Iustitia est humanum bonum

Justitia-Darstellungen in Lemgo in der Frühen Neuzeit


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2013

29 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Einleitung: Die Sprache der Bilder

1. Die Geschichte der Justitia

2. Lemgoer Stadtgeschichte

3. Justitia in Lemgo

Fazit: Iustitia est humanum bonum

Abbildungen

Siglen und Abkürzungen

Quellenverzeichnis
Institutionen und öffentliche Quellen
Archivalische Quellen
Gedruckte Quellen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung: Die Sprache der Bilder

Bilder transportieren Informationen, bilden Meinungen und fördern Erkenntnisse. Sie sind nonverbale Kommunikation. Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit gab es ein komplexes System der Bildsprache,[1][2] das unterschiedliche Funktionen innehatte. Auch das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft manifestierte sich bildlich in der Kultur dieser Gesellschaft.[3] Bilder waren eine Möglichkeit, sich zu präsentieren, zu definieren und eine (kollektive wie auch individuelle) Identität zu schaffen. Dies ermöglichte einer Gesellschaft die Abgrenzung nach außen und den Zusammenschluss nach innen. Diese Kommunikationsform war damit unter anderem in der Lage, Gesellschaften zu strukturieren, zu formen und zu festigen.

Die vormoderne Bildsprache geriet mit der Zeit jedoch in Misskredit und damit in Vergessenheit.[4] Wir verstehen den Inhalt und die Intention dieser Bilder heute oft nicht mehr und reduzieren sie auf reine Dekoration. Dieser Aufsatz widmet sich Lemgoer Justitia-Darstellungen der Frühen Neuzeit. Der Fokus liegt auf einigen ausgewählten, besonders aufschlussreichen Darstellungen, die in Lemgo selbst entstanden oder in Auftrag gegeben worden sind. Der Betrachtungszeitraum ergibt sich aus dem ältesten und dem jüngsten noch nachweisbaren Fund im Stadtgebiet: der Justitia am Kerssenbrockschen Hof von 1567 und der auf einer Abendmahlskanne der Lemgoer Nicolai-Kirche von 1660.

Die Arbeit stellt sich die Frage, an welchen Orten Justitia-Darstellungen zu welchem Zweck auftauchten. Wer gab die Darstellung der Gerechtigkeit in Auftrag, an wen wendete er sich damit und was wollte er zum Ausdruck bringen? Man ist sicherlich geneigt, diese Frage (vor)schnell zu beantworten. Aber ein genauerer Blick auf die Vorstellungen der Menschen heute über Justitia auf der einen und auf die Geschichte auf der anderen Seite verrät schnell einen deutlichen Wandel, dem Justitia in den vergangenen Jahrhunderten unterlag, und offenbart einen Bruch in der Wahrnehmung der Menschen. Während heute wohl niemand mehr Justitia mit dem Handel in Verbindung bringen würde, zeigt sie sich in Lemgo der damaligen Zeit auch als Tugend der Kramer und Kaufleute.[5] Die Lemgoer Darstellungen sind in ihren Bedeutungsinhalten, ihrem Zweck, in Bezug auf die Erscheinungsorte und die sie aufgreifenden Personen viel facettenreicher, als dies für gewöhnlich heute der Fall ist. Justitia erscheint als allgemeine menschliche Tugend, die alle Lebensbereiche und Personengruppen durchdringt, als Handlungsmaxime und Garant für Frieden und Stabilität in der Stadt und städtischen Gesellschaft.

Die Quellenlage in Bezug auf bildliche Darstellungen ist in Lemgo im Vergleich zu anderen ostwestfälischen Städten zwar besser, aber immer noch recht spärlich. Vieles ist sicherlich dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen und gar nicht auf uns überkommen. Einiges jedoch blieb erhalten oder konnte zumindest dokumentiert und vor dem Vergessen bewahrt werden. Schriftliche Quellen, die uns Antworten zu den genannten Fragen an die (einst existenten) Justitia-Darstellungen liefern, scheinen nicht vorhanden oder auf uns überkommen zu sein. Indirekte Zeugnisse, die uns etwas über das Gerechtigkeitsverständnis der Menschen damals verraten, sind rar. Wichtige Quellen sind in diesem Zusammenhang die Abschrift einer Inschriftentafel, die sich einst in der Alten Ratkammer des Lemgoer Rathauses befand, erhaltene Gerichtsakten oder das Lemgoer Stadtbuch.[6]

