Seit den 60er Jahren ist EU – weit ein zunehmender Flächenverbrauch durch private und öffentliche Projekte und Bauvorhaben zu beobachten.
Hiermit ging eine massive Umweltbelastung und teilweise auch Umweltzerstörung einher. Um diese Entwicklung so zu steuern, dass lebensnotwendige Güter für Mensch und Tier erhalten und nutzbar bleiben, wurde von Seiten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft – heute Europäische Union - im Sinne der nachhaltigen Entwicklung am 27.6.1985 die „Richtlinie des Rates über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten“ für alle Mitgliedsstaaten verabschiedet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. EU–Richtlinien und Umsetzungsfristen
2.1 EU-Richtlinie 97/11/EG zur Umweltverträglichkeitsprüfung von Projekten
2.2 EU - Richtlinie 2001/42/EG zur Umweltverträglichkeitsprüfung von Plänen und Programmen
3. Handlungsspielraum und Ziele einer UVP
3.1 Ziele einer Projekt–UVP nach dem UVPG
3.2 Ziele einer Plan-UVP
4. Deutsches Planungssystem und gesetzliche Grundlagen zur Prüfung und Abarbeitung einer UVP
4.1 Deutsches Planungssystem
4.2 Überblick zum Inhalt des UVPG in der Fassung der Bekanntmachung vom 05.09.2001
4.3 Überblick über die Inhalte zur Plan-UVP nach der Richtlinie 2001/42/EG
5. Verfahrensschritte von Projekt-UVP und Plan-UVP IM VERGLEICH
5.1 Verfahrensablauf Projekt- und Plan-UVP (Abb.3):
5.2 Vergleich der Inhalte von UVU/UVS der Projekt-UVP mit dem Umweltbericht der Plan-UVP
5.2.1 Arbeits-, Auswahl- und Bewertungsschritte bei der Erarbeitung von Umweltverträglichkeitsuntersuchungen (UVU; s. auch BML 1985)
5.2.2. Arbeits -, Auswahl- und Bewertungsschritte bei der Erarbeitung von Umweltberichten
5.2.3 Methodische Hilfsmittel zur Systematisierung der Arbeitsfelder
6. FALLBEISPIEL: DER REGIONALE RAUMORDNUNGSPLAN (ROP) WESTPFALZ
7. ZUSAMMENFASSUNG DER UNTERSCHIEDE ZWISCHEN PROJEKT- UND PLAN–UVP SOWIE EINE ERSTE BEURTEILUNG DER AUSWIRKUNGEN DER EU-RICHTLINIE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen der klassischen, projektbezogenen Umweltverträglichkeitsprüfung (Projekt-UVP) und der durch die EU-Richtlinie 2001/42/EG eingeführten strategischen Umweltprüfung für Pläne und Programme (Plan-UVP). Das primäre Ziel ist es, die verfahrenstechnischen Differenzen aufzuzeigen und die Herausforderungen bei der praktischen Implementierung im deutschen Planungssystem zu beleuchten.
- Grundlagen der europäischen UVP-Richtlinien und deren nationale Umsetzung
- Methodischer Vergleich zwischen der Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) und dem Umweltbericht
- Analyse der kumulativen Auswirkungen und Synergieeffekte bei strategischen Prüfungen
- Praktische Erprobung der Plan-UVP anhand des Fallbeispiels "Regionaler Raumordnungsplan Westpfalz"
Auszug aus dem Buch
5.2.3 Methodische Hilfsmittel zur Systematisierung der Arbeitsfelder
Bei Ermittlung von Auswirkungen auf Umweltschutzgüter werden bei der Projekt-UVP bisher unterschiedliche, der Fragestellung angemessene Methoden eingesetzt. Hierzu zählen u. a. Fragenkataloge, verbal-argumentative Methoden wie das Ursache–Wirkung–Modell, Faktorwirkungsmodelle, Verflechtungsmatrizen, die ökologische Risikoanalyse, die Nutzwertanalyse oder Checklisten.
Bislang wurden überwiegend sog. Checklisten für die Plan-UVP verwendet, diskutiert werden auch werden auch Methoden wie Szenarien oder die Erfassung von kumulativen Wirkungen.
Im Bereich der Plan-UVP haben sich international Checklisten etabliert.
