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BDSM - Sadomasochismus - Ein krankhaftes „Spiel“ mit der Gewalt?

Title: BDSM - Sadomasochismus - Ein krankhaftes „Spiel“ mit der Gewalt?

Research Paper (undergraduate) , 2002 , 16 Pages , Grade: 3

Autor:in: Dipl.Soz.Päd. (FH) Friedel Buergel-Goodwin (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Züchtigung, Erziehung, Spass an der Quälerei, Genuss am Schmerz, ... der Herr und sein Sklave, Prostitution als Domina, ...
Was steckt dahinter? Was ist wahr?
Die Welt der SadomasochistInnen liegt immer noch im Dunkeln und es ist für Außenstehende meist schwer nachzuvollziehen, was es mit dem Thema Sadomasochismus wirklich auf sich hat. Worin liegt der Reiz sich freiwillig Schmerzen, sowie physischer und psychischer Gewalt auszusetzen. Wird es überhaupt als Gewalt und Schmerz empfunden, oder wo liegt der Unterschied zum allgemeinen Gewaltverständnis?
Im Verlauf der Arbeit wird zuerst dargelegt, was allgemein unter BDSM zu verstehen ist. Weiter wird erarbeitet, wo die Gewalthandlungen von positiven Empfindungen zu negativen Gewalterfahrungen wechseln und sich im BDSM potentielle Gefahrenquellen ergeben. Dementsprechend werden auf etablierte Schutzmaßnahmen der Subkultur eingegangen.
Im zweiten Teil der Arbeit wird durch medizinischen, psychologischen und auch rechtlichen Ansichten das Thema BDSM von verschiedenen Blickwinkeln aus beleuchtet.
Abschließend nimmt noch der Autor selbst persönlich Stellung zum Thema BDSM und Sadomasochismus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Was versteht man unter BDSM?

4. Gewalt versus Gewalt - Klärung des Gewaltbegriffs in Bezug auf BDSM

4.1 Gefahr der Destruktivität sadomasochistischer Beziehungen

5. Kommunikation im BDSM

6. Medizinische und psychologische Ansichten zu BDSM

6.1. Ätiologie des BDSM

6.2. Klassifizierung des Sadomasochismus

6.3. Warum ist Schmerz nicht unbedingt Schmerz?

7. Sadomasochismus – legal oder illegal

8. Persönliche Gedanken und Stellungnahme zum Thema

9. Literatur- und Quellennachweisnachweis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Studienarbeit untersucht das Phänomen BDSM vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Gewaltkonzepte, um das Verständnis für diese Subkultur zu fördern und Vorurteile abzubauen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich einvernehmliche sadomasochistische Praktiken vom allgemeinen Gewaltbegriff abgrenzen lassen.

  • Definition und Bedeutung von BDSM als Subkultur
  • Differenzierung zwischen einvernehmlicher Sexualität und gewaltsamen Übergriffen
  • Die Rolle von Kommunikation und Schutzmaßnahmen (SSC)
  • Medizinische und psychologische Perspektiven auf die Ätiologie von BDSM

Auszug aus dem Buch

Warum ist Schmerz nicht unbedingt Schmerz?

Viele Menschen fragen sich warum Schmerz als lustvoll empfunden werden kann und reagieren mit Ablehnung auf Praktiken, die Schmerz vermitteln. Schmerz gilt als negatives Empfinden und wird möglichst vermieden. Schmerzen sind Warnsignale unseres Körpers, die anzeigen, dass entweder etwas nicht in Ordnung ist oder eine Reizschwelle überschritten wurde. Sie warnen uns vor Überbeanspruchung und bevorstehenden negativen Folgen für unsere körperliche Unversehrtheit. Schmerz ist dabei ein subjektives Empfinden - jeder Mensch hat eine andere Schwelle. Ein gutes Beispiel ist unser Temperaturempfinden. Was der eine bereits als heiß empfindet nimmt ein anderer noch nicht so wahr. Die Grenzen zwischen der normalen Wahrnehmung und was wir als schmerzhaft betrachten sind fließend und können sich nach Tagesform und anderen Einflüssen sogar verschieben.

Leistungssportler, deren Blut mit, vom Gehirn produzierten, Endorphinen (körpereigenen Opiate, die den Schmerz kompensieren) überflutet ist, nehmen ihre schmerzenden Muskel oft nicht mehr wahr und gehen manchmal weit über ihre körperlichen Grenzen hinaus. Dieser Mechanismus stammt aus unserer urzeitlichen Entwicklung und diente vornehmlich der Ausschaltung bewusster Denkprozesse und der Leistungssteigerung unseres Körpers bei der Jagd oder Flucht. Eben diese Endorphine werden auch erzeugt, wenn ein sub dem Stress und der Stimulation durch Schläge ausgesetzt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert die Motivation hinter der Themenwahl und die Herausforderungen bei der Recherche zu einer tabuisierten Subkultur.

2. Einleitung: Es werden die zentralen Fragen zur Wahrnehmung von BDSM und zum Unterschied zwischen Gewalt und freiwilligem Schmerz formuliert.

