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Konsolidierungskreise der Gruppenbesteuerungsysteme in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden

Title: Konsolidierungskreise der Gruppenbesteuerungsysteme in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden

Bachelor Thesis , 2012 , 40 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sabine Dawartz (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die bestehenden Gruppenbesteuerungssysteme befinden sich schon seit einiger Zeit in der Diskussion, ob sie mit den zunehmenden Verflechtungen der europäischen Unternehmen noch vereinbar sind. Seit längerem wird über die Möglichkeit einer Veranlagung über eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage für die Länder der europäischen Union nachgedacht. Diese Lösung ist nicht sehr beliebt, da es einen erheblichen Einschnitt in die Steuerhoheit der Länder bedeutet, die diese gerade in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit nicht abgeben werden. Daher werden die meisten Staaten an ihrem System festhalten wollen. Für Unternehmen bedeutet dies beim Agieren in verschiedenen Ländern immer wieder eine neue Auseinandersetzung mit den nationalen Ausgestaltungen für Konzernbesteuerung, welche sehr heterogen sind.
Diese Arbeit versucht aufzuzeigen, wie unterschiedlich die Ausgestaltung der Besteuerung von Unternehmensgruppen in den Mitgliedstaaten gehandhabt wird. Die niederländische Fiskale Einheit und das Group Relief sowie die Capital Gains Group von Großbritannien, die jeweils sehr unterschiedliche Lösungsansätze bilden, werden mit der deutschen Organschaft in einem Vergleich betrachtet. Hierbei wird aus Sichtweise der Unternehmer heraus bewertet. Die Systeme werden in ihren Grundzügen vorgestellt, auf die Betrachtung der Tarifgestaltungen des Ertragsteuerrechts und weitere Sonderregelungen wird dabei verzichtet.
Im folgenden Teil der Arbeit werden einige Definitionen und Theorien vorgestellt, die dazu dienen sich dem Thema zu nähern und die Gruppenbesteuerungssysteme theoretisch einordnen zu können. Anschließend werden die Gruppenbesteuerungssysteme im Einzelnen vorgestellt und kurz erläutert. Die Betrachtung beschränkt sich dabei auf die Ertragsteuer und erörtert die notwendigen Voraussetzungen für die Bildung des Konsolidierungskreises und auf welche Art eine Verlustverrechnung möglich ist. Des Weiteren wird auf die Übertragung von Vermögensgegenständen eingegangen, sofern es eine Sonderregelung diesbezüglich für die Unternehmensgruppe gibt. Im letzten Teil der Arbeit werden die zuvor erläuterten Aspekte der Gruppenbesteuerungssysteme miteinander verglichen und ihrer Vorteilhaftigkeit gegenüber Unternehmern bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE ZUR BEURTEILUNG VON GRUPPENBESTEUERUNGSSYSTEMEN

