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Aufbau einer generischen Dokumentationsstruktur für technische Großprojekte

Title: Aufbau einer generischen Dokumentationsstruktur für technische Großprojekte

Master's Thesis , 2008 , 101 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: MSc Emese Komaromi (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit war das erarbeitete Verfahren zum Aufbau eines Soll-Modells für die Erstellung der Projektdokumentation zu beschreiben. Als Vorbereitung für das Verfahren wurde ein Konzept aufgestellt.
Das Konzept definiert das Ziel und folgende Schritten des Verfahrens.
Zuerst wurde ein allgemeines Strukturmodell der Projektdokumentation, auf Basis von branchenspezifischen Normen aufgebaut. In dem nächsten Schritt wurde die Ist-Situation auf der Grundlage eines abgeschlossenen Projektes modelliert und analysiert. Das Ziel der Analyse war Fehler aufzudecken und zu korrigieren sowie die für den Geschäftszweigspezifischen generischen Dokumente zu identifizieren. Die identifizierten Dokumente wurden dem allgemeinen Strukturmodell hinzugefügt. Die im Soll-Modell dargestellte Reihenfolge für Dokumentenerstellung wurde mit Hilfe der Geschäftsprozessmodellierung und -analyse überprüft. Das erarbeitete Soll-Modell hat zum Ziel den Ausgangspunkt für die Erstellung von Angeboten und die Planung der Projektdokumentation zu bilden.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit können als Grundlage für die Fehlerbeseitigung und die Qualitätsverbesserung in den Projektmanagement- und Systementwicklungsprozessen bei dem Geschäftszweig verwendet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Vorstellung des Unternehmensbereiches Siemens Industry Mobility

1.2 Problemstellung

1.3 Ziel der Masterarbeit

1.4 Struktur der Masterarbeit

2. Theoretischen Grundlagen

2.1 Geschäftsprozesse

2.1.1 Definition der Geschäftsprozesse

2.2 Projektmanagement

2.2.1 Begriffe und Definitionen

2.2.2 Projektplanung

2.3 Technische Systeme als Gegenstand technischer Großprojekte

2.3.1 Definition des System- und Modellbegriffs

2.3.2 Systementwicklung anhand des V-Modells

2.4 Projektdokumentation

2.4.1 Die Rolle der Projektdokumentation im Projektmanagement

2.4.2 Projektdokumentation als Produkt des Systementwicklungsprozesses

2.5 Geschäftsprozessmodellierung und -analyse

2.5.1 Ist-Zustand vs. Ideal-Zustand, Soll-Modell

2.5.2 Modellierung der Geschäftsprozesse

2.5.3 Ziel der Geschäftsprozessanalyse

2.5.4 Strukturerfassung der Geschäftsprozesse anhand der Netzplantechnik

2.5.5 Anordnungsbeziehungen für Geschäftsprozesse

3. Projektmanagement bei Siemens I MO RA

3.1 Grundsätze des Projektmanagements bei Siemens I MO

3.2 Einordnung des Projektmanagements in die Geschäftsprozesslandschaft der Siemens I MO RA MLI

3.2.1 Vorstellung des Geschäftsprozesses PM@TS

3.3 Projektdokumentation bei Siemens I MO

3.4 Norm- und Regelwerke der Projektdokumentation eisenbahnsignaltechnischer Großprojekte bei Siemens TS RA MLI

3.4.1 RAMS – Systemlebenszyklus

3.4.2 Sicherheitslebenszyklus

4. Verfahrensschritte zum Aufbau einer generischen Dokumentenstruktur

4.1 Vorstellung des zugrunde liegenden Projektes „HSL Zuid“

4.2 Konzept des Verfahrens

4.3 Datenaufbereitung

4.3.1 Beschreibung des Programms für die Datenaufbereitung

4.4 Ergebnis der Datenaufbereitung – Darstellung der Projektdokumentenstruktur anhand eines IST-Baumes

4.5 Analyse der IST-Situation

4.5.1 Fehlerbeschreibung und deren Ursachen

4.6 Aufbau des Soll-Modells

4.7 Rolle des Soll-Modells in der Dokumentenplanung für MLI Pojekte

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit besteht in der Entwicklung eines Verfahrens zum Aufbau eines generischen Soll-Modells für die Projektdokumentation bei eisenbahnsignaltechnischen Großprojekten, um die Planungseffizienz zu steigern und Projektkosten durch unnötige Dokumentationsaufwände zu reduzieren. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie aus bestehenden Dokumentationsstrukturen und branchenspezifischen Anforderungen ein optimiertes Referenzmodell abgeleitet werden kann, das als Maßstab für zukünftige Projekte dient.

  • Analyse und Optimierung der Projektdokumentationsstrukturen im Geschäftsbereich Rail Automation.
  • Anwendung der Geschäftsprozessmodellierung und Netzplantechnik zur Strukturierung von Dokumentenabhängigkeiten.
  • Erarbeitung eines Soll-Modells unter Berücksichtigung von CENELEC-Normen und RAMS-Anforderungen.
  • Implementierung eines datenaufbereitenden Verfahrens zur Fehleranalyse in bestehenden Dokumentenstrukturen.

