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Gelderwerb versus sexuelle Lust

Emotionen, Illusionen und der Wirtschaftsaspekt zwischen Prostituierten und Freiern

Titel: Gelderwerb versus sexuelle Lust

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Laura Storch (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Hausarbeit geht es um konsumierbare Sexualität - nämlich den Prostitutionssektor, welchen ich anhand des differenzierten Verhaltens von Freier und Prostituierten genauer analysieren werde.
Es gibt verschiedenste Arten von Prostitution, so kann Prostitution etwa in Bars, Clubs, Bordellen, auf dem “sauberen“ Straßenstrich, auf dem Drogenstrich, in Eros-Centern, als Escort oder telefonischer Service stattfinden.

In meiner Hausarbeit möchte ich anhand zahlreicher von mir gelesenen und von diversen Soziologen ausgewerteten Interviews auf meine Untersuchungsobjekte, nämlich die Prostituierte und den Freier genauer eingehen.

Im weiteren Verlauf der Hausarbeit werde ich die Inszenierungsarbeit der Prostituierten näher erläutern. Mein Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf die Emotionen beider Akteure, die Tricks und Täuschungen, die Interaktion zwischen Hure und Freier, sowie den Unterschied einer Prostituierten und einer “anständigen“ Frau.

Darüber hinaus beleuchte ich die Stellung des Freiers zu „seiner“ Hure, die Rolle des Geldes und die Tatsache, dass auch Prostituierte Grenzen setzen und für Geld eben doch nicht „alles“ käuflich ist. Abschließend werde ich in einem Fazit die Hauptthesen in einer groben Zusammenfassung widerspiegeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Differenz: Freier und Prostituierte im Vergleich

2.1 Die Figur des Freiers

2.1.1 Die Beweggründe des Freiers

2.1.2 Erwartungen der Freier

2.1.3 Fremdbeobachtung: Das Wirken der Prostituierten auf den Freier

2.2 Die Figur der Prostituierten

2.2.1 Der Weg zur Prostitution

2.2.2 Stellenwert der Prostituierten in Der Gesellschaft

2.2.3 Fremdbeobachtung: Das Wirken des Freiers auf die Prostituierte

3. “Inszenieren als Beruf“

3.1 Ist “echte Liebe“ möglich oder (ent)emotionalisiertes Gewerbe?

3.2 Tricks und Täuschungen der Prostituierten

3.3 Interaktion zwischen Freier und Prostituierter

3.4 Prostituierte versus solide Frau bzw. Paarbeziehung

4. “Prostitution als Teilsystem der Wirtschaft“

4.1 Rolle des Geldes im Prostitutionsgewerbe

4.2 “Für Geld ist nicht alles käuflich“-Grenzen der Prostitution

4.3 Asymmetrie oder Einheit der Machtverhältnisse zwischen Freier und Prostituierter

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen Freiern und Prostituierten im Kontext des Prostitutionsgeschehens. Das primäre Ziel ist es, die Interaktion der Akteure unter Berücksichtigung von Emotionen, Täuschungsmechanismen und dem ökonomischen Einfluss des Geldes zu analysieren, um das Spannungsfeld zwischen privater und beruflicher Sexualität zu ergründen.

  • Analyse der Beweggründe und Erwartungshaltungen von Freiern
  • Untersuchung der professionellen Inszenierungsarbeit von Prostituierten
  • Die Rolle des Geldes als zentrales Steuerungselement des Kontaktes
  • Abgrenzung der Prostitution von persönlichen Paarbeziehungen
  • Machtverhältnisse und gesellschaftliche Stigmatisierung im Prostitutionssektor

Auszug aus dem Buch

3.2 Tricks und Täuschungen der Prostituierten

Grundlegender Aspekt der Arbeit als Prostituierte ist die Inszenierung von Lustgefühlen und stetes emotionales Engagement , auch wenn man mal nicht so gut drauf ist . Man muss bei der Inszenierung nicht zwingend Lust empfinden, von Bedeutung ist lediglich, dass man „ein Raum – Körper- Arrangement herstellen kann, das jenseits der eigenen Gefühlslandschaft Wirkung entfaltet“. Im Gegensatz zur ‘‘wirklichen‘‘ Schauspielerin, darf sich die Prostituierte bei ihrer Inszenierung nicht erwischen lassen.

