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Auslaufmodell Heim

Innovative Ansätze zwischen ambulanter und stationärer Pflege

Title: Auslaufmodell Heim

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.sc Kira Knechtel (Author)

Social Work
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Die gesellschaftliche und demographische Entwicklung verdeutlicht, dass eine Weiterentwicklung neuer Wohnalternativen für ältere Menschen notwendig ist. Mit Veränderung der Demographie und somit einer Zunahme des Anteils der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung ist diese Aufgabe der Pflege einem Veränderungsprozess unterzogen. Dieses zukunftsfähige Helfen stellt einen Profi - Bürger - Mix dar. Das bedeutet eine nicht-profizentrierte Sicht, sondern eine bürgerzentrierte Sicht, ähnlich wie vor 100 Jahren und fordert ein Umdenken in der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund müssen Angebote sich nicht nur den sich verändernden Wohnbedürfnissen anpassen, sondern müssen auch die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Veränderungen beachten. Um auch die Lebensqualität im höheren Lebensalter aufrechtzuerhalten, kommt dem Wohnumfeld des Menschen eine zentrale Bedeutung zu. Durch die im höheren Lebensjahr einhergehenden körperlichen und geistigen sowie seelischen Veränderungen bedarf es einer Anpassung des Wohnumfeldes, um der individuellen Bewegungs- und Gestaltungsfreiheit der älteren Menschen gerecht zu werden. Akteure aus den Bereichen der Kommunalpolitik, des Gesundheitswesens und der Wohnungspolitik müssen sich auf die veränderten Bedingungen einstellen und Alternativen zum traditionellen Wohn - und Betreuungsangebot im Heim ausbauen, wenn die Zahl der älteren hilfe- und pflegebedürftigen Menschen steigt und gleichzeitig die familialen Netzwerke zurückgehen. Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, die Vielfalt der neuen alternativen Wohnformen darzustellen und innovative Ansätze zwischen ambulanter und stationärer Pflege aufzuzeigen. Im ersten Kapitel werden zunächst die begrifflichen Grundlagen erläutert. Es folgt im zweiten Kapitel die Vorstellung der innovativen Lösungsansätze der Deinstitutionalisierung von Pflegeheimen. Dabei werden auf die Formen der Ambulantisierung, Umprofessionalisierung und anderen diverse Wohnformen eingegangen. Nachdem im Kapitel vier eine kritische Auseinandersetzung mit den Lösungsansätzen erfolgt, wird im letzen Kapitel ein Fazit gezogen und ein Ausblick der dargestellten Thematik gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Grundlagen

2.1 Ambulantisierung

2.2 Deinstitutionalisierung

3 Innovative Lösungsansätze der Deinstitutionalisierung von Pflegeheimen

3.1 Ambulantisierung der Heime

3.2 Umprofessionalisierung und veränderte Strukturen

3.3 Diverse Wohnformen

4 Kritische Betrachtung der Lösungsansätze

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen stationärer und ambulanter Altenpflege und analysiert, inwieweit das klassische Altenheim als "Auslaufmodell" betrachtet werden muss. Das Ziel ist es, innovative Konzepte zur Deinstitutionalisierung und Öffnung von Pflegeeinrichtungen in den Sozialraum aufzuzeigen, um den sich wandelnden demografischen Anforderungen und Bedürfnissen nach Selbstbestimmung im Alter gerecht zu werden.

  • Prozesse der Ambulantisierung und Deinstitutionalisierung in der Pflege.
  • Transformation traditioneller Heimstrukturen in Richtung moderner Wohnformen.
  • Die Rolle des "Bürger-Profi-Mix" und die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements.
  • Innovative Wohnprojekte und ihre Einbettung in den Sozialraum.
  • Kritische Reflexion über Wirtschaftlichkeit, Qualität und rechtliche Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ambulantisierung der Heime

Für die Zukunft der Heime ist es notwendig, die Leistungserbringungsstrukturen zu hinterfragen. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass dem Prinzip ambulant vor stationär nur Rechnung getragen wird aufgrund ökonomischer Vorteile. Eine ausschließliche ökonomische Orientierung der Umsetzung des Grundsatzes ambulant vor stationär ist hier also fehl am Platz und wäre kontraproduktiv. Ambulant ist nicht in jedem Fall günstiger. Es kommt auf die Höhe des Pflegebedarfs an. Vor allem, wenn die familiale Unterstützung nicht verfügbar ist. Bei einer vergleichbaren Heimpflege wären durch den Zukauf notwendiger Betreuungs- und Pflegeleistungen die Kosten schnell überschritten (vgl. Gennrich 2006, S. 16).