Auf dieser Quellenbasis bleibt nur übrig, von den Justitia-Darstellungen allein auszugehen und Interpretationen vorzunehmen. Basierend auf Panofskys[7] Dreischrittschema zur Bedeutungsanalyse von Bildwerken und durch das Einbeziehen der Ergebnisse von Forschungsarbeiten, die sich mit bildlichen Darstellungen im Allgemeinen in anderen Städten[8] der Zeit beschäftigen, ist zumindest eine Näherung möglich. Endgültige und definitive Erkenntnisse lassen sich nicht gewinnen. Möglich ist aber ein Einblick, den es zu betrachten lohnt – zumal die Forschungsarbeiten über Justitia-Darstellungen im Speziellen generell überschaubar sind.[9]

1. Die Geschichte der Justitia

Die Idee der Gerechtigkeit und der Justitia sind alt und haben in ihrer langen Genese einigen Bedeutungswandel erfahren. Während des Mittelalters war Justitia religiös gedacht. Sie war Teil der göttlichen Ordnung und für den Menschen Mittlerin, um in das Himmelsreich zu gelangen. Die Wahrung der göttlichen Ordnung war ohne die Kardinaltugenden, zu denen Justitia gehört, nicht möglich.[10] Mit dem Übergang zur Frühen Neuzeit wurde Justitia, einhergehend mit veränderten Vorstellungen unter anderem zum Rechtsverständnis und im Zusammenhang mit der Reformation, immer stärker säkularisiert und Vorbild für menschliches Handeln. Recht und Gerechtigkeit beschränkten sich nun auf den weltlichen Bereich, auf das Miteinander der Menschen. Darüber hinaus wurde Justitia zum Sinnbild der guten Ordnung und Regierung, des staatlichen Friedens und zum Zeichen der staatlichen Justiz. Gerechtigkeit bedeutete hier nicht die Gleichbehandlung aller Menschen, sondern dass jeder seinen Platz innerhalb der göttlichen Ordnung bekommt und das erhält, was ihm danach zustünde. Der Gedanke der Gerechtigkeit war damit auch eng mit dem Herrscher und der städtischen Obrigkeit verknüpft.[11]

Justitias Aufgaben waren vielfältig, was sich unter anderem an den unterschiedlichen Attributen, mit denen sie im Laufe der Zeit dargestellt worden ist, zeigt. Schwert und Waage wurden ihr besonders häufig beigegeben. Die Waage soll das Abwägen von Handlungen und Fakten symbolisieren und Sinnbild für rationale Entscheidungen sein. Eine in sich ausbalancierte Waage konnte (muss aber nicht) die Wiederherstellung des Gleichgewichts und damit der Gerechtigkeit symbolisieren. Das Schwert war Zeichen der Macht, der Strafe wie auch des Schutzes, der Scheidung von Gut und Böse. Als Symbol über Leben und Tod fand es auch im juristischen Kontext Verwendung. Dort konnte es die Blutgerichtsbarkeit (jus gladii) symbolisieren. In der sitzenden Richterpose konnte Justitia das Schwert mit der Spitze nach unten gerichtet halten, wie es in manchen Prozessordnungen den Richtern vorgeschrieben war. Das aufgerichtete Schwert kann die Aufrechthaltung der Gerechtigkeit und die Unparteilichkeit des Richters symbolisieren. Die Augenbinde scheint erstmals 1520 aufgetaucht zu sein und war anfangs Zeichen des Spotts (Blindheit) und erhielt erst mit der Zeit eine positive Konnotation (ohne Ansehung der Person). Die janusköpfige Darstellung der Justitia dagegen ist eher selten. Vermutlich soll so der Unterschied zwischen allwissender göttlicher Gerechtigkeit und nicht allwissender menschlicher Gerechtigkeit dargestellt werden, oder das Suchen der Wahrheit auf der einen Seite und deren Verwirklichung auf der anderen.[12]

