Social Media Marketing ist in aller Munde – die Zeiten, in denen Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen vor allem über klassische Werbemedien wie Print und Rundfunk an den Mann brachten, scheinen endgültig vorbei.
Das Aufkommen und die Weiterentwicklung des Internet hat die Welt des Marketing, vor allem im Bereich der Kommunikationspolitik, grundlegend verändert: In den Zeiten des Web 2.0 funktioniert erfolgreiche Werbung nicht mehr als einseitige Ansprache des Kunden durch ein Unternehmen, sondern muss ihn einbeziehen, aktivieren und begeistern.
Musikveranstalter und Diskothekenbetreiber zählten schon zu den ersten Nutzern der Sozialen Netzwerke als Werbemedium, und mittlerweile gibt es kaum eine Clubnacht, zu der nicht online eingeladen wird.
Vor allem Facebook als größtes soziales Netzwerk scheint für Veranstalter heutzutage eine immense Bedeutung zu haben: Die Zahl der Zusagen zu einem Event kann entscheidend sein für Erfolg oder Scheitern desselben, und ebenso wichtig wie die Vorbereitung der eigentlichen Veranstaltung scheint die Maximierung der Reichweite eines neu geposteten Events.
Obwohl die meisten Veranstalter die Wichtigkeit dieser Plattform für sich erkannt haben, werden die zahlreichen Möglichkeiten zur Neukundengewinnung und Kundenbindung bisher noch kaum richtig genutzt.
Die Entwicklung des Web 2.0 und das veränderte Informationsverhalten der Kunden stellt die Eventbranche zunehmend vor die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, mit klassischen Werbemedien wie Anzeigen, Flyern und Plakaten zu arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau
2. Marketing
3. Social Media
3.1 Vom Web 1.0 zu Social Media
3.2. Social Media Marketing
3.2.1. Die Regeln des Social Media Marketing
3.2.2 Content statt Ein-Weg-Unterbrechung
3.2.3 Dialog statt Monolog – Zuhören und Antworten
3.2.4 Social Media Marketing – Chancen und Risiken
3.3 Social Media Anwendungen
3.4 Soziale Netzwerke
4. Facebook
4.1 Die Nutzer
4.2 Marketingpotential von Facebook
5. Die Eventbranche – Diskotheken und Clubs in Deutschland
5.1 Die Bedeutung von Social Media Marketing für die Eventbranche
5.2 Die Nutzung von Facebook in der Eventbranche
5.2.1 Methodik und Ziele des Vergleichs auf Facebook
5.2.3 Vergleich der Pinnwandaktivitäten
5.2.4 Vergleich der Facebook Seitenstatistiken
5.2.6 Vergleich der Reaktionen auf Kritiken und Fragen
5.2.7 Auswertung Experteninterviews
5.2.8 Auswertung des Vergleichs
6. Erfolgreiches Social Media Marketing auf Facebook für die Eventbranche
6.1 Ziele definieren
6.2 Seite gestalten
6.3 Fans gewinnen
6.4 Content bieten
6.5 Dialog anregen
6.6 Zuhören und reagieren
6.7 Veranstaltungen anlegen
6.7 Werbeanzeigen schalten
6.8 Auswertung / Monitoring
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erforschung und Bewertung des Marketingpotentials sozialer Netzwerke, insbesondere von Facebook, für die Eventbranche. Dabei soll geklärt werden, wie Veranstalter diese Plattformen effektiv zur Vermarktung von Events und zur Kundenbindung einsetzen können und ob Social Media Marketing die klassischen Werbemedien in diesem Bereich verdrängt.
- Analyse der theoretischen Grundlagen von Social Media und Facebook-Marketing.
- Untersuchung der Bedeutung von Social Media für die deutsche Eventbranche.
- Vergleich von Facebook-Strategien zweier Berliner Veranstaltungsreihen.
- Erarbeitung von Erfolgsfaktoren für die Veranstaltungsbewerbung auf Facebook.
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Content statt Ein-Weg-Unterbrechung
Die traditionelle Werbung ist vor allem darauf ausgerichtet, zu unterbrechen: Sie ist darauf angewiesen, sich zwischen interessanten Inhalten wie spannenden TV-Filmen, Radiosendungen und viel besuchten Websites zu positionieren, um sie zu unterbrechen und von der durch sie erreichten Aufmerksamkeit zu profitieren.
Das scheint in den sozialen Netzwerken nicht zu funktionieren: Denn hier werden nicht einem passiven User Inhalte von einem One-To-Many-Medium vorgesetzt, sondern der User selbst sucht sich die Inhalte, die ihn interessieren und die er konsumieren möchte, und klickt den Rest einfach weg.