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Ist-Zustand vs. Ideal-Zustand, Soll-Modell

Die Modellierung ist eine grafische Abbildung von real existierenden „Produkten“ mit dem Zweck der Informationsgewinnung (vgl. [Br05] S. 14). Dabei ist eine Unterscheidung zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem erforderlich. Die Modellbildung kann als ein iterativer Abstraktionsprozess bezeichnet werden. Dieser Prozess wird mehrmals durchlaufen. Mit jedem Durchgang nähert sich das Modell an die Realität.

Der Vergleich zwischen dem Modell und dem Original ergibt folgendes:

Das Modell übernimmt nicht alle Eigenschaften sondern nur diejenigen, die für einen bestimmten Zweck wichtig sind.

Von einem Original können mehrere Modelle existieren, da viele Interpretationen möglich sind.

Ein Modell ist weniger komplex als das Original.

Die Problemlösung bedeutet den Übergang von einer Ausgangssituation zu dem gewünschten Zielzustand. Dieser Vorgang wird vom [Br05]44 wie folgt definiert: Zuerst wird ein konzeptionelles Ist-Modell für die Abbildung der Ist-Situation erstellt. Dieses konzeptionelle Ist-Modell wird dann schrittweise in ein detailliertes Ist-Modell überführt. Das erweiterte Ist-Modell bildet die Grundlage für die Lösungsfindung. Als erster Schritt zur Lösung wird auf Basis des erweiterten Ist-Modells ein konzeptionelles Soll-Modell ausgearbeitet. Das konzeptionelle Soll-Modell wird dann schrittweise in einem präzisen Soll-Modell erweitert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel stellt die Problemstellung der Projektdokumentation dar und erläutert die Unternehmensstruktur von Siemens Mobility sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Theoretischen Grundlagen: Hier werden die theoretischen Basis-Konzepte zu Geschäftsprozessen, Projektmanagement sowie der Systementwicklung anhand von Modellen und Graphentheorie vermittelt.

3. Projektmanagement bei Siemens I MO RA: Dieses Kapitel beschreibt die spezifischen PM-Grundsätze, das Prozessmodell PM@TS sowie die relevanten Normen wie RAMS für Bahnanwendungen.

4. Verfahrensschritte zum Aufbau einer generischen Dokumentenstruktur: Dies ist der Kernteil, der das praktische Vorgehen zur Identifikation generischer Dokumente, deren Modellierung und Fehleranalyse im HSL Zuid Projekt detailliert.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet den Nutzen des entwickelten Soll-Modells für die zukünftige Projektplanung.

Schlüsselwörter

Projektdokumentation, Soll-Modell, Geschäftsprozessmodellierung, Netzplantechnik, Systementwicklung, V-Modell, RAMS, Eisenbahnsignaltechnik, Fehleranalyse, Projektmanagement, Dokumentenstruktur, Prozessoptimierung, Automatisierung, Siemens, HSL Zuid.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung und Standardisierung der Projektdokumentation für komplexe eisenbahnsignaltechnische Großprojekte im Umfeld von Siemens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen Projektmanagement, Geschäftsprozessmodellierung, die Anwendung technischer Normen (RAMS/SILZ) sowie die systematische Datenaufbereitung von Dokumentenstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Masterarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines geschäftsbereichsspezifischen Soll-Modells, das als Maßstab für die Planung der Projektdokumentation dient, um Kosten zu senken und die Qualität zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird eine prozessorientierte Modellierung unter Verwendung der Netzplantechnik (Graphentheorie) und des V-Modells angewandt, um Dokumentenabhängigkeiten zu analysieren und zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Projektumgebung bei Siemens, das methodische Vorgehen zur Fehleranalyse an einem Praxisbeispiel (Projekt HSL Zuid) und die Ableitung des Soll-Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Projektdokumentation, Soll-Modell, Geschäftsprozessanalyse, Netzplantechnik, V-Modell und RAMS.

Wie wurde das Problem der unübersichtlichen Dokumentenmengen gelöst?

Durch die Entwicklung eines Java-Programms, das Referenzlisten extrahiert und die Daten in einer XML-Struktur speichert, um sie anschließend mittels Graphviz als Baumstruktur zu visualisieren.

Welche Rolle spielt das "Soll-Modell" für zukünftige Projekte?

Das Soll-Modell dient als Vorlage für die Dokumentenplanung bei Angebotsstellungen, reduziert Planungsaufwände und hilft dabei, formale sowie logische Fehler frühzeitig zu identifizieren.

Warum sind gerade RAMS-Normen für diese Arbeit relevant?

Da diese Normen (EN 50126) zwingend vorschreiben, wie Sicherheitsnachweise für Bahnsysteme zu dokumentieren sind, bilden sie die regulatorische Basis für die Strukturierung der Projektdokumente.

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Details

Title
Aufbau einer generischen Dokumentationsstruktur für technische Großprojekte
College
University of Applied Sciences Hanover  (Wirtschaft und Informatik)
Grade
1,3
Author
MSc Emese Komaromi (Author)
Publication Year
2008
Pages
101
Catalog Number
V233330
ISBN (eBook)
9783656500308
ISBN (Book)
9783656501565
Language
German
Tags
aufbau dokumentationsstruktur großprojekte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MSc Emese Komaromi (Author), 2008, Aufbau einer generischen Dokumentationsstruktur für technische Großprojekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233330
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