Während der Frühen Neuzeit wurde Justitia meist basierend auf der aristotelischen Philosophie betrachtet, woraus sich ihre unterschiedliche Verwendung und Bedeutung ableiten lassen: Aristoteles unterschied verschiedene Wesensformen der Justitia, die sich jeweils auf die Moral im Allgemeinen und auf das menschliche Miteinander im Speziellen bezogen. Letztere Wesensform unterschied er nochmals. Bei der einen Form der Gerechtigkeit (Iustitia distributiva) verteile der Staat Güter an die Bürger, wobei sich diese Verteilung nach Notwendigkeiten oder Leistungen richten sollte. Die zweite Form (Iustitia commutativa) betraf das Leben der Bürger untereinander – im Kaufhandel wie in rechtlichen Dingen. Hier solle ein Schaden, ein Zuviel oder Zuwenig, ausgeglichen und Gleichheit geschaffen werden. Bei dieser Betrachtung steht primär nicht der Mensch, sondern die Sache im Zentrum. Die erste Wesensform der Justitia handelt also mit, die zweite ohne Ansehung der Person.[13]

Wovon hing es letztlich allerdings ab, welche Wesensform für die jeweils darzustellende Justitia gewählt wurde? Waren persönliche Vorstellungen und Vorlieben entscheidend, oder äußere Umstände – und wenn ja, welche?

2. Lemgoer Stadtgeschichte

Die Lemgoer Justitia-Darstellungen der Frühen Neuzeit präsentieren sich nicht als reines modisches Accessoire, sondern wurden mit dem jeweiligen Auftraggeber konkret in Verbindung gebracht. Justitia bezog sich auf die familiäre Situation, wie auch auf die Stadtgeschichte und wichtige politische Ereignisse. Justitia war in Lemgo Ausdruck von Krise und Blüte zugleich, ein Mittel der Identitätsbildung und Ausdruck von Stolz und Selbstbewusstsein.

Die Geschichte der Stadt ist geprägt von einem Miteinander und Gegeneinander von Bürgern und Landesherren. Trotz eines ausgeprägten Selbstbewusstseins und großer Autonomiebestrebungen blieb die Stadt ihrem Landesherrn eng verbunden. Lemgo hatte in der Grafschaft Lippe eine Sonderstellung inne, die sich nicht nur in Fragen der Konfession äußerte.

Lemgo hatte von Anbeginn einen hohen Grad an Autonomie, die erst in der Zeit der Reformation einen Dämpfer erhielt. Lemgo konnte sich zwar in der Frage der Konfession gegen den Grafen durchsetzen und Rekatholisierungsmaßnahmen seitens des Landesherrn führten in der Stadt zur inneren Einung. Jedoch musste Lemgo im Hessischen Rezess von 1537 die lippische Landesherrschaft offiziell anerkennen, was für die Stadt Einschnitte in ihre Autonomie bedeutete – dem bürgerlichen Selbstbewusstsein aber anscheinend keinen Abbruch tat. Und trotz allem betrachtete sich Lemgo nach wie vor an die lippische Landesherrschaft gebunden.[14]

Als Lippe geschlossen lutherisch wurde, beruhigte sich das Verhältnis zwischen Stadt und Landesherrn und wurde erst wieder verstärkt einem Belastungstest unterzogen, als sich der Graf zusehends dem reformierten Bekenntnis zuwandte, der Umzug des Landesherrn nach Brake für die Stadt wirtschaftlich nicht folgenlos blieb und sich Lemgo erneut gegen konfessionelle Vorschriften wehrte.[15] Bald traten auch politische Konflikte hinzu, die unter anderem Rechtsfragen der Stadt betrafen. So wollte Simon VI. der Stadt das althergebrachte jus gladii (das Recht der Blutgerichtsbarkeit, nach der die Stadt Todesurteile selbst verkünden und ausführen konnte) nicht mehr einräumen. In Folge dieser Konflikte kam es zu Wirtschaftsblockaden gegen die Stadt, die die Lemgoer Kaufmannschaft empfindlich getroffen haben. Auch innerstädtisch verschlechterte sich die Situation. Es kam unter anderem zu Angriffen gegen den Stadtrat. Die Beilegung der Konflikte im Röhrentruper Rezess von 1617 bestätigte der Stadt etliche ihrer Privilegien, dennoch erwiesen sich die folgenden Jahre für die Stadt als schwierig.[16]

Das bis dahin in Lemgo ansässige Hofgericht wurde nach Detmold verlegt. Die Stadt wurde auch zur Residenz der Grafschaft. Der Abzug von Hofbeamten und Adel schadete Lemgo in wirtschaftlicher wie in kultureller Hinsicht. Auch der Dreißigjährige Krieg ging an Lemgo nicht spurlos vorüber. Nach dem Krieg hatten viele Menschen die Stadt verlassen, viele Häuser waren zerstört, Handel und Handwerk kamen fast zum Erliegen und die Stadt hatte enorme finanzielle Einbußen durch Truppendurchzüge und Einquartierungen zu ertragen.[17]