Die in den Einrichtungen relevante Wirtschaftlichkeit sollte jedoch keinesfalls überbewertet werden. Dennoch ist es wichtig, das Heim als Wirtschaftsbetrieb anzusehen und eine sozialunternehmerische Orientierung zu stärken. Daher ist es notwendig, unternehmerische Kompetenzen mit einer fachlich sozialen Leitungsebene zu vereinen und als eine zentrale Stelle des Hybridmodells anzusehen. Hybridmodell meint hier eine Art Mix aus sozialen und wirtschaftlichen Interessen. Um diese Vorstellung zu realisieren und um das Engagement zu stärken, könnten Anreize gesetzt werden, indem den Einrichtungen mehr Autonomie gewährt wird, wie beispielsweise ein frei verfügbareres Budget eigenständig sozialunternehmerisch einzusetzen (vgl. Hämel 2010, S. 300).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel sowie die historische Entstehung der Altenheime und begründet die Notwendigkeit, neue, bedarfsgerechte Wohnformen zu entwickeln.

2 Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe "Ambulantisierung" und "Deinstitutionalisierung" und setzt sie in den Kontext der aktuellen pflegewissenschaftlichen Debatte.

3 Innovative Lösungsansätze der Deinstitutionalisierung von Pflegeheimen: Der Hauptteil beschreibt konkrete Konzepte zur Öffnung von Heimen, die Umstrukturierung des Personaleinsatzes sowie verschiedene alternative Wohnformen für ältere Menschen.

4 Kritische Betrachtung der Lösungsansätze: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Herausforderungen der Heimöffnung auseinander, darunter Lärmbelastung, hohe Umbaukosten, rechtliche Hürden und die Gefahr der Fremdsteuerung durch professionelles Personal.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, Heime schrittweise aus ihrer Isolation zu lösen, und betont, dass ein sozialkultureller Wandel für eine zukunftsfähige Daseinsvorsorge unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Altenpflege, Ambulantisierung, Deinstitutionalisierung, Wohnformen, Sozialraumorientierung, Pflegeheim, Bürger-Profi-Mix, Demografie, Selbstbestimmung, Umprofessionalisierung, Lebensqualität, stationäre Pflege, ambulante Versorgung, Pflegebedarf, Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Altenpflege in Deutschland angesichts des demografischen Wandels verändern muss und ob das traditionelle stationäre Pflegeheim zukunftsfähig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Ambulantisierung von Pflegeleistungen, die Öffnung von stationären Einrichtungen zum Sozialraum sowie die Entwicklung neuer, bedarfsorientierter Wohnformen für Senioren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, innovative Ansätze aufzuzeigen, die eine Brücke zwischen ambulanter Selbstbestimmung und stationärer Pflegesicherheit schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte, Fachartikel und sozialwissenschaftlicher Theorien zur institutionellen Altenhilfe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Ambulantisierung der Heime, die Rolle der Umprofessionalisierung des Personals und die Vorstellung verschiedener moderner Wohnmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Ambulantisierung", "Sozialraumorientierung", "Deinstitutionalisierung" und "Bürger-Profi-Mix" charakterisieren.

Wie definiert der Autor das "Hybridmodell" in der Pflege?

Das Hybridmodell beschreibt die Notwendigkeit, unternehmerische Wirtschaftlichkeit mit fachlich-sozialen Kompetenzen zu vereinen, um Heime zukunftsfähig aufzustellen.

Welche Rolle spielen Angehörige in den neuen Wohnkonzepten?

Angehörige werden als wichtige Partner gesehen, deren freiwilliges Engagement den sogenannten "Bürger-Profi-Mix" ergänzt und die Lebensqualität der Bewohner durch soziale Einbettung verbessert.

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Details

Title
Auslaufmodell Heim
Subtitle
Innovative Ansätze zwischen ambulanter und stationärer Pflege
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts- und Verbraucherforschung)
Grade
1,7
Author
M.sc Kira Knechtel (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V233079
ISBN (eBook)
9783656500407
ISBN (Book)
9783656500605
Language
German
Tags
auslaufmodell heim innovative ansätze pflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.sc Kira Knechtel (Author), 2012, Auslaufmodell Heim, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233079
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