Die folgende Untersuchung ist eine qualitative Forschungsmethode, die sich mit der Frage des Einkommens, der Armut und der Reichtum in Deutschland beschäftigt. Genau gesagt wird hier versucht die Verteilung der Reichtum zwischen Deutschen und Ansässigen in Deutschland zu erfassen. Zu diesem Zweck werden sekundär Daten benutzt, die von unterschiedlichen Forschungsinstituten erhoben wurden, nämlich die Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn und der Sozio-ökonomische Panel. Diese Daten zeigen die Struktur und die Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland zwischen 1986 und 2006. Die zu Verfügung stehenden Daten weisen eine ungleiche Verteilung der Reichtum zwischen Deutschen und Leute mit Migrationshintergründen auf. Im Alltag lässt sich oft hören, dass die Leute mit Migrationshintergründen in der Gesellschaft am meisten diskriminiert sind und deswegen von Armut mehr betroffen sind als die Ansässigen. Die Frage, die sich dann stellen lässt und die Schwerpunkt unserer Untersuchung ist, ist wie gültig diese Aussagen sind. In anderen Wörtern wird in dieser Untersuchung nachgeschaut, ob diese Aussagen, nach denen Menschen mit Migrationshintergründen von Armut mehr betroffen sind als die Deutschen zutreffen.
Diese Arbeit wird in mehreren Kapiteln unterteilt. Im ersten Teil werden Begriffen definiert, die für ein besseres Verständnis dieser Untersuchung notwendig sind. Im zweiten Teil werden die Forschungsinstituten vorgestellt, die die zu analysierende Daten zu Verfügung gestellt haben. Das dritte Teil ist das analytische Teil. Zuerst wird der Typ der Erhebung, die Unter-suchungsgruppe und die verschiedene Variablen vorgestellt, dann werden die Daten beschrie-ben, analysiert und interpretiert. Schlussfolgerungen werden am Ende gezogen, die Antworten zu unseren Fragestellungen enthalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Begriffen
2.1. Einkommen
2.2. Armut
2.2.1. Dimensionen der Armut
2.2.1.1. Ökonomische Dimension von Armut
2.2.1.2. Die soziologische Dimension von Armut
2.2.1.3. Die kulturelle Dimension von Armut
2.2.2. Typologie der Armut
2.2.2.1. Integrierte Armut
2.2.2.2. Marginale Armut
2.2.2.3. Disqualifizierende Armut
2.2.2.4. Einige klassische Definitionen der Armut
2.2.3. Wie kann man Armut messen?
2.3. Reichtum
2.4. Migranten, Ausländer, Menschen mit Migrationshintergrund
2.5. Ansässige
2.6. Überblick über die Lebenslage der Ausländer in Deutschland
3. Vorstellung der Erhebungsorganisationen
3.1. Das IWG
3.2. Das Sozio-ökonomische Panel (SOEP)
4. Analytischer Teil
4.1. Typ der Erhebung
4.2. Zielgruppen der Untersuchung
4.3. Datenanalyse
4.3.1. Analyse, Vertiefung
4.3.1.1. Einkommen als abhängige Variable
4.3.1.2. Bildung und Berufserfahrung als unabhängige Variable
4.3.2. Veränderung der Zusammensetzung der Bezieher mittlerer Einkommen.
4.3.3. Beitrag ausgewählter Bevölkerungsgruppen zur wachsenden Einkommensungleichheit
4.4. Mögliche Gründe für die ungleichmäßige Verteilung des Reichtums zwischen den Ansässigen und Menschen mit Migrationshintergrund.
4.4.1. Schlechtere Integrationspolitik im Vergleich zu der Mitte der 1980er Jahre
4.4.2. Sinkende Erwerbstätigkeitsquote von Migranten - steigende von Ansässigen
4.5. Gleiche Akademikerquote – aber geringere Arbeitsmarktchancen
4.6. Diskriminierung von Migranten
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer qualitativen Forschungs- und Analyse-Methodik die Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland zwischen 1986 und 2006. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit die häufig geäußerte Annahme zutrifft, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland stärker von Armut betroffen sind als ansässige Deutsche.
- Analyse der Einkommensverteilung und Armutsentwicklung im Zeitraum 1986-2006.
- Vergleich der sozioökonomischen Situation von Migranten und Ansässigen.
- Einfluss von Bildung, Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarktintegration auf die Einkommenshöhe.