Die anfänglich große städtische Autonomie offenbarte sich unter anderem in den Befugnissen der Stadt in Sachen der Jurisdiktion. In den Kompetenzbereich des Stadtrats fiel die Rechtsprechung innerhalb der Stadt. Anfangs stand dem Rat nur die niedere Gerichtsbarkeit zu, während der landesherrliche Richter, der innerhalb der Stadtmauern im Namen des Landesherrn Recht sprach, auch die hohe Gerichtsbarkeit ausübte. Der Rat konnte dessen Kompetenzen mit der Zeit jedoch immer weiter beschneiden – bedingt unter anderem durch Lemgos zeitweisen Pfandbesitz des landesherrlichen Stadtgerichts. Im 15. Jahrhundert konnte die Stadt das jus gladii erwerben. Dieses jus gladii wurde durch zwei Richtschwerter in der Ratsstube des Lemgoer Rathauses zum Ausdruck gebracht. Die Rechtsprechung stützte sich auf die eigenen Statuten, wie auch auf die Constitutio Criminalis Carolina von Kaiser Karl V. von 1532, welche der Lemgoer Stadtrat als maßgebende Rechtsgrundlage anerkannt hatte. Während das eigentliche Gerichtsverfahren größtenteils schriftlich war und im Inneren des Rathauses stattfand, fand die Urteilsverkündigung öffentlich auf dem Marktplatz statt.[18]

Obwohl die städtische Verwaltung und Herrschaft auf verschiedene Gremien und Kontrollinstanzen verteilt wurde, an denen neben den Bürgern auch die Gilden der Stadt beteiligt waren, wurde die Stadtherrschaft zum größten Teil vom Rat getragen. Dabei wechselten sich alter und neuer Rat jährlich ab.[19] Wichtige Elemente in der Ratsherrschaft waren das Selbstverständnis der Ratsherren und die Ideale, auf denen die Stadt gründete. Einer dieser Pfeiler des Verständnisses war die Gemeinwohlorientierung (bonum commune). So genannte Ratsspiegel oder Stadtregimentslehren boten Handlungsanweisungen für die Ratsherren und benannten grundlegende Tugenden. Das bonum commune galt als idealer Zustand, der durch Friedenswahrung und Gerechtigkeit erlangt werden könnte. Durch die Einhaltung der in den Ratsspiegeln genannten Tugenden, besonders des bonum commune, legitimierte sich die städtische Führungsschicht.[20]

[...]


[1] Dieser Aufsatz stellt einzelne Ergebnisse einer größeren Studie vor, welche sich Justitia-Darstellungen im Raum Ostwestfalen-Lippe widmet. Vgl. hierzu: Niemann, Christina, Iustitia enim inmortalis est. Justitia-Darstellungen in Ostwestfalen-Lippe in der Frühen Neuzeit, Bremen 2012, zugl. Diss. Hagen 2011.

[2] Vgl. Warncke, Carsten-Peter, Symbol, Emblem, Allegorie. Die zweite Sprache der Bilder, Köln 2005, S. 7f.

[3] Vgl. Oexle, Otto Gerhard, Geschichte als Historische Kulturwissenschaft, in: Hardtwig, Wolfgang, Wehler, Hans-Ulrich (Hgg.), Kulturgeschichte Heute, Göttingen 1996, S. 14-40. Vgl. auch Tiefensee, Eberhard, Zwischen Abgrenzung und Anpassung. Reflexionen zur geistigen Situation in Deutschland Ost, in: Manger, Klaus (Hg.), Ein Jahrzehnt nach der Wende. Perspektiven für das vereinte Deutschland. Studium generale vom 25. Oktober 1999 bis 2. Februar 2000 an der Friedrich Schiller Universität Jena und der Eberhard Karls Universität Tübingen, Jena 2003, S. 115-134; Geppert, Alexander C.T., Jensen, Uffa, Weinhold, Jörn, Verräumlichung. Kommunikative Praktiken in historischer Perspektive. 1840-1930, in: Geppert, Alexander C.T., Jensen, Uffa, Weinhold, Jörn (Hgg.), Ortsgespräche. Raum und Kommunikation im 19. und 20. Jahrhundert, Bielefeld 2005, S. 18, 48; Habermas, Tilmann, Geliebte Objekte. Symbole und Instrumente der Identitätsbildung, Berlin, New York 1996, S. 181.

