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Kinder und Hochleistungssport: Ethische Infragestellung des Leistungsdrills am Beispiel der Li Xiaoshuang-Gymnastikschule

Title: Kinder und Hochleistungssport: Ethische Infragestellung des Leistungsdrills am Beispiel der Li Xiaoshuang-Gymnastikschule

Term Paper , 2011 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadine Wackenhut (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Sucht man im Internet nach Informationen über die Li Xiaoshuang-Gymnastikschule in China, trifft man auf Bezeichnungen wie "Schule der Drachen" oder "Schule der Schmerzen". Doch leiden die Kinder in dieser Einrichtung wirklich so sehr? Welche Methoden wenden die
Trainer an, um die jungen Turnerinnen und Turner zu künftigen Olympiasiegern zu machen?
Wie sieht der Tagesablauf der Kinder an dieser Schule aus und wie ergeht es ihnen dabei?
Die Beantwortung all dieser Fragen steht im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit.
Nachdem ich für die Erörterung des Themas wichtige Begriffe geklärt habe, werde ich einen
Blick auf den geschichtlichen Hintergrund der Li Xiaoshuang - Schule werfen und darlegen,
wie und wozu die Schule gegründet wurde. Danach soll die aktuelle Situation des Internats
beschrieben werden, indem ich auf die Problematik im Zusammenhang mit der Entwicklung
und dem Aufwachsen der Kinder eingehe. Im Anschluss möchte ich meinen Lesern den
Einblick in den Tagesablauf eines Kindes an dieser Schule geben und werde aufzeigen, mit
welchen Methoden die Trainer ihr Ziel, zukünftige Olympiasieger vorzubereiten, erreichen
wollen. Abschließend werde ich meine eigene Meinung und Verbesserungsvorschläge in
einem Fazit äußern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Begriffsklärungen

1.1.1 Das Kind

1.1.2. Der Leistungssport

2 Geschichtlicher Hintergrund der Li Xiaoshuang - Schule

3 Aktuelle Situation der Gymnastikschule

3.1 Problematik im Bezug auf Kindheit

3.2. Tagesablauf und Trainingsmethoden im Internat

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der extremen Trainingsbedingungen in der Li Xiaoshuang-Gymnastikschule in China. Dabei wird hinterfragt, wie sich die dort angewandten Methoden, der hohe Leistungsdruck und das Internatsleben auf die kindliche Entwicklung auswirken und ob das Streben nach sportlichem Erfolg die Vernachlässigung kindlicher Bedürfnisse rechtfertigt.

  • Analyse der kindlichen Entwicklung im Kontext von Leistungssport
  • Untersuchung der historischen Entstehung und Intention der Li Xiaoshuang-Schule
  • Darstellung des täglichen Trainings- und Internatsalltags
  • Diskussion über pädagogische und ethische Implikationen der Ausbildungsmethoden

Auszug aus dem Buch

3.2 Tagesablauf und Trainingsmethoden im Internat

Neben dem Gymnastiktraining, das an sechs Tagen der Woche stattfindet, erhalten die Kinder auch Schulunterricht im Internat. Dass dieser zwar auch wichtig ist, jedoch nicht an erster Stelle steht, ist leicht zu erkennen: die Kinder sind nicht einmal im Besitz von Schreibheften. In den vier Stunden am Morgen, in denen sie entweder Chinesisch -, Mathematik -, Naturwissenschafts - oder Englischunterricht haben, ziehen sie die Schriftzeichen mit den Fingern auf ihrem Pult nach. Den Schulunterricht besuchen ist jedoch nicht das Erste, was die Kinder nach dem Aufstehen und Zähneputzen um 6 Uhr früh tun. Nachdem die Kinder aus ihrem Bett, in dem sie teilweise aufgrund der Kälte zu viert schlafen, gekrochen sind, müssen sie zum Frühsport antreten. Für das Frühstück ist nur etwa eine Viertelstunde Zeit, erst dann ist Schulunterricht angesagt. Auch im Klassenzimmer werden die jungen Sportlerinnen und Sportler an die Wichtigkeit von Disziplin erinnert: Neben der Tafel hängt ein großes Schild, auf dem geschrieben steht: „Tägliches Training ist gesund.“ Nach dem Mittagessen mit darauf folgendem Mittagsschlaf beginnt die nächste Trainingseinheit. Sechs Tage der Woche läuft es so ab, insgesamt trainieren sie vier Stunden pro Tag.

