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Die Hymne "Prometheus" als Projektion der Dichtung des Sturm und Drang und seines bedeutenden Vertreters Goethe

Title: Die Hymne "Prometheus" als Projektion der Dichtung des Sturm und Drang und seines bedeutenden Vertreters Goethe

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 28 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Heike Dilger (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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In der folgenden Arbeit soll gezeigt werden, wie der Sturm und Drang als eigenständige Epoche vor allem Goethe in der frühen Phase seines Schaffens prägte und zu einer literarischen Revolution gestaltet wurde, in der ein Aufbäumen gegen alle Fesseln die Familie, Gesellschaft, Kirche und den Staat erfasste.
Das selbstherrliche Individuum in seinem Hass gegen die Fürsten des Absolutismus entsprach in seinem Leben seiner Dichtung, die absichtliche künstlerische Regellosigkeit kennzeichnet.
Goethes Lyrik in dieser Zeit soll in den Mittelpunkt gestellt werden und seine Hymnen, die einer Lyrik von tiefempfundenen Liebes- und Naturgedichten, der „Sesenheimer Lyrik“ folgen, zeugen am deutlichsten von den neuen, dem rein Persönlichen verhafteten Ideen des Dichters.
Das Gedicht ´Prometheus` steht als Symbol, als Prototyp für die erste Epoche des dichterischen Schaffens Goethes und für die ganze Denkart, die im Sturm und Drang beherrschend wird. Goethe setzte sich nicht nur über Formalitäten hinweg, sondern nahm auch an den griechischen Inhalten entscheidende Änderungen vor, um sie zu eigenen Zielsetzungen heranzuziehen. Das Gedicht ´Prometheus` wird daher immer mit dieser Epoche in Verbindung gebracht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Hauptteil

A Der Sturm und Drang als literarische Epoche

1.) Definition des Begriffs Sturm und Drang

2.) Ziele des Sturm und Drang

3.) Die Autoren des Sturm und Drang

4.) Der Geniebegriff des Sturm und Drang und seine Auswirkungen

5.) Die Stürmer und Dränger und die Religion

B Goethe als Vertreter des Sturm und Drang

C Goethes Prometheus- Dichtungen: Das Drama und die Hymne

1.) Prometheus in der Geistesgeschichte von Hesiod bis Goethe. Der Prometheus – Mythos in der Deutung

2.) Goethe und der Prometheus- Stoff

3.) Das Prometheus-Fragment

a) Entstehung

4.) Das Gedicht Prometheus als Prototyp einer Hymne des Sturm und Drang

a) Entstehung

b) Aufbau, Versmaß, Metrik

c) Inhalt

d) Gehalt

III Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hymne „Prometheus“ von Johann Wolfgang von Goethe als zentrales Symbol und Prototyp der literarischen Epoche des Sturm und Drang, wobei die Forschungsfrage der Verschränkung von individueller Geniekunst und gesellschaftlicher Auflehnung im Zentrum steht.

  • Die Charakterisierung des Sturm und Drang als Epoche der Subjektivität und des Geniekults.
  • Die Analyse von Goethe als prägendem Vertreter und dessen spezifische Adaption des Prometheus-Mythos.
  • Die Untersuchung der formalen und inhaltlichen Besonderheiten der Prometheus-Hymne (Freie Rhythmen, Antigebet).
  • Die Darstellung des Prometheus als autarkes Künstlergenie in Opposition zu tradierten Autoritäten.

Auszug aus dem Buch

Die Stürmer und Dränger und die Religion

Die Stürmer und Dränger lehnten einen durch die Vernunft abgeleiteten außerweltlichen Gott ab. Zwar gestanden sie zu, dass es einen Schöpfergott gebe, doch nimmt dieser nach ihrer Auffassung kein göttliches Weltregiment an (Deismus). Religion musste für die Stürmer und Dränger gelebte Erfahrung sein und sollte den ganzen Menschen erfassen.

Herder wie Goethe vertraten die Auffassung, dass die Werke Gottes nicht nur in der Bibel, sondern auch durch liebendes Vertiefen in die Schöpfung erkennbar seien. So existiere Gott immer dann, wenn er als konkrete Kraft in der Welt und im Menschen wirke, wenn er sich den Sinnen und dem Gefühl offenbare (Pantheismus).

