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Welt ohne Geld

Ausmaße, Motivation und Realisierbarkeit der Idee

Title: Welt ohne Geld

Seminar Paper , 2012 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anne Gradl (Author)

Business economics - Law
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Summary Excerpt Details

„Ich bin zufrieden, ich habe genug Geld.“ ─ selten hört man in unserer Gesellschaft so einen Satz. Subjektiv betrachtet, besitzt ein jeder von uns „zu wenig Geld“.
Dabei handelt es sich bei dem Medium Geld nur um Papier- und Metallstücke, die nicht mehr wert sind,als das Material an sich. Wodurch gleich noch ein sehr relevanter Begriff verwendet wird,der „Wert“. Der Mensch ordnet allem einen bestimmten Wert zu, eine Wichtigkeit, einen Rang in einer gedachten Liste aller Waren und Dienstleistungen die auch Empfindungenwie Liebe, Toleranz und Respekt mit einschließt, welche dieser Liste die letzte Transparenz rauben. Doch letztlich kann niemand tatsächlich urteilen und Dingen ihren Status zu- oder aberkennen. Dennoch erfand der Mensch das Papiergeld, um sich selbst
damit zu organisieren. Doch dieses Geld verursacht soziale Unterschiede, Streit und folglich Krieg und Leid, denn wer Geld hat, der hat Macht. Der Mensch ist gierig und verlangt stetig nach mehr, bis schließlich alles im Chaos endet. Im Werk „Faust 2“ von Johann Wolfgang von Goethe bemerkt dieser bereits 1832: „Krieg, Handel und Piraterie,dreieinig sind sie, nicht zu trennen.“1 Hierbei kann Handel als allgemeine Wirtschaft verstanden werden, und diese basiert wiederum auf Geld, obwohl diesem kein realer Wert zugeordnet werden kann. Doch alle akzeptieren es als Zahlmittel, wodurch das System funktioniert. Nun sollte der Mensch nicht als Maschine, die einzig nach Geld strebt,dargestellt werden. Wäre dies der Fall, gäbe es weder Solidarität und Freundschaft noch Kunst. Im Zeitalter, in dem es scheint, mehr zu zählen was man hat, als was man ist,suchen sich die Menschen einen Ausweg, eine Ablenkung. Dies finden wir in den schönen Dingen, die nicht mit Geld bezahlbar sind. Goethe schrieb ebenso durch den Ausspruch des Protagonisten Faust:„Die Tat ist alles, nichts der Ruhm.“2. Laut dieser Aussage ist der Ruhm, also die Bezahlung durch Geld, weniger Wert als die Tat selbst. Befürwortet man dies, stellt sich die Frage, weshalb Geld unser Leben trotzdem so maßgeblich beeinflusst.
Was ist dem Menschen in unserer konsumorientierten Gesellschaft Geld „wert“? Wie groß ist die Steuerungsfunktion des Geldes auf unsere Gesellschaft? Ist es möglich, ohne Geld miteinander zu leben? Welche Vorteile, aber auch welche Nachteile entstehen und wie realisierbar ist eine "Welt ohne Geld"?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Welt ohne Geld

2.1 Problematik des Geldes und Gegenüberstellung mit bestehenden Alternativen

2.1.1 Dialektik des Fortschrittdrangs

2.1.2 Inselstaat Vanuata mit bargeldlosem Finanzsystem

2.1.3 Individuelle Belastung durch Geld

2.1.4 Geldloses Selbstverwirklichungsmodell in der Konsumgesellschaft

2.1.5 Grund für Abschaffung des Geldes

2.2 Voraussetzungen zur Entstehung einer „Welt ohne Geld“

2.2.1 Bewusstseinsänderung der Menschheit

2.2.2 Abschaffung bestehender Systeme und Ordnungen

2.3 Organisation des neuen globalen Modells

2.3.1 Demokratie als politische Basis

2.3.2 Teilen als wirtschaftliches Prinzip

2.3.3 Arbeit als freiwilliger Beitrag und Möglichkeit der Selbstverwirklichung

2.4 Mögliche Probleme

2.4.1 Ablehnende Haltung der Menschen

2.4.2 Falsche Motivation

2.4.3 Ausfall von Berufsfelder und Stillstand der Entwicklung

2.4.4 Globales geldloses System problematisch

2.5 Lösungsvorschläge

2.5.1 Notwendigkeit von Aufklärung

2.5.2 Technischer Fortschritt durch Motivation

3 Realisierbarkeit und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die theoretische Vision einer Welt ohne Geld, analysiert die zugrunde liegende Problematik unseres heutigen Finanzsystems und hinterfragt kritisch, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Realisierung eines geldlosen Modells in der modernen Gesellschaft möglich wäre.

  • Kritische Analyse des Einflusses von Geld auf soziale Strukturen und psychische Belastungen.
  • Untersuchung von Modellen für ein geldloses Zusammenleben und Teilen.
  • Erörterung der notwendigen Bewusstseinsänderung als gesellschaftliche Voraussetzung.
  • Identifikation potenzieller Hindernisse wie Motivationsverlust und Systemversagen.
  • Evaluation der praktischen Umsetzbarkeit und die Rolle von Bildung und Aufklärung.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Inselstaat Vanuata mit bargeldlosem Finanzsystem

