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Umgang mit Preisrisiken in Supply Chains

Titel: Umgang mit Preisrisiken in Supply Chains

Seminararbeit , 2013 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Wichert (Autor:in)

BWL - Industriebetriebslehre
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Die zunehmende Globalisierung und damit eihergehende Zunahme an Komplexität und Dynamik führt dazu, dass Wettbewerb nicht mehr zwischen einzelnen Unternehmen, sondern zwischen ganzen Wertschöpfungsketten entschieden wird. Diese werden als Supply Chains (SC) bezeichnet und erstrecken sich vom Hersteller, über den Handel, bis hin zum Konsumenten.1 Dieser Wandel führt dazu, dass die Wertschöpfungstiefe jedes einzelnen Unternehmens sinkt und die einzelnen Kooperationspartner nur auf ihren Kernkompetenzen tätig sind.2 Die Verteilung der Wertschöpfung bringt für jedes Unternehmen neben Chancen auch Risiken mit sich. In diesem Zusammenhang sind volatile und tendenziell steigende Rohstoffpreise zu nennen,3 von denen besonders Unternehmen betroffen sind, deren Produktion von Rohstoffen abhängig ist. Das sind im Rahmen von SC oftmals Zulieferunternehmen. Da Materialkosten in produzierenden Unternehmen in der Regel mit einem Anteil von bis zu 70 Prozent des Umsatzes den größten Kostentreiber darstellen,4 können steigende Rohstoffpreise das Unternehmensergebnis negativ beeinflussen und auch existenzgefährdende Ausmaße annehmen.5 Wird durch einen solchen Preisanstieg die Lieferfähigkeit des Zulieferers beeinträchtigt, schlägt dies unmittelbar auf den nachfolgenden Abnehmer der SC durch, was finanzielle Schäden durch Produktionsausfall und Imageverlust zur Folge hat.6 Um den Risiken steigender Rohstoffpreise entgegenzuwirken ist es notwendig, diese aktiv zu steuern. Dies ist vor allem bei Zulieferunternehmen in SC notwendig, da diese die gestiegenen Kosten, aufgrund von Lieferverträgen nicht an ihre Abnehmer weitergeben können.7 Werden diese Risiken nicht aktiv gesichert, ist der Materialaufwand, bedingt durch die hohe Volatilität der Rohstoffpreise, nicht mehr planbar. Mit Hilfe von Rohstoffderivaten können Einkaufspreise gegen starke Schwankungen abgesichert werden und somit die Preisrisiken des Zulieferunternehmens und der gesamten SC gesichert werden.8 Neben den veränderten Rahmenbedingungen im Umfeld der Supply Chains existieren auch gesetzliche Regelungen, die Unternehmen auffordern sich aktiv mit drohenden Risikofaktoren auseinanderzusetzen. Das im Jahre 1998 verabschiedete Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verpflichtet Aktiengesellschaften und Unternehmen, die dem Aktiengesetz unterliegen, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um Risiken abzuwenden.9 Allerdings trifft das KonTraG in Bezug auf die Umsetzung des Risikomanagements

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufgaben und Ziele des Supply Chain Managements

3. Rohstoffmärkte: mikroökonomische Grundlagen

4. Derivate zum Umgang mit Rohstoffpreisrisiken

4.1 Klassifizierung von Derivaten im Rohstoffbereich

4.2 Übliche Derivate im Rohstoffbereich

5. Umgang mit Rohstoffpreisrisiken am Beispiel der Bayer AG

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang mit volatilen Rohstoffpreisen innerhalb von Wertschöpfungsketten (Supply Chains) und analysiert, wie Unternehmen diese Preisrisiken mithilfe derivativer Finanzinstrumente aktiv steuern und absichern können.

  • Grundlagen des Supply Chain Managements und dessen Zielsetzungen
  • Mikroökonomische Analyse von Rohstoffmärkten und Preiselastizitäten
  • Klassifizierung und Funktionsweise von Derivaten als Absicherungsinstrumente
  • Praktische Anwendung des Risikomanagements am Beispiel der Bayer AG
  • Diskussion über die Relevanz des Supply Chain Risk Managements (SCRM)

Auszug aus dem Buch

4. Derivate zum Umgang mit Rohstoffpreisrisiken

Bei Derivaten handelt es sich um Termingeschäfte, deren Wert vom Kurs oder Preis einer zugrunde gelegten Variablen abhängt. Die zugrunde gelegten Variablen sind oftmals Wertpapiere, Devisen, Indices oder Rohstoffe. Es handelt sich demnach um Verträge, in denen Vertragspartner vereinbaren, einen bestimmten Vertragsgegenstand zu festgelegten Bedingungen in der Zukunft zu kaufen, verkaufen, tauschen oder Wertausgleichszahlungen zu leisten.

Durch den Einsatz von Derivaten wird ein bestehendes oder geplantes Grundgeschäft, wie der Einkauf von Rohstoffen, gegen negative Preisänderungen abgesichert. Im Allgemeinen wird zwischen bedingten und unbedingten Termingeschäften unterschieden.

