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Der homosexuelle Mann in der österreichischen und türkischen Gesellschaft

Titel: Der homosexuelle Mann in der österreichischen und türkischen Gesellschaft

Hausarbeit , 2012 , 20 Seiten

Autor:in: Andreas Plank (Autor:in)

Kulturwissenschaften - LGBTIQ+ / Queer-Studien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema: Der homosexuelle Mann in der österreichischen und türkischen Gesellschaft. Es wird wie folgt vorgegangen:
Kapitel 2 widmet sich dem Phänomen Homosexualität, bemüht sich im Unterkapitel 2.1 um eine Definition des Terminus, sowie seiner artverwandten Begriffe, wobei hier Forschungspositionen von Klimmert, Ehlert, Funk, Stecklina, Sullivan, Hertling, Rauchfleisch, Ferdinand, Pretzel, Seeck, Wensierski, Lübeck und Hirschfeld herangezogen werden.
Das Unterkapitel 2.2 versucht die Dimensionen von Homosexualität wiederzugeben, also die Pluralität dieses Phänomens zu erklären, wobei neben den bereits im Unterkapitel 2.1 genannten Positionen weiters die Forschungsergebnisse von Aigner, Rapp, Volkmar, Bell, Weinberg, Hammersmith in die Diskussion mit einbezogen werden.
Kapitel 3 vergleicht anschließend die Lebenssituation türkischer sowie österreichischer Homosexueller, wobei eine Definition des Terminus Diskriminierung nach Schmidt und Sielert in das Unterkapitel 3.1 überführt, in welchem der Frage nach kulturspezifischer Konstruktion von Homosexualität nachgegangen, beziehungsweise das Phänomen der Vorverurteilung beleuchtet wird, ehe auf das differente Sozialverhalten türkischer Männer, unter Berücksichtigung der Forschungspositionen von Plöderl, Kulbe, Heinemann, Breuer, Steinhilber, Tomanbay, Moir und Katsikaris, eingegangen wird.
Unterkapitel 3.2 beleuchtet den religiösen Hintergrund dieser zwei differenten Gesellschaften, orientiert sich dabei stark an deren heiligen Schriften, dem Islam und der Bibel, unter Hinzuziehung der Ergebnisse von Katsikaris, Kinsey, Groß, Müller, Steinmetzer, Steinbach, Ende, Johler, Matter, Zinn-Thomas, Paret, Spuler-Stegemann, Kasim, Simon, Brooks, Ismail und Krohn.
Unterkapitel 3.3 fragt nach rechtlichen Bedingungen innerhalb der jeweiligen Gesellschaft, wobei sich einerseits der Möglichkeit zur Eheschließung gewidmet, sowie andererseits der Status von Homosexualität auf Legalität hin überprüft wird.
Weiters fragt das Kapitel nach Möglichkeit zum legalen Zusammenschluss von Interessensverbänden. Als Forschungspositionen sind hier zu nennen:
Spuler-Stegemann, Finkel, Katsikaris, Ilkkaracan, West, Green, Wirth, Broda, Holzleithner, Heissl, Sonntag, Kolba, Resetarits, Weiser, Plöderl und Stewart.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über Homosexualität

2.1 Definitionsversuch

2.2 Dimensionen von Homosexualität

3. Der Homosexuelle in der österreichischen und türkischen Gesellschaft

3.1 Kulturspezifische Konstruktion

3.1.1 Österreich

3.1.2 Türkei

3.2 Religion

3.2.1 Islam

3.2.2 Christentum

3.3 Recht

3.3.1 Türkei

3.3.2 Österreich

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebenssituation homosexueller Männer in der österreichischen und türkischen Gesellschaft. Ziel ist es, unter Einbeziehung kultureller, religiöser und rechtlicher Aspekte aufzuzeigen, wie Homosexualität in diesen unterschiedlichen Kontexten konstruiert, bewertet und rechtlich behandelt wird, wobei auch die Rolle gesellschaftlicher Vorurteile und Diskriminierung kritisch beleuchtet wird.