2.1 DAS LEISTUNGSFÄHIGKEITSPRINZIP

2.2 DER KONSOLIDIERUNGSKREIS

2.3 DER KONZERN

2.4 DIE TRENNUNGSTHEORIE (SEPARATE-ENTITY APPROACH)

2.5 DIE EINHEITSTHEORIE (SINGLE-ENTITY APPROACH)

2.5.1 Das Zurechnungskonzept

2.5.2 Das Einheitskonzept

3 BETRACHTUNG AUSGEWÄHLTER GRUPPENBESTEUERUNGSSYSTEME

3.1 DAS GRUPPENBESTEUERUNGSSYSTEM DEUTSCHLANDS

3.1.1 Personelle Voraussetzungen

3.1.2 Sachliche Voraussetzungen

3.1.3 Verlustverrechnung

3.1.4 Beenden der Organschaft

3.2 DAS GRUPPENBESTEUERUNGSSYSTEM DER NIEDERLANDE

3.2.1 Personelle Voraussetzungen

3.2.2 Sachliche Voraussetzungen

3.2.3 Formelle Voraussetzungen

3.2.4 Erstellung der originären Einheitsbilanz

3.2.5 Verlustverrechnung

3.2.6 Übertragung von Vermögensgegenständen innerhalb der Fiskalen Einheit

3.2.7 Beenden der Fiskalen Einheit

3.3 DAS GRUPPENBESTEUERUNGSSYSTEM VON GROSSBRITANNIEN

3.3.1 Personelle Voraussetzungen Group Relief

3.3.2 Personelle Voraussetzungen Consortium Relief

3.3.3 Formelle und sachliche Voraussetzungen

3.3.4 Verlustverrechnung

3.3.5 Capital Gains Group

3.3.5.1 Personelle Voraussetzungen Capital Gains Group

3.3.5.2 Sachliche Voraussetzungen

3.3.5.3 Nutzung der Capital Gains Group

4 KOMPARATIVER TEIL

4.1 AUSGLEICH DER NACHTEILE GEGENÜBER DEM EINHEITSUNTERNEHMEN

4.1.1 Doppelbesteuerung bei Ausschüttung

4.1.2 Verlustausgleich im Konsolidierungskreis

4.1.2.1 Ausblick Verrechnung laufender Verluste Ausland

4.1.3 Eliminierung von Erfolgen aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen

4.2 RECHTFORMKONFORMITÄT

4.3 BESONDERHEITEN IN DER KONZERNSPITZE

4.4 ERFORDERNIS DER MINDESTBETEILIGUNG

4.5 SONSTIGE BESONDERE VORAUSSETZUNGEN

4.6 FLEXIBILITÄT

4.7 STEUERERKLÄRUNGSPFLICHT

5 FAZIT

6 SUMMARY

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Ausgestaltung der Gruppenbesteuerungssysteme in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden, um die jeweiligen Vor- und Nachteile hinsichtlich ihrer steuerlichen Eignung für Unternehmensgruppen zu bewerten.

  • Analyse theoretischer Grundlagen zur Gruppenbesteuerung (Trennungs- vs. Einheitstheorie)
  • Detaillierte Untersuchung der nationalen Systeme: deutsche Organschaft, niederländische Fiskale Einheit und britisches Group Relief/Capital Gains Group
  • Vergleich der Verlustverrechnungsmöglichkeiten innerhalb der Konsolidierungskreise
  • Bewertung der Systeme anhand von Kriterien wie Flexibilität, Mindestbeteiligung und Konzernspitzenstruktur
  • Beurteilung der steuerlichen Vorteilhaftigkeit für unterschiedliche Unternehmensstrukturen

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Trennungstheorie (separate-entity approach)

Folgt das Steuersystem der zivilrechtlichen Ansicht, dass die Konzerngesellschaften ihrer rechtlichen Selbstständigkeit nach als ein einzelnes Steuerobjekt betrachtet werden sollen, orientiert es sich an der Trennungstheorie. Hierbei ist der Konzern in keinster Weise Anknüpfungspunkt für die Besteuerung, woraus steuerlich eine Negierung der wirtschaftlichen Einheit des Konzerns erfolgt. Bei der Reinform dieser Theorie wird einzig nach dem Grundsatz der Einzelgewinnermittlung (Trennungsprinzip) gehandelt, was eine gewisse Vereinfachung und Praktikabilität einige Konsequenzen mit sich bringt. So müssen gruppeninterne Lieferungs- und Leistungsbeziehungen nach dem dealing-arm's-length-Prinzip behandelt werden, als wären sie mit einer unternehmensfremden Gesellschaft geschlossen. Mutter- und Tochtergesellschaft werden in dieser Betrachtungsweise als einzelne Objekte mit einzelner Gewinnbesteuerung gesehen, daher kann der Gewinn der Tochtergesellschaft bei Ausschüttung an die Muttergesellschaft bei dieser nochmals steuerpflichtig werden, was zu einer Doppelbesteuerung führen kann. Da es bei dieser Methode nicht möglich ist, die Verluste einer Tochtergesellschaft mit den Gewinnen der Muttergesellschaft oder einer anderen Tochtergesellschaft zu verrechnen, kann dies zu einer erheblich höheren Steuerlast führen als bei einem Einzelunternehmen. Aus steuerlicher Sicht macht die Konzernunternehmung so wenig Sinn, was aus anderen wirtschaftspolitischen Gründen natürlich nicht unbedingt zutreffen muss.

Länder, wie z. B. Belgien oder Griechenland, haben keine speziellen Regelungen für Unternehmensgruppen und folgen damit vollkommen der Trennungstheorie.