Die Erstellung ist rasch durchzuführen, der zeitliche Aufwand ist gering.
Die nach internationalen Vorbildern erstellte, hier verkürzt dargestellte Checkliste aus dem Handbuch der Strategischen Umweltprüfung 2003 in Abb. 5 auf der nächsten Seite kann als Vorlage für eine Plan-UVP im Schnellverfahren dienen.
Wichtigster Punkt ist Punkt 6: Die Frageliste zu den Umweltauswirkungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Flächenverbrauchs und die Einführung der UVP-Richtlinien auf EU-Ebene sowie deren Übertragung in deutsches Recht.
2. EU–Richtlinien und Umsetzungsfristen: Detaillierte Darstellung der EU-Richtlinien 97/11/EG für Projekte und 2001/42/EG für Pläne und Programme inklusive der jeweiligen Umsetzungsanforderungen.
3. Handlungsspielraum und Ziele einer UVP: Abgrenzung der Zielsetzungen zwischen der projektbezogenen UVP, die einzelne Vorhaben prüft, und der strategischen Plan-UVP als Instrument nachhaltiger Planung.
4. Deutsches Planungssystem und gesetzliche Grundlagen zur Prüfung und Abarbeitung einer UVP: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen wie UVPG und LUVPG innerhalb des komplexen deutschen Planungssystems.
5. Verfahrensschritte von Projekt-UVP und Plan-UVP IM VERGLEICH: Gegenüberstellung der Prozessabläufe und methodischen Ansätze von der Erfassung bis zur Bewertung der Umweltauswirkungen.
6. FALLBEISPIEL: DER REGIONALE RAUMORDNUNGSPLAN (ROP) WESTPFALZ: Anwendung der neuen Plan-UVP-Vorgaben in einem konkreten Modellprojekt zur Erprobung der Praxistauglichkeit.
7. ZUSAMMENFASSUNG DER UNTERSCHIEDE ZWISCHEN PROJEKT- UND PLAN–UVP SOWIE EINE ERSTE BEURTEILUNG DER AUSWIRKUNGEN DER EU-RICHTLINIE: Abschließende Synthese der wesentlichen Unterschiede und Empfehlungen zur weiteren Integration in deutsche Gesetze.
Schlüsselwörter
Umweltverträglichkeitsprüfung, UVP, Plan-UVP, Strategische Umweltprüfung, SUP, Projekt-UVP, UVPG, Umweltbericht, Raumordnung, Regionalplanung, Nachhaltige Entwicklung, Kumulative Wirkungen, Eingriffsregelung, EU-Richtlinie, Umweltbelange.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der Projekt-UVP und der neuen strategischen Plan-UVP im Kontext der europäischen Umweltgesetzgebung und ihrer Anwendung in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören die rechtlichen Grundlagen der EU-Richtlinien, methodische Vorgehensweisen zur Umweltprüfung sowie die praktische Implementierung in der Raumplanung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen der etablierten Projekt-UVP und der strategischen Plan-UVP herauszuarbeiten und die Auswirkungen auf die Verwaltungspraxis zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine vergleichende Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und ein Fallbeispiel zur methodischen Anwendung (Regionalplan Westpfalz) genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, den direkten Verfahrensvergleich, die methodische Systematisierung der Arbeitsfelder und eine Fallstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Plan-UVP, Strategische Umweltprüfung, Umweltbericht, Raumordnung und Nachhaltigkeit charakterisiert.
Inwiefern unterscheiden sich Plan-UVP und Projekt-UVP bei der Öffentlichkeitsbeteiligung?
Im Gegensatz zur Projekt-UVP, die eine direkte Beteiligung der Öffentlichkeit vorsieht, ist eine formelle Öffentlichkeitsbeteiligung bei einer Plan-UVP nach aktuellem Stand weniger stark ausgeprägt oder vorgesehen.
Was zeigt das Fallbeispiel des Regionalplans Westpfalz?
Das Beispiel zeigt, dass die Integration der Plan-UVP den Arbeitsaufwand erhöht, aber durch Abschichtung von Detailprüfungen auf nachgelagerte Ebenen effizienter gestaltet werden kann.
- Arbeit zitieren
- Diplom-Geographin Dagmar M. Götz (Autor:in), 2004, Unterschiede zwischen der neuen Plan-UVP und der Projekt-UVP, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233304