Wie in anderen Industriestaaten, so herrscht auch in Deutschland eine Konsumgesellschaft.
Während Gegenstand der Konsumforschung das Konsumverhalten verschiedener Gruppen ist, um Marketingstrategien auszunutzen, so versuchen Soziologen und Sozialpädagogen, die Interaktionen der Familienmitglieder zu erklären. Dazu gibt es zahlreiche Studien, in denen die Einflussverteilung zwischen den Partnern herausgefunden werden soll.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, eine Übersicht über das Konsumverhalten von Familien zu geben und die Vernetztheit des Kaufentscheidungsprozesses aufzuzeigen.
Zunächst erfolgt die Begriffsklärung von Konsum und Familie. Danach werden die Determinanten des Konsumverhaltens, welche den Hauptteil bilden, geschildert. Hierbei findet die Erörterung der demographischen Merkmale der Akteure statt. Weiterhin wird der Entscheidungskontext dargestellt und anschließend die Interessen, Sachkenntnisse und Erfahrungen der Familienmitglieder betrachtet. Nach der Bedeutung der Einflussfaktoren wird im weiteren Verlauf auf die verschiedenen Forschungsansätze eingegangen und im Schlussteil ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Definitionen
2.1 Familienbegriff
2.2 Konsumbegriff
3 Determinanten des Konsumverhaltens
3.1 Demographie der Akteure
3.1.1 Alter und Geschlecht
3.1.2 Anzahl der Familienmitglieder:
3.1.3 Sozialer Status (Einkommen) und Kulturkreis
3.1.4 Beziehungen
3.2 Entscheidungskontext
3.3 Interessen, Sachkenntnisse und Erfahrung
4 Erklärungsansätze
5 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist es, einen umfassenden Überblick über das Konsumverhalten von Familien zu geben und die komplexe Vernetztheit innerhalb des Kaufentscheidungsprozesses zu verdeutlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Faktoren die Interaktionen und Entscheidungsfindungen zwischen den Familienmitgliedern beeinflussen.
- Grundlegende Definitionen der Begriffe „Familie“ und „Konsum“
- Analyse demographischer Einflussfaktoren auf Kaufentscheidungen
- Untersuchung des Entscheidungskontextes und der Rolle von Güterkategorien
- Bedeutung von persönlichen Interessen, Sachkenntnissen und Erfahrungen
- Darstellung theoretischer Erklärungsansätze und Verhaltensmodelle
Auszug aus dem Buch
3.1.4 Beziehungen
Das emotionale Verhältnis untereinander und auch das Klima in der Familie beeinflussen Konfliktsituationen. Bei harmonischen Beziehungen sind die Familienmitglieder bereit, ihre eigenen Interessen zugunsten der Partner zu vernachlässigen. Enge Beziehungen zeichnen sich durch Liebe, Gemeinsamkeiten, emotionale Abhängigkeiten, gegenseitigem Austausch, Macht aber auch Fairness aus. In den meisten Fällen versuchen sie durch vertrauensvolle und regelgeleitete Zusammenarbeit gemeinsame oder individuelle Ziele zu erreichen. Um einen gewünschten Endzustand herzustellen, bedarf es der Beschaffung von Ressourcen, wie Geld aber auch Dienstleistungen. Dabei können Teilziele Hilfsbereitschaft, Unterstützung aber auch Zuwendung sein. Demzufolge ist in harmonischen Beziehungen die Übereinstimmung von Präferenzen weitaus höher und somit das Konfliktrisiko deutlich geringer (Kirchler, Walenta, Hölzl 2007, S. 182 ff.).
Aus diesem Grund ist es notwendig, dass Beziehungsmerkmale und auch Gefühle bei der Analyse von Konsumverhalten nicht außer Acht gelassen werden dürfen, da sie im besonderen emotionalen Kontext mit Entscheidungen der Partner stehen (Kirchler, Walenta, Hölzl 2007, S. 183).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung bettet das Thema in den Kontext der Konsumgesellschaft ein und umreißt das Ziel der Arbeit sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „Familie“ und „Konsum“ aus soziologischer, ökonomischer und haushaltswissenschaftlicher Perspektive geklärt.
3 Determinanten des Konsumverhaltens: Hier werden die verschiedenen Einflussfaktoren analysiert, die Kaufentscheidungen innerhalb von Familien prägen, darunter demografische Merkmale, der Entscheidungskontext sowie individuelle Kompetenzen.
4 Erklärungsansätze: Dieses Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Modelle und Taktiken vor, mit denen Forscher versuchen, Entscheidungsprozesse in Familien zu analysieren.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Konsumverhalten ein komplexes, von vielen internen und externen Variablen abhängiges Phänomen ist, das sich stetig mit gesellschaftlichen Normen wandelt.
Schlüsselwörter
Konsumverhalten, Familie, Kaufentscheidungsprozess, Haushaltsökonomie, Determinanten, Entscheidungsfindung, Familienlebenszyklus, Sozioökonomischer Status, Konsumgesellschaft, Sozialpsychologie, Konsummuster, Bedürfnisbefriedigung, Interaktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Analyse des Konsumverhaltens innerhalb privater Lebensformen, speziell von Familien, und untersucht die zugrunde liegenden Entscheidungsprozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Themenfeldern gehören die Definition von Familie und Konsum, die demografischen und sozialen Determinanten des Kaufverhaltens sowie verschiedene wissenschaftliche Erklärungsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über das komplexe Zusammenspiel der Einflussfaktoren bei Kaufentscheidungen in Familien zu geben und deren Vernetztheit aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu konsumrelevanten Modellen und Faktoren, wie sie in der Haushaltslehre und Marktpsychologie diskutiert werden, zusammenzufassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich den Determinanten des Konsumverhaltens, insbesondere den demografischen Akteurmerkmalen, dem situativen Entscheidungskontext sowie den Interessen und Sachkenntnissen der Beteiligten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Konsumverhalten, Kaufentscheidungsprozess, Determinanten, Familienlebenszyklus und sozioökonomischer Status.
Welche Rolle spielen Kinder bei Konsumentscheidungen laut der Arbeit?
Kinder gewinnen mit zunehmendem Alter an Einfluss, insbesondere durch Markenkenntnisse aus Massenmedien und ihr Verhalten als Koalitionspartner in Konfliktsituationen.
Was beschreibt das „Balkenwaagen-Modell“?
Das Modell veranschaulicht, wie sich die Einstellung einer Person durch sachliche Argumentation im Verlauf eines Diskussionsprozesses schrittweise verändern kann.
Wie beeinflusst der Familienlebenszyklus das Konsumverhalten?
Die Einteilung in fünf Phasen zeigt, dass sich die Konsumstruktur einer Familie je nach Stadium (z.B. junges Ehepaar vs. Familie mit Kindern) aufgrund veränderter Bedarfe und Rollenverteilungen deutlich wandelt.
Warum ist die Erforschung des Familienkonsums so schwierig?
Familien agieren im Schutz der Privatsphäre, was die Beobachtung erschwert und Forscher dazu zwingt, auf alternative Methoden wie Tagebuchverfahren zurückzugreifen.
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- M.sc Kira Knechtel (Author), 2010, Konsumverhalten von Familien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233044