[4] Vgl. Warncke, Carsten-Peter, Symbol, Emblem, Allegorie, S. 7f.

[5] Vgl. Niemann, Christina, Iustitia enim inmortalis est.

[6] Vgl. Abschrift der Inschriftentafel auf der Ratkammer, Alte Ratkammer, 1650, StadtA Le, A 2063. Die Tafel nennt zwölf Grundprinzipien, nach denen eine Stadt regiert werden soll und wie man zu ihrem Wohle handle. Sie steht in der Tradition der weit verbreiteten Stadtregimentslehren und Ratsspiegel, welche sowohl schriftlich wie bildlich in zahlreichen norddeutschen Ratshäusern aufgegriffen worden waren. Vgl. hierzu u.a. Bierschwale, Heike, Leeuwen, Jacqueline van, Wie man eine Stadt regieren soll. Deutsche und niederländische Stadtregimentslehren des Mittelalters, Frankfurt/Main 2005. Vgl. auch Anm. 16; Statuta Lemgoviensium (Lemgoer Stadtbuch) 1584, hrsg. von Schnittger, Johann Anton, Lemgo 1772, StadtA Le, A450; Jus gladii, Peinliche Gerichtsbarkeit betr., StadtA Le, A3704.

[7] Vgl. Panofsky, Erwin, Zum Problem der Beschreibung und Inhaltsdeutung von Werken der bildenden Kunst, in: Oberer, Hariolf, Verheyen, Egon (Hgg.), Erwin Panofsky. Aufsätze zu Grundfragen der Kunstwissenschaft, Berlin2 1974, S. 85-98; Ders., Sinn und Deutung in der bildenden Kunst (Meaning in the Visual Arts), Köln 1975.

[8] Vgl. Schädler-Saub, Ursula, Weyer, Angela (Hgg.), Mittelalterliche Rathäuser in Niedersachsen und Bremen. Geschichte, Kunst, Erhaltung, Petersburg 2003; Meier, Ulrich, Mensch und Bürger. Die Stadt im Denken spätmittelalterlicher Theologen, Philosophen und Juristen, München 1994, zugl. Diss. Bielefeld 1991; Löther, Andrea u.a. (Hgg.), Mundus in Imagine. Bildersprache und Lebenswelten im Mittelalter. Festgabe für Klaus Schreiner, München 1996; Albrecht, Stephan, Mittelalterliche Rathäuser in Deutschland. Architektur und Funktion, Darmstadt 2004; Tipton, Susan, Res publica bene ordinata. Regentenspiegel und Bilder vom guten Regiment. Rathausdekorationen in der Frühen Neuzeit, Hildesheim 1996, zugl. Diss. München 1994.

[9] Vgl. Katzenellenbogen, Adolf, Allegories of the virtutes and vices in mediaeval art. From early christian times to thirteen century, Nendeln 1968; Sutor, Bernhard, Die Kardinaltugenden. Erziehungsziele politischer Bildung?, München 1980; Kunsemüller, Otto, Die Herkunft der Platonischen Kardinaltugenden, New York 1979; North, Helen F., From myth to icon. Reflections of Greek Ethical Doctrine in Literature and Art, Ithaca, London 1979; Ascheri, Mario, Brogi, Andrea, Serino, Vinicio, Nuove ipotesi e suggestione sul „Buon Governo“ di Ambrogio Lorenzetti, in: Accademia dei Rozzi 10 (2003), S. 44-47; Hielmcrone, Ulf-Dietrich von, Die Darstellungen der Justitia im Landesteil Schleswig, Kiel 1974, zugl. Diss. Kiel 1973.

