Ob aus ethischen, gesundheitlichen oder religiösen Gründen – viele Menschen ernähren sich vegetarisch. Die einen konsequent und dauerhaft, die anderen nur episodenweise. Aber wie stellt sich diese Ernährungsweise in der Geschichte dar und wie sehen mögliche Folgeerscheinungen aus?
In diesem Buch wird auf die Ernährungsgeschichte des Menschen und die Geschichte des Vegetarismus eingegangen. Außerdem werden Folgen einer fleischlosen Ernährung diskutiert.
Aus dem Inhalt: Ernährungsgeschichte des Menschen, Beweggründe, Vegetarier zu werden, Tierschutz, Hämoglobinwert, Geschichte des Vegetarismus.
Inhaltsverzeichnis
ERNÄHRUNGSVERHALTEN IM WANDEL – GESCHICHTE UND AUSFORMUNGEN DES VEGETARISMUS. DIE ZUKUNFT IS(S)T VEGETARISCH VON MANUELA GRUBER 2012
Zusammenfassung
Abstract
Vorwort
Einleitung
Vegetarische Ernährung
Die Geschichte des Vegetarismus
Motive für eine vegetarische Ernährung
Vegetarische Ernährung und ernährungssoziologische Aspekte
Nachhaltige Ernährungsweise in der Zukunft
Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis
VEGETARISMUS IM GESCHICHTLICHEN KONTEXT VON STEPHANIE TRAICHEL 2004
Einführung
Begriffsdefinition
Formen vegetarischer Ernährung
Geschichte des Vegetarismus
Weggründe, Vegetarier zu werden
Tierschutz
Neueste Entwicklungen im Vegetarismus
Kritik
Zusammenfassung
VEGETARISCHE ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN IN DEUTSCHLAND. DER EFFEKT VON FLEISCHLOSER ERNÄHRUNG AUF DEN HÄMOGLOBINWERT – EINE ANALYSE DER DATEN DES KINDER- UND JUGENDGESUNDHEITSSURVEYS (KIGGS) VON EVELINE OTTE IM KAMPE, JOHANNA FÖLLMER, ANNE IDELER 2011
Einführung
Abstract
Methoden
Ergebnisse
Diskussion
Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den soziologischen und historischen Wandel des Vegetarismus von einer Randerscheinung hin zu einem gesellschaftlich akzeptierten Lebensstil, wobei die ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Motive im Fokus stehen und die Auswirkungen auf zukünftige Ernährungsweisen reflektiert werden.
- Historische Entwicklung des Vegetarismus von der Antike bis heute
- Einfluss soziologischer Faktoren auf das Ernährungsverhalten
- Die Rolle von Geschlechterrollen und Identitätsbildung bei der Fleischwahl
- Nachhaltigkeit und ökologische Auswirkungen der Massentierhaltung
- Statistische Analyse der Auswirkungen fleischloser Ernährung auf Kinder und Jugendliche
Auszug aus dem Buch
Die ersten Vegetarier in der Antike
Während Fleisch in der Antike nur von reicheren Menschen verzehrt wurde, ernährten sich das griechische und das römische Volk vorwiegend von pflanzlicher Kost wie Getreide, Gemüse und Obst. Trotzdem waren zu dieser Zeit Tierkämpfe und Hetzjagden gesellschaftlich sehr angesehen. Für das griechische Volk spielten Tieropfer eine große Rolle. Das Töten von Tieren und der Fleischverzehr hatten große Bedeutung in Zusammenhang mit Bräuchen. Wer Fleischkonsum ablehnte, verschloss sich dadurch den Höhepunkten des festlichen Lebens und hob sich bewusst als Außenseiter vom Rest der Gesellschaft ab.
Eine Ablehnung der Tieropfer und des anschließend zelebrierten Fleischmahls in der griechisch-antiken Gesellschaft kam einer religiösen Revolution gleich und hatte eine radikale Selbstausgrenzung aus der Gesellschaft zur Folge.