Die Prostituierte führt die Wünsche der Kunden weitestgehend aus, trotzdem herrscht bei den Freiern immer auch die Angst, abgelehnt zu werden. Es gibt durchaus Freier, die fest davon überzeugt sind, dass man gewisse Dinge gar nicht simulieren könne im Hinblick auf den Genuss der Sexarbeiterin. Doch wie man weiß, gibt es auch außerhalb des prostitutiven Sektors viele Frauen, die den Orgasmus nur vorspielen, sich die Männer aber sicher sind, er sei real. Wieder anderen fällt es schwer, die Bezahlung zu vergessen ,was sich unmittelbar auf den sexuellen Genuss der Kunden projiziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in den Prostitutionssektor ein, beleuchtet dessen gesellschaftliche Wahrnehmung als deviantes Feld und formuliert die Forschungsfrage zur Interaktion von Freier und Prostituierter.

2. Differenz: Freier und Prostituierte im Vergleich: Dieses Kapitel analysiert die Rollenbilder, Beweggründe und das gegenseitige Beobachtungsverhalten beider Akteure sowie den gesellschaftlichen Stellenwert der Prostituierten.

3. “Inszenieren als Beruf“: Der Schwerpunkt liegt hier auf der notwendigen emotionalen Arbeit der Prostituierten, ihren Inszenierungsstrategien und dem Vergleich zur Paarbeziehung.

4. “Prostitution als Teilsystem der Wirtschaft“: Es wird untersucht, wie Geld das Prostitutionsgeschehen strukturiert, welche Grenzen Prostituierte setzen und wie die Machtverhältnisse zwischen den Partnern gestaltet sind.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der zentralen Erkenntnisse über die Koexistenz von wirtschaftlicher und sexueller Wirklichkeit in der Branche.

Schlüsselwörter

Prostitution, Freier, Sexarbeiterin, Inszenierung, Intimkommunikation, Geld, Machtverhältnisse, Lust, Emotionen, Devianz, Normalität, Dienstleistung, Trieb, Paarbeziehung, Stigmatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die soziale und ökonomische Interaktion im Prostitutionssektor, insbesondere wie Freier und Prostituierte das jeweilige Geschehen unter dem Einfluss von Geld und Emotionen gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Motivation des Freier-Besuchs, die notwendige Inszenierungsarbeit der Prostituierten, die ökonomische Steuerung der Interaktion sowie die Abgrenzung zur romantischen Paarbeziehung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist ein tiefgreifendes Verständnis des Prostitutionsverhältnisses zu erlangen, indem die Täuschung und die "Arbeit" hinter dem sexuellen Akt dekonstruiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung soziologischer Fachliteratur und existierender qualitativer Interviews, um habituelle Muster und das Prostitutionsgefüge theoretisch zu durchdringen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Rollenanalyse von Freier und Hure, die Untersuchung der Inszenierung als berufliche Anforderung sowie die Betrachtung der Prostitution als ökonomisches Subsystem.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Begriffe wie Intimkommunikation, Inszenierung, machtbasierte Asymmetrie, ökonomische Strukturierung und das Spannungsfeld zwischen Normalität und Devianz prägen die Analyse.

Wie unterscheidet sich die Prostitution von einer Paarbeziehung laut der Arbeit?

Die Arbeit hebt hervor, dass der Prostitution jegliche gemeinsame Vorgeschichte fehlt und der Akt durch Geld funktional "abgeschlossen" wird, während in der Paarbeziehung Gefühle und langfristige Bindungen im Vordergrund stehen.

Welche Rolle spielt das Geld bei der Interaktion?

Geld dient als zentrales Medium zur Komplexitätsreduktion und als struktureller Rahmen, der sicherstellt, dass die Interaktion zeitlich und inhaltlich definiert ist, jedoch oft die authentische Intimität stört.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gelderwerb versus sexuelle Lust
Untertitel
Emotionen, Illusionen und der Wirtschaftsaspekt zwischen Prostituierten und Freiern
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Kodierungen der Lust
Note
1,3
Autor
Laura Storch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
29
Katalognummer
V232961
ISBN (eBook)
9783656489535
ISBN (Buch)
9783656491439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gelderwerb lust emotionen illusionen wirtschaftsaspekt prostituierten freiern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Storch (Autor:in), 2012, Gelderwerb versus sexuelle Lust, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/232961
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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