3. Was versteht man unter BDSM?: Dieser Abschnitt klärt die Begrifflichkeiten von B&D, D&S sowie S&M und führt mittels eines Interviews in die Szene ein.

4. Gewalt versus Gewalt - Klärung des Gewaltbegriffs in Bezug auf BDSM: Der Begriff der (sexuellen) Gewalt wird definiert und kritisch zur BDSM-Praxis in Bezug gesetzt.

4.1 Gefahr der Destruktivität sadomasochistischer Beziehungen: Hier wird diskutiert, wie innerhalb der Subkultur trotz bewusster Grenzüberwindung Risiken für destruktive Beziehungen entstehen können.

5. Kommunikation im BDSM: Die Bedeutung von Schutzstrategien wie dem „SSC“-Prinzip und der bewussten Trennung von Session und Alltag wird hervorgehoben.

6. Medizinische und psychologische Ansichten zu BDSM: Ein Überblick über wissenschaftliche Erklärungsversuche zur Entstehung von BDSM-Neigungen.

6.1. Ätiologie des BDSM: Es werden verschiedene Theorien diskutiert, warum Menschen Interesse an sadomasochistischen Praktiken entwickeln.

6.2. Klassifizierung des Sadomasochismus: Der Abschnitt betrachtet den Wandel der medizinischen Einordnung, insbesondere durch das DSM-IV.

6.3. Warum ist Schmerz nicht unbedingt Schmerz?: Eine physiologische und psychologische Analyse, warum Schmerz unter kontrollierten Bedingungen als lustvoll empfunden werden kann.

7. Sadomasochismus – legal oder illegal: Eine rechtliche Einordnung unter Berücksichtigung von Strafgesetzbuch und dem Konzept der einvernehmlichen Einwilligung.

8. Persönliche Gedanken und Stellungnahme zum Thema: Der Autor resümiert, dass BDSM bei respektvollem Umgang eine ehrliche und stimmige Lebensform darstellen kann.

9. Literatur- und Quellennachweisnachweis: Eine Auflistung der verwendeten Internetquellen und Chat-Konversationen.

Schlüsselwörter

BDSM, Sadomasochismus, SSC, Einvernehmlichkeit, Gewaltbegriff, Machtspiel, Sexualität, Psychologie, Schmerzempfinden, Kommunikation, Ätiologie, Grenzerfahrung, Subkultur, Sexualdelikte, Körperverletzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Subkultur des BDSM und untersucht, wie einvernehmliche sadomasochistische Praktiken unter ethischen und rechtlichen Aspekten zu bewerten sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Begriffsdefinition von BDSM, der Unterschied zwischen Gewalt und Spiel, medizinisch-psychologische Erklärungsmodelle sowie die rechtliche Zulässigkeit einvernehmlicher Grenzverletzungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Verständnis und Toleranz für die tabuisierte BDSM-Subkultur zu wecken und zu verdeutlichen, dass diese auf freiwilliger Kommunikation basiert und sich grundlegend von gewaltsamen Übergriffen unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt Literaturanalysen, die Auswertung von Fachmedien sowie qualitative Daten durch geführte Interviews mit BDSM-Praktizierenden aus seinem Umfeld.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die psychologischen Hintergründe der Lust am Schmerz, die Relevanz von Sicherheitscodes, die historische Entwicklung der medizinischen Klassifizierung sowie die strafrechtliche Relevanz im deutschen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind BDSM, SSC, Einvernehmlichkeit, Machtspiel, Sexualität, Schmerzempfinden und psychologische Ätiologie.

Wie unterscheidet sich laut Arbeit das BDSM-Spiel von echter Gewalt?

Der entscheidende Unterschied liegt in der Freiwilligkeit und der Absprache. Während Gewalt den Willen und die Grenzen des Partners verletzt, basiert BDSM auf bewusster Kommunikation, Vertrauen und dem vorherigen Festlegen von Grenzen.

Welche Bedeutung hat das Prinzip „SSC“ für die Subkultur?

SSC („Safe, Sane & Consensual“) dient als Grundgesetz der Szene; es stellt sicher, dass alle Handlungen sicher, gesund und einvernehmlich stattfinden, um den Missbrauch von Machtverhältnissen zu verhindern.

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Details

Title
BDSM - Sadomasochismus - Ein krankhaftes „Spiel“ mit der Gewalt?
College
Munich University of Applied Sciences  (Fachbereich: 11 Sozialwesen)
Course
Soziale und kulturelle Umwelt
Grade
3
Author
Dipl.Soz.Päd. (FH) Friedel Buergel-Goodwin (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V23380
ISBN (eBook)
9783638265157
ISBN (Book)
9783638747745
Language
German
Tags
BDSM Sadomasochismus Gewalt Soziale Umwelt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.Soz.Päd. (FH) Friedel Buergel-Goodwin (Author), 2002, BDSM - Sadomasochismus - Ein krankhaftes „Spiel“ mit der Gewalt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23380
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