- Rolle struktureller Faktoren und Diskriminierung bei der Ressourcenverteilung.
- Evaluierung der Auswirkungen von Haushaltsstrukturen (z.B. Alleinerziehende, Paare mit Kindern) auf das Armutsrisiko.
Auszug aus dem Buch
4.4.1. Schlechtere Integrationspolitik im Vergleich zu der Mitte der 1980er Jahre
Die unangemessene Migrationspolitik in Deutschland trägt ihren Teil dazu bei, dass Menschen mit Migrationshintergrund ein schlechteres Einkommen haben als Ansässige. Sie werden in der Gesellschaft nicht integriert, somit auch nicht auf dem Arbeitsmarkt. Die schlechte Integrationspolitik zeigt sich vor allem in der geringeren Erwerbstätigkeit mit höherer Arbeitslosigkeit und niedrigeren Löhne bei Menschen mit Migrationshintergrund. Außerdem haben Migranten falsche berufliche Qualifikationen, die für den Arbeitsmarkt ungeeignet sind. Sprachliche und kulturelle Barrieren sowie die Diskriminierung von Migranten im Erwerbsleben spielen ebenfalls eine große Rolle.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstands und der Fragestellung zur Einkommens- und Armutsverteilung zwischen Ansässigen und Migranten in Deutschland unter Verwendung sekundärer Daten.
2. Definition von Begriffen: Klärung der wesentlichen ökonomischen und soziologischen Fachbegriffe wie Einkommen, Armut, Reichtum sowie der Abgrenzung zwischen Migranten und Ansässigen.
3. Vorstellung der Erhebungsorganisationen: Präsentation der Datenquellen, konkret des IWG Bonn und des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP), deren Erhebungsmethodik die Grundlage für die Analyse bildet.
4. Analytischer Teil: Detaillierte Untersuchung der Einkommensdaten, Altersstrukturen und Haushaltstypen unter Berücksichtigung von Bildungsstand und Erwerbsbiografien der Zielgruppen.
5. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach Migranten im Vergleich zu Ansässigen vermehrt zur einkommensschwachen Bevölkerung zählen, und Formulierung politischer Handlungsempfehlungen.
Schlüsselwörter
Einkommen, Armut, Reichtum, Deutschland, Migrationshintergrund, Ansässige, Einkommensverteilung, SOEP, IWG, Arbeitsmarktintegration, Erwerbstätigkeit, Einkommensungleichheit, Soziale Herkunft, Berufsausbildung, Sozialpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einkommensstruktur und die Verteilung des Reichtums in Deutschland zwischen 1986 und 2006 mit einem Fokus auf dem Vergleich zwischen Ansässigen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Felder sind die Armutsgefährdung, die Entwicklung des Medianeinkommens, die Rolle der Bildung und Erwerbsbeteiligung sowie die Auswirkungen der Migrationspolitik auf die wirtschaftliche Teilhabe.
Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?
Es wird untersucht, ob die in der Gesellschaft oft geäußerte Aussage, dass Menschen mit Migrationshintergrund stärker von Armut betroffen sind als ansässige Deutsche, durch empirische Daten belegt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Der Autor nutzt eine qualitative Auswertung und Interpretation quantitativer Sekundärdaten, die von Forschungsinstituten wie dem IWG Bonn und durch das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) erhoben wurden.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition, die Vorstellung der Erhebungsorganisationen und eine tiefe Datenanalyse, die nach soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Haushaltsform und Qualifikationsgrad differenziert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Typische Begriffe sind Einkommensungleichheit, Migrationshintergrund, Erwerbsquote, Armutsrisiko und Sozio-ökonomisches Panel.
Warum haben laut Autor viele Migranten trotz Hochschulabschluss geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
Ein Grund ist die fehlende Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie die Passungsproblematik der erworbenen Qualifikationen gegenüber den spezifischen Anforderungen deutscher Unternehmen.
Welche Rolle spielt die Haushaltsstruktur für das Armutsrisiko der Alleinerziehenden?
Alleinerziehende sind laut der Studie stark überproportional in der Gruppe der Einkommensschwachen vertreten, da der materielle Aufwand in diesen Familienmodellen oft nicht durch ein entsprechendes Einkommen gedeckt wird.
- Arbeit zitieren
- Rodrigue Bienvenue Nanfack (Autor:in), 2011, Einkommen, Armut und Reichtum Verteilung in Deutschland: Unterschiede zwischen Ansässigen und Menschen mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232860