Die Volkszählung (Zensus 2011) hat ergeben, dass in Deutschland 1,6 Millionen weniger Menschen leben als bisher angenommen; insbesondere die Zahl ausländischer Bürger blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Deshalb ist Deutschland mehr denn je auf Einwanderung angewiesen, und zwar auf solche Menschen, die uns helfen können. Aber es kommen auch welche, die unsere soziale Hilfe in Anspruch nehmen und/oder Straftaten begehen wollen. Durch die Wiedereinführung nationaler Grenzkontrollen sollen illegale Einwanderer und sonst potentielle Straftäter zurückgehalten werden. Ein Spagat zwischen Begehren einerseits und Ablehnung andererseits.
Inhaltsverzeichnis
Demografie in Deutschland
Migration: Für und wider
Schengener Abkommen, Schengener Durchführungsübereinkommen und Schengen-Reform
Grenzüberschreitende Kriminalität im Schengen-Raum
Stimmen aus der Schweiz und aus Österreich
Gewerkschaften bzw. Berufsverbände der Polizei zu den nationalen Grenzkontrollen
Lösungsansätze zur Armutseinwanderung
Ergebnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Schengener Abkommen sowie der Schengen-Reform von 2013 auf die nationale Grenzsicherheit und die damit verbundenen gesellschaftlichen und polizeilichen Herausforderungen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Balance zwischen Reisefreiheit, der Kriminalitätsentwicklung und der Problematik der Armutseinwanderung.
- Demografische Entwicklung und Bevölkerungsstruktur in Deutschland
- Dynamiken der Migration und deren Wahrnehmung in der Gesellschaft
- Strukturelle Aspekte des Schengener Abkommens und der Sicherheitsreformen
- Grenzüberschreitende Kriminalitätsphänomene im Schengen-Raum
- Polizeiliche Perspektiven und kritische Haltung zu Grenzkontrollen
Auszug aus dem Buch
Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Schengener Abkommens
Am 14.06.1985 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande das Abkommen von Schengen (einem Ort in Luxemburg an den Grenzen zu Deutschland und Frankreich) über den schrittweisen Abbau der Personenkontrollen an den Binnengrenzen zwischen den Vertragsparteien.
Am 19.06.1990 wurde zur Umsetzung des Schengener Abkommens das Übereinkommen zur Durchführung des Schengener Abkommens (Schengener Durchführungsübereinkommen – SDÜ) unterzeichnet. Regelungsgegenstand des Abkommens sind Ausgleichsmaßnahmen, die infolge der Abschaffung der Binnengrenzkontrollen einen einheitlichen Raum der Sicherheit und des Rechts gewährleisten sollen. Es handelt sich dabei um die Vereinheitlichung der Vorschriften für die Einreise und den kurzfristigen Aufenthalt von Ausländern im „Schengen-Raum“ (einheitliches Schengenvisum), Asylfragen (Bestimmung des für einen Asylantrag zuständigen Mitgliedstaats), Maßnahmen gegen grenzüberschreitenden Drogenhandel, polizeiliche Zusammenarbeit und Zusammenarbeit der Schengenstaaten im Justizwesen. ...
Zusammenfassung der Kapitel
Demografie in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet aktuelle Bevölkerungszahlen, die Ergebnisse des Zensus 2011 sowie Prognosen zur demografischen Entwicklung bis 2060.
Migration: Für und wider: Hier werden unterschiedliche Standpunkte zur Einwanderung, insbesondere im Kontext von EU-Zuwanderern und der sogenannten Armutseinwanderung, diskutiert.
Schengener Abkommen, Schengener Durchführungsübereinkommen und Schengen-Reform: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen und die historische Entwicklung des Schengen-Raums sowie die Neuerungen durch die Reform von 2013.
Grenzüberschreitende Kriminalität im Schengen-Raum: Der Abschnitt analysiert die Zunahme spezifischer Deliktsformen wie Autodiebstahl und Schmuggel nach dem Wegfall der stationären Grenzkontrollen.
Stimmen aus der Schweiz und aus Österreich: Hier werden nationale Perspektiven und Erfahrungen der Nachbarländer hinsichtlich Kriminalität und Sicherheitswahrnehmung nach dem Beitritt zum Schengen-Raum dargelegt.
Gewerkschaften bzw. Berufsverbände der Polizei zu den nationalen Grenzkontrollen: Das Kapitel reflektiert die kritische Sichtweise von Polizeiverbänden auf die Wirksamkeit temporärer Grenzkontrollen.
Lösungsansätze zur Armutseinwanderung: Dieser Teil betrachtet Strategien von Kommunen und Experten zur Bewältigung der sozialen Auswirkungen durch Zuwanderung aus Südosteuropa.
Ergebnis: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Lösung und präzisiert die Handlungsspielräume der Nationalstaaten bei der Wiedereinführung temporärer Kontrollen.
Schlüsselwörter
Schengen-Abkommen, Grenzkontrollen, Migration, Armutseinwanderung, Kriminalitätsentwicklung, Demografie, EU-Recht, Grenzüberschreitende Kriminalität, Sicherheitspolitik, Polizei, Roma, Sozialsysteme, Freizügigkeit, Schengener Durchführungsübereinkommen, Innere Sicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Schengener Abkommens auf die europäische Freizügigkeit, die damit verbundene Kriminalitätsentwicklung und die politischen Debatten um Grenzkontrollen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die demografische Entwicklung Deutschlands, die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf die Migration sowie die sicherheitspolitischen Herausforderungen an den Binnengrenzen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwieweit Grenzkontrollen ein geeignetes Mittel zur Steuerung von Armutseinwanderung und Kriminalität sind und ob der Schengen-Raum durch diese Maßnahmen „ausgegrenzt“ wird.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Auswertung von Statistiken, aktuellen Medienberichten, Expertenmeinungen und offiziellen Stellungnahmen aus Politik und Polizei.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung des Schengen-Raums, der Kriminalitätsbelastung in Grenzregionen, den Standpunkten von Gewerkschaften sowie Lösungsansätzen für die Problematik der Armutszuwanderung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Schengen-Reform, Grenzsicherheit, Freizügigkeit, Armutseinwanderung und grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit.
Wie bewerten Polizeigewerkschaften die aktuelle Situation?
Polizeigewerkschaften stehen temporären Grenzkontrollen skeptisch gegenüber, da sie diese für wenig wirksam gegen organisierte Kriminalität und Schleuserbanden halten.
Welche Rolle spielen die Roma in dieser Publikation?
Die Arbeit diskutiert die Problematik der Armutszuwanderung aus Südosteuropa, bei der Roma oft thematisiert werden, und fordert eine gesamteuropäische Herangehensweise statt bloßer Grenzkontrollen.
- Arbeit zitieren
- Ernst Hunsicker (Autor:in), 2013, Schengener Abkommen (1985), Schengener Durchführungsübereinkommen (1990) und Schengen-Reform (2013), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233397