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Von P2P zu B2C - Eine ökonomische Analyse der Geschäftsstrategien der Musikindustrie für das Internet

Titre: Von P2P zu B2C - Eine ökonomische Analyse der Geschäftsstrategien der Musikindustrie für das Internet

Mémoire (de fin d'études) , 2004 , 79 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jens Mennigmann (Auteur)

Médias / Communication - L'économie des médias, Management des médias
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Résumé Extrait Résumé des informations

[...] Die
wichtigste Quelle für Musik aus dem Internet sind allerdings so genannte Abrufsysteme,
bei denen der Nutzer bestimmte Inhalte jederzeit unabhängig von einem Programmablauf
abrufen kann. Abrufsysteme stellen den stärksten Eingriff in das Urheberrecht
der Musikschaffenden dar, da die Konsumenten das Werk durch das Herunterladen der
Musikdatei dauerhaft in digitaler Qualität erhalten. Der frühere technologische Wandel im Musikmarkt wurde von den Tonträgerherstellern
gezielt gesteuert, z. B. beim Übergang von der Vinylplatte zur CD (vgl. Kurp /
Hauschild / Wiese 2002, S. 94). In den letzten Jahren geben dagegen marktexterne
Akteure die Verbreitung technologischer Veränderungen vor, welche die Musikindustrie
unmittelbar betreffen. Die Etablierung des offenen MP3-Standards und die
Musikpiraterie, die dadurch ermöglicht wird, zwingen die Musikindustrie daher,
Business-to-Consumer-Strategien (B2C) für das Internet zu entwickeln (vgl. Easley /
Michel / Devaraj 2003, S. 95).
Dabei ist umstritten, ob die Etablierung eines kostenpflichtigen Angebots von Musik im
Internet wünschenswert ist, oder ob der freie Austausch von Musik als Ausdruck von
Informations- und Meinungsfreiheit die Zukunft künstlerischer Freiheit ohne die
kommerziellen Zwänge der Musikindustrie darstellt. Darüber hinaus stellt sich die
Frage, ob und wie es zum jetzigen Zeitpunkt noch möglich ist, ein kostenpflichtiges
Musikangebot im Internet zu implementieren. Hat mit Napster der Untergang der
Musikindustrie begonnen, oder bieten die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien
die „größte Wachstumschance (...) seit Einführung der Compact Disc“
(Peter Jamieson, BPI, zitiert in: Schmidt 2003)?
Um diese Fragen zu beantworten, wird im zweiten Kapitel analysiert, welche
Konsequenzen die Verbreitung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien
für die Musikindustrie und den Innovationsprozess hat. Im dritten Kapitel wird
Napster als Ursprung der „Philosophie der Unentgeltlichkeit“ (Zapf 2002, S. 2) im
Musikkonsum vorgestellt und abgeleitet, wie die „Kostenlos-Kultur“ überwunden
werden kann. Im vierten Kapitel werden daraufhin drei unterschiedliche Preissetzungsstrategien
auf ihre Durchsetzbarkeit hin überprüft, unter besonderer Beachtung der
Auswirkungen eines kartellähnlichen Gesamtangebots der Musikindustrie auf den
Preissetzungsspielraum.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Die Auswirkungen der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien auf das Musikgeschäft

2.1 Die Co-Produktion von Haushalten und Unternehmen

2.2 Effizienzgewinne durch die Reorganisation der Aufgabenteilung

2.3 Neue Angebote als Reaktion auf Abwanderung und Widerspruch

2.4 Die Folgen der Prozessinnovation für Produktinnovationen

3. Die Überwindung der „Kostenlos-Kultur“

3.1 Die Entstehung des Peer-to-Peer-Musiktausches

3.2 Napster im Kreislaufmodell der Kultur

3.3 Die Strategien der Musikindustrie zur Regulierung von Napster

4. Preissetzung bei kopierbaren Informationsgütern

4.1 Die Nachfrage nach Originalen und Kopien

4.2 Oligopolistische Preissetzung

4.3 Die Preissetzung eines monopolistischen Multiproduktunternehmens

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Musikindustrie. Ziel ist es, Strategien zu untersuchen, wie die Musikindustrie den durch Peer-to-Peer-Systeme verursachten Umsatzeinbruch bewältigen und den Übergang zu einem profitablen Business-to-Consumer-Modell im Internet gestalten kann.