Es gibt jedoch Gruppenbesteuerungssysteme, die grundsätzlich auf dem Steuersubjektprinzip aufgebaut sind, jedoch durch steuerliche Sondervorschriften einen steuersubjektübergreifenden Verlustausgleich gewährleisten. Dadurch soll eine sinnvolle Gruppenbesteuerung gewährleistet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik heterogener nationaler Konzernbesteuerungen und Zielsetzung des Vergleichs zwischen Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien.

2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE ZUR BEURTEILUNG VON GRUPPENBESTEUERUNGSSYSTEMEN: Erläuterung theoretischer Konzepte wie des Leistungsfähigkeitsprinzips sowie der Gegenüberstellung von Trennungs- und Einheitstheorie.

3 BETRACHTUNG AUSGEWÄHLTER GRUPPENBESTEUERUNGSSYSTEME: Detaillierte Darstellung der Voraussetzungen und Mechanismen für die Organschaft (DE), die Fiskale Einheit (NL) und das Group Relief/Capital Gains Group (UK).

4 KOMPARATIVER TEIL: Kritische Gegenüberstellung der Systeme hinsichtlich Verlustausgleich, Doppelbesteuerung, Flexibilität und weiteren formellen Kriterien.

5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, dass die Wahl des optimalen Systems stark von der spezifischen Unternehmensstruktur und dem Vorhandensein von Vorgruppenverlusten abhängt.

6 SUMMARY: Englische Zusammenfassung der durchgeführten Analyse und des Vergleichs der verschiedenen Steuermodelle.

Schlüsselwörter

Gruppenbesteuerung, Organschaft, Fiskale Einheit, Group Relief, Konsolidierungskreis, Trennungstheorie, Einheitstheorie, Verlustverrechnung, Konzernbesteuerung, Doppelbesteuerung, Mindestbeteiligung, Kapitalertragsteuer, steuerliche Vorteilhaftigkeit, Unternehmensgruppe, Steuersubjektprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen steuerlichen Ansätze zur Besteuerung von Unternehmensgruppen in drei europäischen Ländern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die gesetzlichen Voraussetzungen, die Verlustverrechnung innerhalb von Konzernstrukturen und die steuerliche Effizienz der jeweiligen Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Mitgliedstaaten Unternehmensgruppen steuerlich behandeln, und durch einen Vergleich Empfehlungen zur Systemwahl abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode, kombiniert mit einer ökonomischen Analyse der steuerlichen Belastungswirkungen anhand von Beispielrechnungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Dort werden die nationalen Regelungen (Organschaft, Fiskale Einheit, Group Relief) im Detail vorgestellt und anschließend einem komparativen Vergleich unterzogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Gruppenbesteuerung, Verlustverrechnung, Trennungstheorie, Einheitstheorie und steuerliche Gestaltung.

Welchen Nachteil hat die deutsche Organschaft bei der Flexibilität?

Die Organschaft erfordert eine Mindestbestanddauer von fünf Jahren und ist daher im Vergleich zu anderen Systemen deutlich weniger flexibel bei Umstrukturierungen.

Warum ist das britische System für Konzernspitzen vorteilhaft?

Großbritannien erlaubt es der Konzernspitze, ihren Sitz im Ausland zu haben, was mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei grenzüberschreitenden Verrechnungen bietet.

Wie unterscheidet sich die niederländische Fiskale Einheit in der Verlustverrechnung?

Sie ermöglicht eine umfassende steuerliche Konsolidierung und gilt unter bestimmten Voraussetzungen als das effizienteste Modell für Gruppen mit hohem Verlustpotenzial.

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Details

Title
Konsolidierungskreise der Gruppenbesteuerungsysteme in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden
College
University of Leipzig
Grade
1,3
Author
Sabine Dawartz (Author)
Publication Year
2012
Pages
40
Catalog Number
V232618
ISBN (eBook)
9783656653127
ISBN (Book)
9783656653080
Language
German
Tags
konsolidierungskreise gruppenbesteuerungsysteme deutschland großbritannien niederlanden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Dawartz (Author), 2012, Konsolidierungskreise der Gruppenbesteuerungsysteme in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232618
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