Laut Gorden Wübbe, Geschäftsführer der Agentur „Famefact“, sollte auf keinen Fall „einfach die klassische One-To-Many-Kommunikation der traditionellen Medien auf Social Media übertragen und etwa bei Facebook immer wieder zu einem Produkt „Jetzt kaufen“ gepostet werden.
Denn: Im Social Media Marketing gilt „Content is King“. Das bekräftigen auch die Ergebnisse der Social Media Studie 2010 der Marketingagentur Ambuzzador: Hier nennen 77% der befragten User „Großteil der Postings sind Werbung“ als wichtigsten Grund dafür, eine Unternehmensseite nicht zu mögen, 66% bewerteten „keine News / kein Unterhaltungswert“ als den größten Negativfaktor, während 81% „laufend aktuelle Inhalte und Neuigkeiten“ als Grund dafür angaben, eine Seite weiter zu empfehlen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Social Media Marketing ein und formuliert das Ziel der Arbeit, das Marketingpotential von Facebook für die Eventbranche zu untersuchen.
2. Marketing: Das Kapitel definiert den Marketingbegriff auf Basis von Fachliteratur und erläutert die Relevanz des Kunden als aktiven Teil des Marketingprozesses.
3. Social Media: Es werden die Grundlagen von Social Media, der Wandel zum Web 2.0 sowie die spezifischen Chancen und Herausforderungen für Unternehmen dargelegt.
4. Facebook: Dieses Kapitel analysiert die Nutzerstruktur und das Marketingpotential der Plattform als größtes soziales Netzwerk weltweit.
5. Die Eventbranche – Diskotheken und Clubs in Deutschland: Hier wird der Status Quo der Eventbranche beleuchtet und ein praktischer Vergleich zweier Berliner Veranstaltungsreihen auf Facebook vorgenommen.
6. Erfolgreiches Social Media Marketing auf Facebook für die Eventbranche: Zusammenfassung bewährter Strategien für Veranstalter, von der Zieldefinition über die Seitengestaltung bis hin zur Erfolgsmessung.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt die hohe Bedeutung von Facebook für die Eventbranche, betont jedoch die Notwendigkeit einer dauerhaften und professionellen Strategie gegenüber traditionellen Medien.
Schlüsselwörter
Social Media Marketing, Facebook, Eventbranche, Veranstaltungsmarketing, Fanbase, Reichweite, Viralität, Content-Strategie, Dialog, Interaktion, Online-Werbung, Monitoring, Kundenbindung, Netzwerke, Marketing-Mix.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Marketingpotential von Facebook für Veranstalter in der Eventbranche und analysiert, wie soziale Netzwerke effektiv zur Vermarktung von Events eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen zählen die theoretischen Grundlagen des Social Media Marketings, das Nutzerverhalten auf Facebook, die Besonderheiten der deutschen Club- und Eventlandschaft sowie Strategien zur erfolgreichen Veranstaltungsbewerbung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt nach dem Marketingpotential von sozialen Netzwerken für die Eventbranche und untersucht, ob Social Media Marketing die klassische Veranstaltungsbewerbung zukünftig verdrängen wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem empirischen Teil, der Experteninterviews mit Werbeagenturen und Veranstaltern sowie einen direkten Vergleich der Facebook-Seiten zweier Berliner Veranstaltungsreihen umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Branchenanalyse, einen detaillierten Vergleich von Facebook-Seiten hinsichtlich Pinnwandaktivitäten, Seitenstatistiken und Einladungsmanagement sowie Handlungsempfehlungen für Veranstalter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Social Media Marketing, Facebook, Eventbranche, Viralität, Interaktion und Kundenbindung.
Warum ist das Zusagetool bei Facebook ein „Fluch und Segen“ zugleich?
Während eine hohe Anzahl an Zusagen als Social Proof für den Erfolg einer Veranstaltung dient, kann eine zu geringe Zusagezahl bei wöchentlichen Events auf potentielle Gäste abschreckend wirken oder gar als „Anti-Werbung“ wahrgenommen werden.
Welchen Stellenwert nimmt der sogenannte „Cat Content“ in der Arbeit ein?
Die Arbeit thematisiert diesen unterhaltenden Content als Mittel zur Steigerung der Viralität und Interaktionsrate, warnt jedoch davor, dass bei exzessiver Nutzung die Relevanz der eigentlichen Veranstaltung für die Fans in den Hintergrund rücken kann.
- Arbeit zitieren
- Franka Hartwig (Autor:in), 2013, Social Media Marketing in der Eventbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233504