  • Wirtschaftliche Analyse der durch das Internet veränderten Produktions- und Konsumstrukturen bei Musik
  • Untersuchung von Peer-to-Peer-Systemen und deren Einfluss auf die „Kostenlos-Kultur“
  • Analyse von Preissetzungsstrategien für kopierbare digitale Informationsgüter
  • Bewertung von Strategien zur Überwindung von Markteintrittsbarrieren und zur Kundenbindung

Auszug aus dem Buch

Die Co-Produktion von Haushalten und Unternehmen

Im zweiten Kapitel werden die Konsequenzen der Verbreitung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien aus verschiedenen Perspektiven untersucht. In den ersten beiden Abschnitten werden die Auswirkungen auf die Verteilung der Produktionsaufgaben zwischen Haushalt und Unternehmen am Beispiel Musik erörtert. Durch die Anwendung des Haushaltsmodells von Becker (vgl. Becker 1965, S. 493-517) lassen sich die potentiellen Effizienzgewinne durch die Nutzung der neuen Technologien durch Haushalte und Unternehmen zeigen. Im dritten Abschnitt werden die Reaktionsweisen der Konsumenten auf eine Leistungsverschlechterung der Unternehmen in Form von Abwanderung und Widerspruch dargelegt, die durch die neuen Technologien ermöglicht werden. Dabei wird gezeigt, unter welchen Bedingungen dies als Gesundungsmechanismus für die Unternehmen funktionieren und zu neuen Strategien führen kann (vgl. Hirschman 1974). Im vierten Abschnitt des zweiten Kapitels wird die Bedeutung der Urheberrechte für den Innovationsprozess in der Musik erläutert. Dabei werden Auswirkungen der neuen Technologien auf die Allokation der Urheberrechte zwischen Künstlern und Tonträgerherstellern (vgl. Regner 2002, S. 104-117) analysiert, und inwiefern eine Gefahr für die Musikwirtschaft und für Produktinnovationen in Form neuer Musiktitel besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Beschreibt den durch neue Technologien und Peer-to-Peer-Tauschbörsen ausgelösten drastischen Umsatzeinbruch der Musikindustrie und leitet die Forschungsfragen ab.

2. Die Auswirkungen der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien auf das Musikgeschäft: Analysiert, wie Haushalte und Unternehmen als Co-Produzenten agieren und wie technischer Fortschritt die Arbeitsteilung und Marktmacht verschiebt.

3. Die Überwindung der „Kostenlos-Kultur“: Untersucht die Entstehung von Napster und wie das Kreislaufmodell der Kultur genutzt werden kann, um Strategien gegen die unentgeltliche Nutzung von Musik zu entwickeln.

4. Preissetzung bei kopierbaren Informationsgütern: Führt eine ökonomische Analyse verschiedener Preissetzungsmodelle unter Berücksichtigung von Piraterie-Gefahren für Oligopolisten und Monopolisten durch.

5. Ausblick: Fasst zusammen, dass ein konkurrenzfähiges, qualitatives Online-Angebot die notwendige Bedingung für das Überleben der Branche und die Etablierung nachhaltiger Geschäftsmodelle ist.

Schlüsselwörter

Musikindustrie, Internet, Peer-to-Peer, P2P, Digitalisierung, Informationsgüter, Urheberrecht, Preissetzung, Business-to-Consumer, B2C, Produktinnovation, Prozessinnovation, Kostenlos-Kultur, Napster, Musikpiraterie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Herausforderungen und Chancen, die das Internet und neue Kommunikationstechnologien für die Geschäftsstrategien der Musikindustrie mit sich bringen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der veränderten Arbeitsteilung zwischen Haushalten und Unternehmen, der Rolle von Peer-to-Peer-Tauschbörsen, dem Urheberrecht sowie Preissetzungsstrategien für digitale Güter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Musikunternehmen die „Kostenlos-Kultur“ überwinden und durch legale Business-to-Consumer-Angebote wieder profitabel werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf ökonomischen Modellen, insbesondere dem Haushaltsmodell von Becker und Modellen der Preistheorie (z. B. vertikale Qualitätsdifferenzierung und Bertrand-Nash-Gleichgewicht).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die technologischen Auswirkungen auf den Produktionsprozess, den Einfluss von Napster auf die Marktdynamik sowie mathematische Preissetzungsmodelle für Oligopole und Monopole unter der Gefahr illegaler Kopien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Musikindustrie, P2P, Digitalisierung, Urheberrecht, Preissetzung und Produktinnovation.

Inwiefern beeinflusst das „Kreislaufmodell der Kultur“ die Analyse von Napster?

Das Modell ermöglicht es, Napster nicht nur als technisches Phänomen, sondern als kulturelle Praxis zu begreifen, deren Bedeutung auf verschiedenen Ebenen wie Repräsentation, Identität und Produktion aktiv konstruiert wird.

Warum ist die „Blockade-Strategie“ für Unternehmen laut Autor kaum realistisch?

Aufgrund der geringen Kosten für Konsumenten, digitale Inhalte zu kopieren, und der fehlenden Durchsetzbarkeit eines absolut sicheren Kopierschutzes, ist eine reine Blockade-Strategie ökonomisch kaum effektiv.

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Résumé des informations

Titre
Von P2P zu B2C - Eine ökonomische Analyse der Geschäftsstrategien der Musikindustrie für das Internet
Université
University of Cologne
Note
1,3
Auteur
Jens Mennigmann (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
79
N° de catalogue
V23312
ISBN (ebook)
9783638264563
Langue
allemand
mots-clé
Eine Analyse Geschäftsstrategien Musikindustrie Internet
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jens Mennigmann (Auteur), 2004, Von P2P zu B2C - Eine ökonomische Analyse der Geschäftsstrategien der Musikindustrie für das Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23312
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Extrait de  79  pages
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