährlichen Erdschlussströmen spielen.

Warum wird der Einsatz von Schienenverteilern empfohlen?

Schienenverteiler werden empfohlen, da sie einen kunststoffarmen Aufbau aufweisen, eine hohe Betriebssicherheit bieten, flexibel erweiterbar sind und eine geringere Brandlast als klassische Kabelinstallationen aufweisen.

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Details

Title
Brandlastsenkende Maßnahmen und vorbeugender Brandschutz bei der technischen Infrastruktur von Bürogebäuden
Author
Josef Pichler, Dipl.-HTL-Ing. (Author)
Publication Year
2003
Pages
97
Catalog Number
V23251
ISBN (eBook)
9783638264136
ISBN (Book)
9783638723589
Language
German
Tags
Brandlastsenkende Maßnahmen Brandschutz Infrastruktur Bürogebäuden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josef Pichler, Dipl.-HTL-Ing. (Author), 2003, Brandlastsenkende Maßnahmen und vorbeugender Brandschutz bei der technischen Infrastruktur von Bürogebäuden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23251
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