Die Eltern der Kinder bezahlen viel Geld für deren Aufenthalt: 3000 Yuan pro Semester, das sind 296 Euro. Doch nicht jedes Kind wird aufgenommen, zuerst muss jedes einen Aufnahmetest durchlaufen, bei dem es auf sein Talent im Laufen und Springen geprüft wird. Außerdem wird der Körperbau und die Wachstumsfuge untersucht, um festzustellen, wie groß die Kinder später einmal werden und ob sie überhaupt fürs Turnen geeignet sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Li Xiaoshuang-Gymnastikschule ein und formuliert die zentrale Fragestellung bezüglich der ethischen Vertretbarkeit der dortigen Trainingsmethoden und der Lebensumstände der Kinder.

1.1 Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe „Kind“ im psychologischen und rechtlichen Sinne sowie den „Leistungssport“ als hochintensives Trainingskonzept mit spezifischen Risiken.

2 Geschichtlicher Hintergrund der Li Xiaoshuang - Schule: Es wird die Entstehung der Schule in Xiantao erläutert, die durch den Wunsch nach nationalem sportlichen Erfolg und die Vision des Gründers Ding Xiapeng initiiert wurde.

3 Aktuelle Situation der Gymnastikschule: Dieses Kapitel beschreibt die Lebensumstände der etwa 100 Internatsschüler sowie die strukturellen Probleme hinsichtlich Bindungsdefiziten und psychischem Druck.

3.1 Problematik im Bezug auf Kindheit: Hier werden die negativen Auswirkungen der frühen Trennung von den Eltern und die fehlende emotionale Unterstützung im harten Trainingsalltag beleuchtet.

3.2. Tagesablauf und Trainingsmethoden im Internat: Das Kapitel schildert den rigiden Tagesrhythmus der Kinder, die Trainingsmethoden sowie die Selektionskriterien für die Aufnahme in das Internat.

4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Bewertung des Systems, wobei das Streben nach Medaillen gegen das Wohl der Kinder abgewogen und ein humanerer Ansatz gefordert wird.

Schlüsselwörter

Leistungssport, Kinder, Li Xiaoshuang, Gymnastikschule, Internat, Trainingsmethoden, Kindheit, olympischer Erfolg, Medaillensucht, Disziplin, psychischer Druck, Ethik, Kindeswohl, Turnen, Talentförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedingungen und Trainingsmethoden an der Li Xiaoshuang-Gymnastikschule in China und bewertet diese aus ethischer Perspektive im Hinblick auf das Kindeswohl.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen sportlichem Höchstleistungstraining und kindlicher Entwicklung, die Internatsstruktur sowie die psychischen Auswirkungen auf die jungen Sportler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die Methoden der Schule moralisch vertretbar sind und wie der immense Druck auf die Kinder im Kontext des chinesischen Strebens nach Goldmedaillen zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Medienberichten und Interviews über die Schule, um die Lebens- und Trainingsbedingungen zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte der Schule, den spezifischen Problematiken der Kindheit im Internat und einer detaillierten Beschreibung des täglichen Trainings- und Tagesablaufs.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Leistungssport, Kindeswohl, Internat, Disziplin, olympischer Erfolg und Ethik charakterisiert.

Wie werden die Kinder für die Schule ausgewählt?

Es findet ein Aufnahmetest statt, bei dem nicht nur sportliche Talente im Laufen und Springen geprüft werden, sondern auch der Körperbau und die Wachstumsfugen, um das spätere Wachstum vorherzusagen.

Welche Rolle spielen die Trainer im Leben der Kinder?

Da die Kinder ihre Eltern nur selten sehen, fungieren die Trainer als Ersatz-Bezugspersonen, treten im Training jedoch gleichzeitig extrem hart und fordernd auf.

Gibt es Verbesserungsvorschläge seitens der Autorin?

Die Autorin schlägt ein humaneres, spielerisches Lernen vor, merkt jedoch an, dass dies vermutlich mit dem Ziel, internationale Spitzenleistungen zu erzielen, in der Praxis schwer vereinbar ist.

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Details

Title
Kinder und Hochleistungssport: Ethische Infragestellung des Leistungsdrills am Beispiel der Li Xiaoshuang-Gymnastikschule
College
Karlsruhe University of Education
Grade
1,0
Author
Nadine Wackenhut (Author)
Publication Year
2011
Pages
10
Catalog Number
V233041
ISBN (eBook)
9783656500476
ISBN (Book)
9783656500537
Language
German
Tags
kinder hochleistungssport ethische infragestellung leistungsdrills beispiel xiaoshuang-gymnastikschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Wackenhut (Author), 2011, Kinder und Hochleistungssport: Ethische Infragestellung des Leistungsdrills am Beispiel der Li Xiaoshuang-Gymnastikschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233041
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