„Du solltest das einfach ignorieren!“ Solche und ähnliche Ratschläge bekommen Eltern von Schreibabys oftmals zu hören - leider helfen sie kein bisschen. Der Alltag ist geprägt von Verzweiflung, Erschöpfung, Resignation und der Hoffnung auf Besserung.
In diesem Buch werden Regulationsstörungen bei Kindern diskutiert. Dabei rücken vor allem die Schreibabys in den Fokus und es werden Angebote und Möglichkeiten zur Selbsthilfe vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Regulationsstörungen, Ursachen des Schreiens, Folgen des Schreiens, Schrei-Ambulanzen, Selbsthilfe
Inhaltsverzeichnis
REGULATIONSSTÖRUNGEN DER FRÜHEN KINDHEIT SYSTEMISCH LÖSEN VON MELANIE AULL 2011
Einleitung
Anpassung
Regulationsstörungen
Beratung und Therapie von Regulationsstörungen
Chancen und Grenzen der Regulationsstörungsberatung oder „welchen Nutzen hat das Problem“
Schlusswort
SCHREIBABYS: URSACHEN – FOLGEN – LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN VON KAROLIN STROHMEYER 2012
Einleitung
Schreibabys
Ursachen des Schreiens
Folgen
Was kann man tun?
Fazit
SCHREIBABYS – MÖGLICHE URSACHEN UND HINTERGRÜNDE BEI SÄUGLINGEN SOWIE ELTERN UND HILFEMÖGLICHKEITEN VON NANCY RUPPERT 2011
Einleitung
Das Schreiverhalten als frühes Kommunikationsmittel
Mögliche Ursachen und Hintergründe für exzessives Schreien
Eventuelle Emotionen und Reaktionen der Eltern auf das Schreien
Selbsthilfe und Hilfeangebote
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen exzessiven Schreiens bei Säuglingen, analysiert dessen Ursachen sowie die psychischen Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Interaktion und stellt systemische Beratungsmethoden sowie praktische Interventionsmöglichkeiten zur Entlastung des Familiensystems vor.
- Ursachenanalyse des exzessiven Schreiens bei Säuglingen (physiologisch, psychologisch, systemisch).
- Auswirkungen von Regulationsstörungen auf die Eltern-Kind-Beziehung und das Familiensystem.
- Systemische Beratungsmethoden wie das lösungsorientierte Interview und videogestütztes Arbeiten.
- Ressourcenorientierte Ansätze zur Stärkung der elterlichen Kompetenzen.
- Hilfeangebote und Netzwerke für belastete Eltern.
Auszug aus dem Buch
Die Entstehung von „Engelskreisen“
Gelingt es den Eltern, aus dem Interaktionsverhalten des Babys Hinweise auf Aufnahmebereitschaft und Überlastung, selbstregulatorische Fähigkeiten und Schwierigkeiten sowie seine momentanen Bedürfnisse und Befindlichkeiten, Vorlieben und Interessen abzulesen, sind Eltern in der Lage, die Signale des Babys zu erkennen, sich von ihnen leiten zu lassen und dem Kind auf seine individuellen Fähigkeiten abgestimmte regulatorische Unterstützung anzubieten, indem sie es anregen, beruhigen und trösten, indem sie die Art und Intensität ihrer Anregung in Bezug auf Aufnahmefähigkeit und Toleranzgrenzen dosieren und indem sie dem Kind in Belastungssituationen emotionale Rückversicherung und Geborgenheit vermitteln, schaffen sie die Grundlage für eine sichere Basis durch gelungene Interaktion. „Sie kompensieren, was das Baby noch nicht alleine bewältigen kann und bieten ihm in den Interaktionen und Zwiegesprächen des Alltags einen Rahmen, in dem es seine heranreifenden Fähigkeiten zur Selbstwirksamkeit und Selbstregulation erproben und einüben kann.“ Funktioniert das kommunikative Zusammenspiel zwischen Eltern und Kind, können Anpassungs- und Entwicklungsaufgaben der frühen Kindheit auch in turbulenten Krisenzeiten gemeinsam bewältigt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Beschreibt die Bedeutung frühkindlicher Erfahrungen für die gesunde Entwicklung und thematisiert die Anpassungsschwierigkeiten bei der Geburt eines Kindes.
Anpassung: Erläutert Anpassung als ressourcenorientierten Prozess und definiert Anpassungsstörungen im Kontext familiärer Entwicklung.
Regulationsstörungen: Definiert Regulationsstörungen als systemisches Konstrukt und beleuchtet die Notwendigkeit einer gelungenen Interaktion für die Entwicklung des Kindes.
Beratung und Therapie von Regulationsstörungen: Stellt systemische Beratungsansätze vor, die darauf abzielen, die Interaktion zwischen Eltern und Kind zu verbessern.
Schlüsselwörter
Regulationsstörungen, Schreibabys, Eltern-Kind-Interaktion, Systemische Beratung, Selbstregulation, Bindung, Krisenintervention, Frühe Kindheit, Videogestütztes Arbeiten, Ressourcenorientierung, Stress, Familienentwicklung, Anpassung, Entwicklungsschritte, Elternschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Hintergründen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von frühkindlichen Regulationsstörungen, insbesondere dem exzessiven Schreien bei Säuglingen und den damit verbundenen Herausforderungen für Eltern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Interaktion zwischen Eltern und Säugling, die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben, der Einfluss von Stress auf das Familiensystem sowie systemische Beratungsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Eltern und Fachkräften Hilfestellungen an die Hand zu geben, um dysfunktionale Interaktionsmuster zu durchbrechen und eine gesunde Bindung sowie Selbstregulation des Kindes zu fördern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem systemischen Ansatz und integriert entwicklungspsychologische Erkenntnisse, lösungsorientierte Beratungstechniken sowie Methoden zur Ressourcenaktivierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden unter anderem die Entstehung von „Teufelskreisen“ und „Engelskreisen“ in der Interaktion, die Bedeutung der elterlichen Haltung sowie verschiedene systemische Werkzeuge zur Beratung erläutert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Regulationsstörungen, Systemische Entwicklungsberatung, Eltern-Kind-Interaktion, Selbstregulation und Ressourcenorientierung.
Wie lassen sich „Teufelskreise“ in der Eltern-Kind-Beziehung unterbrechen?
Durch die Externalisierung des Problems, die Stärkung der elterlichen Selbstwirksamkeit und die Rückkopplung gewonnener Erkenntnisse auf die direkte Interaktion mit dem Kind.
Warum ist das „Videogestützte Arbeiten“ eine hilfreiche Methode?
Es ermöglicht Eltern, Sequenzen gelungener Interaktion objektiv zu betrachten, ihre eigene Kompetenz zu dokumentieren und neue Perspektiven auf das Verhalten ihres Kindes zu gewinnen.
Welche Rolle spielt die „gute Absicht“ bei einer Regulationsstörung?
Die Anerkennung der „guten Absicht“ hilft, das Störungsbild zu entlasten, den Eltern Druck zu nehmen und den Weg für funktionale Lösungsansätze zu ebnen.
Was ist mit dem „sicheren inneren Ort“ gemeint?
Dies ist eine Imaginationsübung, die Eltern dabei unterstützt, sich selbst zu stabilisieren und eigene traumatische Erfahrungen aus der Kindheit zu bewältigen, um emotional präsenter für ihr Kind zu sein.
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- Karolin Strohmeyer (Author), Melanie Aull (Author), Nancy Ruppert (Author), 2013, Hilfe, mein Baby hört nicht auf zu schreien!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/233653