Bedingte Termingeschäfte sind dadurch gekennzeichnet, dass es sich um Optionen mit einem einseitigen Wahlrecht der Gegenpartei auf Erfüllung des Termingeschäfts handelt. Bei Abschluss dieses Geschäfts wird der Marktpreis festgelegt, zudem der Halter der Option das Wahlrecht hat, seine Option auszuüben.

Unbedingte Termingeschäfte sind dadurch gekennzeichnet, dass die Menge und der Preis zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt bei Abschluss des Geschäfts festgeschrieben werden. Die Vertragspartner sind an die Vereinbarungen gebunden und müssen ihren Verpflichtungen zwingend nachkommen. Chancen und Risiken sind bei unbedingten Termingeschäften zwischen den Parteien ausgeglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Komplexität globaler Supply Chains und die damit verbundenen Risiken durch volatile Rohstoffpreise, die Unternehmen zu einem aktiven Risikomanagement zwingen.

2. Aufgaben und Ziele des Supply Chain Managements: Dieses Kapitel definiert das SCM als Konzept zur effizienten Steuerung wertschöpfungskettenübergreifender Prozesse und untergliedert dessen Aufgaben in strategische, taktische und operative Bereiche.

3. Rohstoffmärkte: mikroökonomische Grundlagen: Hier werden die Besonderheiten von Rohstoffmärkten, insbesondere deren Preiselastizitäten sowie die Auswirkungen von Angebots- und Nachfrageschocks, mikroökonomisch analysiert.

4. Derivate zum Umgang mit Rohstoffpreisrisiken: Das Kapitel bietet eine detaillierte Einführung in die Welt der Derivate, differenziert zwischen bedingten und unbedingten Termingeschäften sowie zwischen Börsen- und OTC-Handel.

5. Umgang mit Rohstoffpreisrisiken am Beispiel der Bayer AG: Anhand des Bayer-Konzerns wird praxisnah aufgezeigt, wie ein international agierendes Unternehmen Derivate einsetzt, um Preisrisiken im Bereich MaterialScience zu begrenzen.

6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass ein aktives Management von Preisrisiken für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen essenziell ist, weist jedoch auf den weiteren Forschungsbedarf im Bereich des Supply Chain Risk Managements hin.

Schlüsselwörter

Supply Chain Management, Rohstoffpreise, Preisrisiken, Derivate, Finanzinstrumente, Absicherung, Hedging, Termingeschäfte, Bayer AG, MaterialScience, Risikomanagement, Preiselastizität, Volatilität, OTC-Handel, Warenswaps

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, dass Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft zunehmend unter volatilen Rohstoffpreisen leiden, und zeigt Wege auf, diese finanziellen Risiken mittels Derivaten zu steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Supply Chain Management, die mikroökonomische Betrachtung von Rohstoffmärkten sowie der Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Methoden zur Absicherung gegen Rohstoffpreisrisiken in Supply Chains vorzustellen und deren praktische Anwendung in einem Großkonzern zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und einer angewandten Fallstudie am Beispiel der Bayer AG.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des SCM und die ökonomischen Besonderheiten des Rohstoffmarktes erläutert, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der verschiedenen Derivate (Futures, Forwards, Swaps, Optionen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Supply Chain Management, Preisrisiken, Derivate, Hedging, Volatilität und Risikomanagement.

Welche Rolle spielt die Bayer AG im Dokument?

Die Bayer AG dient als Praxisbeispiel, um zu verdeutlichen, wie ein großes Industrieunternehmen spezifische OTC-Finanzinstrumente nutzt, um Rohstoffpreisrisiken im Bereich MaterialScience abzufedern.

Warum bevorzugt Bayer den OTC-Handel gegenüber dem Börsenhandel?

Bayer bevorzugt den OTC-Handel, da dieser flexiblere Kontraktbedingungen hinsichtlich Mengen, Laufzeiten und Preisindices ermöglicht, wodurch die Absicherung exakt auf die eigenen Rohstoffe abgestimmt werden kann.

Welche Bedeutung hat das KonTraG in diesem Kontext?

Das KonTraG verpflichtet Aktiengesellschaften zur Entwicklung von Maßnahmen zur Risikoabwehr, was den Handlungsdruck für Unternehmen erhöht, auch Rohstoffpreisrisiken professionell zu managen.

Was wird im Fazit als Hindernis für den Derivateeinsatz genannt?

Als Hindernisse werden das benötigte Know-how, die komplexen Anforderungen an die Bilanzierung sowie die notwendige Liquidität für Sicherheitsleistungen (Margins) genannt.

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Details

Titel
Umgang mit Preisrisiken in Supply Chains
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Dortmund früher Fachhochschule
Note
1,0
Autor
Thomas Wichert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V233115
ISBN (eBook)
9783656494683
ISBN (Buch)
9783656494652
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang preisrisiken supply chains
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Wichert (Autor:in), 2013, Umgang mit Preisrisiken in Supply Chains, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233115
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Leseprobe aus  23  Seiten
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