  • Kulturspezifische Konstruktion von Homosexualität in Österreich und der Türkei
  • Einfluss religiöser Traditionen (Islam und Christentum) auf die Wahrnehmung von Sexualität
  • Vergleichende Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Akzeptanz
  • Diskussion über Diskriminierung, Vorurteile und soziale Identität
  • Analyse der historischen und terminologischen Hintergründe von Homosexualität

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Österreich

Diskutiert man die kulturspezifische Konstruktion von Homosexualität, so spricht man hauptsächlich über ein verzerrtes Bild voller Vorurteile gegenüber dieser Personengruppe. Solche Stereotypen finden sich keineswegs nur in der breiten Öffentlichkeit, nein, sogar ein Spitzenpolitiker, wie der ehemalige österr. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), ließ sich bezüglich des homophoben Paragraphen Nr. 209 im Rahmen eines Interviews mit den Salzburger Nachrichten zu folgender Aussage hinreißen:

,,(...) Dieser sei keine Frage der Diskriminierung, sondern eine des „Kinderschutzes“, meinte der Bundeskanzler. Auf den Einwand des Anrufers, Österreich setzt damit der Kritik etwa der Menschenrechtskommission aus und sei hinsichtlich der Gleichbehandlung Homosexueller Schlusslicht in Europa, sagte der Kanzler (...): „Wenn wir das letzte Land wären, wäre es mir auch gleich.“

Bezugnehmend auf dieses Interview lässt sich bereits erahnen, wie tief verankert Vorurteile in der österreichischen Gesellschaft sitzen, wenn sogar ein ehemaliger Bundeskanzler die Meinung vertritt Jugendliche bräuchten vermehrt Schutz vor homosexuellen Handlungen. Aber was genau versteht man nun unter einem Vorurteil aus Sicht der Wissenschaft?

Annette Kulbe definiert den Terminus Vorurteil wie folgt:

,,Vorurteile stellen eine besondere Art der negativen Einstellung – vorrangig gegenüber Personen oder Personengruppen – dar. Meist handelt es sich um eine herabsetzende, vorgefestigte Bewertung, die gegenüber allen oder den meisten Menschen bestimmter Gruppen entgegengebracht wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Thema und beschreibt den methodischen Aufbau der Arbeit sowie die herangezogene Forschungsliteratur.

2. Über Homosexualität: Hier wird der Terminus Homosexualität historisch und wissenschaftlich definiert und in seine verschiedenen Dimensionen unterteilt.

3. Der Homosexuelle in der österreichischen und türkischen Gesellschaft: Dieser Hauptteil vergleicht die Lebensrealität homosexueller Männer in beiden Ländern unter Berücksichtigung kultureller, religiöser und rechtlicher Aspekte.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die aktuelle gesellschaftliche und rechtliche Situation der untersuchten Zielgruppe.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Österreich, Türkei, Diskriminierung, Religion, Islam, Christentum, Rechtslage, Lebenssituation, Vorurteile, Kulturspezifische Konstruktion, Identitätsfindung, Sexualität, Gesellschaft, Recht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation homosexueller Männer und deren gesellschaftlicher sowie rechtlicher Stellung im Vergleich zwischen Österreich und der Türkei.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die kulturspezifische Konstruktion von Homosexualität, den Einfluss religiöser Glaubenssätze sowie die vergleichende Analyse der jeweiligen Rechtssysteme.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Vorurteile, die homosexuelle Männer in Österreich und der Türkei erleben, wissenschaftlich aufzuarbeiten und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Diskursanalyse, in der verschiedene Forschungspositionen zu soziologischen, rechtlichen und religiösen Aspekten der Homosexualität zusammengeführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kultureller Prägungen (Vorurteile, Sozialverhalten), den Einfluss von religiösen Institutionen und Schriften sowie einen detaillierten Vergleich der Rechtslage in beiden Ländern.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Homosexualität, Gesellschaftsvergleich, Diskriminierung, Religionseinfluss, Rechtslage, Vorurteilsforschung und kulturelle Identität.

Welche Rolle spielt die Religion bei der Bewertung von Homosexualität laut der Arbeit?

Die Arbeit zeigt, dass sowohl im Islam als auch im Christentum konservative Auslegungen heiliger Schriften oft als Begründung für die Ablehnung oder Diskriminierung von Homosexualität herangezogen werden.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit das Sozialverhalten in der Türkei und Österreich?

Es wird aufgezeigt, dass in der türkischen Kultur etwa körperliche Nähe zwischen Männern (z.B. Händchenhalten) eher als Ausdruck von Freundschaft gilt, während ein ähnliches Verhalten in Österreich häufiger als Indiz für Homosexualität gedeutet wird.

Wie bewertet der Autor die Situation der Gleichstellung in Österreich?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die gesetzliche Lage, etwa bei der Eingetragenen Partnerschaft, zwar Fortschritte darstellt, aber im Vergleich zur Ehe heterosexueller Menschen noch erhebliche Mängel aufweist.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der homosexuelle Mann in der österreichischen und türkischen Gesellschaft
Autor
Andreas Plank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V233444
ISBN (eBook)
9783656508236
ISBN (Buch)
9783656508069
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mann gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Plank (Autor:in), 2012, Der homosexuelle Mann in der österreichischen und türkischen Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233444
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Leseprobe aus  20  Seiten
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