[10] Vgl. hierzu: Thomas von Aquin, quaestiones disputate, Bd. 2. De potentia, de anima, de spiritualibus creaturis, de unione verbi incarnati, de malo, de virtutibus in communi, de caritate, de correctione fraterna, de spe, de virtutibus cardinalibus, hrsg. von Bazzi, P. u.a., Rom 1965, de virtutibus cardinalibus, quaestio est de virtutibus cardinalibus; Ders., Summa Theologiae Pars IIa IIae, hrsg. von Caramello, Petri, o.O. 1962, Quaestio 57, De iustitia, Art. 1, Quaestio 61, Art. 1-2; Ders., Prologe zu den Aritoteleskommentaren, hrsg. von Cheneval, Francis, Imbach, Ruedi, Frankfurt/Main 1993; Sap 1,2, 8; Weish 1,2, 8; Ambrosius, De paradiso (Sancti Ambrosii Opera, Bd. 1. Ambrosius, Qva continentvr libri Exameron, De paradiso, de Cain et Abel, De Noe, De Abraham, De Isaac, De bono mortis), hrsg. von Schenkel, Karl, o.O. 1987, S. 3, 14-18 (I 150 B-152 C); Schild, Wolfgang, Bilder von Recht und Gerechtigkeit, Köln 1995, S. 47-63.

[11] Vgl. Schild, Wolfgang, Bilder von Recht und Gerechtigkeit, S. 50-80; Ascheri, Mario, Brogi, Andrea, Serino, Vinicio, Nuove ipotesi, S. 44-47.

[12] Vgl. Schild, Wolfgang, Bilder von Recht und Gerechtigkeit, S. 70-196; Signorini, Rodolfo, „De ivsticia pingenda Baptiste Fiaerae Mantvani dialogvs”. Tipologie iconografiche della giustizia edizione critica e prima traduzione italiana del dialogo, in: Chiavoni, Luca, Ferlist, Gianfranco, Grasi, Maria Vittoria (Hgg.), Leon Battista Alberti e il Quattrocento, Mantova 1998, S. 381-434; Kocher, Gernot, Zeichen und Symbole des Rechts. Eine historische Ikonographie, München 1992, S. 25; Kissel, Otto Rudolf, Die Justitia. Reflexionen über ein Symbol und seine Darstellung in der bildenden Kunst, München 1984, S. 29-98; Gathen, Antonius David, Rolande als Rechtssymbole. Der archäologische Bestand und seine rechtshistorische Bedeutung, Berlin 1960, S. 77; Merzbacher, Friedrich, s.v. Schwert, in: LCI 4 (1972), Sp. 136-137; Brant, Sebastian, Das Narrenschiff, hrsg. von Lemmer, Manfred, Tübingen3 1986 [Basel 1494], S. VII, XVI, XXI; s.v. Gesichter, zwei (Janus bifrons), in: LCI 2 (1970), Sp. 141-142; Pieper, Josef, Das Viergespann. Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maß, München 1964, S. 27; Für zeitgenössische Darstellungen vgl. Brant, Sebastian, Das Narrenschiff, Kap. 71; Sauerlandt, Max, Deutsche Plastik des Mittelalters, Königstein im Taunus 1953; Kohler, Josef, Scheel, Willy (Hgg.), Die Bambergische Halsgerichtsordnung, Halle/Saale 1902, S. LXI.

[13] Vgl. Aristoteles, Die Nikomachische Ethik, hrsg. von Neulinger, Thomas, München 2002; Gordon, John-Stewart, Aristoteles über Gerechtigkeit. Das V. Buch der Nikomachischen Ethik, Freiburg, München 2007, zugl. Diss. Göttingen 2005.

[14] Vgl. Rothe, Jörg Michael, Die „veyr hoipen“. Zur Verfassungs- und Sozialgeschichte Lemgos im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: Johanek, Peter, Stöwer, Herbert (Hgg.), 800 Jahre Lemgo. Aspekte der Stadtgeschichte, Lemgo 1990, S. 131; Gaul, Otto, Korn, Ulf-Dietrich, Stadt Lemgo, Münster 1983, S. 36-39; Rickling, Matthias, Vorgeschichte, in: Lippische Landeskirche (Hg.), Reformieren, streiten, bekennen. 400 Jahre reformiertes Bekenntnis in Lippe, Detmold 2005, S. 10-21; Schröer, Alois, Die Reformation in Westfalen. Der Glaubenskampf einer Landschaft, Münster 1979, S. 350; Geiger, Ellynor, Die soziale Elite der Hansestadt Lemgo und die Entstehung eines Exportgewerbes auf dem Lande in der Zeit von 1450 bis 1650, Detmold 1976, S. 122f.