Als utopisch erscheinendes Modell zur vorhergehenden Analyse der globalen Ökonomie wirkt das Wirtschafts- und Finanzsystem des in der Südsee liegenden Inselstaates Vanuatu. Dessen Lebensgemeinschaft basiert auf dem Tauschhandel ohne Geld, bei dem ein großes selbstgezüchtetes Schwein ebenso viel wert sein kann, wie eine schöne Muschel, die der Besitzer kurz zuvor am Strand gefunden hat. Andreas Stummer berichtet in einem Artikel über dieses Phänomen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass laut einer britischen Studie über die Zufriedenheit der Bevölkerung in einem Land genau dieser Staat global am besten abschnitt. Trotz des geringen Fortschritts und der traditionellen Lebensweise, oder gerade aufgrund derer, sind die Menschen glücklich und zufrieden. Industriemächte wie USA, Deutschland oder China lagen im Durchschnitt auf den letzten Plätzen. Die Schlussfolgerung daraus lautet: „Je weniger materiell eine Gesellschaft ist, desto zufriedener ist auch die Bevölkerung.“ Denn auf Vanuata gibt es aufgrund des Nichtvorhandenseins des Geldes keinen Grund zur Anhäufung von materiellem Besitz und somit keine Konkurrenz und keinen Diebstahl. Vielmehr stehen die gegenseitige Unterstützung und die Zusammenarbeit zum Funktionieren des Stammes im Vordergrund. Das Leben ohne Geld ist also nicht sofort mit physischer oder psychischer Armut gleichzusetzen, und ebenso kann Geld im Volk Unzufriedenheit hervorrufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die problematische Rolle des Geldes als Machtinstrument und gesellschaftliche Steuerungsgröße, eingebettet in ein Zitat aus Goethes Faust II.

2 Welt ohne Geld: Dieses Kapitel bildet das Kernstück, in dem die ökonomische Problematik des Geldes analysiert, das Modell des Tauschhandels auf Vanuata vorgestellt und die soziopsychologischen Auswirkungen des Geldes diskutiert werden.

2.1 Problematik des Geldes und Gegenüberstellung mit bestehenden Alternativen: Hier wird der Zusammenhang zwischen globalem Kapitalismus, wirtschaftlichem Fortschrittsdrang und der daraus resultierenden sozialen Ungleichheit untersucht.

2.2 Voraussetzungen zur Entstehung einer „Welt ohne Geld“: Die Autorin legt dar, dass eine solche Vision zwingend einen globalen Wandel im Bewusstsein der Menschen sowie neue politische und soziale Ordnungsrahmen erfordert.

2.3 Organisation des neuen globalen Modells: Dieses Kapitel entwirft ein visionäres System, in dem demokratische Strukturen, das Teilen von Ressourcen und freiwillige Arbeit als Basis einer neuen Gemeinschaft fungieren.

2.4 Mögliche Probleme: Kritisch werden hier die Risiken und praktischen Hürden beleuchtet, darunter die menschliche Ablehnung, das Problem der Motivation sowie die Gefahr eines ökonomischen Stillstands.

2.5 Lösungsvorschläge: Es werden Strategien wie flächendeckende Aufklärungsarbeit und die Etablierung neuer sozialer Anreizsysteme vorgeschlagen, um den Übergang zu einem geldlosen System zu ermöglichen.

3 Realisierbarkeit und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Welt ohne Geld zwar visionär und mit großen Herausforderungen verbunden ist, jedoch als Inspirationsquelle für eine kritische Überprüfung unserer aktuellen Wirtschaftslogik dient.

Schlüsselwörter

Welt ohne Geld, Finanzsystem, Konsumgesellschaft, soziales Modell, Tauschhandel, Kapitalismuskritik, Bewusstseinsänderung, Selbstverwirklichung, Gemeinwohl, soziale Ungleichheit, Arbeit, Motivation, Nachhaltigkeit, Wirtschaftsethik, Systemwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretische Möglichkeit und die gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine Lebensweise ohne Geld, wobei sie sowohl ökonomische als auch soziologische Aspekte betrachtet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Kritik am kapitalistischen Geldsystem, die Analyse utopischer Lebensmodelle, ethische Werte in der Arbeit sowie die Rolle von Bildung für den gesellschaftlichen Wandel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob ein Leben ohne Geld möglich ist, welche Vorteile und Probleme damit verbunden wären und wie realisierbar eine solche „Welt ohne Geld“ heute ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, wissenschaftlichen Internetquellen und einem schriftlichen Interview basiert, um die Idee der geldlosen Welt kritisch zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Problematik des Geldes, beschreibt Voraussetzungen für ein neues Organisationsmodell und setzt sich intensiv mit Herausforderungen wie Motivationsverlust und der Ablehnung durch die Bevölkerung auseinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Welt ohne Geld“, „Kapitalismuskritik“, „Selbstverwirklichung“, „Bewusstseinsänderung“ und „Gemeinwohl“ charakterisiert.

Welche Rolle spielt Heidemarie Schwermer in der Arbeit?

Heidemarie Schwermer dient als Fallbeispiel für eine Protagonistin, die aktiv ein geldloses Leben führt und durch ihr Handeln die theoretischen Überlegungen zur „Welt ohne Geld“ praktisch untermauert.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Realisierbarkeit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein komplett geldloses System weltweit zwar eine utopische Vision bleibt, das Modell jedoch wertvolle Ansätze für tiefergehende Diskussionen über den Wert des Menschen gegenüber dem Wert des Geldes bietet.

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Details

Title
Welt ohne Geld
Subtitle
Ausmaße, Motivation und Realisierbarkeit der Idee
Grade
1,0
Author
Anne Gradl (Author)
Publication Year
2012
Pages
19
Catalog Number
V232883
ISBN (eBook)
9783656582588
ISBN (Book)
9783656694076
Language
German
Tags
welt geld ausmaße motivation realisierbarkeit idee
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Gradl (Author), 2012, Welt ohne Geld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232883
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