Bei gehörlosen älteren Menschen die in Pflege- und Altenheimen betreut werden, bleiben kommunikative Bedürfnisse meist unberücksichtigt. Dadurch steigt die Gefahr der sozialen Isolation und Vereinsamung, die bei den Betroffenen zu schweren psychischen Problemen führen kann. In der Hausarbeit wird dieser Prozess untersucht und es werden Vorschläge für Heimbetreiber und Pflegekräfte erarbeitet, um diesen Zustand zu verbessern. Grundlage für die Untersuchung ist die Isolationstheorie nach Jantzen.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
1 Einführung
2 Methode der Literaturrecherche
3 Die Lebenswelt der gehörlosen Menschen
3.1 Wer ist gehörlos?
3.2 Die Gebärdensprache
3.3 Die Kultur der Gehörlosen
4 Gehörlosigkeit: Ein sozialer Prozess
4.1 Die Isolationstheorie nach Jantzen
4.2 Die drei wesentlichen isolierenden Bedingungen
4.2.1 Überstimulation
4.2.2 Widersprüchliche Informationen (double bind)
4.2.3 Sensorische Deprivation
5 Zusammenführung von Theorie und Praxis
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Warum sind gehörlose Menschen in Pflegeheimen besonders gefährdet?
Da ihre kommunikativen Bedürfnisse oft unberücksichtigt bleiben, besteht eine hohe Gefahr der sozialen Isolation, Vereinsamung und daraus resultierender psychischer Probleme.
Was besagt die Isolationstheorie nach Jantzen?
Die Theorie bildet die Grundlage der Arbeit und untersucht soziale Isolationsprozesse, die durch fehlende oder gestörte Kommunikation entstehen.
Welche drei isolierenden Bedingungen werden in der Arbeit genannt?
Die Arbeit nennt Überstimulation, widersprüchliche Informationen (Double Bind) und sensorische Deprivation als wesentliche Faktoren für die Isolation.
Wie kann die Situation für Gehörlose in Heimen verbessert werden?
Die Arbeit erarbeitet Vorschläge für Heimbetreiber und Pflegekräfte, um die Lebenswelt und Kultur der Gehörlosen besser zu integrieren und die Gebärdensprache zu berücksichtigen.
Was zeichnet die Kultur gehörloser Menschen aus?
Gehörlose verstehen sich oft als eigene kulturelle Minderheit mit einer eigenen Sprache (Gebärdensprache) und spezifischen sozialen Normen, die im Pflegealltag oft ignoriert werden.
- Arbeit zitieren
- Christian Schneider (Autor:in), 2013, Die prekäre Situation gehörloser Menschen im Alten- und Pflegeheim, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232834