[15] Vgl. Gaul, Otto, Korn, Ulf-Dietrich, BKD Le, S. 41-50; Springhorn, Rainer, (Hg.), Lippisches Landesmuseum Detmold. Die Schausammlungen, Berlin, München 2007, S. 78; Lippischer Heimatbund (Hg.), Reformation in Lippe, Detmold 1988, S. 65ff; Haase, Bartolt, Allerhand Erneuerungen, in: Lippische Landeskirche (Hg.), Reformieren, streiten, bekennen. 400 Jahre reformiertes Bekenntnis in Lippe, Detmold 2005, S. 47ff; Kastler, José, Die Sündenfall-Reliefs am Schloß Brake. Ausdruck konfessioneller Konflikte am Hofe Simons VI., in: Großmann, Ulrich (Hg.), Renaissance im Weserraum, München 1989, S. 128-144.

[16] Vgl. u.a. Jus gladii, Peinliche Gerichtsbarkeit betr., StadtA Le, A 3704; Jus aggratiandi betr. 1659-62, Jus aggratiandi II., StadtA Le, A 3705; Jus aggratiandi betr. 1663-65, StadtA Le, A 3706. Vgl. Gaul, Otto, Korn, Ulf-Dietrich, BKD Le, S. 46-50; Schilling, Heinz, Konfessionskonflikt und Staatsbildung. Studium zum Verhältnis von religiösem und sozialen Wandel in der Frühneuzeit am Beispiel der westfälischen Grafschaft Lippe, Gütersloh 1981, zugl. Habil. Bielefeld 1977/78, S. 43; Haase, Bartolt, Allerhand Erneuerungen, S. 58f; Geiger, Ellynor, Die soziale Elite der Hansestadt Lemgo, S. 125.

[17] Vgl. Gaul, Otto, Korn, Ulf-Dietrich, BKD Le, S. 41-72.

[18] Vgl. Ebd., S. 41-72, 465, 961; Schild, Wolfgang, Alte Lemgoer Kriminalgerichtsbarkeit, in: Johanek, Peter, Stöwer, Herbert (Hgg.), 800 Jahre Lemgo. Aspekte der Stadtgeschichte, Lemgo 1990, S. 141-170; Walberg, Hartwig, Stadtentwicklung bis 1365, in: Johanek, Peter, Stöwer, Herbert (Hgg.), 800 Jahre Lemgo. Aspekte der Stadtgeschichte, Lemgo 1990, S. 103-114; Meier-Lemgo, Karl, Geschichte der Stadt Lemgo, Lemgo 1962, S. 129f; Geiger, Ellynor, Die soziale Elite der Hansestadt Lemgo, S. 121.

[19] Vgl. Gaul, Otto, Korn, Ulf-Dietrich, BKD Le, S. 53, 469, 961; Schild, Wolfgang, Alte Lemgoer Kriminalgerichtsbarkeit, S. 151-157; Rothe, Jörg Michael, Die „veyr hoipen“, S. 121-132; Sauerländer, Friedrich, Das Handwerk in Lippe. Vornehmlich in Lemgo, in: LM 25 (1956), S. 192-203; Geiger, Ellynor, Die soziale Elite der Hansestadt Lemgo, S. 9-12, 65.

[20] Vgl. Meier, Ulrich, Freiheit und Recht, Rat und Tat. Zur Selbstdarstellung des Stadtbürgertums in den Bildprogrammen niederdeutscher Rathäuser des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, in: Schädler-Saub, Ursula, Weyer, Angela (Hgg.), Mittelalterliche Rathäuser in Niedersachsen und Bremen. Geschichte, Kunst, Erhaltung, Petersburg 2003, S. 35-48; Bierschwale, Heike, Leeuwen, Jacqueline van, Wie man eine Stadt regieren soll; Isenmann, Eberhard, Ratsliteratur und städtische Ratsordnungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Soziologie des Rats – Amt und Willensbildung – politische Kultur, in: Monnet, Pierre, Oexle, Otto Gerhard (Hgg.), Stadt und Recht im Mittelalter. La ville et le droit au Moyen Age, Göttingen 2003, S. 215-479; Meier, Ulrich, Mensch und Bürger.

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Details

Titel
Iustitia est humanum bonum
Untertitel
Justitia-Darstellungen in Lemgo in der Frühen Neuzeit
Autor
Jahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V233424
ISBN (eBook)
9783656499015
ISBN (Buch)
9783656499909
Dateigröße
892 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Justitia, Aristotelische Gerechtigkeit, Rathaus Lemgo, Kaufleute, Nicolai-Kirche Lemgo
Arbeit zitieren
Dr. Christina Niemann (Autor), 2013, Iustitia est humanum bonum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233424

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