Obwohl sich Goethe selbst als „Nichtchristen“ bezeichnete, weil er Dogma und Dogmatiker haßte und Gefühle wie der Sündhaftigkeit und Reue, das „Zittern und Beben“, verabscheute, respektierte er dennoch den Glauben und hielt ihn sogar für notwendig, denn jeder müsse an etwas glauben, um nicht zu verzweifeln. Der Glaube gebe ein großes Gefühl der Sicherheit.

Die Religion gab den Stürmern und Drängern Vertrauen in ihr eigenes instinktives Fühlen, und sie schätzen all jene Elemente, die dem Menschen in seinem emotionalen und praktischen Leben einen Halt geben. Im Glauben äußerte sich außerdem auch ihr Bewusstsein, ein Teil der Natur zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Epoche des Sturm und Drang ein und positioniert das Gedicht „Prometheus“ als zentrales Symbol für Goethes frühes, geniales Schaffen.

II Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine epochengeschichtliche Verortung des Sturm und Drang, eine Analyse von Goethes Rolle als Vertreter dieser Zeit und eine detaillierte Untersuchung der Prometheus-Dichtungen, insbesondere der Hymne.

III Schluß: Das abschließende Kapitel reflektiert die verschiedenen Motive des Prometheus-Gedichtes, insbesondere das Spannungsfeld zwischen Künstlerselbstverständnis und Rebellentum, und würdigt dessen Bedeutung als programmatisches Werk der Epoche.

Schlüsselwörter

Sturm und Drang, Goethe, Prometheus, Geniebegriff, Lyrik, Hymne, Aufklärung, Schöpferkraft, Individuum, Religion, Pantheismus, Rebell, Freiheit, literarische Epoche, Shakespeare.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Hymne „Prometheus“ von Goethe und stellt sie als Projektion der ästhetischen und weltanschaulichen Ziele des Sturm und Drang dar.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen der Geniebegriff, die Rolle des Künstlers als Schöpfer, das Verhältnis zwischen Mensch und Gott/Autorität sowie die formale Entwicklung der Lyrik jener Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Goethe durch das Prometheus-Symbol ein neues, autarkes Künstlerselbstverständnis artikuliert und sich gegen die Zwänge der zeitgenössischen Ordnung auflehnt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die historisch-biografische Kontexte, Werkinterpretation und den Vergleich mit mythologischen Quellen (Hesiod, Aischylos) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Epochenbeschreibung, Goethes persönliche Entwicklung im Sturm und Drang sowie eine tiefgehende Exegese des Prometheus-Fragments und der Prometheus-Hymne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Sturm und Drang, Genie, Schöpferkraft, Subjektivität, Opposition gegen Autoritäten und Prometheus-Mythos.

Wie unterscheidet sich Goethes Prometheus-Darstellung vom antiken Mythos?

Goethe modifiziert bewusst mythologische Fakten (z.B. Prometheus als Vettern statt Sohn des Zeus), um den Fokus weg von der griechischen Sage hin zu einem existentiellen Akt der menschlichen Selbstbehauptung zu verschieben.

Warum wird die Prometheus-Hymne als „Antigebet“ bezeichnet?

Obwohl das Gedicht die Form eines Gebets mit Anreden und Imperativen nutzt, kehrt es die Intention ins Gegenteil um: Statt Anbetung findet eine Verhöhnung der Götter und eine Selbstermächtigung des lyrischen Ichs statt.

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Details

Title
Die Hymne "Prometheus" als Projektion der Dichtung des Sturm und Drang und seines bedeutenden Vertreters Goethe
College
University of Heidelberg
Grade
1,5
Author
Heike Dilger (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V233517
ISBN (eBook)
9783656504535
ISBN (Book)
9783656505983
Language
German
Tags
hymne prometheus projektion dichtung sturm drang vertreters goethe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heike Dilger (Author), 2006, Die Hymne "Prometheus" als Projektion der Dichtung des Sturm und Drang und seines bedeutenden Vertreters Goethe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233517
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