Die Hausarbeit beschreibt die schwierige Situation der Pflegenden im Umgang mit Menschen mit dem komplexen Erkrankungssyndrom der Demenz. Als Lösungsansatz wird das Konzept der basalen Stimulation vorgestellt. Es wird umfassend beschrieben und immer wieder Bezug zur dementiellen Erkrankung genommen. Die Hausarbeit endet mit einer Diskussion, welche die Schwierigkeit der Implementierung des Konzeptes in die Praxis aufzeigen soll.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Methode
3 Entstehung der basalen Stimulation
4 Begriffserklärung
5 Patientengruppe für basale Stimulationsangebote
6 Zentrale Ziele der basalen Stimulation
6.1 Leben erhalten und Entwicklung erfahren
6.2 Das eigene Leben spüren
6.3 Sicherheit erleben und Vertrauen aufbauen
6.4 Den eigenen Rhythmus entwickeln
6.5 Sein Leben gestalten
6.6 Beziehung aufnehmen und Begegnungen gestalten
6.7 Sinn und Bedeutung geben und erfahren
6.8 Selbstbestimmung und Verantwortung leben
7 Stimulationsangebote und Wahrnehmungsfähigkeiten
7.1 Grundsätzliche Überlegungen
7.2 Wahrnehmungsbereiche
7.2.1 Somatischer Bereich
7.2.2 Vestibulärer Bereich
7.2.3 Vibratorische Bereich
7.2.4 Oral, olfaktorischer Bereich
7.2.5 Taktiler Bereich
7.2.6 Audiorhytmischer Bereich, auditiver Bereich
7.2.7 Visueller Bereich
8 Diskussion
9 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Konzept der basalen Stimulation im Kontext der pflegerischen Betreuung von Menschen mit Demenz zu analysieren, um durch eine differenzierte Sichtweise die Lebensqualität und Selbstbestimmung der Betroffenen zu fördern.
- Grundlagen und Entstehung der basalen Stimulation
- Zentrale Ziele zur Förderung dementiell erkrankter Menschen
- Methodik der Wahrnehmungsförderung durch verschiedene sensorische Bereiche
- Diskussion zur praktischen Implementierung und Herausforderungen im Pflegealltag
Auszug aus dem Buch
7.2.1 Somatischer Bereich
Aufgrund der kognitiven Störungen, die eine Demenz hervorruft, verlieren Demenzerkrankte zunehmend die Sprachfähigkeit. (Bundesministerium für Gesundheit 2010: 53) Um mit dem Menschen trotzdem in Beziehung zu treten, ist es notwendig sich der nonverbalen Kommunikation zu bedienen. Die Haut als somatischer Wahrnehmungsbereich spielt dabei eine große Rolle. Durch Berührung kann mit dem Menschen kommuniziert werden. Dabei ist die Qualität der Berührung entscheidend und muss individuell ausgerichtet werden um Orientierung und Sicherheit zu vermitteln und das eigene Körperempfinden zu fördern. (Bienstein u. Fröhlich 2010: 43–50)
Die Körperpflege ist ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Pflege bei demenziell erkrankten Menschen. Hier kommt es häufig zu Konflikten zwischen dem Demenzerkrankten und der Pflegekraft. Sie verkennen die Situation und halten die Körperpflege für unnötig oder erleben die pflegende Person als bedrohlich oder missdeuten die Situation im Sinne einer zärtlichen Annäherung. (Wächtler u. Diehl 2003: 77) Des weiteren ist die Wahrnehmung des Körpers beim Demenzerkrankten verändert, er erlebt den Körper oder Teile des Körpers als fremd. (Wächtler u. Diehl 2003: 77) Mithilfe der beruhigenden Ganzkörperwäsche, die Teil des Konzeptes ist, sollen behutsam und einfühlend orientierende Körpererfahrungen ermöglicht werden. „Ziel der beruhigenden Wäsche ist es, die Unruhe oder das Körperdesintegrationsgefühl zu reduzieren und Entspannung und Körperintegration zu fördern.“ (Bienstein u. Fröhlich 1991: 59)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt das Krankheitsbild Demenz und begründet die Relevanz des Konzepts der basalen Stimulation als pflegerischen Ansatz zur Lebensqualität.
2 Methode: Erläutert das Vorgehen bei der Literaturrecherche unter Einbezug von Datenbanken und Fachbibliotheken.
3 Entstehung der basalen Stimulation: Zeichnet die historische Entwicklung durch Andreas Fröhlich und die Adaption für die Pflege durch Christel Bienstein nach.
4 Begriffserklärung: Definiert die zentralen Termini „basal“ und „Stimulation“ als ganzheitliches, sensorisches Angebot.
5 Patientengruppe für basale Stimulationsangebote: Benennt die Zielgruppen für das Konzept, insbesondere Menschen mit gravierenden Wahrnehmungsbeeinträchtigungen.
6 Zentrale Ziele der basalen Stimulation: Detailliert die Ziele wie Lebenserhaltung, Wahrnehmung des eigenen Körpers und Förderung der Selbstbestimmung.
7 Stimulationsangebote und Wahrnehmungsfähigkeiten: Erläutert die spezifischen Wahrnehmungsbereiche (somatisch, vestibulär, taktil, etc.) und deren Anwendung in der Praxis.
8 Diskussion: Reflektiert die Implementierung des Konzepts sowie bestehende Barrieren im klinischen und pflegerischen Alltag.
9 Zusammenfassung: Fasst die Kernaussagen zur Bedeutung und Umsetzung des Konzepts noch einmal zusammen.
Schlüsselwörter
Basale Stimulation, Demenz, Pflege, Wahrnehmung, Kommunikation, Autonomie, Körperpflege, Sensorik, Lebensqualität, Interaktion, Pflegewissenschaft, Orientierung, Ganzheitlichkeit, nonverbale Kommunikation, Berührung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der basalen Stimulation und dessen Anwendung als pflegerisches Handlungsmodell bei Menschen mit Demenz.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die Wahrnehmungsförderung, die Verbesserung der Kommunikation in der Pflege und die Unterstützung der Selbstbestimmung bei Demenzerkrankten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Einblick in die Sichtweise des Konzepts zu geben und aufzuzeigen, wie basale Stimulation in der pflegerischen Praxis zur Orientierung und Sicherheit beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer systematischen Recherche in Fachbibliotheken und Datenbanken (z.B. CINAHL) basiert.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Entstehungsgeschichte, die Definition der Begriffe, die Beschreibung der zentralen Ziele und eine detaillierte Erläuterung verschiedener Wahrnehmungsbereiche.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind basale Stimulation, Wahrnehmungsbereiche, Demenzpflege, Autonomie und nonverbale Interaktion.
Wie wirkt sich basale Stimulation auf die Körperpflege aus?
Durch Methoden wie die beruhigende Ganzkörperwäsche können Orientierung gegeben, Entspannung gefördert und das eigene Körperempfinden der Patienten gestärkt werden.
Welche Barrieren werden bei der Umsetzung in die Praxis diskutiert?
Diskutiert werden vor allem Zeitmangel, knappe personelle Ressourcen in Pflegeeinrichtungen und die Herausforderung, das gesamte therapeutische Team von der Methodik zu überzeugen.
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- Christian Schneider (Author), 2011, Die Beschreibung des Konzeptes der "Basalen Stimulation" anhand der Erkrankung Demenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232826