Die ersten Berichte des antiken Vegetarismus lieferte eine Gemeinschaft mit religiösem Hintergrund im 6. Jahrhundert v. Chr.: die Gruppe der Orphiker, eine religiöse Sekte. Diese Lebensweise wurde durch Platon (Philosoph, Griechenland, 427-347 v. Chr.) überliefert. Orphiker lehnten die blutigen Tieropferkulte und die religiösen Opferfeiern der Griechen ab. Durch ihren Wunsch der „Befreiung der Seele“ traten sie für Askese und Enthaltsamkeit ein und vermieden Fleisch, Eier und sogar Wolle. „Die Orphiker waren der Ansicht, die Seele sei wegen einer früheren Schuld im Körper wie in einem Grab eingeschlossen und müsse sich durch Reinigung so gut wie möglich von dieser Schuld lösen, um ein seelisches Dasein zu gewinnen. Deshalb verzichteten sie auf Fleischgenuss und lehnten Tieropfer ab.“
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein, beleuchtet die historische Entwicklung des Vegetarismus und setzt sich mit der Relevanz einer vegetarischen Ernährungsweise in einer fleischdominierten Esskultur auseinander.
Vegetarische Ernährung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe rund um den Vegetarismus und klassifiziert die verschiedenen Ausprägungsformen der vegetarischen Lebensweise.
Die Geschichte des Vegetarismus: Es wird die historische Genese des Vegetarismus von der Antike bis zur modernen Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts dargestellt.
Motive für eine vegetarische Ernährung: Die vielfältigen Beweggründe für den Fleischverzicht, wie Religion, Ethik, Gesundheit und Ökologie, werden hier detailliert analysiert.
Vegetarische Ernährung und ernährungssoziologische Aspekte: Hier wird der theoretische Rahmen der Ernährungssoziologie dargelegt und der Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Ernährungsverhalten untersucht.
Nachhaltige Ernährungsweise in der Zukunft: Das Kapitel widmet sich dem Konzept der Nachhaltigkeit und hinterfragt, wie eine vegetarische Ernährung zur ökologischen Zukunftsfähigkeit beitragen kann.
Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und interpretiert den Vegetarismus als pragmatische und zukunftsfähige Ernährungsalternative.
Schlüsselwörter
Vegetarismus, Fleischverzicht, Ernährungssoziologie, Nachhaltigkeit, Massentierhaltung, Ethik, Gesundheit, Lebensstil, Geschlechterrollen, Ernährungskompetenz, Klimawandel, Ernährungsgeschichte, Flexitarier, Veganismus, Ernährungswandel.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Anliegen der Arbeit?
Die Arbeit analysiert, wie sich vegetarische Ernährungsweisen in unserer Gesellschaft etablieren konnten und welche soziologischen Aspekte diese Entscheidung maßgeblich beeinflussen.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf historischen Epochen, ethischen Motiven, dem Einfluss der sozialen Schicht sowie der Bedeutung von Nachhaltigkeit und Gesundheitsbewusstsein.
Welche Forschungsfrage wird gestellt?
Es wird untersucht, inwieweit sich eine vegetarische Ernährung in einer traditionell fleischbezogenen Esskultur durchsetzen kann und ob sie die gesellschaftliche Mitte erreichen wird.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse sowie die statistische Auswertung vorhandener Studien zur Ernährung.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen, ernährungssoziologische Hintergründe sowie eine Untersuchung von Nachhaltigkeitskriterien und aktuellen Trends.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt definieren?
Wesentliche Begriffe sind Vegetarismus, Fleischverzicht, Ernährungssoziologie, Ethik, Nachhaltigkeit und Ernährungswandel.
Welche Bedeutung hat die Geschlechterrolle für das Essverhalten?
Die Arbeit zeigt auf, dass Fleisch oft als „männliches“ Symbol für Macht und Stärke codiert ist, während Frauen stärker auf Gesundheit und Schlankheit im Ernährungskontext achten.
Was ist das „Drei-Säulen-Modell“ in Bezug auf Ernährung?
Es beschreibt die ökologische, ökonomische und soziale Dimension der Nachhaltigkeit, wobei der ökologische Aspekt bei der Diskussion um fleischlose Ernährung meist dominiert.
- Arbeit zitieren
- Manuela Gruber (Autor:in), Stephanie Traichel (Autor:in), Eveline Otte im Kampe (Autor:in), Johanna Föllmer (Autor:in), Anne Ideler (Autor:in), 2013, Nie mehr Fleisch!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232830