Alter und Technik

Technische Assistenzsysteme am Beispiel des Forschungsprojektes SmartSenior


Hausarbeit, 2013

10 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in das Thema Demografie

2 Technik und Alter

3 SmartSenior

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Demografische Entwicklung in Deutschland (Statistische Ämter des Bundes und der Länder)

Abbildung 2 Beispiel einer Smart Home Vernetzung (Friesdorf, W., Heine , A., & Mayer, D., 2007)

Abbildung 3 SmartSenior- Gesamtsystem, funktionale Sicht (SmartSenior-Konsortium)

1 Einführung in das Thema Demografie

Demografie bedeutet eine Erforschung und Auseinandersetzung mit der Bevölkerungsstruktur und -entwicklung im Bezug auf Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss, Beruf oder Konfessionszugehörigkeit der Bevölkerung (statista GmbH 2012). Der demografischen Wandel beschreibt Veränderungstendenzen der Bevölkerungsentwicklung und deren Auswirkungen auf soziale Sicherungssysteme, Gesundheitsversorgung, Migration und Arbeit (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung 2012).

Für Deutschland bedeutet das Folgendes: Die Bevölkerungszahl nimmt bei steigendem Altersdurchschnitt ab. So soll im Jahr 2050 die Bevölkerung auf 65 bis 72 Millionen Einwohner sinken. Außerdem wird der Anteil der über 65-Jährigen zunehmen[1] (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Demografische Entwicklung in Deutschland (Statistische Ämter des Bundes und der Länder)

Die Gründe für diese Entwicklung sind der Geburtenrückgang seit ca. 40 Jahren, die durch verbesserten Lebensstandard und medizinische Versorgung bedingte höhere Lebenserwartung, aber auch ein rückläufiges Migrationsszenario, welches den Bevölkerungsrückgang und die Überalterung nicht aufhalten kann (Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2011).

Trotz eines deutlichen Anstiegs von Gesundheitsproblemen im fortschreitenden Alter hat Selbstständigkeit für alte Menschen höchste Priorität(Tesch-Römer und Wurm 2009, S. 32). Demnach möchten 93 % allein oder mit dem Partner in einer Wohnung oder einem Haus leben (Körber-Stiftung 2012, S. 2).

Diese Arbeit wird der Frage nachgehen, ob Technik in der Lage ist, eine selbstbestimmte, weitgehend selbständige Bewältigung des Alltags in der eigenen häuslichen Umgebung wirkungsvoll zu unterstützen. Dazu wird vor allem auf die Vorlesung von Prof. Dr. Jörg Andreä „Technik (nicht nur) im Alter“ Bezug genommen und das Forschungsprojekt SmartSenior näher beleuchtet werden.

2 Technik und Alter

Drei Ansätze, Technik im Alter nutzbar zu machen, sind Barrierefreiheit, Ergonomie und Universal Design. Barrierefreiheit meint: Jeder Bürger muss alles im barrierefrei gestalteten Lebensraum selbständig betreten, befahren und unabhängig und weitgehend ohne fremde Hilfe sicher benutzen können (barrierefrei.de 2013). Ergonomie beschäftigt sich mit dem Verständnis der Interaktionen zwischen Menschen und anderen Elementen eines Systems und der Optimierung der Systeme, um sie kompatibel mit den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Einschränkungen von Menschen zu machen (iea.cc 2012). Universal Design hat den Anspruch, Produkte und Umgebungen derart zu gestalten, dass sie von allen Menschen so weit wie möglich genutzt werden können, ohne die Notwendigkeit zur Anpassung oder eines speziellen Designs (Mace 1985).

Diese drei Ansätze verfolgen im Prinzip dasselbe Ziel: Technik oder Gegenstände zur Verfügung zu stellen, die für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung intuitiv und einfach zu bedienen und zu nutzen sind. Beispiele aus der Praxis sind das IKEA 365+ Brotmesser, die Siemens Glaskeramik- Kochstelle ET 79054 oder die Spielkonsole Nintendo Wii und Wii Fit (vgl. Internationales Designzentrum Berlin 2008).

Die Gestaltung von Küchen stellt ein weiteres Betätigungsfeld dar, wobei es darum geht, möglichst ergonomisches aber auch effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Dies erreicht man durch sinnvolle Anordnung der Möbel, Zonenplanung sowie die Minimierung der Körperbelastung durch Maßnahmen wie Anpassung der Arbeitshöhe an die Körpergröße, Gestaltung der Möbel (Vollauszug statt Unterschrank mit Türen) und Entwicklung barrierefreier Hausgeräte, welche möglichst selbsterklärend, übersichtlich und intuitiv zu bedienen sein sollen (Deutsche Gesellschaft für Haushaltstechnik e.V. Fachausschuss Haushaltstechnik 2009).

[...]


[1] Als alte Menschen werden Menschen über 65 Jahre bezeichnet (Tesch-Römer und Wurm 2009, S. 7)

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Alter und Technik
Untertitel
Technische Assistenzsysteme am Beispiel des Forschungsprojektes SmartSenior
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V233099
ISBN (eBook)
9783656502906
ISBN (Buch)
9783656503309
Dateigröße
787 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demographischer Wandel, Technik und Alter
Arbeit zitieren
Christoph Mädler (Autor), 2013, Alter und Technik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233099

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